Süßkartoffel-Kichererbseneintopf mit knusprigen Rosmarinstangen

Süßkartoffel-Kichererbseneintopf mit knusprigen Rosmarinstangen

Gestern war einer dieser coolen Sonntage, wo meine Kinder bei mir einfallen, das Bier aus dem Kühlschrank plündern, sich von ihrem Samstag-Hangover erholen, lustige Geschichten aus dem Grazer Nachtleben erzählen … und wir zusammen am Tisch sitzen und in 10 Minuten ein Essen vernichten, für das ich den ganzen Tag gekocht habe.
Ich liebe solche Tage! Die Familie ist zusammen, wir lachen, trinken, genießen gutes Essen, und gestern gab es dazu sogar Eintopf vom Lagerfeuer, besser kann die Woche nicht ausklingen.
Die liebe Candy von “kommunikation.pur” hat mir vor einiger Zeit geschrieben, ob ich nicht an einem Bloggerevent teilnehmen möchte, es gehe darum, ein kommunikatives Gericht zu kreieren und am Blog zu veröffentlichen, und da habe ich sofort an unsere sehr kommunikativen Familiensonntage gedacht, und da bei uns alle gerne Eintopf essen, war die Idee für ein Gericht auch nicht weiter schwierig.

Im letzten Jahr habe ich von meinen tollen Kolleginnen einen Dutch Oven mit Dreibein von PETROMAX geschenkt bekommen, ich liebe diesen gusseisernen Monstertopf, besonders zum Brot backen, und natürlich passt er perfekt zur Lagerfeuerromantik, gefüllt mit einem deftigen Schmorgericht, am Topfboden etwas angebraten, kräftig gewürzt mit Lorbeerblättern, Majoran und Paprikawurst … ich glaube unser Abendessen war im ganzen Ort zu riechen.

Dazu gab es natürlich frisch gebackenes Brot: knusprige gedrehte Rosmarinstangerln, wo sich jeder ein Stück abreissen und den Saft vom Eintopf austunken kann!

Los gehts in der Küche erst mal mit dem Weckerlteig.

Du brauchst für sechs Stangen:

300 g glattes Mehl
200 g Hartweizenmehl
1 TL Salz
1 TL zerstoßene Rosmarinnadeln
150 ml Milch
15 g frische Hefe
1 TL Rohrzucker
1 EL Olivenöl
200 ml Wasser
Rosmarin zum Bestreuen

Gib Mehl, Salz und Rosmarin in eine große Schüssel, verrühre Milch, Hefe und Zucker und lasse es kurz stehen.
Gib nun die Milchmischung, das Öl und Wasser zum Mehl und knete alles zu einem weichen, geschmeidigen Hefeteig. Forme den Teig zu einer Kugel, lege diese in die Schüssel, bestreiche sie mit etwas Öl und decke die Schüssel mit Folie ab. Lasse den Teig zwei Stunden gehen.
Heize den Backofen vor auf 220 ° C.
Belege ein Backblech mit Backpapier oder verwende eine Stangerlbackform, wenn du eine hast.
Gib den Teig auf die geölte Arbeitsfläche, knete ihn kurz und behutsam einmal zusammen und teile ihn in sechs Stücke. Forme aus jedem Stück ein etwa 25 cm langes, 3 cm dickes Stangerl, verdrehe es etwas und lege es in die Form/ auf das Blech. Bestreue die Stangen mit etwas Rormarin und lasse sie nochmal 30 Minuten gehen.


Besprühe sie mit etwas Wasser und backe sie etwa 12-15 Minuten, je nachdem wie knusprig du sie haben möchtest. Wenn sie zu schnell bräunen, gehe mit der Temperatur etwas zurück. Lasse die Stangerln auf einem Gitter etwas abkühlen und serviere sie dann lauwarm zum Eintopf.

Für den Eintopf brauchst du, für ca. sechs Portionen:

800 g Süßkartoffeln, geschält
500 g festkochende Kartoffeln, geschält
einen roten und einen gelben Paprika
eine kleine Chilischote (nach belieben)
drei wirklich große Zwiebeln (unbedingt!)

Olivenöl
2 EL Mehl
1 EL Räucherpaprika
250 ml Rotwein
ca. 600 ml Gemüsefond
5 Lorbeerblätter
1 EL Salz, Pfeffer, Majoran
drei türkische Sucuk Würste, Haut abgezogen, in Scheiben geschnitten (ca, 350-400g, spanische Chorizo oder jede andere Paprikawurst geht auch)
eine Dose Kichererbsen, 400 g, abgetropft

Petersilie zum Bestreuen, gehackt

Anmerkung: Ich koche den Eintopf auf meinem Gasherd im Dutch Oven vor, sodass wir ihn dann am Lagerfeuer nur mehr erwärmen müssen!


Schäle die Kartoffeln und schneide sie in etwa 2/2 cm große Würfel. Schneide die Paprika in Streifen.
Schäle die Zwiebel und schneide sie in 2 mm dicke Scheiben. Gib so viel Öl in den Topf, dass der Boden dünn bedeckt ist. Erhitze es und röste die Zwiebel an, bis sie glasig sind und zu bräunen beginnen. Füge die Paprika hinzu und röste wieder gut durch.
Staube mit dem Mehl und röste weitere 5 Minuten. Gib zuletzt den Räucherpaprika dazu und lösche alles mit dem Rotwein.
Nun folgen die Kartoffeln, Lorbeer und Gewürze , gieße mit dem Fond auf (die Kartoffeln sollten gerade mit Flüssigkeit bedeckt sein), rühre gut durch, lege den Deckel auf den Topf und lasse alles für ca. 25 Minuten köcheln. Die Kartoffeln sollten weich sein, aber nicht ganz zerfallen!
Zuletzt kommen nun die Wurst und die Kicherebsen in den Topf und der Eintopf darf nochmal ca. 10 Minuten köcheln. Schmecke ab und lasse das Gericht zugedeckt stehen, bis dein Lagerfeuer und die Gäste bereit sind, vergiss die Brotstangen nicht (falls sie noch da sind …)


Anmerkung: Falls Vegetarier oder Veganer anwesend sind, lass die Wurst weg, oder brate sie extra und stelle sie dazu, so kann sich jeder selber bedienen.

Kochen in einem großen Topf über offenem Feuer ist wohl eine der ältesten Arten, unser Essen zuzubereiten. Wir denken dabei an Abenteuer und Romantik, den wilden Westen und an eine Horde wilder Burschen, die sich den Bauch vollschlagen, sich am Feuer wärmen, unglaubliche Geschichten erzählen und dann selig und leicht berauscht auf ihren Fellen einschlafen.
Na wenn diese Form von Essen nicht kommunikativ ist, dann weiss ich nicht …
Der Eintopf und die Rosmarinstangerln schmecken übrigens auch ohne Lagerfeuer ganz toll! Viel Spaß!

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