Kategorie: Backe Backe Kuchen…

Die Quitte – mein KOCHEN UND KÜCHE Beitrag für September/Oktober

Es ist soweit, die September/Oktober-Ausgabe der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE ist erschienen, und darin wieder ein Beitrag von mir, den ich mit sehr viel Begeisterung geschrieben und fotografiert habe: über die Quitte.
Meine Freude ist groß, denn der Beitrag ist von der Redaktion so schön umgesetzt worden, mit ganzseitigen Rezeptfotos und meinem kompletten allgemeinen Text, in den ich meine langjährige Erfahrung mit der Paradiesfrucht gesteckt habe. Dafür möchte ich mich bedanken!

Unser wunderschöner, 30 Jahre alter Quittenbaum steht im Garten meiner Eltern, er beglückt uns im Frühling mit seinen hübschen Blüten, und wenn im Herbst die knorrigen, zum Teil riesigen gelben Früchte dranhängen und aus dem Laub leuchten, umgibt den Baum eine fast magische Aura.

Unser Quittenbaum

Es gab Jahre, da haben wir verzweifelt Abnehmer gesucht, so groß war die Ernte. Einmal hat mein Papa das Auto vollgepackt und einige Körbe zu einem Gasthaus ins Weinland geführt, dort wurden unsere armen Quitten zu Schnaps verarbeitet … naja, vielleicht hat das einigen Gästen ein paar lustige Stunden beschert!
Nachdem uns die letzten drei Jahre der Frost in die Quere kam – oder besser gesagt dem Baum in die Quere kam – sieht es heuer wieder ganz gut aus, allerdings bräuchten wir noch warme Herbsttage, für die Süße.

Die Rezepte für die Zeitschrift habe ich bereits im Vorjahr ausgearbeitet, da habe ich mit Mühe und Not gerade soviel ernten können, dass ich für jedes Rezept genau eine Chance hatte. Es war also spannend! Das Ergebnis findest Du natürlich in der Zeitschrift, und bei mir am Blog. Heute gibt es zwei Rezepte, nämlich für meinen geliebten “Quittenkaramell”, ein mit Butter und Sahne angereichertes Zwischending zwischen Creme und Marmelade, und für einen Crumble mit Quitten, Birnen und dem Quittenkaramell. Das dritte Rezept, Quittentascherln aus Mürbteig, folgt im nächsten Beitrag.

Die ursprüngliche Heimat der Quitte ist mit ziemlicher Sicherheit Persien, von wo aus sie sich durch die Griechen und Römer verbreitet hat. Ihr lateinischer Name Cydonia oblonga leitet sich von einer kretischen Landschaft ab, welche für ihre Quitten berühmt war. In der Antike galt die Frucht als Symbol für Glück, Liebe, Schönheit, Fruchtbarkeit und Unvergänglichkeit, in Babylonien wurde sie vermutlich schon vor 4000 Jahren kultiviert und spielte auch eine bedeutende Rolle in der Mythologie.

Da Quitten sehr viel Tannin enthalten, können sie nicht roh gegessen werden, sie sind einfach zu bitter. Beim Kochen verschwinden diese Bitterstoffe und das Quittenfleisch entwickelt ein ganz einzigartiges Aroma, ein bisschen frisch und orangenartig, aber auch süß und schwer wie Honig.
Weitere allgemeine Infos zur Quitte findest Du auch in der Online-Ausgabe meines Beitrages: DIE QUITTE

Mein erstes Rezept bereite ich seit vielen Jahren zu, es ist eine Art Creme – Marmelade aus Quittenmus und Butter, und ich liebe sie fast so sehr wie Karamell, deshalb habe ich sie auch so getauft. Dieses Rezept habe ich bereits 2015 auf meiner Seite veröffentlicht, aber das ist lange her, und der Vollständigkeit halber, und da ja auch die Fotos neu sind, poste ich es hier nochmal.

Quittenkaramell

Quitten-Karamell

Zutaten für ca. 6 Gläser zu je 250 ml

1 kg Quittenfruchtfleisch, nicht geschält, Kerngehäuse entfernt (dafür benötigt man ca. 1,5 kg Quitten)
150 g Kristallzucker
150 brauner Rohrzucker
1 EL Vanillezucker
100 g Butter
50 ml Sahne
weitere 50 g Butter sowie 50 g Zucker für den Mixvorgang

Für die Zubereitung brauchst du einen starken Blender oder Food Prozessor!
Quitten bearbeiten: den pelzigen Flaum mit einem nassen Geschirrtuch abreiben. Die Früchte am besten mit einem Küchenhackbeil vierteln, Kerngehäuse ausschneiden und das Fruchtfleisch in 2 cm große Würfel schneiden.
Das Fruchtfleisch kommt mit den 300 g Zucker, Vanillezucker, 100 g Butter und 50 ml Sahne in einen großen Topf, möglichst beschichtet, da sich die Masse gerne anlegt.
Alles mischen und auf kleiner Flamme zum Köcheln bringen, zudecken und etwa 2 Stunden sanft köcheln, immer wieder umrühren.
Danach 15 Min. abkühlen lassen, nicht länger, denn die Butter muss beim Pürieren noch warm sein.
Die Masse in zwei bis drei Durchgängen in einem möglichst starken Blender sehr fein pürieren, bei der ersten Partie die weitere Butter und Zucker zugeben.
Das fertig gemixte „Karamell“ erneut in den Topf füllen, nochmal bis zum Kochpunkt unter Rühren erhitzen und noch heiß in vorbereitete, sterile Gläser füllen.
Da die Masse Butter enthält, sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 3 Monaten verbraucht werden.
Man kann die Masse auch in Rexgläser füllen und im Backofen im Wasserbad einrexen, so verlängert sich die Haltbarkeit.

Quittenkaramell schmeckt ganz toll als Brotaufstrich, eignet sich perfekt als Fülle für Torten, Germgebäck oder Biskuitrouladen, passt gut zu Waffeln oder Crepes und ist ein ausgefallenes Gastgeschenk.
Anmerkung: für eine schöne Farbe kannst du am Beginn ein paar der Quittenwürfel durch Hokkaidokürbis-Würfel ersetzen, das gibt eine tolle Farbe!
Wir werden die Creme nun gleich für mein nächstes Rezept verwenden, nämlich für

Quitten-Birnen-Crumble

Quitten-Birnen-Crumble mit Quittenkaramell

Crumble ist etwas typisch britisches, es ist eine Art Obstkuchen ohne Boden, unterhalb eine Schicht aus saftigem Obst, darauf die knusprigen Streusel, einfach unwiderstehlich! Jaja, Jamie Oliver ist nicht das einzige Gute, das wir den Briten zu verdanken haben, obwohl, ohne ihn wäre die britische Küche wohl endgültig gestorben, und mit ihr auch der Crumble … das wäre ein echter Verlust!
Übrigens, einen Crumble findest du schon bei mir: Kirsch Crumble

Zutaten für eine große oder 4 kleine Auflaufformen

Crumbleteig
100 g Dinkelmehl 50 g Haferflocken
50 g gehackte Walnüsse
110 g brauner Rohrzucker
110 g Butter, gewürfelt, sehr kalt
Fülle
2 große Quitten, ca. 700 g
2 bis 3 Birnen
30 g Butter
3 EL Rohrzucker
4 EL Quittenkaramell (siehe Rezept im Beitrag)
Quittenkaramell kann durch Quittenmarmelade ersetzt werden, dann in die warme Fruchtmischung noch 20 g Butter einmischen.

Mehl, Haferflocken, Nüsse und Zucker in einer Schüssel mischen, die Butterwürfel darüber verteilen und mit den Fingerspitzen in die trockenen Zutaten einarbeiten, bis sich krümelige Streusel bilden. Die Schüssel zudecken und in den Kühlschrank stellen.
Quitten und Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und klein würfeln. Die Quittenwürfel mit dem Zucker mischen und in der Butter weichdünsten (ca. 10 Minuten), zuletzt die Birnen kurz mitgaren. Die Früchte mit dem Quittenkaramell mischen und auf 4 kleine Auflaufformen (oder eine große verwenden) verteilen, ganz abkühlen lassen.
Backofen vorheizen auf 180 ° C Heißluft.
Die kalten Streusel gleichmäßig auf die Früchte in den Formen verteilen und in den Ofen stellen, ca. 35 Minuten backen, bis die Früchte blubbern und die Streusel goldbraun sind.

Das dritte Beitragsrezept folgt wie gesagt bald hier bei mir, zudem habe ich bereits einige leckere Quittenrezepte gepostet:

Quitten-Dessertsülzchen und Quittencurd

Quitten-Cheesecake

Quittengelee

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Zucchini-Schokoladenkuchen

Es ist wieder soweit – Zucchinizeit! Es gibt mein erstes Zucchinirezept heuer. Klein und süß sind sie noch, die ersten Keulchen, und weil sie so süß sind, gibt es ein süßes Rezept: ich mache wieder mal Zucchinikuchen.


In meinem ersten Blogjahr habe ich ja schon ein Rezept für Zucchinigugelhupf gepostet, der ist auch sehr lecker, heute machen wir einen Kuchen mit Schokogeschmack und Gewürzen. Er wird sehr locker und flaumig, und man schmeckt gar nichts von dem Gemüse, glaub mir!

Gestern hat es bei mir Zucchininudeln – Zudeln ist das hippe Wort – gegeben, und so möchte ich meinem Mann heute nicht schon wieder Zucchini vorsetzen, zumindest keinen, den er sieht oder schmeckt. Also ist der Kuchen ideal. Versteh mich nicht falsch, wir lieben Zucchini, aber bei der Ernte müssten wir sie echt täglich essen, und da beginnt die Suche nach (schokoladigen) Alternativen!
Also, auf die Zucchini, fertig, los!

Du brauchst für eine große Form:
3 große! Eier, getrennt
100 g Rohrzucker
120 g Staubzucker
350 g Zucchini, fein gerieben
120 ml Kokosöl, geschmolzen
200 g Mandeln, gemahlen
300 g Dinkelmehl, glatt
30 g Kakaopulver, am besten hochwertiges Rohkakaopulver aus dem Bioladen
2 TL Backpulver
etwas Kardamom und Zimt

Heize den Backofen vor auf 180°C, buttere und bemehle eine Form deiner Wahl. Ich habe eine meiner wunderschönen Nordic Ware Backformen ausgewählt, die mit den hübschen Bienenwaben, wo sich dann jeder gleich sein Kuchenstück abreissen kann, es geht aber auch eine Gugelhupfform oder eine Kastenform, oder was auch immer du magst.

Schlage die Eiweiss mit einer Prise Salz schaumig.
Mixe die Dotter mit Zucker weissschaumig, rühre die Zucchini und das Kokosöl unter.
Mische Mandeln, Mehl, Kakao, Backpulver und Gewürze mit einem Schneebesen, um ev. Klumpen zu zerteilen, und mische alles unter die Zucchinimasse. Verrühre kurz, aber gut.
Hebe zuletzt den Eischnee vorsichtig unter und fülle die Masse in die vorbereitete Form.
Backe den Kuchen, bis er sich vom Rand löst und sich die Oberfläche nicht mehr wabbelig, aber noch weich anfühlt. Bei mir waren es 30 Minuten, weil die Form eher flach ist, ein Gugelhupf ist höher und braucht wahrscheinlich länger. Backe den Kuchen aber nicht zu lange, dass er schön saftig bleibt!

Lasse ihn 10 Minuten abkühlen und stürze dein Prachtstück dann auf eine Platte.

Es genügt schon, ihn mit Staubzucker zu berieseln und mit einem Klecks Vanilleeis zu servieren, aber deiner Dekorierfreude sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich habe ein paar grüne Candy Melts geschmolzen und die Glasurtupfer mit Pistazien bestreut, ich dachte, ein Zucchinikuchen braucht grünes Dekor …

Ich wünsch dir viele Zucchini im Garten (wenn du einen hast) und gutes Gelingen!


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Tarte Variationen: Tartelettes mit Schoko-Nuss-Füllung und Buttermilchfüllung

Was tun bei so einem Wetter? Genau, man versaut seine Küche und bäckt Mini Tartelettes mit zweierlei Füllungen, ich zumindest.
So ein Back-Regentag ist einfach nur gemütlich, die Katze hat sich auf der Arbeitsfläche zwischen den Mörsern eingeringelt, es riecht nach Schokolade und Gewürzen, die Tropfen fallen mit einem einlullenden Ploppton auf mein Panorama-Dachfenster, und ich freue mich auf die ersten Törtchen, die duftend aus dem Ofen kommen. Das ist Glück!

Tartelettes mit zwei Füllungen, tatort-kueche.at

Vielleicht hast Du Zeit und Lust, gleich mitzubacken? Wir legen gleich mal los mit dem Mürbteig, der sollte dann nämlich rasten.

Du benötigst kleine Tarteförmchen, die gibt es einzeln oder als 12er Backform. Ich habe meine 12er Tarteletteform vor kurzem bei IKEA erworben und die ist wirklich super (Ja, ich war leider wieder mal in der Geschirrabteilung …). Für die Buttermilchtörtchen habe ich dann einzelne, etwas größere Formen verwendet. So kann ich Dir also schwer sagen, wie viele Tartelettes Du aus der Masse erhältst.

Gezuckerter Mürbteig, für etwa 15 bis 18 Tartelettes (je nach Formgröße) :
180 g Butter, weich, aber nicht zu warm
80 g Staubzucker
1 kleines Ei
250 g glattes Mehl, ich verwende Dinkelmehl 630

Verrühre Butter und Zucker, bis alles cremig verbunden ist, am besten mit der Küchenmaschine. gib das Ei dazu und rühre wieder, bis sich das Ei mit der Masse verbunden hat. Füge nun das Mehl hinzu und verknete den Teig, bis er schön glatt ist. Sollte es nötig sein, füge einen EL kaltes Wasser hinzu. Drücke ihn zu einer flachen, etwa 4 cm dicken Scheibe aus, hülle ihn in Folie und lege ihn für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

Für die Schokoladen-Haselnuss Füllung brauchst Du:
100 g Zartbitter Kuvertüre, grob gehackt
80 g Haselnüsse, geröstet
60 g Staubzucker
ein großes Eiklar

ein Glas Ribiselmarmelade


Gib die Kuvertüre und die Nüsse in einen Blitzhacker und mahle sie, bis die Stückchen wie feine Streusel aussehen. Nicht zu fein zermahlen, sonst hast Du eine Creme.
Füge nun Zucker und Eiklar hinzu und vermische alles. Die Marmelade kommt später zum Einsatz!

Tartelettes mit zwei Füllungen, tatort-kueche.at
Tartelettes mit Schoko-Haselnuss-Fülle

Für die Buttermilch Füllung brauchst Du:
100 g Staubzucker
1 EL Stärkemehl
2 Eier
125 ml Buttermilch
2 EL geschmolzene Butter
Saft und Schalenabrieb einer Zitrone

Anmerkung: Diese Buttermilch Füllung stammt aus den amerikanischen Südstaaten und ist dort traditionell unter der Bezeichnung “Sweet Buttermilk Pie” seit Generationen bekannt und beliebt.
Mische Zucker und Stärke in einer Schüssel, rühre mit einem Schneebesen die Eier unter, und zwar eines nach dem anderen, dabei das Erste mit dem Zucker glatt rühren, dann das nächste dazu.
Füge Buttermilch. geschmolzene Butter und Zitrone hinzu und mische gut durch.

Tartelettes mit zwei Füllungen, tatort-kueche.at
Tartelettes mit Buttermilch Füllung

Nun kannst Du den Teig ausrollen, am besten geht das auf einer Antihaft – Backmatte, die Du noch etwas bemehlst. Ich belege den Teig zum Ausrollen mit Frischhaltefolie, so klebt der Nudelwalker nicht an der Oberfläche.
Die Teigplatte sollte etwa 3 mm dick sein, nimm nun einen Kreisausstecher, der etwas größer ist als der obere Rand der Tarteform, stich Kreise aus und drücke sie vorsichtig in die gefettete Tarteletteform. (Zum befetten nehme ich Back-Ölspray, bevorzugt das von WIBERG). Die fertig mit Teig ausgelegten Förmchen sollten nun nochmal für 30 Minuten in den Kühlschrank, das verhindert das Zusammenziehen des Teiges beim Backen!
Heize den Backofen vor auf 170 ° C.
Befülle einen Teil der Tartelettes mit der Schokofülle, dabei gibst Du auf jeden Törtchenboden einen Teelöffel Ribiselmarmelade und deckst diese mit der Schokofülle zu.
Den anderen Teil fülle mit der Buttermilchcreme.
Nochmal zur Menge: Ich habe die 12er Tarteletteform mit der Schokofülle befüllt, und dann noch 5 größere einzelne Tarteförmchen mit der Buttermilchcreme.
Backe die Törtchen für ca. 30 Minuten, achte darauf dass sie nicht zu braun werden, je nach Größe der Formen brauchen sie ev. etwas weniger lang oder länger!

Tartelettes mit zwei Füllungen, tatort-kueche.at
Tartelettes mit zwei Füllungen, tatort-kueche.at

Ein wenig Staubzucker auf die abgekühlten Kunstwerke reicht hier als Garnitur, die kleinen süßen Dinger sind einfach herzig. Viel Spaß beim Nachbacken, genieße den Regentag!

Tartelettes mit zwei Füllungen, Kati, tatort-kueche.at
Unsere Kati liebt es, wenn ich neben ihr backe und koche!

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Erdnussbutter – Kekse mit Cranberries

Mit Erdnussbutter ist das ja so eine Sache, entweder man kann sie nicht riechen oder – man ist süchtig danach. Bei mir ist leider zweiteres der Fall. Ich mag den Geschmack von Erdnüssen sowieso total gerne, und wenn sie dann auch noch in cremiger Form daher kommen … eine Katastrophe. Ist bei einem Gericht Erdnussbutter im Spiel, so kann man sich immer auf einen ganz typischen, besonderen Geschmack gefasst machen. Mixt man sie ins Salatdressing, so bekommt der Salat sofort eine asiatische Note. Auch Dips und Saucen mit Erdnussbutter sind immer ganz speziell, reichhaltig und mit diesem besonderen Aroma (oje, ich komme ins schwärmen, wie Jamie Oliver!).

Auch Brotteig oder Cheesecakemasse kannst Du mit der Nusscreme verfeinern, und selbst gebackenes Brot mit Erdnussbutter im Teig ist wirklich mal etwas anderes. Und dann kommen wir zu meinen Erdnussbutterkeksen. Für Peanutbutter-Junkies einfach der Himmel! Wenn Du es ganz amerikanisch-authentisch magst, kannst Du die Kekse beim Essen noch in Ribiselmarmelade tunken, der amerikanische Peanutbutter Toast mit Ribiselgelee ist ja legendär, und nur etwas für starke Nerven! Aber ich muss sagen, es hat schon was …

Ich kaufe meine Erdnussbutter für diese Kekse gerne im Bioladen, denn für meinen Geschmack sind die original amerikanischen Marken oft übertrieben gesalzen, und das macht auch die Kekse etwas würziger, aber auch so sind sie lecker. Wenn ich amerikanische und Bioladen – Erdnussbutter daheim habe, mische ich beide zu gleichen Teilen, das liefert das Top – Ergebnis. Ja ich weiss, man kann es auch übertreiben. Ich sage Dir jetzt nur noch, dass es auch Erdnussbutter mit Stückchen gibt, ja auch die kannst Du gerne verwenden, dann haben die Kekse noch mehr Crunch.

Erdnussbutterkekse Tatort-kueche.at

Du brauchst für etwa 20-22 Kekse:

120 g Butter, zimmerwarm
100 g Rohrzucker
50 g Staubzucker
180 g Erdnussbutter/ Peanutbutter (siehe Tipps oben!)
1 großes Ei
160 g Mehl
1 TL Backpulver
80 g getrocknete Cranberries
einige ganze Pekannusshälften zum Dekorieren

Rühre Butter und beide Zuckersorten mit dem Mixer oder der Küchenmaschine cremig, rühre nun das Ei ein, bis es gut eingebunden ist, und füge nun noch die Erdnussbutter hinzu. Rühre noch einmal kräftig, bis Du eine schön cremige Masse hast (sie ist jetzt schon so lecker, dass ich dauernd mit dem Finger probiert habe …).

Mische Mehl und Backpulver, gib es in die Rührschüssel, hebe kurz unter und füge noch die Cranberries hinzu. Rühre nun nur mehr so lange, bis alles gut vermischt ist! Stelle den Teig etwa eine Stunde in den Kühlschrank.

Heize den Backofen vor auf 180 ° C, belege zwei Bleche mit Backpapier. Forme aus dem Teig nun Kugeln von ca. 4 cm Durchmesser, super geht das mit einem Eiskugel-Portionierer, mit den Händen ist es eine kleine Sauerei, aber feuchte die Handflächen einfach immer ein wenig an.

Lege die Kugeln mit etwas Abstand auf die Bleche, drücke in jede Kugel eine Pekannusshälfte und backe die Kekse etwa 12 Minuten, sie sind noch ein wenig weich wenn sie aus dem Ofen kommen. Lasse sie vor dem Verzieren ganz auskühlen.

Erdnussbutterkekse Tatort-kueche.at

Für die gespritzte Zuckerglasur (auch bekannt unter Royal Icing) habe ich einfach etwa 120 g feinen Staubzucker mit etwa einem halben Eiklar und ein paar Tropfen Zitronensaft gut schaumig geschlagen, die Masse sollte spritzfähig sein und nicht verlaufen. Fülle sie in einen Spritzsack mit ganz kleiner Tülle, oder vielleicht besitzt Du ja auch einen von diesen speziellen Dekorier-Stiften für feine Arbeiten, die sind wirklich toll zum Spritzen von Mustern und Linien oder Schriften.

Erdnussbutterkekse Tatort-kueche.at

Verziere nun Deine Kekse, indem Du ein feines Gitter aufspritzt, ich mag es am liebsten chaotisch, aber man kann natürlich auch grafisch exakt arbeiten, je nach Laune. Die Glasur trocknet schnell, und schon kannst Du losknabbern. Viel Spaß beim Peanut Butter Kekse backen!

Erdnussbutterkekse Tatort-kueche.at



Weitere Cookie-Rezepte findest Du hier:

Kühlschrank-Chocolate-Chip-Cookies

Karamellcookies mit getrockneten Beeren

Ach ja, und meine fröhlichen neuen Keksdosen habe ich von IKEA, aus der neuen Sommerserie! So schön bunt!

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Walnuss-Honigschnitten, ein Powersnack

Merkst Du es auch schon? Die Winterdepression geht langsam über in die Frühjahrsmüdigkeit! Dabei war es ja heuer – zumindest hier bei uns in der Südsteiermark – eher eine “Nicht-Winter” Depression, und ich hoffe sehr, diese führt nicht in eine “Nicht-Frühjahrs”-Müdigkeit. Ich wünsche mir bitte einen Frühling ohne Schnee, ohne Frost und vor allem ohne HOCHWASSER. Aber ich glaube da bin ich nicht die einzige …

Dennoch, an diesen ersten warmen Nachmittagen kommt schon gerne so ein richtiger Faulheitseinbruch, oder? Ich unterbreche meine ersten Gartenarbeiten, falle auf die nächste Bank, blinzle träge in die Sonne und frage mich, wann der Butler den Kaffee serviert. Und bitte mit irgendeinem süßen Snack, der mich wieder von der Bank hochbringt. So wie meine Walnussschnitten. Für die stehe ich sogar selber auf und hol sie mir, wer braucht schon einen Butler?

Walnussschnitten


Der Ursprung des Rezeptes stammt aus einem älteren australischen Backbuch, ich habe es etwas verändert und angepasst, die Australier verwenden, wie die Amerikaner, viel zu viel Zucker. Inzwischen ist die Rezeptur perfekt und ich liebe diese Energiepakete in Kuchenform!

Du brauchst für etwa 12 Riegel:

150 g Mehl
1 TL Backpulver
80 g Haferflocken
200 g Staubzucker
80 g Kokosraspel
80 g gehackte Walnüsse
2 Eier, verschlagen
125 g geschmolzene Butter
2 EL Honig

Für die Honigglasur:

160 g Staubzucker
45 g geschmolzene, warme Butter
1 EL flüssigen Honig
1 EL heißes Wasser

Heize den Backofen vor auf 160 ° C Heißluft, lege eine rechteckige Backform von etwa 20/28 cm mit Backpapier aus.
Mische in einer Schüssel Mehl, Backpulver, Haferflocken, Zucker, Kokosraspel und Walnüsse. Verschlage die Eier ein wenig und gib sie mit der geschmolzenen Butter und dem flüssigen Honig zu den trockenen Zutaten. Vermische alles gut, verteile die Masse auf dem Boden der vorbereiteten Form und drücke sie an, am besten geht das mit der Rückseite eines Suppenlöffels, den Du immer wieder anfeuchtest!

Backe den Kuchen etwa 20 bis 22 Minuten, die Oberfläche sollte noch weich sein, wenn Du ihn hinausnimmst. Backe nicht zu lange, sonst werden die Schnitten zu trocken!

Während der Kuchen auskühlt, bereitest Du die Glasur zu: Verrühre alle Zutaten miteinander, das Wasser sollte wirklich recht heiß sein, sonst ist die Glasurmasse zu fest und Du kannst sie nicht verstreichen. Sollte das trotzdem der Fall sein, so kannst Du sie ganz kurz in der Mikrowelle erwärmen.

Verteile die Honigglasur auf dem erkalteten Kuchen, bestreue nach belieben mit essbarer! Deko und lasse sie fest werden. Nun kannst Du ihn mithilfe des Backpapiers bequem aus der Form heben und in Schnitten teilen.

Walnussschnitten
Walnussschnitten

Sie schmecken gleich sehr lecker, aber ich finde sie noch besser, wenn sie über Nacht durchziehen können, natürlich in einer Keksdose, wo sie vor dem Austrocknen geschützt sind. Und vor aufdringlichen Naschkatzen …

Walnussschnitten

Viel Spaß beim Nachbacken, und falls Du ein Stück zu viel vernascht hast, denk daran, es sind viele gesunde Sachen drin!


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