Schlagwort: Zucker

Pfirsichsirup und Aprikosensirup

Wochenende…Zeit in Ruhe und mit Wonne zu kochen….Zeit für ein genußvoll zelebriertes gemeinsames Essen….dazu gehört als Auftakt und Einstimmung natürlich ein Aperitif!
Am liebsten genieße ich ihn noch während des Kochens, dann nippe ich ab und zu, mache dazwischen meine Handgriffe, schaue aus dem Fenster in meinen Garten und bin zufrieden!

„Harte“ Getränke mag ich eigentlich nicht so sehr, mein absoluter Favorit ist ein Glas Prosecco mit einem Schuß Sirup, und dafür lege ich mir jedes Jahr einen Vorrat an diversen Sirupvariationen an.

Meinen Rosensirup bzw. Lavendelsirup habe ich Dir ja schon gezeigt, heuer mache ich auch noch Aprikosen -und Pfirsichsirup. Und das geht wirklich ganz einfach.

Besorge Dir ein paar hübsche, eher kleinere Flaschen (etwa 6-8 je nach Größe) und koche sie aus.
Ich verarbeite einen Kilo reines Fruchtfleisch, für die Zuckerlösung nehme ich

400 ml Wasser
400 Gramm feinen Kristallzucker, in diesem Fall weissen, sonst wird die Fruchtfarbe verfälscht.

Anmerkung: die Früchte müssen für dieses Rezept wirklich ganz reif sein!!!!

Die gewählten Früchte kommen mit dem Saft einer Zitrone – gut für die Farbe! – in den Blender und werden zu ganz feinem Mark pürriert. Mit einem guten Blender geht das toll, wenn es Dir nicht fein genug wird, müßtest Du die Masse noch durch die Flotte Lotte drehen-

Gib Zucker und Wasser in einen 3-Liter Topf und koche die Mischung auf. Etwa fünf Minuten köcheln lassen, bei Zuckersirup bleibe ich immer neben stehen.
Nun kommt das Fruchtpürree dazu und der Sirup sollte nun ca. 10 Minuten langsam einköcheln. Wenn das Ganze zum baldigen Gebrauch gemacht wird, kannst Du es nun schon so in die Fläschchen füllen, möglichst noch ganz heiß.

Fruchtsirup

Fruchtsirup 10 Minuten köcheln lassen

Ich habe auch zu Weihnachten noch gerne etwas vorrätig, und so gebe ich einen Teelöffel HASSA Einsiedehilfe dazu. Das bekommst Du im Supermarkt in kleinen Säckchen wie Backpulver. Die Zugabe erfolgt NACH dem Kochen, ich rühre das Pulver einfach in die heiße Flüssigkeit.

Sekt im Kühlschrank steht hoffentlich bereit….na dann los…verkosten!!!

Die Fotos zeigen den Aprikosensirup, der ist einfach noch fotogener!

Fruchtsirup

Aprikosensirup

Fruchtsirup

Aprikosensirup

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Zucchinigugelhupf

Hilfe, es ist wieder soweit – Zucchinizeit!!! Die weiblichen Mitglieder unserer Familie – Oma, meine Tochter und ich – jubeln über jeden neue Zucchini, der an der Pflanze baumelt, unsere Herren kommen an diesen erntereichen Tagen häufig mit dem Vorschlag, man könnte doch eine Buschenschank aufsuchen! (der Fleischmangel könnte sonst überhand nehmen!)
Aber leider, es gibt keine Entkommen. Heuer habe ich 5 Stöcke gesetzt- grüne und gelbe Zucchini gemischt – weil jedes Jahr welche nichts geworden sind, aber nein….dieses Jahr sind alle 5 Prachtstücke!
Uns so kommt es, daß ich Zucchini jetzt sogar schon in den Kuchenteig mische, irgendwie muss ich die Ernteflut ja wieder loswerden!

Zucchinigugelhupf

Aber keine Angst, man merkt wirklich nicht, daß der Teig Kürbisfleisch enthält, er wird dadurch nur wunderbar saftig. Ich habe hier einen gelben Zucchini verwendet, der ist etwas süßlicher, aber grüner geht natürlich auch.
Und das brauchst Du für eine Gugelhupfform normaler Größe:

250 Gramm fein geriebenen Zucchini (mache ich mit einer Käsereibe)
6 Eier, getrennt
140 Gramm Butter
120 Gramm Staubzucker
120 Gramm Kristallzucker oder braunen Demerarazucker
100 Gramm geriebene Mandeln
100 Gramm geriebene Walnüße
50 Gramm Sauerrahm
140 Gramm frisch gemahlenes Dinkelmehl (oder aus dem Reformhaus)
1/2 Packung Backpulver

Das Backrohr vorheizen auf 170 Grad Heißluft. Die Eiklar schlägst Du steif, dabei den Kristallzucker einrieseln lassen. Dann werden Butter und Staubzucker cremig gerührt und nun gibst Du ein Eidotter nach dem Anderen dazu, jedes Mal cremig rühren. Nun werden der Zucchini und der Sauerrahm zugegeben und untergerührt, wer mag fügt noch etwas Zimt oder Zitronenschale hinzu. Zuletzt gibst Du die Nüsse, das Mehl mit dem Backpulver und den Eischnee zur Masse, ich hebe dies nun mit einer Spachtel vorsichtig unter bis alles vermischt ist.
Der Teig kommt nun in eine gut gefettete Gugelhupfform, ich lege immer ganze Mandeln unten in die Rillen, das sieht nachher hübsch aus. Im vorgeheizten Rohr etwa 50 Minuten backen. (Stäbchenprobe!)
Stürzen und auskühlen lassen, ich lasse beim Auskühlen immer die Form drübergestülpt, dann bleibt die Feuchtigkeit im Kuchen. Dann mit Staubzucker bestreuen und genießen und….juchuuu…wieder ein Zucchini weniger!

Zucchinigugelhupf Zucchinigugelhupf Zucchinigugelhupf

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Rosenblütensirup

Nach einer erholsamen Woche auf der kroatischen Insel Krk, von der ich natürlich noch berichten werde, möchte ich heute mein Blogleben wieder aufnehmen mit einem Rezept, das ich Dir schon vor einiger Zeit versprochen habe: mein alljährlicher Rosenblütensirup! (verwendet in meinem Mandelpudding mit Früchten in Rosensirup )

Meine Mama hat einen wunderschönen Rosengarten mit 70 Stöcken und  50 Sorten, unter anderem 2 Stöcke der Sorte „Gertrude Jekyll“, einer wunderschönen rosa Duftrose. Diese Blüten verwende ich seit Jahren für meinen Sirup.
Ich habe so einen Sirup das erste Mal auf einer Gartenschau serviert bekommen, mit Sekt aufgegossen…ich war begeistert und dachte sofort: „Das kann ich auch!“
Nach einigen Experimenten-es haben auch am Anfang mal 2 Fläschchen zu gären begonnen – bin ich nun bei der folgenden Methode gelandet, das Ergebnis ist perfekt!

Duftose "Gertrude Jekyll "

Duftose „Gertrude Jekyll „

Duftose "Gertrude Jekyll "

Duftose „Gertrude Jekyll „

Ich ernte die Rosenblüten, wenn sie gerade kurz davor sind, zu verblühen, an einem sonnigen warmen Tag zu Mittag…nicht lachen, das ist kein mystischer Aberglaube, aber unter diesen Bedingungen sind die ätherischen Öle am intensivsten. Die Blütenköpfe schneide ich ab und sammle sie in einem Kübel, der 5 Liter fasst. Locker übereinandergelegt sollte dieser Kübel voll sein. Zuletzt gebe ich noch zwei dunkelrote Blüten dazu, für eine schöne Farbe.

Die dunkle Blüte gibt eine schöne Farbe

Die dunkle Blüte gibt eine schöne Farbe

Diesen Schatz trage ich dann vorsichtig von Mamas Garten in meine Küche. Dort brauche ich nun:

ein 2 Liter Rexglas
ca. ein Kilo Kristallzucker fein

Nun zupfe ich die Blütenblätter in das Rexglas und streue immer nach 4-5 Blüten etwas von dem Zucker darüber…es sollen einige Schichten von Zucker und Rosen entstehen. Abschließen sollte man mit einer dicken Zuckerschicht.
Das Rexglas bekommt nun für 2 Tage einen schönen, sonnigen Platz ( Sonne bitte rechtzeitig bestellen!)

Blüten und Zucker in Schichten in das Glas füllen

Blüten und Zucker in Schichten in das Glas füllen

Blüten und Zucker in Schichten in das Glas füllen

Blüten und Zucker in Schichten in das Glas füllen

Der Zucker beginnt sich leicht aufzulösen und zieht das Aroma der Blütenblätter an….aber Achtung! Ja nicht länger als 2 Tage stehen lassen, die Blüten beginnen sonst zu gären.
Zuletzt werden die armen Blütenblätter auch noch ausgekocht….der Inhalt des Glases kommt in einen großen Topf und ich gebe ca. 200 ml Wasser dazu. Der Zuckeranteil des Sirups ist sehr hoch, sonst ist er nicht haltbar!
Alles aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen, dann durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb in eine Schüssel gießen und gut abrinnen lassen. Das wars auch schon, Du solltest die duftende Flüssigkeit nun so heiß wie möglich in schöne Flaschen füllen, liebevoll beschriften…und genießen. Ist wie gesagt herrlich mit Sekt aufgegossen, zu Obstsalat, für orientalische Desserts, Milchreis, Pfannkuchen…..

Solltest Du keinen kühlen Keller haben, ist es besser, den Sirup im Kühlschrank aufzubewahren!

Rosensirup fertig abgefüllt

Rosensirup fertig abgefüllt

Rosensirup fertig abgefüllt

Rosensirup fertig abgefüllt

Auf die gleiche Weise stelle ich übrigens auch Lavendelsirup her. Die Lavendelblüten ernte ich kurz nach dem sie aufgeblüht sind, anders als bei den Rosenblüten sind die frisch erblühten Blumen hier intensiver. Ernte auch hier wieder an einem sonnigen Tag zu Mittag! Ich verwende den Lavendel frisch (anders als für die Gewürze, da trockne ich ihn), die einzelnen Blütchen von den Dolden zu zupfen ist allerdings etwas mühsam…etwas für meditative Nachmittage.
Ebenfalls mit Zucker in ein Glas schichten, das allerdings kleiner sein kann…die Blütchen haben ja hier fast kein Volumen. Im Unterschied zum Rosensirup kann man den Lavendelzucker allerdings einige Wochen in der Sonne durchziehen lassen! Dann wie gehabt aufkochen mit etwas Wasser, und abfüllen.

Passt toll zuzm Süßen von Panna Cotta, weissem Schokomousse, Biscuitteig, Milchshakes…..

Lavendel

Lavendel

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