Schlagwort: Walnüsse

Die Walnuss, mein November-Beitrag für „KOCHEN UND KÜCHE“

Ich war im Oktober fleißig am Nüsse knacken, denn für meine November-Rezepte für KOCHEN UND KÜCHE habe ich viele Walnüsse gebraucht! Genau, es geht um die Walnuss.
Walnüsse sind pures Kraftfutter, gesunde Energie, modern ausgedrückt , echtes „Superfood“ (habe ich schon einmal gesagt, wie seltsam ich diesen Ausdruck finde? „Health Food“ wäre okay, wenn es schon englisch sein muss, „gesundes Nahrungsmittel“ würde es auf den Punkt treffen!).
Aber naja, auch Menschen jenseits meines hohen Alters sollen wissen, was ich ausdrücken möchte, wir gönnen der Walnuss also das Privileg, Superfood genannt zu werden. Und das ist sie wirklich. Berühmt ist die Walnuss vor allem wegen ihres hohen Gehaltes an Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen, der Nusskern soll auch sehr gesund für unser Gehirn bzw. Denkvermögen sein (man beachte auch die optische Ähnlichkeit mit einem Gehirn!).

Quitten-Cheesecake

Frische Walnüsse

Der bekannte römische Feldherr und Gourmet Lucius Licinius Lucullus brachte die Walnüsse von einem Feldzug aus  Asien mit (ca. 70 v. Chr.), römische Legionäre nahmen die Nüsse sodann als Kraftspender in ihr Marschgepäck auf, und so gelangte die „Wundernahrung“ dann über die Alpen zu den Germanen, nach Gallien, Frankreich und England.
Walnüsse wurden dann im Mittelalter schnell als „Hausbaum“ beliebt, sie hielten Mücken und Fliegen vom Haus fern, und das Laub wurde in Kleiderschränke und Betten gelegt, um Ungeziefer  zu vertreiben. (Dieser Effekt ist auf den in den Blättern enthaltenen Stoff JUGLON zurückzuführen).
Walnüsse galten in früheren Zeiten als Symbol der Fruchtbarkeit und spielten im Liebesorakel eine wichtige Rolle. Zur Ehe entschlossene Liebespaare beispielsweise legten zwei Walnüsse ins Herdfeuer. Blieben die Nüsse in der großen Hitze beieinander, schloss man auf eine gute Ehe. Flogen sie aber krachend auseinander, stand eine turbulente Ehe bevor.

Die Walnuss

Die WalnussIch habe selber einen großen Nussbaum im Garten, er ist riesig und wunderschön gewachsen, die Blätter verströmen im Frühjahr einen ganz eigenen Geruch, und irgendwie sind Nussbäume von einer magischen Aura umgeben. Ich liebe es, im Herbst die reifen Nüsse vom Boden aufzusammeln, oft ist es nebelig und feucht, die Blätter der großen Baumkrone rascheln im Herbstwind, und das geruhsame Absuchen des Bodens ist fast wie meditieren.

Nüsse sind in der Küche Universalgenies, sie finden Verwendung für Kuchen, Konfekt, Salate, Brot und Weckerln, Eintöpfe, einfach so zum Knabbern und vieles mehr. Ich habe einige Rezepte für KOCHEN UND KÜCHE entworfen, zwei habe ich heute auf meinem Blog für Dich, nämlich Walnussmuffins und einen herbstlichen Salat mit Radicchio und Walnüssen, ein weiteres verlinke ich Dir bzw. Du findest es in der Zeitschrift.

Ich beginne mit dem Muffin Rezept, denn diese Energieküchlein eignen sich bestens für das Frühstück!

Walnuss-Bananen-Muffins mit Erdnussbutter (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE November)

Du brauchst für 12 bis 14 Muffins
250 g glattes Mehl

1 TL Backpulver
¼ TL Natron
120 g weiche Butter
120 g Staubzucker
1 EL Vanillezucker
2 große Eier
2 reife Bananen
4 EL Buttermilch
2 EL Erdnussbutter (Reformhaus)
60 g gehackte Walnüsse
einige ganze Walnusshälften zum Garnieren
70 g Staubzucker
eine Messerspitze Zimt
1 EL Milch

Zubereitung (ca. 20 Min. ohne Backzeit)
Backofen vorheizen auf 170 ° C, ein Muffinblech einfetten oder mit Papier-Muffinhüllen auslegen.
Mehl, Backpulver und Natron in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen gut mischen und auflockern.
Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier etwas verquirlen, nach und nach zugeben und gut unterrühren. Zuletzt die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und mit der Buttermilch und der Erdnussbutter in die Masse mixen.
Die Mehlmischung und die Nüsse mit einer Teigspachtel unterziehen und nur mehr so lange bearbeiten, bis alles gut vermengt ist.
Die Masse auf die Muffinmulden verteilen, diese dabei nur zu ¾ vollmachen. Am besten funktioniert das Füllen mit einem Eisportionierer.
Im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen.
Für die Spritzglasur Zucker, Zimt und Milch verschlagen, es soll eine recht feste, spritzfähige Masse werden. In eine kleine Spritztülle füllen und die Muffins nach belieben dekorieren, je einen Klecks Glasur in die Mitte geben und eine ganze Nusshälfte damit „festkleben“.

Die Erdnussbutter schmeckt himmlisch in dem Teig, ich bin jedoch kein Maßstab, da ich der reinste Erdnussbutter-Staubsauger bin. Ich liebe sie! Solltest Du meine Begeisterung nicht teilen, kannst Du jedes andere Nussmus ebenso verwenden.

Die Walnuss

Walnuss-Bananen-Muffins

Die Walnuss

Als Abendessen gibt es dann einen sehr leckeren, gesunden Salat mit herbstlichem Charakter, den solltest Du unbedingt probieren!

Radicchio – Walnusssalat  mit Quinoa und Blauschimmelkäse (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE November)

Zutaten für 4 Portionen
150 g Quinoa

300 ml Wasser
½ TL Salz
100 g Walnüsse
1 EL Olivenöl
Prise Salz
ein Kopf, ca.350 g, Radicchio
200 g Blauschimmelkäse
2 EL gehackte Petersilie

Dressing
Saft ½ Limette

2 EL hochwertiger  Balsamicoessig
2 EL Walnussöl (Reformhaus)
½ TL Salz

Zubereitung (25 Min. ohne Backzeit)
Quinoakörner in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser abspülen.  Mit dem Wasser in einen Topf füllen und  aufkochen, auf kleiner Flamme 10-15 Minuten köcheln lassen, dabei nach 5 Minuten Kochzeit das Salz hinzufügen. Wenn die Körner gar sind, diese in eine Schüssel geben und auskühlen lassen.
Backofen aufheizen auf 160 ° C. Die Walnüsse mit dem Olivenöl und einer Prise Salz mischen, auf einem Backblech ausbreiten, in den Ofen stellen und etwa 15 Minuten rösten, dann zum Erkalten beiseite stellen.
Den Radicchio halbieren und in feine Streifen schneiden, in einer Schüssel mit dem Quinoa mischen.
1/3 vom Käse klein würfeln und ebenso unter den Salat mischen. Alle Zutaten für das Dressing gut verschlagen, den Salat damit abmachen und auf einer schönen Platte anrichten. Die Walnüsse sowie gehackte Petersilie darüber verteilen, den restlichen Blauschimmelkäse in Ecken schneiden und den Salat damit garnieren.
Dazu passt gut ein Glas Rotwein und Roggen-Knäckebrot.

Die Walnuss

Radicchio-Walnuss-Salat mit Blauschimmelkäse

Radicchio gehört zu den Herbstsalaten, die Bitterstoffe enthalten. Diese bitteren Inhaltstoffe sind sehr gesund und wir sollten sie daher wirklich öfter essen. Sie wirken positiv auf Verdauung, Blutgefäße und Galle!

Als drittes Rezept habe ich Nuss-Käse-Kugeln aus Brandteig mit einem Walnuss-Rohnen-Dip zubereitet (eigentlich sind es ja gleich zwei Walnuss-Rezepte …), dieses verlinke ich Dir hier, oder hol Dir doch einfach ein Exemplar der November-Ausgabe beim nächsten Einkauf, es sind wieder viele tolle Herbst – Rezepte drin!

Die Walnuss

Nuss-Käse-Kugeln aus Brandteig
mit Walnuss-Rohnen-Dip

Ach ja, und natürlich gibt es im allgemeinen Teil wieder viel Wissenswertes rund um das „Superfood“:

Die Walnuss

 

 

 

 

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Beeren-Joghurtdessert mit Karamell-Walnüssen

Sehr raffiniert…ja sogar äußerst raffiniert von meinem Sohnemann, gerade jetzt für drei Wochen zu entschwinden (Finnland und Frankreich)! Gerade jetzt, wo alles in meinem Garten wuchert, wovor er im Winter schon Angst hat: Fenchel, Broccoli, Erbsen, Himbeeren, Ribisel, Schwarzbeeren….nun, in Finnland ist die Wahrscheinlichkeit groß, etliches von alledem nicht anzutreffen, in Frankreich kann man auf Brot und Käse ausweichen.
Sogar die gefürchtete Ribiselernte ist er heuer somit umgangen, der Schlingel, aber wart nur: es ist von Allem noch genug da, wenn Du heimkommst!

Jaja, das ist eindeutig Temperatur – und Ernährungsmäßig die Zeit für meine Tochter und mich…und auch mein Mann steht die Phase tapfer durch….mit zeitweiligen Gaben von Bratwurst und Leberkäse…

Und so gibt es heute ein Anti -Stefan (mein Sohn) -Dessert, mit vielen, vielen Beeren!
Viele meiden ja Himbeeren und Ribisel wegen der kleinen Kernchen und weil „die ja so sauer sind“, aber bei der Hitze ist das Saure herrlich, und die Kernchen sind der Verdauungsschlager, und somit hilfreich für Bikinifigur! (ja, auch bei Herren!)

Beeren-Joghurtdessert mit Karamell-Walnüssen

Rote und weisse Ribisel

Beeren-Joghurtdessert mit Karamell-Walnüssen

Himbeeren – ein Kunstwerk der Natur

Für die Joghurtmasse brauchst Du, für vier „ordentliche“ Gläser:

400 Gramm griechischen Joghurt
100 Gramm Mascarpone
3 EL Zitronensaft
Zesten einer Biozitrone
40 Gramm flüssigen Honig
1 EL Vanillezucker
200 ml Schlagrahm + 1 EL Staubzucker
Außerdem: ca. 350 -400 Gramm gemischte Beeren (die Schönsten für die Deko beiseite legen!)

Verrühre alle Zutaten bis auf Schlagrahm und Staubzucker, den Rahm schlägst Du mit dem Zucker steif und hebst ihn unter die Joghurtmasse. Das schmeckt schon herrlich, also: nicht gleich aufessen!

Beeren-Joghurtdessert mit Karamell-Walnüssen

Joghurt mit Honig und Mascarpone mischen…und nicht gleich aufessen!

Zuletzt rührst Du die Beeren unter, recht zart, allerdings dürfen die Himbeeren und Ribisel ruhig ein wenig aufplatzen und rote Spuren ziehen…
Und nicht vergessen, ein paar Beeren zum Verzieren aufheben!

Beeren-Joghurtdessert mit Karamell-Walnüssen

Die Beeren werden unter die Joghurtmasse gehoben

Beeren-Joghurtdessert mit Karamell-Walnüssen

Solange verrühren bis die Himbeeren „bluten“

Wenn Du nun schon nicht die Hälfte direkt aus der Schüssel vernichtet hast, verteile es auf 4 hübsche Gläschen, dekoriere mit den restlichen Beeren und stelle das Dessert in den Kühlschrank.

Beeren-Joghurtdessert mit Karamell-Walnüssen

Creme auf Gläschen verteilen und mit Beeren bestreuen

Für ein wenig Crunch und einen süßen Kick oben drauf  – die Creme ist eher dezent gesüßt – machen wir nun noch schnell die karamellisierten Walnüsse:

Zutaten:

150 Gramm Walnüsse
100 Gramm Kristallzucker
40 ml Wasser

Röste die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett oder im Backrohr, bis sie duften, Vorsicht: nicht zu dunkel werden lassen, sonst sind sie bitter!
Gib Zucker und Wasser in eine Kasserole, koche es auf, und lasse es leicht köcheln, bis die Masse 118 Grad erreicht hat. Sie ist nun schön goldbraun. Nun soll es schnell gehen: schütte die Nüsse in die Karamellmasse, rühre sie kurz durch bis alles mit dem Zuckersirup überzogen ist und befördere den so entstandenen Nussballen  auf ein Backpapier, versuche nun die Masse noch etwas auseinanderzudrücken (mit dem Kochlöffel) und lasse sie abkühlen.

Beeren-Joghurtdessert mit Karamell-Walnüssen

Karamell-Walnüsse….sündhaft gut!

Erkaltet, kannst Du nun die Nüsse auseinanderbrechen, mach größere und kleinere Stücke, dekoriere die Creme erst vor dem Anrichten damit, und stelle die überschüssigen Karamellnüsse in einer Schale dazu. Und rechne nicht damit, dass eine Nuss übrigbleibt!

Beeren-Joghurtdessert mit Karamell-Walnüssen

Letzte Deko vor der Vernichtung

Lust auf mehr Beeren? Dieses Beerendessert gab es letztes Jahr auf meinem Blog:

Lavendel-Beeren-Panna Cotta

Lavendel-Beeren-Panna Cotta

  Lavendel-Beeren-Panna Cotta

 

 

 

 

 

 

 

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Walnußtorte mit weißer Schokoladencreme…für den ersten Adventsonntag!

Es war wieder einmal soweit…der erste Adventsonntag hat die „besinnlichste “ Zeit des Jahres eröffnet! Vorangegangen ist der erste Weihnachts-Einkaufssamstag…ich arbeite im Handel, ich sage jetzt dazu nichts. Soviel zum Thema besinnlich…aber bis Sonntag Mittag hatte ich mich dann einigermaßen erhohlt und habe es geschafft, mithilfe meiner Gartenvegetation einen Adventkranz aus dem Ärmel zu zaubern…und die am Freitag gebackene Torte zu verzieren!

Mein nach Fichten duftender Adventtisch hat natürlich sofort einen Bewunderer gefunden!

Advent

Erster Gast beim Adventkranz

So ein Adventsonntag verträgt schon mal etwas pompöses, üppiges, beim Verdauen fühl man sich dann umso besinnlicher ( Warum hab ich gleich zwei Stück gegessen???)

Walnußtorte mit weißer Schokoladencreme

Die fertig dekorierte Torte

Und wir starten gleich mit der Nußmasse:

250 g Walnüsse, fein gerieben
220 g Mehl
2 TL Backpulver
6 Eier
250 g Staubzucker
1 EL Vanillezucker

Heize das Backrohr vor auf 160 Grad Umluft.

Die ganzen Eier werden erst verrührt (am besten mit der Küchenmaschine), dann kommen Zucker und Vanillezucker dazu und die Masse wird auf hoher Stufe geschlagen, bis sie hell und cremeartig wird, das kann etwa 10 Minuten dauern. Danach werden die Nüsse eingerührt, und zuletzt werden Mehl und Backpulver gemischt und darübergesiebt, das Mehl hebst Du dann nur mehr vorsichtig mit der Teigspachtel unter. Das Sieben ist wichtig, so wird die Masse lockerer!
Den Teig füllst Du in eine gefettete runde Form mit ca. 24 cm Durchmesser, so wird der Kuchen schön hoch und wir können ihn 2 mal durchschneiden.
Die Backzeit ist wie immer schwer zu sagen, bei mir war der Kuchen nach ca. 40 Minuten durchgebacken, am besten fängst Du nach 30 Minuten an, nachzusehen. (Stäbchenprobe, Fingerdruck und ein bißchen Gefühl).

Die Masse wird durch den hohen Anteil Walnüsse sehr saftig und hat einen tollen Geschmack, Du kannst sie also auch ohne die Creme als reine Walnußtorte servieren. Schneide sie dann einfach 2 mal durch, fülle sie mit Marmelade, und glasiere sie mit Zitronenglasur (Staubzucker mit Zitronensaft verrühren…)!

Während die Torte auskühlt, können wir die Creme vorbereiten.
Die Zutaten:

150 g weiße Kuvertüre, ich nehme die Drops von Callebaut, Valhrona ist auch toll, natürlich geht auch der Kuvertüre-Block vom Kaufhaus, dann vor dem Schmelzen klein hacken!
3 frische Eigelb
2 EL Vanillezucker
4 Blatt Gelatine
60 ml Irish Cream Likör oder Eierlikör
400 ml Schlagrahm
1 PK Sahnesteif
Quittenmarmelade oder Marillenmarmelade zu Bestreichen der Böden

Walnußtorte mit weißer Schokoladencreme

Weiße Schokodrops von Callebaut

Die Kuvertüre vorsichtig schmelzen, im Wasserbad oder der Mikrowelle. Nicht ungeduldig werden, das kann – soll – 10 Minuten dauern, immer umrühren und milde Hitze!!
Die Eigelb schlägst Du mit dem Vanillezucker sehr schaumig und hell auf, dann fügst Du die Schokolade dazu. Der Likör wird erhitzt und darin nun die Gelatineblätter aufgelöst. (immer eines einrühren, dann erst das nächste dazu!)
Laß es etwas abkühlen, dann fügst Du zur Gelatinemischung ein paar Eßlöffel Eigelbmischung dazu, sodaß der Likör noch etwas abkühlt, dann rührst Du die Gelatinemischung langsam zur Eigelbmischung dazu und stellst die Schüssel in den Kühlschrank.
Den Schlagrahm schlägst Du nach Packungsanleitung mit dem Sahnesteif fest, und hebst ihn sanft unter die schon kühle, gerade noch nicht gelierende Schokomasse.
(An und für sich sollte die Süße der Schokolade sowie der Vanillezucker ausreichen, bitte koste die fertige Creme, vielleicht möchtest Du sie süßer!)

So, nun kannst Du die Torte aus dem Ring lösen und wenn sie ganz ausgekühlt ist, schneidest Du sie 2 mal durch, am besten geht das mit einem 2-drahtigen Tortenschneider…die Dinger funktionieren perfekt!

Nun bauen wir zusammen: ich mache das mit meinem verstellbaren Tortenring von GEFU, Du kannst natürlich die Form nehmen, in der der Kuchen gebacken wurde. Die oberste Lage kommt umgedreht…also mit der Oberseite nach unten…als erste in den Ring und wird kräftig mit Marmelade eingeschmiert, massiere die Marmelade ruhig etwas mit Löffeldruck in die Masse! Darauf kommt nun die Hälfte unserer Schokocreme, dann folgt der mittlere Tortenboden, wieder die Marmelademassage, und darauf der Rest Schokocreme. Zuoberst kommt der unterste Boden, mit der Unterseite – der glatten – nach oben! Und nochmal…Marmelade, aber nur mehr eine dünne Schicht.

Decke nun die Torte mit Alufolie gut ab und lasse sie über Nacht durchziehen, ein kühler Keller ist toll, sonst das Gemüsefach des Kühlschranks.

Nächster Tag, neue Szene, gleicher Acteur: Dekoration!

Wenn Du das Prachtstück aus seiner Ummantelung befreit hast, kanns losgehen, am besten platzierst Du die Torte gleich auf ihrem Bestimmungsort…einem hübschen Tortenteller.
Als Deckel bekommt meine Torte eine Scheibe Marzipan. Ich verknete dazu 250 g Rohmarzipan mit soviel Staubzucker, daß man die Masse ausrollen kann…das ist ein bißchen Gefülssache, so etwa 4-5 EL Staubzucker, ungefähr. Du merkst es daran, daß das Marzipan nicht mehr klebt. Nun rollst Du es aus, sodaß es etwas größer als die Tortenform ist, nimmst nun den Tortenring als „Keksausstecher“ und stichst einen Kreis aus, der somit genau auf die Torte paßt. Mit einem Tortenheber hebst Du den Marzipanfladen nun vorsichtig auf unser Prunkstück und paßt es vorsichtig ein. Für den Rand schmelze ich etwa 150 g dunkle Kuvertüre und verstreiche sie vorsichtig mit der Palette außen um die Torte. Du kannst natürlich auch weiße Kuvertüre nehmen, dann wir die Torte hell.
Den Deckel bestücke ich nun mit Blättern, die ich aus farbigem Fondant aussteche und mit Eiklar fixiere, und da es ja eine Walnußtorte ist, dürfen ein paar dekorative Walnüße nicht fehlen. Aber – wie immer – bei der Deko kannst Du alles machen was Dir gefällt!

Und nun, freu Dich aufs Kerze anzünden und den Adventkaffee, als Mittagessen davor empfiehlt sich , naja, vielleicht klare Suppe ohne Einlage, gedämpftes Gemüse oder Rein mit gar nix…dann hat mehr Torte Platz!

Walnußtorte mit weißer Schokoladencreme

Die fertig dekorierte Torte

Walnußtorte mit weißer Schokoladencreme

Leckere, üppige Walnußschichten wechseln mit leckeren, üppigen Schokoschichten

Walnußtorte mit weißer Schokoladencreme

Marzipan auf Walnuß…himmlisch!

Ich wünsche Euch allen eine schöne, besinnliche erste Adventwoche!!

Advent

Erster Advent 2014

 

 

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Brownie-Käsekuchen-Törtchen

Hast Du Lust auf Kuchen? So einer mit so ein bißchen Schokolade? Und vielleicht mit ein paar gehackten Nüßchen? Und am Schluß etwas Zucker-Zimtglasur obendrauf? ….Oder vielleicht doch lieber Käsekuchen…mit etwas Mascarpone…so ein zart schmelzender? ….Ich glaube ich kann mich nicht entscheiden…oder will es nicht…also packen wir beide Kuchen in einen Kuchen!
Ich werde nun eine Browniemasse mit einer Käsekuchenmasse kombinieren, und ich möchte das Ganze in meinen kleinen Emile-Henry Auflaufförmchen backen. So hat jeder seine eigene kleine Nachmittags-Trägheits-Beseitigungs-Infusion. Das gibt glatt genug Energie, um gleich noch ein zweites Törtchen zu essen…

Zuerst mache ich meine Förmchen startklar. Ich schneide mir Kreise aus Backpapier, die genau Bodengröße der Formen haben, und lege sie hinein. Nun noch einmal mit dem Trennfettspray kurz hineinsprühen…so bekomme ich die Küchlein heil aus der Steingutform.

Brownie-Käsekuchen-Törtchen

Ich bereite die Förmchen vor

Den Backofen heize ich auf 180 Grad Heißluft vor. Und starte mit der dunklen Masse.

Browniemasse:

100 g Walnüsse
100 g Zartbitter Kuvertüre
100Gramm Butter
100 g Rohrzucker
100 g Staubzucker
100 g Mehl
2 große Eier
ein Schuß Rum

Die Walnüße röste ich vorerst etwas in einer trockenen Pfanne an…also ohne Öl…nur bis sie zu duften anfangen. So haben sie viel mehr Aroma! Dann hacke ich sie fein, am besten mit einem großen schweren Messer. Die Schokolade schmilzt dazwischen in der Mikrowelle (vorsichtig bei niedrigster Stufe). Meine Kitchen Aid Küchenmaschine verrührt Butter und Zucker  (ich brauch nix mehr tun!) bis die Masse ganz hell und fluffig ist, dann kommen nacheinander die Eier dazu und schließlich….njammmmmm….die Schokolade. Mehl, Rum  und Nüsse hebe ich mit dem Spatel unter.

Masse Nummer zwei, die Käsekuchenmasse

175 g Frischkäse (Philadelphia Classic, eine Packung)
2 EL Mascarpone
40 g Staubzucker
1 EL Vanillezucker
1 großes Ei
1 EL Speisestärke

Hier kommt einfach alles in eine Schüssel und wird vermixt. Einfach, oder? Und schon sind meine zwei Kuchenmassen fertig. Sie reichen perfekt für meine 6 Förmchen.

Brownie-Käsekuchen-Törtchen

Browniemasse und Frischkäsemasse

Meine hübschen Steinguttöpfchen werden nun befüllt, erst mit einem großen Klecks Schokomasse, dann teile ich die Frischkäsemasse auf die Törtchen auf und schließe ab mit noch einem Klecks Schokomasse…vorsichtig draufsetzen, daß die Käsecreme nicht ganz verdrängt wird, und vorsichtig ein wenig auseinanderstreichen.

Brownie-Käsekuchen-Törtchen

Die befüllten Förmchen vor dem Backen

Ab ins vorgeheizte Backrohr, für ca. 30 Minuten…und Achtung: die Backzeit hängt jetzt ganz stark davon ab, welche Förmchen Du verwendest und wie groß sie sind. In den Steingutformen bäckt es sicher länger als in dünneren Metallformen…mach einfach die Stäbchenprobe, das ist am sichersten. Ja nicht zu lange backen, Browniemasse wird sonst schnell trocken. Im Zweifelsfall ist es besser, sie früher rauszuholen als zu spät!!! Ansonsten ist das eine der besten Browniemassen, die ich kenne. Du kannst das ganze natürlich auch in einer Rechteckform als Blechkuchen backen , (ca. 20/25 cm), dann mach aber besser die doppelte Käsemasse! Diese kommt dann über die Schokomasse darüber und man fährt ein paar mal mit der Gabel von unten nach oben durch, wie bei Marmorkuchen.

Meine sind nach 30 Minuten perfekt, ich lasse sie 10 Minuten auskühlen – abgedeckt, damit die Feuchtigkeit nicht entweicht – und löse sie dann aus den Formen, was super funktioniert.

Brownie-Käsekuchen-Törtchen

Fertig gebacken….

Brownie-Käsekuchen-Törtchen

und aus der Form befreit

Ja, lecker sind auch so schon, aber sie wollen ja auch hübsch sein! Ich mach ihnen noch schnell ein Make-Up aus Zucker-Zimtglasur, und dann steche ich noch ein paar Blümchen aus rosa Rollfondant aus….

Glasur:

8 EL Staubzucker
2 EL Milch
1 EL Kondensmilch
etwas Zimt

Die Glasur verrührst Du am besten mit dem Mixer, wenn sie noch zu flüssig ist, soviel Zucker zugeben bis sie heller und fester wird…aber sie darf etwas von den Küchlein runterrinnen…wir wollen ja nicht so eine harte pappige Make-Up Schicht!

Brownie-Käsekuchen-Törtchen

Das Make-Up ist fertig

Brownie-Käsekuchen-Törtchen

Sieht doch gleich noch hübscher aus

Brownie-Käsekuchen-Törtchen

Ein Foto noch..dann ist er weg!

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Quitten-Cheesecake

Ich habe ja schon einmal verraten, daß Cheesecake bei uns DER Kuchenfavorit ist. Herbstlich angepaßt mache ich ihn heute mit Quittengelee und Walnuß-Mürbteig, und für die Cheesecakemasse verwende ich selbstgemachten Frischkäse. Du kannst diesen durch Ricotta ersetzen, aber glaub mir, der Aufwand lohnt sich!
Ich habe nie einen cremigeren Frischkäsekuchen erhalten als mit dieser hausgemachten Käseversion, und eigentlich ist die Herstellung ganz einfach. Also, bevor es an den Kuchen geht, gehts erst mal an den Käse!

Du brauchst einen Kilogramm griechisches Naturjoghurt mit 10 % Fett, ich kaufe immer den großen Kübel bei Hofer. In den Kübel gibst Du nun den Saft einer halben Zitrone und 1/2 Teelöffel Salz, gut verrühren.
Nun richte Dir einen Haushaltseimer, auf den Eimer legst Du ein großes Nudelsieb und in dieses legst Du ein dünnes Küchentuch – toll ist eine Stoffwindel – , sodaß alle 4 Ecken über das Sieb hinaushängen. Nun schüttest Du das Joghurt in das Sieb mit dem Tuch, legst einen Kochlüffel quer über das Sieb und verknotest das Tuch über dem Kochlöffel, die Ecken überkreuz 2 mal. Nun hebst Du den Kochlöffel mitsamt dem Käsesack hoch und entfernst das Sieb, der Sack hängt nun am Kochlöffel über dem Kübel und so kann die Molke abtropfen. Das Ganze bleibt jetzt 24 Stunden  so stehen. Am nächsten Tag kannst Du den Frischkäseball aus dem Tuch schälen und dieser kommt dann in den Kühlschrank, bis er gebraucht wird. Fertig!

Die zweite wichtige „home-made“ Zutat, die ich verwende, ist Quittengelee, und dieses zeige ich Dir in meinem Post:  Quittengelee
Am Bauernmarkt bekommst Du in diesem Monat bestimmt Quitten, vielleicht auch fertiges Gelee, aber der Aufwand es selbst zu machen lohnt sich auch hier…es duftet das ganze Haus!!!
Natürlich könnt ihr auch andere herbstliche Marmeladen verwenden…..Zwetschgen, Apfe, Birne,…

Und als letzte geschmackstragende Zutat habe ich noch die Walnüsse. Wir haben einen riesigen Nußbaum und jedes Jahr reichen Nußsegen, doch nicht jeder ist so glücklich. Auch die Nüsse bekommst Du jetzt frisch am Markt, ich würde IMMER die ganzen Walnüsse kaufen und erst vor Gebrauch öffnen, es macht im Aroma einen Riesenunterschied!

Quitten-Cheesecake

Frische Walnüsse

Für den Kuchen starten wir erst mal mit dem Walnußmürbteig:

200 Gramm Mehl
130 Gramm Butter
1 Ei
50 Gramm Walnüsse gerieben
50 Gramm Rohrzucker (Demerara)
1 EL Vanillezucker

Verknete alles schnell zu einem Mürbteig, den Du dann auch gleich ohne Ruhezeit dünn ausrollst und eine runde, etwas höhere Form damit auslegst. Das könntest Du bis hierhin auch schon am Vortag zubereiten und die Form dann im Kühlschrank aufbewahren.
Zum weiterarbeiten nun das Backrohr vorheizen, 18o Grad, ich habe eine Kombifunktion aus Heißluft und Ober-Unterhitze, die ist für Cheesecake ideal.
Den Boden bake ich 15 Minuten vor, dann lasse ich ihn etwas abkühlen und bestreiche ihn mit Quittengelee.

Quitten-Cheesecake

Den Walnußboden mit Quittengelee bestreichen

Nun brauchen wir nur mehr den „Cheese“ zusammenrühren:

Für die Frischkäsefülle:

300 Gramm selbstgemachten Frischkäse
300 Gramm Mascarpone
2 Eier
1 Dotter
100 Gramm Staubzucker
2 große EL Quittengelee
2 große EL Speisestärke

Alle Zutaten cremig rühren und auf den Boden mit der Marmelade füllen. Die Backrohrtemperatur reduziere ich nun auf 170 Grad, und so backen wir das Prachtstück nun für ca. 50 Minuten, dabei ein Paar mal drehen.
Und so sieht mein Cheesecake nach dem Backen aus:

Quitten-Cheesecake

Quitten-Cheesecake

Am Schlimmsten ist die Zeit, wo er auskühlen muß….aber kaum ist er lauwarm, wird er schon angeschnitten und verspeist…der Arme! Für ein würdiges Ende gibst Du ihm noch einen Klecks Quittengelee obendrauf und bestreust ihn mit Staubzucker.

Quitten-Cheesecake

Quitten-Cheesecake

Und was könnte nun besser zu diesem herbstlichen Genuß passen als…das erste Feuer im Kamin!

Kaminfeuer

Cheesecake am Kamin…sehr stimmungsvoll!

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