Tag: Tomaten

Mediterran-asiatischer Tomatensalat

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Heute Nachmittag stehe ich verzückt in meinem Gemüsegarten vor meiner „Korianderwiese“ – ja wirklich, ein Quadratmeter frischestes, schönstes Koriandergrün – und plötzlich trifft mich die Eingebung: ich versuche einen mediterran-asiatischen Fusionssalat, quasi eine Verbindung südeuropäischer Komponenten mit asiatischen!

Mediterran-asiatischer Tomatensalat

Meine Korinaderwiese

Tomaten und Oliven, gemischt mit Koriandergrün und und jungen Spinatblättern, dazu ein Dressing mit Erdnussöl und Sojasauce. Nein ich habe keinen Sonnenstich, ein bißchen Fernweh … vielleicht. Aber schließlich kann man auch zerfetzte Jeans zu schwarzem Blazer und Stöckelschuhen tragen, warum also nicht Tomaten mit Koriander?
Das Vorhaben wird sofort in die Tat umgesetzt, ich ernte Korianderblättchen, vorsichtig, um die Pflänzchen nicht auszureissen, dann noch schnell in Mamas Garten, um ein Schüsselchen voll junger Spinatblätter zu mopsen.

Mediterran-asiatischer Tomatensalat

Frisches Koriandergrün

Voll Ungeduld schnipple ich in meiner Küche drauf los, bis meine Salatkreation fertig ist. Die erste Verkostung befriedigt mich sehr, aber das sagt nichts, bei mir könnte man frischen Koriander ins Schokomousse tun und ich wäre noch immer begeistert.
Testperson ist also mein Ehemann am Abend. Der kommt bei der Türe herein und fragt mich, ob wir am nächsten Abend Buschenschank gehen! Ich frage entsetzt : „Bist Du von mir so schlecht bekocht worden gestern, dass Du jetzt lieber auswärts essen willst? Na warte erst mal was es heute gibt!“
Er – total fasziniert über die absurden Gedankengänge einer Frau – sagt :“ Nein was Du gleich denkst, ich wollte Dir nur für einen Abend die Arbeit ersparen!“
Na, wie auch immer, die Fusions – Salatschüssel war so schnell leer, dass sich die Frage, ob es gut war, nicht mehr gestellt hat. Sehr lecker der Salat, hat er gemeint, und wir bräuchten wohl morgen nicht Buschenschank gehen. (Kein Mitleid bitte, es gab nicht nur Salat, sondern auch Brathuhn und Bärlauchmuffins.)

Für experimentierfreudige mit aufgeschlossenem Gaumen hier nun mein neuester Frühlings-Tomatensalat-Favorit:

4 große Tomaten
2 Schalotten
eine Tasse kleine, grüne, entsteinte Oliven
eine Tasse frisches Koriandergrün (schmeckt sicher auch mit Petersilie)
2 Tassen kleine frische Spinatblätter

Dressing:
25 ml Erdnussöl (oder Olivenöl)
Saft 1/2 Zitrone
1 EL Sojasauce
1 TL Salz
1/2 TL Zucker

Die Tomaten schneidest Du in recht kleine Würfel, 1/1 cm, die Schalotten viertelst Du und schneidest sie in feine Streifen. Gib alle Zutaten für den Salat in eine schöne Schüssel. Mische die Zutaten für das Dressing und verrühre sie, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Gib das Dressing über den Salat und mische gut durch, decke den Salat mit Folie ab und lasse ihn durchziehen, am besten für ca. 2 Stunden.
Unser Brathuhn hat perfekt dazugepasst, aber auch mit frischem Baguette oder Fladenbrot ist er herrlich!

Mediterran-asiatischer Tomatensalat

Mediterran-asiatischer Fusionssalat

Solltest Du zu jenen gehören, die bei Koriandergrün den Kopf schütteln: nimm statt dessen frische Petersilie, und zwar viel, nicht nur so ein bißchen … und das Dressing schmeckt auch mit Olivenöl toll.

Mediterran-asiatischer Tomatensalat

 

Das Salat  – Thema finde ich einfach toll, weil man soviel damit anstellen kann. Also sei ruhig ein bißchen mutig, das Leben ist zu kurz um langweilig zu sein! Viel Spaß!

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Mach doch mal „Tapas“-Abend!

Tapas-Abend

Ich liebe die Sitte gewisser Länder (Spanien, Türkei, Griechenland…), als Mahlzeit eine ganze Auswahl verschiedener kleiner Gerichte und Köstlichkeiten auf den Tisch zu stellen, und jeder bedient sich wie er mag. Im Sommer ist das toll, man kann alles vorbereiten, kühl stellen, und wenn die Temperatur am Abend einen gewissen Pegel erreicht hat, bei dem Nahrungsaufnahme vorstellbar wird, stellt man einfach alles kreuz und quer auf den Tisch und legt los.
Und genau das machen wir heute, erwarte keine akkuraten Rezepte, ich möchte nur anregen und Vorschläge machen.

Kalter Rhoneneintopf:

eine große Rhone geschält, eine Feldgurke geschält, 2 Karotten, eine gelbe Paprika, einige kleine Knoblauchzehen, etwas klein geschnittenen alten Gauda Käse

Rhonen, Gurke, Karotten und Paprika in Würfel schneiden, Knoblauchzehen halbieren, alles in eine flache Auflaufform geben, mit Kräutersalz würzen, mit Olivenöl begießen, durchmischen, mit Alufolie abdecken. Im Backrohr bei 170 Grad etwa eine Stunde backen, die letzten 15 Minuten die Folie entfernen. (Vertrau mir, geschmorte Gurke schmeckt himmlisch!) Kalt werden lassen, zuletzt die Käsewürfel untermischen. Bis zum Verzehr in den Kühlschrank stellen.

Tapas-Abend

Kalter Rhoneneintopf

Krautsalat mit Karotten und Sesam:

1/2 Krautkopf – möglichst frisch – in feine Streifen schneiden, 2 Karotten waschen, nicht zu fein raspeln, mit dem Kraut mischen. Salzen und mit dem Saft einer halben Zitrone übergießen, durchrühren.
3 EL Sesamsamen trocken in einer Pfanne anrösten, bis sie duften, abkühlen lassen. Den Krautsalat mit Sesamöl (wichtig!) abmachen – etwa 4 EL – und zuletzte die Sesamsamen und etwas fein geschnittenen Schnittlauch daruntermischen. Kalt stellen.

Tapas-Abend

Krautsalat mit Sesam und Karotten

Selbstgetrocknete Tomaten mit Mozzarella und Basilikum

Cocktailtomaten halbieren, ev. Strunkeinschnitt  entfernen, ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Tomaten darauf anordnen, leicht salzen und einen Tag in die pralle Sonne stellen. (dafür braucht man natürlich einen Sommer wie diesen!) Das Trocknen an der Sonne  intensiviert den Tomatengeschmack und gibt ein besonderes Geschmackserlebnis!

Zum Servieren die getrockneten Tomaten, klein geschnittenen Mozzarella und Basilikumblättchen auf einer hübschen Platte anrichten, Mozzarella salzen, etwas Oregano darüberreiben und mit Balsamico und Olivenöl beträufeln.Kalt stellen.

Tapas-Abend

Sonnengetrocknete Tomaten mit Mozzarella

Schinkenteller mit Pfirsich:

Wer sagt denn dass nur Melone zu Schinken passt? Mein Sohn hat mich drauf gebracht, auch reife, aromatische Pfirsiche passen herrlich!
Rohschinken, am Besten vom Hofladen direkt vom Erzeuger,  dünn aufschneiden. Trockenwurst in Scheiben schneiden, ich habe hier Straussenwürstl verwendet, die schmecken herrlich, und sie sind auch nicht mehr so schwer zu bekommen – es gibt ja schon recht viele Straussenfarmen.
Pfirsiche in Achtel schneiden, alle Zutaten etwas unregelmäßig auf einer Platte verteilen…es soll nicht zu ordentlich aussehen, eher lässig…
Garnieren mit Petersilie oder – wie ich hier – mit Karottengrün.

Tapas-Abend

Rohschinken, Straussenwurst und Pfirsich

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Am Abend für die staunende Meute alles aus dem Kühlschrank  zaubern, am Tisch verteilen, frisches Brot mit Butter dazu, vielleicht ein Glas kaltes Bier ( ich liebe das mexikanische „Corona“, mit Zitronen – oder Limettenspalte angerichtet)….es lebe der Sommer!

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Herzerl-Ravioli mit Tomaten-Karfiol-Sugo

Herzerl-Ravioli

Diese Hitze! Leute, dieser Sommer ist einfach genial! Jeden Tag renne ich in der Früh als Erstes in meinen Gemüsegarten und sehe nach, wie wieder alles gewachsen ist uns was ich heute ernten werde….und kochen. Ich freu mich wie ein kleines Kind über mein Gemüse, ich bin heuer sogar schon gefragt worden, ob ich da irgendwie mit chemischem Dünger nachhelfe…also wirklich!!! Aber na gut, mein Fenchel hatte die Größe eines Din A4 Blattes – keine Übertreibung – da dürfen schon mal Zweifel aufkommen.
Heutige Ernte: ein kindskopfgroßer Karfiol, die ersten Tomaten und ein paar Erbsen.

Karfiol

Karfiolernte

Also komponiere ich daraus ein Gemüsesugo. Und was gehört da dazu? Ja natürlich – Pasta! Und die ist heute selbstgemacht: lecker gefüllte Ravioli in Herzform!

Ja, die machen Arbeit. Und ja, es ist kein Blitzrezept. Und nochmal ja, sie sind es Wert!

Herzerl-Ravioli

Mein Rezept hat bei uns 4 Mäuler sattgemacht, es ist NICHTS übriggeblieben, auch kein Sugo (das war übrigens toll, geht auch als eigenständiges Gemüsegericht.)

PASTATEIG:

300 Gramm glattes Mehl
100 Gramm Hartweizengrieß
eine Prise Salz
4 Eier
1 EL frische Thymianblättchen
1 TL Chiliflocken

Verknete alle Zutaten, bis sie einen Klumpen bilden, (diesen Vorgang erledigt bei mir der Food Processor), dann knete so lange, bis ein schön glatter Ball entstanden ist. Das kann ca. 15 Minuten dauern.

Herzerl-Ravioli

Nudelteig -Ball

Der Teig ist zu Beginn bröselig und man glaubt man müsste noch ein Ei zugeben, aber durch das Kneten verbindet sich alles. Ist der Teig sehr trocken, reicht es schon , wenn Du Dir ein-zweimal die Hände nassmachst während des Knetens. Sodann kommt der Ball in ein Plastiksackerl und darf sich entspannen….mindestens 60 Minuten!

Währenddessen zaubern wir die Fülle für die Nudeln sowie das „Sugo“. Für die Fülle bekommst Du von mir zwei Vorschläge. Hier der Erste:

FÜLLE FÜR RAVIOLI:

Ich sehe solche Gerichte als tolle Möglichkeit, Reste zu verwerten, und habe so für meine Fülle Reste vom Grillen am Vortag verwendet. Das waren in diesem Fall:

2 große gegrillte Bauernbratwürste (von meiner Maria!)
3 abgelöste Stücke Schweinsripperln (jedes ca. 15 cm lang)

Das alles habe ich in Stücke geteilt und in meinen Food Processor geworfen, Blitzhacker und Moulinette sind auch toll, , dazu kam eine Handvoll frische Thymian – und Majoranblättchen und etwas Olivenöl….auch eine gegarte übrige Kartoffel passt hier gut hinein! Du solltest nun etwa 500 Gramm Masse haben, decke sie nun mit Folie ab.
Und wenn Du nicht gegrillt hast, nun, auch kein Problem.
Vorschlag 2: Kaufe:

4 rohe Bratwürste (sie dürfen noch nicht gebrüht sein), die bekommst Du zur Grillzeit beim Fleischhauer oder eingeschweisst im Moment auch bei Hofer!

Drücke die Fülle der Würste aus der Haut in eine Schüssel, gib wieder frische Kräuter dazu – fertig ist die beste Nudelfülle!

GEMÜSE-SUGO:

Für unser Gemüse-Sugo brauchst Du:

5 große Tomaten, gehäutet (mit kochendem Wasser übergießen, dann Haut abziehen!)
eine große Zwiebel, gehackt
eine Knoblauchzehe, gehackt
einen halben Kopf Karfiol, in ganz kleine Röschen zerteilt
eine Handvoll Erbsen
2 EL Tomatenmark aus der Tube
Salz, Pfeffer, Oregano
ev. etwas Vegeta
Olivenöl

Gib soviel Olivenöl in eine Kasserole, dass der Boden bedeckt ist, erhitze es und gib die Zwiebelwürfel hinein. Röste diese nun etwa 10 Minuten gut durch, dann kommt der Knoblauch dazu, dies lass nun auf kleiner Flamme weiterrösten und Farbe nehmen. Währenddessen schneide die gehäuteten Tomaten in kleine Würfel, gib sie zur Zwiebel in die Kasserole und dünste das Gemüse – immer auf kleiner Flamme – ca. eine Stunde zugedeckt weiter. Die Tomaten zerkochen sich dabei und entwickeln diesen herrlichen Sugogeschmack.
Füge nun Karfiolröschen, Erbsen, Tomatenmark und Gewürze hinzu, dünste nochmal etwa 15 Minuten weiter, bzw. bis der Karfiol weich ist, schmecke ab und schalte den Herd aus.

Karfiol-Sugo

Tomaten-Karfiol-Sugo

Während wir nun die Nudeltaschen formen, kann das Sugo durchziehen!

Rolle den Nudelteig mit der Nudelmaschine oder dem Nudelwalker ( Sport ist gesund!) dünn aus. Zum Herstellen von Nudeltascherln gibt es eigene Förmchen, die wirklich sehr praktisch sind und toll funktionieren. Man sticht mit ihnen den Teig aus, legt ihn in die Form, gibt die Fülle hinein, bestreicht den Teigrand mit Wasser und klappt die Form zusammen.
Gibts z.B. bei Amazon: GEFU Ravioliformen
oder bei nudelnest.de: Pastamaker-Set

Meine Herzform habe ich bei Pfeiffer Gastrobedarf  gekauft, habe ich aber auch auf ebay entdeckt.
(ein kreisförmiger Keksausstecher mit etwa 6 – 8 cm dm geht natürlich auch…das schöne Muster am Rand bekommst Du dann mit einer Gabel hin!)

Herzerl-Ravioli

Herzerl-Ravioliform

Herzerl-Ravioli

Ausstechen und füllen, rand mit Wasser bestreichen.

Mit der Rückseite der Formen sticht man den Teig aus. Nun legt man ein Teigherz in die Form, gibt etwas Fülle in die Mitte (der Teig muss dabei vorsichtig etwas gedehnt werden..), dann pinselt man den Teigrand gut mit Wasser ein, drückt das zweite Herz drauf und klappt die Form zusammen, fest zusammendrücken, aufklappen und das Tascherl aus der Form heben.
So, die nächste Stunde bist Du nun beschäftigt. Nicht alle Gerichte sind in 30 Minuten gekocht, aber das lohnt sich wirklich! Hat auch was meditatives…und nebenbei kann man ja ein bißchen Fülle naschen…die fehlt dann am Schluß!

 

Herzerl-Ravioli

Zweites Teigherz drauflegen…

Herzerl-Ravioli

…und zuklappen

 

 

 

 

 

 

 

 

Solltest Du nun gerade dabei sein, mein Rezept nachzukochen: verfluche mich nicht nach dem 15. Tascherl….warte bis Du sie gekostet hast! Und wieviel Lob Du dafür bekommst…und zufriedene Gesichter!

Herzerl-Ravioli

Ein Herzerl…bissi Arbeit!

Herzerl-Ravioli

Viele Herzerl…bissi viel Arbeit!

So, Endspurt! Schnell im 5-Liter-Topf Wasser mit 2 EL Salz aufkochen, Tascherln einlegen und ca. 6 Minuten kochen, dazwischen Sugo wieder erwärmen.  In einem kleinen Topf 30 Gramm Butter schmelzen, mit 1 TL Paprikapulver und etwas Salz mischen. Die fertigen Tascherln mit einer Nockerlkelle aus dem Wasser auf den Teller heben, mit etwas Paprikabutter übergießen und mit einem großen Schöpfer Sugo daneben anrichten.  Und natürlich ordentlich frischen Parmesan darüberreiben!!

Dankbar genießen…Dankbar für die Zeit, die Mühe und das Ergebnis!

Herzerl-Ravioli

Herzerl-Ravioli

Buon Appetito!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Ketchup-Ritual

Tomatenketchup

Zitat Wikipedia:

Ein Ritual  ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein (z. B. Gottesdienst, Begrüßung, die Herstellung von Tomatenketchup…..)

Das Zitat endet vor den letzten 4 Wörtern….

Ja, die alljährliche Ketchupzubereitung ist bei mir zu einer Art Ritual geworden, so etwas wie die Königsdisziplin im Kampf gegen die Nahrungsmittelindustrie, mit ihren immer länger werdenden Regalen voller Salatsaucen, Grillsaucen, „Frucht“saucen, mexikanischen Salsas und indischen Currysaucen und eben….unzählige Sorten Ketchup!

Ich mache nun schon einige Jahre mein Ketchup selber, habe viel experimentiert und versucht, bis ich dann vorletztes Jahr das größte aller Komplimente von meinem Sohn bekommen habe: “ Mama, das schmeckt fast wie gekauftes Ketchup!“
Nach dieser Aussage wußte ich: das Rezept hat den Punkt erreicht, wo das Experimentieren  ein Ende und die Massenproduktion ihren Anfang hat. Also…schnell aufschreiben und nichts mehr verändern, die Regalware ist kein ernsthafter Konkurrent mehr!

Also, ran an die Paradeiser, ich werde versuchen meinen Ketchup-Entstehungsvorgang so zu erklären, daß Du das Ritual nachvollziehen kannst.

Ketchup

Ran an die Paradeiser! Ketchup Homemeade

Für 7-8 Weckgläser a‘ 250 ml Inhalt brauchst Du:

Ca. 5 kg fleischige, sehr reife Paradeiser, gerne auch verschiedene Sorten…
3 große geschälte Zwiebeln
2 rote Paprika
100 ml Balsamicoessig
3 EL Weißweinessig
Ca. 40g Salz
Ca. 30g brauner Rohrzucker
einen Zweig frischen Liebstöckl
Gewürznelken und Pimentkörner frisch gemahlen
ev. wenn Du magst eine Chilischote

Die Paradeiser schneidest du in nicht zu kleine Stücke , meist reicht vierteln bei großen Exemplaren und halbieren bei kleinen. Stengelansatz herausschneiden!
Die Zwiebeln und Paprika schneidest Du in  2 cm breite Streifen, bei der Paprika Kerne und Stiel entfernen.
Das geschnittene Gemüse und der Liebstöcklzweig kommen nun gemischt in einen großen Topf (meiner faßt 10 Liter)  und werden bei kleiner Hitze erwärmt. Deckel auflegen!
Wenn sich etwas Paradeiswasser abgesetzt hat, kann man die Hitze erhöhen, dann kann das Ganze nämlich nicht mehr anbrennen.
Nun ca. 45 Minuten zugedeckt köcheln, nicht umrühren!!!!

Ketchup

Die Paradeisstücke weichköcheln

Die Stücke sollen ganz bleiben und das Wasser sich absetzen. Wenn alles schön durchgekocht und weich ist, kannst Du abschalten und läßt alles abkühlen, am Besten über Nacht.
Am nächsten Tag kommt der wichtigste Schritt: das Paradeiswasser muss gänzlich abgegossen werden, sonst wird das Ketchup zu flüßig! Kippe den Topf, halte die Früchte mit dem Deckel zurück und gieße das Wasser in eine Schüssel…es wäre schade drum, Du kannst es zum Nudelkochen verwenden!
Nun fährst Du ein paar Mal mit dem Pürrierstab durch die verbleibende Gemüsemasse, um alles etwas zu zerkleinern, und rührst den Brei durch eine „flotte Lotte“,  ist gleich Passiersieb.
Da ich ja seit ein paar Monaten im Besitz eines Vita Mix Blenders bin, habe ich diesen Vorgang heuer abgekürzt, indem ich die Gemüsestücke in mein Wunderding gegeben habe und nach 2 Minuten ist alles als „Samtsuppe“ wieder herausgequollen…alles mitüpürriert, Kerne, Haut….ultrafein! Das funktioniert allerdings wirklich nur mit einem sehr starken Blender ( der Vita Mix hat 2 PS!!), ansonsten ist das Ergebnis enttäuschend und Du mußt es dennoch durchpassieren.

So, nun gibst Du den herrlich duftenden roten Brei zurück in den großen Topf, dazu kommen nun beide Essigsorten, Salz, Zucker und Gewürze, gut umrühren und zurück auf den Herd. Abschmecken bringt jetzt noch nichts, die Masse soll ja noch um ein Drittel einkochen!
Halte die Hitze niedrig, es soll gerade mal eben köcheln, und Vorsicht, am Anfang kann es ab und zu blubbern. Nun brauchst Du natürlich auch keinen Deckel mehr, denn in den nächsten 1 1/2 Stunden soll das Ketchup ja noch einkochen und dicker werden, und dazu muß das Wasser verdampfen können…Immer wieder mal umrühren nicht vergessen!

Wenn die Sauce schön dick und dunkelrot vom Kochlöffel tropft und Du mit der Konsistenz zufrieden bist, kannst Du kosten und nach Geschmack nachwürzen. Dann den Topf von der Hitze nehmen und …es geht ans Abfüllen, so heiß wie möglich, in hübsche, ausgekochte, rexfähige Gläser.
Ich stelle nämlich die verschloßenen Gläschen noch im Wasserbad bei 100 Grad für 30 Minuten ins Backrohr…nur um sicher zu gehen. Das hart erarbeitete Ketchup soll ja nicht verderben!

Und was gibts bei und traditionell am Ketchupritual-Tag als Nachtmahl? Gegrillte Würstel…da wird das heurige Ketchup dann gleich getestet!

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Ich wünsche Dir ein rituelles Vergnügen bei der Herstellung und ein kulinarisches Vergnügen beim Genießen von Deinem Home-Made Ketchup!

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Steinpilzlasagne

Steinpilzlasagne

Ich habe ein Lasagnetrauma!
Als ich meinen Mann erst kurz kannte, habe ich ihn zum Essen eingeladen…ich hab Lasagne gemacht! Und es kam wie es kommen mußte: sie landete im Biomüll. Ich hatte zu wenig Flüßigkeit verwendet, so konnten die Nudelblätter nicht weich werden, da half auch sämtliches nachaufgießen und nachbacken nix mehr. Aber – wie man sieht – ein verhautes Essen ist kein Grund, nicht geheiratet zu werden. Außerdem hat mein Mann recht bald gemerkt, daß dies ein einmaliger Ausrutscher blieb und ich sehrwohl in der Lage war, ihn zu ernähren!

Wie auch immer, der Schock ist geblieben und das 20 Jahre lang, denn bis heute habe ich nie wieder einen Versuch gestartet…an die Lasagne meiner Mama komme ich sowieso nicht heran!
Aber heute ist es soweit, Zeit sich von Altlasten zu befreien…ich mache heute Steinpilzlasagne. Erbeutet haben die herrlichen Pilze meine Eltern mit meinem Sohn. Selbstgefunden ist einfach noch besser…

Steinpilzlasagne

Die Steinpilzjagd war erfolgreich

Steinpilzlasagne

Wie im Bilderbuch…

Als Erstes bereite ich eine Bechamelsauce zu. Dafür brauche ich:

40 Garmm Butter
ca. 4 El Mehl
3/4  Liter Milch
1/16 Liter Weißwein
Pfeffer, Salz
2 El Mascarpone

Butter erhitzen, Mehl einrühren und anschwitzen lassen, dann mit der Milch und dem Wein aufgießen. Ich gebe nicht alles zugleich dazu, sondern in 3 Schüben, immer verrühren und nachgießen. Kurz aufkochen lassen und beiseite stellen zum Auskühlen. Ich decke den Topf mit Folie ab, damit sich keine Haut bildet.
Wenn die Sauce abgekühlt ist, würze ich mit Pfeffer und Salz und gebe noch 2 gehäufte Eßlöffel Mascarpone dazu…wegen der Cremigkeit!

Steinpilzlasagne

Bechamelsauce

Dann kommt die Steinpilzsauce dran:

Ca. 8-10 mittelgroße Steinpilze, blättrig geschnitten
1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Butter und Olivenöl
200 ml Sahne
Petersilie, Salz, Pfeffer

Das Gemisch aus Olivenöl und Butter erhitzen und Zwiebel sowie Knoblauch andünsten, dann die Pilze dazugeben, Salzen und Pfeffern und ca. 10 Minuten mit geschlossenem Deckel dünsten lassen. Nun gießt Du mit der Sahne auf, gibst Petersilie nach Geschmack dazu, schmeckst nochmal ab (Pilze vertragen recht viel Würze) und läßt nochmal kurz durchziehen. Sobald die Pilze gar sind, nimmst Du sie vom Feuer…nicht zu sehr einkochen lassen, die Sauce soll schön flüssig sein…das brauchen die Lasagneblätter zum Weichwerden!

Steinpilzlasagne

Die Steinpilzsauce

So, die zwei wichtigsten Komponenten des Gerichtes hätten wir geschafft, zum weiteren Aufbau der Lasagne brauchst Du noch:

Eine Packung Lasagneblätter, ich verwende die von Barilla a‘ 250 Gramm (ohne Vorkochen!)
3 große fleischige Tomaten, in 3 mm dicke Scheiben geschnitten
2 Kugeln Mozzarella
200 Gramm frisch geriebenen Parmesan
Oregano
ev. etwas Sahne

Heize nun Dein Backrohr vor, ich habe mit Heißluft bei 180 Grad gearbeitet.

Und jetzt wird geschichtet! Ich nehme meine tolle neue rechteckige Lasagneform von Green Gate (ja, ich war mal wieder in der Stadt und bin mit Geschirr heimgekommen….),
die Form mißt ca. 32/23/6  cm und die Menge der vorbereiteten Zutaten ist sich hier super ausgegangen.

Anmerkung: die Tomaten und den Mozzarella salze ich nach dem Einschichten noch ein wenig, die beiden Saucen sollten ja schon vorher ausreichend gewürzt worden sein.

Sage und schreibe 11 Schichten wandern nun nacheinander in die Auflaufform, die werde ich Dir nun ganz genau auflisten:

1. ein Schöpfer Bechamelsauce wird am Boden verteilt, darauf lege ich
2. eine Lage der in Scheiben geschnittenen Tomaten, darauf
3. Lasagneblätter, nebeneinander (ich lasse sie nicht überlappen, sonst werden sie an den dicken Stellen oft nicht ganz gar)
4. Steinpilzsauce
5, wieder Nudelblätter
6. Bechamelsauce und darauf Paradeiser, nun eine Schicht
7. geriebenen Parmesan ( die Hälfte)
8. Nudeln
9. Schwammerlsauce
10. Nudeln
11. abschließend die restliche Bechamelsauce, Mozzarella, Oregano und den übrigen Parmesan.

Solltest Du das Gefühl haben, daß das Ganze nicht saftig genug ist, kannst Du nun noch etwas Sahne oben darübergießen, ist aber meist nicht nötig.

Uff, jetzt aber ab ins Rohr damit, da bekommt man ja Hunger! 45 Minuten, und dann bei ausgeschaltenem, geöffnetem Rohr noch 10 Minuten ruhen lassen.
Familie zusammentrommeln und….futtern!

Steinpilzlasagne

Versuch gelungen!

Steinpilzlasagne

Schmeckt wirklich toll!

Und endlich…nach 20 Jahren…bin ich rehabilitiert!!!!!

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