Schlagwort: Paprika

Finnische Teufelsmarmelade, Devil’s Jam, Paholaisen hillo

Heute gibt es ein Rezept für eine sehr leckere finnische Dipsauce von mir, und zwar aus absolut authentischer Quelle: von der finnischen Freundin meines Sohnes. Minna und Stefan sind seit 2 Jahren zusammen, und mir hat das schon ein paar sehr ausgefallene finnische Kochbücher (in englisch!) und ein umfangreiches Wissen über die finnische und lappländische Küche eingebracht. Minna ist Sous Chef in einem kleinen Restaurant in Tampere, und sie versteht für ihre 18 Jahre ziemlich viel vom Kochen. Das finde ich natürlich toll … und mein Sohn auch!

Wir sind beide zwei scharfe Mädchen, soll heissen, wir lieben Chilis und leicht scharfes Essen. So hat Minna vor einigen Tagen beim Mittagessen erzählt (sie ist gerade bei uns in Österreich), dass es in Finnland eine sehr gute Dipsauce mit Chili gibt. Ich habe natürlich sofort gefragt, ob sie die schon mal selbst hergestellt hat! Nein,sagt sie, aber es gibt genug Rezepte im Internet.
Also sind wir sofort ans Werk gegangen. Zum Glück hatte ich einen Dolmetscher, denn das Rezept haben wir nur auf Finnisch gefunden, und das ist wie Hieroglyphen. Hier bei mir gibt es nun also – vermutlich zum ersten Mal auf Deutsch – Paholaisen hillo, Teufelsmarmelade.

Teufelsmarmelade

 

2 große rote Paprika
5 große, rote, milde Chilischoten
eine Dose ganze, geschälte Tomaten
3 Knoblauchzehen, geschält
Salz, Pfeffer
1 EL Balsamicoessig
etwa 120 Gramm 2:1 Gelierzucker

Die Zutatenliste auf Finnisch:

2 isoa punaista paprikaa
5 mietoa punaista chiliä
Purkillinen säilyketomaatteja
3 valkosipulin kynttä
Suola, pippuri
1 rkl Balsamio etikkaa
n. 120g hillosokeria

Anmerkung: Diese großen milden Chilischoten kaufe ich zu dieser Jahreszeit immer im indischen oder türkischen Lebensittelgeschäft, sie sind etwa 10 cm lang und wirklich nur gering scharf, deshalb kann man hier auch so eine große Menge verwenden. Wenn Du nur schärfere bekommst, nimm einfach mehr Paprika und weniger Chili … aber sei dann nicht enttäuscht wenn das Ergebnis nicht so aufregend ist!
Dosentomaten sind hier aus 2 Gründen vorzuziehen: erstens bekommt man im Winter keine wirklich aromatischen Tomaten, und zweitens sind frische Tomaten viel wässriger, Du müsstest also wesentlich mehr Gelierzucker verwenden, um die richtige Konsistenz zu erhalten, und dann würde das Ganze zu süß!

Befreie die Paprika und Chilis von Stengeln und Kernen und schneide sie in größere Würfel. Hacke den Knoblauch grob. Gib nun alle Zutaten in einen Blender und mixe die Masse kurz durch, es soll kein Pürree werden sondern man darf noch Stückchen sehen! Fülle die Masse in eine beschichtete Kasserole und stelle sie bei mittlerer Hitze auf den Herd. Lasse das Ganze nun etwa 30 Minuten köcheln, immer wieder umrühren nicht vergessen. Die Flüssigkeit soll etwas reduzieren und die „Marmelade“ muss etwas eindicken. Dabei hilft der 2:1 Gelierzucker, und er macht den Dip auch besser haltbar.
Schmecke zuletzt nochmal ab, vielleicht möchtest Du ja noch etwas Salz oder Pfeffer hinzufügen.

Fülle die Teufelsmarmelade in sterile Gläschen und bewahre sie im Kühlschrank auf. Ich denke der Dip sollte in ungeöffneten Gläsern etwa 2 Monate haltbar sein.

Teufelsmarmelade

Der fertige Dip – herrlich teuflisch rot!

Minna hat mir auch noch verraten, dass dieser Dip in Finnland oft mit Mayonnaise gemischt wird. Ich habe also auch gleich noch Mayonnaise gemacht – das muss ich sofort ausprobieren -und den Devils Jam dazugemischt. Eine wahnsinns Cocktailsauce!

In Finnland wird der Dip im Restaurant oft automatisch auf den Tisch gestellt, er passt zu sehr vielem: Käse, Burger, Ripperl, gebratenes Huhn, Steak, Pommes Frittes etc…

Teufelsmarmelade

Auch perfekt zu gutem Ziegencamembert

Nordische Küche liegt ja zur Zeit voll im Trend, also probier es aus! Viel Spass!

 

 

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Sonntags-Frühstücks-Paprika-Toast

Herrlich, ein Sonntag ganz für mich allein! Alle sind ausgeflogen, und manchmal ist das einfach schön! Also: gemütlich ran ans Frühstück. Ich habe meine restlichen Paprika geerntet, wegen dem Frost (wurde angesagt, ist nicht eingetreten), und deshalb enthält im Moment jedes Gericht ein Quantum Paprika, Desserts ausgenommen.

Sonntags-Frühstücks-Paprika-Toast

Die letzten Paprika, schnell vor dem Frost gerettet

Jawoh,l es gibt wieder mal ein Toastrezept von mir, das fünfte? Oder so? Toast zum Frühstück ist einfach göttlich …

Du brauchst:

ca. 100 Gramm Cheddar Käse, gerieben
2 kleine grüne Paprika, klein gehackt
etwas Petersilie, gehackt
Chiliflocken
1 kleines Ei
Salz, Pfeffer

Baguette oder was auch immer da ist
optional Kaffee, Sekt (nicht für den Toast, sondern dazu!)

Heize das Backrohr vor auf Grillstufe 200 Grad, belege ein Backblech mit Backpapier.
Mische alle Zutaten gut durch und würze mit Salz und Pfeffer.

Sonntags-Frühstücks-Paprika-Toast

Alle Zutaten in einer Schüssel mischen

Bestreiche die Brotscheiben mit etwas Pesto und verteile den Belag gleichmäßig darüber, drücke ihn dabei etwas fest.

Sonntags-Frühstücks-Paprika-Toast

Auf die Brote verteilen und etwas festdrücken

Platziere nun die Toasts auf dem Blech und grille sie im Rohr, bis sie Deine Wunschbräunung errreicht haben. Inzwischen kannst Du schon mal den Kaffee zubereiten, Dir ein Gläschen Prosecco einschenken und wenn nötig die Katze vom Tisch befördern (bei mir sind es meist mehrere).

Sonntags-Frühstücks-Paprika-Toast

Hunger! Aber zuerst noch Foto machen …

Der Toast schmeckt natürlich auch an jedem anderen Wochentag! Gutes Frühstück!

Sonntags-Frühstücks-Paprika-Toast

Endlich! Der erste Biss …

Sonntags-Frühstücks-Paprika-Toast

… und der Letzte!

 

 

 

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Pastinaken-Paprikacremesuppe

Endlich Schnee, endlich Winter, endlich weiss! Sofort Schi, Kinder und Hund ins Auto gepackt und ab in die Höhe, wo die weisse Pracht noch unberührt ist.

Winter

Endlich Schnee!

Und was braucht der Mensch nach soviel kalter, knirschender, arktischer Natur? Genau, eine herrlich cremige, heisse Suppe! Ich begrüße Dich im neuen Jahr mit etwas Wärmendem, damit Du Dich gleich wieder wohl fühlst bei mir. Im Suppentopf wär auch noch genug für Dich drin, mein Sohn hat auf der Hütte die Speisekarte gelesen und…was soll ich sagen…. die Zeile mit dem Schnitzel wars wieder mal, also keine Suppe mehr (zum Glück war der Hund mit, sonst hätten wir – oh Schande – was zurückschicken müssen…jaja die steirischen Gasthausportionen!)

Suppen sind etwas Herrliches, im Winter heiss dampfend, dick und gehaltvoll, im Sommer kalt und erfrischend mit saisonalem Obst und Gemüse. Zudem gibt es unzählige Möglichkeiten, und viele davon sind recht schnell zuzubereiten, so wie meine Variante heute…hat 30 Minuten gedauert.
Ich habe ja schon einmal erwähnt, dass ich die Wintergemüsesorten sehr gerne mag (mein Post: Focaccia mit Topinambur und roten Rüben). So freut es mich sehr, diverse Knollen immer öfter in den Supermärkten zu finden, und sollte ich Pastinaken entdecken, greife ich immer zu. Man kann mit diesen aromatischen Wurzeln viel machen: Mit Kartoffeln zu Pürree verarbeiten, Gratins, Nudelsaucen, Laibchen aus geriebenen Pastinaken, Cremesuppen etc….
Ich habe sie heute mit roten Spitzpaprika kombiniert und eine wunderschön orange Cremesuppe bereitet.

Pastinaken-Paprikacremesuppe

Spitzpaprika

Pastinaken-Paprikacremesuppe

Pastinaken und rote Zwiebel

Die Zutaten für 3-4 Portionen:

2 große rote Spitzpaprika
2 große Pastinaken
1 mittelgroße Zwiebel
2 EL Olivenöl + 2 EL Butter
2 EL Zitronensaft
1 Liter Flüssigkeit, am besten eine Mischung aus Suppe (Fond) und Wasser, auch etwas Weisswein ist gut
Salz,
Chilisalz, Chiliflocken oder ein kleines Stück frische Chili
3 gehäufte EL Mascarpone oder Creme Fraiche
zum Anrichten: geschlagenes Obers und Kren aus dem Glas

Paprika heiss waschen, einmal durchschneiden und von den Kernen befreien. Die Pastinaken mit dem Sparschäler dünn schälen, beide Gemüse in Würfel schneiden. Die Zwiebel fein hacken, Öl und Butter in einem Suppentopf erhitzen und die Zwiebel darin anbraten, bis sie leicht bräunt. Nun die Gemüsewürfel dazumischen und alles gut anbraten, das ist wichtig wegen dem Röstaroma!
Mit dem Zitronensaft ablöschen und mit der Flüssigkeit aufgießen, zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten sanft köcheln lassen. Die Pastinaken müssen ganz weich sein!

Pastinaken-Paprikacremesuppe

Das Gemüse wird in der Flüssigkeit weichgedünstet

 

Pastinaken-Paprikacremesuppe

Mein VITAMIX Blender

Pastinaken-Paprikacremesuppe

Jetzt kann der Blender arbeiten!

 

Die Suppenmischung lässt Du nun etwa 10 Minuten abkühlen, bevor Du sie zum Pürrieren in den Blender schüttest (geht natürlich auch mit einem Pürrierstab).

 

Und, naja, ich kanns mir nicht verkneifen, ich muss wieder mal Werbung für meinen VITAMIX Blender machen. Ich habe auch vor der VITAMIX- Epoche gute Geräte besessen, aber soo cremige Suppen und Smoothies gabs noch nie. Das Gerät ist nicht billig, aber wenn man viel, gerne und gesundheitsbewusst kocht, lohnt sich die Anschaffung!!
Der Topfinhalt wandert nun also in mein Mixgefäß, dazu kommen noch der Mascarpone, Salz nach Geschmack, und etwas Schärfe: ich nehme mein Chilisalz, es gehen auch Chiliflocken oder ein kleines Stück einer frischen Schote, dosiere das ganz nach Deiner Vorliebe. Wenn Du es gar nicht scharf magst: auch etwas Paprikapulver ist ok.

Und nun: einschalten und den Blender arbeiten lassen.

 

 

 

Nun kannst Du die Suppe nochmals abschmecken und dann auf vorgewärmte Tassen verteilen. Ich dekoriere mit einem Löffel geschlagener Sahne, darauf kommt etwas Kren aus dem Glas und ein Paprikastückchen….ein würdiger Baucherlwärmer nach einem  schönen Wintertag im Freien…guten Appetitt!

Pastinaken-Paprikacremesuppe

Pastinaken-Paprikacremesuppe

 

 

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Pfefferoni-Paprika-Marmelade

Ich bestelle ab und zu italienische Lebensmittel bei der „Fattoria la Vialla„, einem Weingut und Bauernhof in der Toscana. Die Produkte aus Eigenproduktion werden liebevoll zubereitet und verpackt und recht flink zugestellt. Meiner ersten Bestellung vor einigen Jahren wurde ein toskanisches Kochbuch beigelegt, mit Rezepten aus der Familie, und aus dieser Sammlung toller alter Rezepte habe ich die Anregung zu meinem Pfefferoni-Paprika- Gelee.
In der Toskana wird diese herrlich orange-rote Gemüse-Marmelade begleitend zu Käse serviert…mein Sohn würde hier sofort anmerken:“ Wir sind aber nicht in der Toskana, und süße Marmelade zu Käse…ist ja furchtbar!“
Aber mein Mann und ich, wir lieben Käse und wir lieben die vor allem in Nord-und Mittelitalien übliche Kombination mit Honig oder diversen süßen Chutneys und Marmeladen. Und Pfefferoni-Paprika ist wirklich mal etwas Anderes….Ich habe eine sehr reife Birne hinzugefügt, für die fruchtige Note.

Pfefferoni-Paprika Marmelade

Pfefferoni, Paprika, Birne und Chili

Für ca. 5 kleine Gläschen schnippelst Du :

Eine große rote Paprika
Eine große gelbe Paprika
6 milde rote Pfefferoni
2 nicht zu scharfe Chilis
Eine sehr reife Birne
etwas Zitronensaft zum Aufgießen
weiters ca. 150 Gramm Gelierzucker 2:1
1/2 Teelöffel Salz

Gemüse und Früchte von Stengeln und Kernen befreien und klein würfeln, mit dem Zitronensaft in einen Topf geben und langsam aufkochen, gib  einen Schuß Wasser dazu…
Das Ganze köchelt nun etwa 30 Minuten, bis alles schön weich ist, dann kommt es in den Blender und wird ganz fein pürriert. Mit meinem Vita Mix Blender geht das super, wenn es nicht ganz fein wird kannst Du alles noch durch die Flotte Lotte passieren.

Das hübsch orangerote Pürree kommt nun zurück in den Topf und wird mit dem Gelierzucker und Salz verrührt. Nun kochst Du es erneut auf, langsam und vorsichtig, sonst spritzt es oder brennt an.

Pfefferoni-Paprika Marmelade

Herrliche Farbe, oder?

Laß das Gelee 3 Minuten kochen, dann kannst Du es in die vorbereiteten, ausgekochten Gläschen füllen….und natürlich einen Löffel zurückbehalten, es wird sofort mit einem Stück Käse gekostet!

Pfefferoni-Paprika Marmelade

Pfefferoni-Paprika Marmelade mit Käse…wird sofort probiert!

Sieht echt toll aus und schmeckt zum Käse umwerfend gut….jaja in der Toscana weiß man schon was zueinander passt!

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Das Ketchup-Ritual

Zitat Wikipedia:

Ein Ritual  ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein (z. B. Gottesdienst, Begrüßung, die Herstellung von Tomatenketchup…..)

Das Zitat endet vor den letzten 4 Wörtern….

Ja, die alljährliche Ketchupzubereitung ist bei mir zu einer Art Ritual geworden, so etwas wie die Königsdisziplin im Kampf gegen die Nahrungsmittelindustrie, mit ihren immer länger werdenden Regalen voller Salatsaucen, Grillsaucen, „Frucht“saucen, mexikanischen Salsas und indischen Currysaucen und eben….unzählige Sorten Ketchup!

Ich mache nun schon einige Jahre mein Ketchup selber, habe viel experimentiert und versucht, bis ich dann vorletztes Jahr das größte aller Komplimente von meinem Sohn bekommen habe: “ Mama, das schmeckt fast wie gekauftes Ketchup!“
Nach dieser Aussage wußte ich: das Rezept hat den Punkt erreicht, wo das Experimentieren  ein Ende und die Massenproduktion ihren Anfang hat. Also…schnell aufschreiben und nichts mehr verändern, die Regalware ist kein ernsthafter Konkurrent mehr!

Also, ran an die Paradeiser, ich werde versuchen meinen Ketchup-Entstehungsvorgang so zu erklären, daß Du das Ritual nachvollziehen kannst.

Ketchup

Ran an die Paradeiser! Ketchup Homemeade

Für 7-8 Weckgläser a‘ 250 ml Inhalt brauchst Du:

Ca. 5 kg fleischige, sehr reife Paradeiser, gerne auch verschiedene Sorten…
3 große geschälte Zwiebeln
2 rote Paprika
100 ml Balsamicoessig
3 EL Weißweinessig
Ca. 40g Salz
Ca. 30g brauner Rohrzucker
einen Zweig frischen Liebstöckl
Gewürznelken und Pimentkörner frisch gemahlen
ev. wenn Du magst eine Chilischote

Die Paradeiser schneidest du in nicht zu kleine Stücke , meist reicht vierteln bei großen Exemplaren und halbieren bei kleinen. Stengelansatz herausschneiden!
Die Zwiebeln und Paprika schneidest Du in  2 cm breite Streifen, bei der Paprika Kerne und Stiel entfernen.
Das geschnittene Gemüse und der Liebstöcklzweig kommen nun gemischt in einen großen Topf (meiner faßt 10 Liter)  und werden bei kleiner Hitze erwärmt. Deckel auflegen!
Wenn sich etwas Paradeiswasser abgesetzt hat, kann man die Hitze erhöhen, dann kann das Ganze nämlich nicht mehr anbrennen.
Nun ca. 45 Minuten zugedeckt köcheln, nicht umrühren!!!!

Ketchup

Die Paradeisstücke weichköcheln

Die Stücke sollen ganz bleiben und das Wasser sich absetzen. Wenn alles schön durchgekocht und weich ist, kannst Du abschalten und läßt alles abkühlen, am Besten über Nacht.
Am nächsten Tag kommt der wichtigste Schritt: das Paradeiswasser muss gänzlich abgegossen werden, sonst wird das Ketchup zu flüßig! Kippe den Topf, halte die Früchte mit dem Deckel zurück und gieße das Wasser in eine Schüssel…es wäre schade drum, Du kannst es zum Nudelkochen verwenden!
Nun fährst Du ein paar Mal mit dem Pürrierstab durch die verbleibende Gemüsemasse, um alles etwas zu zerkleinern, und rührst den Brei durch eine „flotte Lotte“,  ist gleich Passiersieb.
Da ich ja seit ein paar Monaten im Besitz eines Vita Mix Blenders bin, habe ich diesen Vorgang heuer abgekürzt, indem ich die Gemüsestücke in mein Wunderding gegeben habe und nach 2 Minuten ist alles als „Samtsuppe“ wieder herausgequollen…alles mitüpürriert, Kerne, Haut….ultrafein! Das funktioniert allerdings wirklich nur mit einem sehr starken Blender ( der Vita Mix hat 2 PS!!), ansonsten ist das Ergebnis enttäuschend und Du mußt es dennoch durchpassieren.

So, nun gibst Du den herrlich duftenden roten Brei zurück in den großen Topf, dazu kommen nun beide Essigsorten, Salz, Zucker und Gewürze, gut umrühren und zurück auf den Herd. Abschmecken bringt jetzt noch nichts, die Masse soll ja noch um ein Drittel einkochen!
Halte die Hitze niedrig, es soll gerade mal eben köcheln, und Vorsicht, am Anfang kann es ab und zu blubbern. Nun brauchst Du natürlich auch keinen Deckel mehr, denn in den nächsten 1 1/2 Stunden soll das Ketchup ja noch einkochen und dicker werden, und dazu muß das Wasser verdampfen können…Immer wieder mal umrühren nicht vergessen!

Wenn die Sauce schön dick und dunkelrot vom Kochlöffel tropft und Du mit der Konsistenz zufrieden bist, kannst Du kosten und nach Geschmack nachwürzen. Dann den Topf von der Hitze nehmen und …es geht ans Abfüllen, so heiß wie möglich, in hübsche, ausgekochte, rexfähige Gläser.
Ich stelle nämlich die verschloßenen Gläschen noch im Wasserbad bei 100 Grad für 30 Minuten ins Backrohr…nur um sicher zu gehen. Das hart erarbeitete Ketchup soll ja nicht verderben!

Und was gibts bei und traditionell am Ketchupritual-Tag als Nachtmahl? Gegrillte Würstel…da wird das heurige Ketchup dann gleich getestet!

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Tomatenketchup

Ich wünsche Dir ein rituelles Vergnügen bei der Herstellung und ein kulinarisches Vergnügen beim Genießen von Deinem Home-Made Ketchup!

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