Schlagwort: Marmelade

Muskatkürbis und Butternusskürbis, Tips und Rezepte für KOCHEN UND KÜCHE Oktober

Der Herbst ist da, die Blätter fallen, der Gemüsegarten lichtet sich, am Morgen ist es kalt und neblig, und die Tage werden kürzer. Obwohl ich – vom Klima her – ein Sommermensch bin, gibt es sooo viel, was ich an dieser Jahreszeit liebe: Sturm und Kastanien, reife Äpfel vom Baum, Nüsse klauben (heuer nicht, die mussten ja alle erfrieren!), die schönen Farben der Natur, das erste Feuer im Kamin, und natürlich KÜRBISSE!!

Kürbisse sind einfach ein Gesamtkunstwerk der Schöpfung, die tollen Formen und Schattierungen, der Geschmack und die unglaubliche Vielseitigkeit in der Küche, ach, ich liebe sie einfach.
Mein Beitrag für die Oktober-Ausgabe von KOCHEN UND KÜCHE beschäftigt sich mit dem Muskat – und dem Butternusskürbis. Im allgemeinen Teil findest Du geschichtiliche, botanische und gesundheitliche Infos zum Kürbis sowie Tips zur Verwendung in der Küche, der Link dazu:

Die Familie der Moschata-Kürbisse

Und es gibt wieder drei Rezepte, zwei davon poste ich hier auf meinem Blog für Dich, und zwar eine Kürbis-Apfel-Marmelade mit Kardamom und eine Kürbisfocaccia mit Rosinen und Fenchel.
Diese Marmelade war auch für mich eine Premiere, aber die ist sowas von lecker geworden, dass ich sie nun bestimmt jedes Jahr zubereiten werde. Und sie schmeckt himmlisch auf der Kürbis-Focaccia!

Also, lass uns mit der Marmelade beginnen, damit wir dann etwas auf das Brot streichen können!

Muskatkürbis und Butternusskürbis

Kürbis-Apfel-Marmelade mit Kardamom (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE Oktober 2017)

Zutaten, für etwa 6 Gläser zu je 200 ml

600 g Muskatkürbis, geschält, entkernt, gewürfelt
400 g Äpfel, geschält, entkernt, gewürfelt (säuerlich-würzige Sorten wie Rubinette, Boskop oder Cox Orange)
Saft einer Zitrone
50 ml Weißwein
400 g 2:1 Gelierzucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Kardamomsamen (Gewürzfachhandel)

Zubereitung (30 Min. mit Kochzeiten)

Das Fruchtfleisch von Äpfeln und Kürbis mit dem Zitronensaft und dem Wein in einen Topf geben und bei sehr sanfter Hitze langsam weich köcheln, öfter umrühren.
Die Masse in einer Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu feinem Mus pürieren.
Zurück in den Topf füllen, dabei nochmal wiegen, es sollte ein Kilo Püree sein!
Den Gelierzucker gut mit der Creme verrühren.
Die Kardamomsamen im Mörser zerstoßen und ebenso in die Kürbismasse mischen.
Auf kleiner Flamme unter Rühren aufkochen, 4 Minuten unter Rühren köcheln lassen und noch heiß in sterile Gläschen füllen.

Eine weitere leckere Kombination sind 500 g Kürbispüree, 500 ml Orangensaft und etwas Zimt, hier 500 g Gelierzucker verwenden, da die Masse flüssiger ist.

Muskatkürbis und Butternusskürbis

Kürbis-Apfel-Marmelade mit Kardamom

Anmerkung: kaufe Kardamomsamen nie gemahlen, denn dann hat dieses traumhafte Gewürz schon viel Aroma verloren. Du kannst die Samen in eine Gewürzmühle füllen und hast so immer frisch gemahlenen Kardamom. Ich kaufe am liebsten die Samen noch in ihren Kapseln, öffne diese dann und löse die Samen heraus (jeder Inder hätte eine Freude mit mir!).

Und nun brauchen wir natürlich für diese besondere Marmelade auch ein besonderes Brot. Meine Kürbisfocaccia schmeckt zu herzhaften Gerichten  oder einer Käseplatte ebenso gut wie zum Nachmittagskaffee, mit Butter und Marmelade. Wenn Du zu Ostern das Osterbrot mit den Rosinen, mit dem Schinken belegt, magst, dann wirst Du auch dieses Brot lieben.

Kürbisfocaccia mit Rosinen und Fenchel (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE Oktober 2017)

Zutaten für eine Focaccia mit 1 Kilogramm

500 g Muskatkürbisfleisch ohne Kerne und Schale
Olivenöl für die Auflaufform
75  ml Wasser
2 EL Olivenöl
2 EL Rohrzucker
80 g Rosinen
50 ml Wasser
2 EL Mehl
10 g frische Hefe
600 g glattes Mehl (Weizen oder Dinkel)
1 TL Salz
2 EL griechisches Naturjoghurt
1 Eiweiß + etwas Wasser zum Bestreichen
2 EL Fenchelsamen

Zubereitung (60 Min. ohne Stehzeit und Backzeit)

Backofen vorheizen auf 180 ° C Umluft. Kürbisfleisch in 2/2 cm große Würfel schneiden, in eine geölte Auflaufform legen und im Ofen etwa 45 Minuten backen, bis das Fleisch weich ist. Etwas abkühlen lassen, dann im Blitzhacker oder Blender mit dem Wasser, Zucker und Öl zu Püree verarbeiten, 400 g davon für den Teig abwiegen.
Die Rosinen in warmem Wasser einweichen.
Für den Vorteig 50 ml Wasser mit den 2 EL Mehl und der frischen Hefe verrühren und stehen lassen bis sich Bläschen zeigen.
Mehl,  Kürbispüree, Salz, Joghurt und Vorteig mit der Küchenmaschine zu einem weichen Teig kneten (sollte noch Flüssigkeit benötigt werden, ev. noch einen EL Joghurt zugeben), zuletzt die Rosinen aus dem Wasser auf ein Küchentuch geben, etwas abtrocknen und unterkneten. Den Teig in eine geölte Schüssel geben, zu einer Kugel formen, mit Frischhaltefolie abdecken und gehen lassen, bis sich die Masse verdoppelt hat. Das dauert je nach Raumtemperatur ca. 2 Stunden.
Eine flache, rechteckige Auflaufform mit etwa 25/35 cm mit Backpapier auslegen. Teig auf der Arbeitsfläche nur mehr kurz zu einem Rechteck zusammenfalten, in die Form legen und sanft auf die Größe der Form zurecht drücken. Mit dem bemehlten Ende eines hölzernen Kochlöffelstieles gitterförmig Löcher in den Teig drücken, nochmal ca. 40 Minuten gehen lassen.
Backofen vorheizen auf 200 ° C, ein flaches Gefäß mit Wasser auf den Ofenboden stellen.
Eiweiß mit ca. 2 EL Wasser verquirlen, nach der Gehzeit die Oberfläche der Focaccia damit bestreichen, mit Fenchelsamen bestreuen und in mittlerer Höhe in den heißen Backofen stellen. Etwa 30 Minuten backen.

Tagliatelle vom Butternusskürbis mit Pesto aus Karottengrün und Estragon

Kürbis Focaccia mit Rosinen und Fenchel

Mein Tip: bereite gleich die doppelte Menge Kürbispüree zu, dann kannst Du die nicht benötigte Hälfte als Vorrat einfrieren! Die Focaccia passt herrlich zu einer herbstlichen Käseplatte mit Weintrauben, schmeckt aber auch toll zum Frühstück mit der Kürbis-Apfelmarmelade (siehe Rezept).

Nun verlinke ich Dir noch das 3. Rezept, und das sind Tagliatelle vom Butternusskürbis mit Pesto aus Karottengrün und Estragon. Nudeln aus Gemüse zu machen ist ja zur Zeit sehr trendig, und das ist ausnahmsweise mal ein Trend, der es Wert ist, mitzumachen. Vom Butternusskürbis lassen sich ganz toll Bandnudeln runterhobeln, und das Gericht schmeckt echt gut und ist mal etwas ganz Anderes aus Kürbis.

Tagliatelle vom Butternusskürbis mit Pesto aus Karottengrün und Estragon

Muskatkürbis und Butternusskürbis

Tagliatelle vom Butternusskürbis mit Pesto aus Karottengrün und Estragon

 

Also schnell ein paar hübsche Kürbisse kaufen, und dann viel Spass in der Küche!

 

 

 

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Nochmal Quitten…Dessertsülzchen und Quitten-Curd

Ein paar einsame Quitten kullern noch in der Speisekammer herum, ansonsten sind sie nun wider Erwarten ziemlich aufgebraucht worden. ( Ufffff…)
Eine sehr liebe Leserin meines Blogs hat sich erbarmt und ein paar Kilo adoptiert…vielen Dank!

Ich habe noch zwei schnelle Tips zur Verwendung der tollen Früchte:
Kleine Quittengelees aus Quittensaft, als Dessert. Und statt Lemon Curd gibts heuer Quitten Curd, genial!

Für beide Rezepte müssen wir erst mal den Saft aus den Quitten gewinnen. Wie ich das mache, habe ich in meinem Post vom Vorjahr bereits genau beschrieben:
Quittengelee
Nur ganz kurz zur Erinnerung: Die Früchte werden in Würfel zerhackt, mit Wasser bedeckt und einige Stunden gekocht. Der gewonnene Saft wird durch ein Mulltuch abgegossen und weiterverarbeitet.

Quittensulz

Die Qitten werden zur Saftgewinnung kleingehackt und mit Wasser gedünstet

 

Einen Teil dieses Fruchtsirups verwende ich nun für ein hübsches Dessert, nämlich kleine gelierte Quittensafttörtchen.
Du benötigst dafür kleine Muffinformen aus Silikon.

Für 6 kleine Muffinförmchen voll Gelee:

350 ml Quittensaft
60 Gramm Zucker
4 Blatt Gelatine

zum Anrichten:

200 ml griechisches Naturjoghurt
200 ml Mascarpone
3 EL flüssigen Honig

Gelatine in kaltem Wasser erweichen, Saft mit Zucker erhitzen (nicht kochen), Gelatineblätter nacheinander in die heisse Flüssigkeit rühren. Die Förmchen mit kalten Wasser ausspülen und die Masse eingießen. Im Kühlschrank fest werden lassen, am Besten über Nacht.
Joghurt, Mascarpone und Honig glattrühren und auf schöne Dessertteller verteilen, die Gelees vorsichtig aus den Förmchen lösen und auf der Joghurtmasse anrichten. Du erhältst entweder 6 kleine Dessertportionen oder 3 große mit je zwei Geleetörtchen.
Das Dessert funktioniert auch mit Orangensaft, verrühre dann den Joghurt mit pürrierten Datteln, das passt super dazu!

Quittensulz

Quittensülzchen mit Herbstdeko

Quittensulz

Ein fruchtig -leichtes Dessert

Quittensulz

Quittensülzchen

Da ich noch etwas Saft übrig habe, versuche ich noch Quitten-Curd. Meinen geliebten Lemon-Curd habe ich Dir ja bereits vorgestellt, die Herstellung verläuft eigentlich gleich.

Für 3 kleine Gläschen:

1 Ei + 2 Dotter
180 Gramm ungezuckerten Quittensaft
100 Gramm Butter
100 Gramm Staubzucker
50 Gramm 2:1 Gelierzucker
2 EL Zitronensaft

Saft, Butter und Zucker über einem Wasserbad unter Rühren erhitzen, Eier verschlagen und unterrühren, die Hitze so einstellen dass das Wasser ganz sacht köchelt und die Masse ständig mit dem Schneebesen weiterrühren, bis sie leicht eindickt, ja nicht Kochen! Ich kontrolliere immer mit einem Zuckerthermometer die Temperatur, wenn die Masse ca. 85 Grad erreicht hat und sämig ist, ist der Curd fertig. Das dauert etwa 10 – 15 Minuten.
Was nicht gleich weggenascht wird , kommt heiss in kleine, fest schließende Gläschen und wird im Kühlschrank aufgehoben, etwa bis zu einem Monat.

Quittencurd

Quittencurd

Quittencurd

Naschen ist unvermeidbar!

Der Curd kommt ja aus England und ist ein Brotaufstrich auf der Basis von Butter, Eiern und Fruchtmark-bzw. Saft. Ich finde ihn himmlisch, so samtig und cremig, schon üppig aber voller Fruchtgeschmack. Man braucht auch  – sowie bei Marmelade ( ich mach das jedenfalls immer)  keine Butter mehr aufs Brot streichen, also sehr praktisch.

Etliche Fruchtsäfte eignen sich gut zur Herstellung von Curd: Zitronen, Limetten, Orangen, Passionsfrucht etc., die Quittenversion hat mich jedenfalls restlos überzeugt!
Ich habe auch etwas von dem rohen, ungezuckerten Saft tiefgefroren, so kann ich für Weihnachten frischen Quittencurd machen!
So, bis zum nächsten Jahr hast Du nun Ruhe von meinen Quitten, aber dann…!

 

 

 

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Quitten-Karamell

Jedes Jahr wird bei meinen Eltern ein Obstbaum umgeschnitten. Also, er wird nicht wirklich umgeschnitten, es ist vielmehr eine ernst zu nehmende Drohung. Es betrifft immer jenen Baum, der am meisten Früchte trägt in jenem Jahr. Dieser Schlingel macht dann natürlich aufgrund des reichen Erntesegens am meisten Arbeit, und er wird sodann mit folgendem Fluch belegt : (ich zitiere meine Mama):
„Dieses Ungetüm wird erst mal radikal zurückgestutzt, wenn er dann noch immer soviel Früchte oben hat, muss er dran glauben.“
Zum Glück sind die bedrohten Objekte dann im Jahr darauf immer sehr beleidigt und tragen nicht viel, diesem glücklichen Umstand verdanken wir einen gewissen Restbestand an Obstbäumen. ( Einige waren nicht beleidigt genug, so hat sich die Zahl etwas reduziert.)
Heuer hat nun unser Quittenbaum eindeutig die Gefahrenzone erreicht. Körbeweise schleppen wir die Früchte vom Garten ins Haus, alles umsonst…am Baum ist immer noch alles gelb.
Der Quittennotstand wird ausgerufen, ein Baumbeseitigungstermin wird diskutiert, da – Gott sei Dank in letzter Minute können wir unsere Nachbarin (die mit den hübschen Hühnern) für die Früchte begeistern, einer mehr der erntet!

Nun, inzwischen habe ich das Schlimmste abwenden können, der wundervolle Baum bleibt wo er ist, er wird nur ein wenig “ ausgedünnt“. Quitten sind tolle Früchte, sie sehen unglaublich aus, riechen umwerfend und man kann sooooo viel aus ihnen machen . Und da es dieses Jahr einen leichten Überschuss bei uns gibt, muss ich mir einiges einfallen lassen, und deshalb „Quittet“ es auf meinen nächsten Posts.

 

Quitten-Karamell

Quitte – tolle Herbstfrucht!

 

Ich hatte da eine Idee, die ich gestern umgesetzt habe, und das Ergebnis hat mich sowas von überzeugt, also gibts dieses Rezept zuerst: Quittenkaramell! (Das Wort zergeht ja schon auf der Zunge…)
Diese Verbindung von Quitten, Butter, Zucker und Sahne ist sowas von himmlisch, eben wie Karamell, nur mit diesem markanten Geschmack der Quitte…ich weiss nicht wie oft ich den Kochlöffel abgeschleckt habe und ihn dann wieder abschwemmen musste!

Die himmlischen Zutaten für 4 überirdische Gläser zu je ca. 250 ml:

1 kg Quittenfleisch, nicht geschält, aber ohne Kerngehäuse
150 Gramm weisser Kristallzucker
150 Gramm Rohrzucker braun (Demerarazucker)
100 Gramm Butter
50 ml Sahne
weitere 50 Gramm Butter und 50 Gramm Zucker + 1 EL Vanillezucker werden beim Mixen noch zugefügt

 

Quitten-Karamell

Das putzige Innenleben

 

Quitten bearbeite ich am liebsten mit einem Küchen-Hackbeil. Ich schrubbe zunächst mit einem nassen Geschirrtuch den pelzigen Flaum von der Schale . (Bei gekauften Früchten ist dieser oft schon entfernt. )
Dann hacke ich das Fruchtfleisch rund um das Kerngehäuse ab und schneide es in etwa 2 cm große Würfel. Um einen Kilo reines schönes Fleisch zu erhalten benötigte ich 1,5 kg Früchte.
Das Fruchtfleisch kommt nun in einen großen beschichteten Topf, ebenso füge ich hier Zucker und Butter sowie die Sahne hinzu. Sie verhindert, dass die Früchte zu Beginn anbrennen.
Der Topf kommt nun bei kleiner Flamme auf den Herd, ich bringe alles zum Kochen, decke es dann zu und so köchelt es für ca. 2 Stunden vor sich hin….wirklich grade soviel Hitze, dass es sanft blubbert, und immer wieder mal umrühren.

Quitten-Karamell

Die Küche duftet nach Quitten, Zucker und – BUTTER!

Nach der Kochzeit lasse ich die Masse etwa 15 Minuten etwas abkühlen, nicht länger! Die Butter muss beim Pürrieren noch warm sein! Nun kommt das Gemisch in den Blender oder einen Food Processor….ich sage es gleich vorweg: um ein wirklich perfektes Ergebnis zu erhalten, solltest Du einen hochwertigen, starken Blender haben. Den Vorgang ausserdem auf zwei bis drei Partien aufteilen, beim ersten Pürriervorgang kommen die restliche Butter und Zucker dazu. Die Butter sollte zimmerwarm sein, muss aber nicht geschmolzen werden.
Pürriere die Masse jeweils ca. 1-2 Minuten, bis sie ganz feinporig cremig hellrosa fluffig aussieht, wie so eine sündteure Gesichtscreme…
Unser „Karamell“ kommt nochmal in seinen Topf zurück, koche alles ganz vorsichtig unter rühren auf und befördere es sodann kochend heiss in hübsche, sterilisierte Gläser. Ich benutze Rexgläser, die sind super, wenn Du z.B. die doppelte Menge machst, kannst Du die Gläser zusätzlich im Backrohr im Wasserbad einrexen, dann hält die Creme länger. Da wir ja Butter dabei haben, hebe ich den Quittenkaramell sehr kühl oder im Kühlschrank auf, aber ich denke so zwei Monate hält er sicher (Wahrscheinlich werde ich das nie erfahren….) .

Quitten-Karamell

Zum Abschlecken gut…

Quitten-Karamell

Quitten-Karamell

Mein „Karamell“ lässt sich problemlos aus dem Gläschen löffeln, ohne irgendwas dazu, was vom Geschmackstaumel ablenkt. Aber er passt natürlich herrlich zu Waffeln, Pancakes, Palatschinken, auf gebutterten Toast, ins Naturjoghurt, ins Müsli, als Biskuitrouladenfüllung…..oje, ich glaub ich geh gleich noch eine Partie herstellen!

Quitten bekommst Du  – Danke dem Phänomen der Wiederentdeckung – nun auch schon auf jedem Bauernmarkt und zuletzt hab ich sie bei Merkur Markt gesehen…im Notfall sonst bei mir!

Quitten-Karamell

Ein Tag für die Quitte!

Quitten-Karamell

Karamell und Gelee

Das Rezept für das Quittengelee gab es ja schon im Vorjahr bei mir:

Quittengelee

Quittengelee

  Quitten-Gelee

 

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Pfefferoni-Paprika-Marmelade

Ich bestelle ab und zu italienische Lebensmittel bei der „Fattoria la Vialla„, einem Weingut und Bauernhof in der Toscana. Die Produkte aus Eigenproduktion werden liebevoll zubereitet und verpackt und recht flink zugestellt. Meiner ersten Bestellung vor einigen Jahren wurde ein toskanisches Kochbuch beigelegt, mit Rezepten aus der Familie, und aus dieser Sammlung toller alter Rezepte habe ich die Anregung zu meinem Pfefferoni-Paprika- Gelee.
In der Toskana wird diese herrlich orange-rote Gemüse-Marmelade begleitend zu Käse serviert…mein Sohn würde hier sofort anmerken:“ Wir sind aber nicht in der Toskana, und süße Marmelade zu Käse…ist ja furchtbar!“
Aber mein Mann und ich, wir lieben Käse und wir lieben die vor allem in Nord-und Mittelitalien übliche Kombination mit Honig oder diversen süßen Chutneys und Marmeladen. Und Pfefferoni-Paprika ist wirklich mal etwas Anderes….Ich habe eine sehr reife Birne hinzugefügt, für die fruchtige Note.

Pfefferoni-Paprika Marmelade

Pfefferoni, Paprika, Birne und Chili

Für ca. 5 kleine Gläschen schnippelst Du :

Eine große rote Paprika
Eine große gelbe Paprika
6 milde rote Pfefferoni
2 nicht zu scharfe Chilis
Eine sehr reife Birne
etwas Zitronensaft zum Aufgießen
weiters ca. 150 Gramm Gelierzucker 2:1
1/2 Teelöffel Salz

Gemüse und Früchte von Stengeln und Kernen befreien und klein würfeln, mit dem Zitronensaft in einen Topf geben und langsam aufkochen, gib  einen Schuß Wasser dazu…
Das Ganze köchelt nun etwa 30 Minuten, bis alles schön weich ist, dann kommt es in den Blender und wird ganz fein pürriert. Mit meinem Vita Mix Blender geht das super, wenn es nicht ganz fein wird kannst Du alles noch durch die Flotte Lotte passieren.

Das hübsch orangerote Pürree kommt nun zurück in den Topf und wird mit dem Gelierzucker und Salz verrührt. Nun kochst Du es erneut auf, langsam und vorsichtig, sonst spritzt es oder brennt an.

Pfefferoni-Paprika Marmelade

Herrliche Farbe, oder?

Laß das Gelee 3 Minuten kochen, dann kannst Du es in die vorbereiteten, ausgekochten Gläschen füllen….und natürlich einen Löffel zurückbehalten, es wird sofort mit einem Stück Käse gekostet!

Pfefferoni-Paprika Marmelade

Pfefferoni-Paprika Marmelade mit Käse…wird sofort probiert!

Sieht echt toll aus und schmeckt zum Käse umwerfend gut….jaja in der Toscana weiß man schon was zueinander passt!

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Zitronen-Erdbeer-Marmelade

Die Aufarbeitung meines unerwarteten Zitronensegens zum 20. Hochzeitstag ist nun fast abgeschlossen (mehr dazu unter meinem Beitrag „Zitronen, Zitronen…“), ich habe noch 8 Stück, die müssen auch noch dran glauben!
Drei der großen gelben Früchtchen sind im Marmeladetopf gelandet, dieses Rezept möchte ich Dir heute vorstellen.

Wir brauchen dafür:

3 große Biozitronen
soviel Erdbeeren, daß wir auf 1 Kilo Fruchtfleisch kommen
1/2 Kilo 2:1 Gelierzucker
ein Stamperl Limoncello

Limoncello ist ein Zitronenlikör aus Süditalien, man bekommt ihn in jedem guten italienischen Delikatessengeschäft…man kann ihn auch selber machen! Hab ich noch nicht versucht, kommt aber bestimmt noch…

Zitronen-Erdbeermarmelade...die Zutaten

Zitronen-Erdbeermarmelade…die Zutaten

Zitronen-Erdbeermarmelade...die Zutaten

Zitronen-Erdbeermarmelade…die Zutaten

Da ich ja Biozitronen habe, reibe ich zuerst die Schalen ganz fein ab, nur das Gelbe! (vorher natürlich heiss waschen!) Ca. 1/3 des Abriebs brauche ich für die Marmelade, den Rest mische ich mit Kristallzucker und gebe es in ein kleines Gläschen. Das hält sich im Kühlschrank etwa 2-3 Wochen, ich verwende es beim Kuchenbacken.
Nun musst Du die Zitronen schälen, sodaß nichts von der weissen Schale mehr oben ist, und dann kann man die einzelnen Filets aus den Zwischenhäutchen herausschneiden, dafür am besten ein sehr scharfes Messer verwenden. (Wenn die Zitrone exakt geschält ist, sollte aussen schon nur mehr blankes Fruchtfleisch sein, dann sieht man diese Trennhäutchen genau und kann dort das Messer ansetzen.)
Die Filets schneide ich dann in Scheiben und gib das so aufgearbeitete Fruchtfleisch aller 3 Zitronen in eine Schüssel, hier kannst Du auch gleich die abgeriebene Schale dazutun.
Nun schneide ich ca. einen 3/4 Kilo Erdbeeren in kleine Würfel, schalte meine Küchenwaage ein und stelle eine 3 Liter Kasserole darauf. (Die Waage zeigt Null!)
Die Zitronen kommen zuerst in den Topf, dann fügst Du soviel von den Erdbeeren hinzu, daß die Waage ein Kilo anzeigt.

Gewürfelte Erdbeeren und Zitronen

Gewürfelte Erdbeeren und Zitronen

Die Fruchtwürfel sollen zusammen 1 Kilo wiegen

Die Fruchtwürfel sollen zusammen 1 Kilo wiegen

Jetzt kommt noch der Gelierzucker darüber und ich rühre alles gut um, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Fast fertig, zuletzt wirds noch heiss, die Masse langsam erhitzen bis sie kocht, 4 Minuten kochen lassen, immer rühren, und ….den Limoncello nicht vergessen, er gibt die besondere Note! Likör einrühren und ausschalten, und die herrlich hellrote Marmelade sofort in saubere Gläschen füllen. Ich freu mich immer, wenn das letzte Glas nicht ganz voll wird….das wird dann sehr schnell vernichtet!

Juchuuuh, die erste Marmelade heuer!

Juchuuuh, die erste Marmelade heuer!

Diese Marmelade ist ein bißchen aufwendig durch das Zerteilen der Zitronen, aber glaub mir, es lohnt sich. Durch die Zitrone wird die Masse wirklich grellrot und hat ein herrlich südlich-sommerliches Aroma. Ich würde die Gläschen innerhalb der nächsten 3 Monate vernichten, dann fängt die appetittliche Farbe an zu verblassen…aber das sollte nicht schwer sein!!

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