Schlagwort: Dessert

Pomelo-Fruchtfleisch in Orangengelee, und kandierte Pomeloschale, ein Weihnachtsdessert!

Es schneit! Wie romantisch! Und es ist nicht mal Ostern, sondern wirklich vor Weihnachten! Da gibt es für mich nichts schöneres als in der Küche werkeln, ein paar Kerzen anzünden, durch das große Fenster in den verschneiten Garten schauen und ein Dessert für Weihnachten ausprobieren.
Untermalt wird die Szene von – nein, keine Weihnachtslieder, die hab ich bei Ikea – von einer alten Scheibe von Uriah Heep, die ich auf Spotify gefunden habe. („Your turn to remember“, toll!)

Ich habe ja in meinem vorherigen Post bereits bekannt, dass ich Südfrüchte und exotische Früchte liebe, und sie unseren hochgezüchteten Äpfeln – leider – vorziehe. Eine besondere Leidenschaft hege ich dabei für jede Art von Zitrusfrüchten. Ich liebe sie alle, Orangen, Zitronen, Limetten, Mandarinen, Grapefruit, nicht zu vergessen die riesige Pomelo.

Pomelo

Ist sie nicht riesig, die Pomelo?

Das erste Mal sah ich diese beeindruckende Frucht vor 30 Jahren (oje), ich kam ins Fitnessstudio, und unsere Trainerin saß an der Theke und aß eine sonderbare Frucht, die ich noch nie gesehen hatte. Ich bekam eine ausführliche Einschulung, und seit damals hat mich dieses gelbe Obstmonster nie mehr losgelassen.
Alleine die Zeremonie, diese Frucht aus ihrer dicken Schale zu bekommen, sodann jedes Filet sorgsam aus der dünneren Haut zu lösen, und dann – endlich – der erste Bissen! Das ist für mich das unglaubliche an Zitrusfrüchten, sie schmecken alle total verschieden. In so ein kompaktes, fleischiges Stück Pomelo zu beissen, das musst Du einfach selbst versuchen, das kann man nicht beschreiben.

Pomelso sind etwas Besonderes, es gibt immer noch viele Menschen, die sie noch nie probiert haben, oder gar nicht kennen, und deshalb dachte ich, warum nicht für Weihnachten mal ein Dessert aus der Frucht zaubern? Naja, gezaubert habe ich leider nicht, aber hat man das gute Stück mal geschält und filetiert, geht es ganz schnell.

Die Pomelo ist eine Kreuzung zwischen Grapefruit und Pampelmuse und wurde erstmalig in Israel gezüchtet. Sie hat wenig Kalorien, viel Vitamin C und Mineralstoffe, und ihre Bitterstoffe regen die Verdauung an … also ideal zu Weihnachten, oder?

Pomelo

Also, ran an den Feind, Du brauchst erst mal – eine Pomelo. Schneide mit einem großen, scharfen Messer die Schale an der Ober-und Unterseite der Frucht ab, setze dabei etwa 1 cm innerhalb des äusseren Randes an. Dann schneidest Du die Schale um die Frucht längs in 12 Spalten, dringe dabei etwa 5 mm in die Schale ein, meist bist Du dann ziemlich genau am Fruchtfleisch. Schäle dann die Spalten entlang der Schnittstellen ab.

Pomelo

Achtung, nicht wegwerfen, die brauchen wir noch, die werden wir kandieren!

Nun ist die Frucht nackt, teile sie in 8 Spalten, schneide das Innere der Spalten schmal weg, denn da sitzen meist kleine Kerne, und nun löst Du die einzelnen Filets aus der Haut.

Pomelo

Die Filets musst Du auslösen, da führt kein Weg vorbei!

Für unser Dessert werden die Filets nun auch noch mit den Fingern in kleine Teilchen zerzupft. Du kannst sie auch klein schnippeln, aber ich finde das zerrupfte stilvoller.
Ich habe übrigens nur etwa 2/3 der Frucht gebraucht, um 4 Gläschen zu füllen, der Rest wurde gleich vernichtet.

Nimm nun vier schöne Dessertschalen aus Glas und fülle sie mit den Pomelostückchen. Bitte keinen Gupf drauf machen, lass etwa 5 mm frei! Es sieht auch sehr hübsch aus, wenn Du kleine Rexgläschen verwendest, Du kannst das Dessert dann mit dem Glasdeckel servieren und einen Keks darauflegen.

Pomelo

Nun benötigst Du:

500 ml frisch gepressten Orangensaft
4 Blatt Gelatine
50 g Staubzucker

Lege die Gelatineblätter locker in ein schmales hohes Gefäß, übergieße sie mit kaltem Wasser und weiche sie einige Minuten ein, bis sie weich sind. Verrühre 200 ml von dem Saft mit dem Zucker und erhitze ihn, so etwa auf 80° C. Gib nun nacheinander immer ein Blatt der weichen Gelatine in den heißen Saft und verrühre jedes gut.
Nun gibst Du den nicht erhitzten Saft dazu, aber langsam und vorsichtig hineingießen und immer wieder umrühren, denn wenn die Gelatinelösung zu schnell abkühlt, können Klumpen entstehen.

Gieße nun die Saft-Gelatinemischung über die Pomelostückchen in den Gläschen und stelle diese in den Kühlschrank. Nach etwa 3 Stunden sollte das Gelee fest sein, und das Dessert kann serviert werden.
Nach einem üppigen Festessen ist es erfrischend und fruchtig, es sieht dekorativ aus und ist auch noch gesund. So viele Bonuspunkte …

Pomelo

Pomelo

Serviere das Dessert doch mal im Rexgläschen und lege einen Keks oben drauf!

Nun verarbeiten wir aber noch unsere Pomeloschalen, denn alles von dieser himmlischen Frucht soll verwertet werden!

Pomelo

Die kommen nicht in den Biomüll, die werden kandiert.

Du brauchst nun die Schalenspalten, 250 g Wasser und 250 g Zucker.
Schneide das dicke weisse Innere der Spalten so gut es geht weg, lege die Spalten in eine kleine Stielkasserolle, übergieße sie mit Wasser und koche es auf. Schütte dieses Wasser sodann weg, wiederhole diesen Vorgang drei Mal. Das mindert den bitteren Geschmack!
Koche nun das Wasser mit dem Zucker auf, lege die abgetropften Spalten hinein und lasse alles etwa eine Stunde sanft köcheln.
Belege ein Blech mit Backpapier und bestreue es mit Kristallzucker. Fische die heißen Spalten aus der Zuckerlösung, lasse sie abtropfen und lege sie auf das Zuckerbett. Hast Du alle hinausgefischt und aufgelegt, bestreue auch die Oberseite mit Zucker und lasse sie trocknen.
Du willst wirklich Eindruck schinden? Überziehe sie mit dunkler Kuvertüre und serviere die kandierten Spalten zum Dessert!

Pomelo

Pomelo

Die kandierten Schalensticks in Schoko tunken und zum Dessert reichen!

Ich hoffe ich konnte Dich mit meiner Begeisterung für diese Frucht mitreissen, für Pomelo-Einsteiger ist das jedenfalls ein tolles Dessert! Ach, und übrigens, den schönen gelben Sirup, der nach dem Kochen der Schalen übrigbleibt, kannst Du toll zum Cocktail mixen verwerten, schmeckt zum Beispiel super mit kaltem Vodka auf vielen Eiswürfeln! Enjoy and have fun! (Im Hintergrund spielt noch Uriah Heep, Gott was hat der für eine Stimme, dieser Ken Hensley, mindestens so einzigartig wie mein Dessert …)

 

 

 

 

 

 

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Das beste Apfelmus … und ein Apfelmuskuchen

Ich bin stolz auf die Tatsache, dass ein Großteil des Gemüses, das wir essen, aus eigenem Anbau stammt. Auch im Winter, wenn der Garten Pause hat, bemühe ich mich, regional einzukaufen, Kartoffeln, Kürbis, Rohnen und Kraut aus der Gegend.
Aber, wenn es ans Obst geht – vor allem im Winter – da gehe ich fremd. Es tut mir leid. Ich stürze mich auf Bananen, Mangos, Papayas, Orangen, Ananas, Lychees … all diese importierten Früchtchen schmecken besser als die heimischen Äpfel, die man im Supermarkt bekommt. Zu 99 % schmecken die alle gleich, nämlich nach fast gar nichts.
Schön sind sie, ja, da kann man wirklich nichts sagen. Die kannst Du in eine Schale dekorieren, und nach 4 Wochen sehen die immer noch gleich aus. Jede Banane, Ananas oder Mango wäre da schon längst der Fäulnis verfallen, aber nicht unsere Äpfel. Aber genauso unverwüstlich wie ihr äußeres ist, so unverwüstlich ist auch die Geschmacklosigkeit, mit der sich diese hochgezüchteten Designerstücke auszeichnen.
Ich verstehe nicht, wieso es heute nicht mehr möglich ist, einen guten alten Obstgartenapfel anzubieten, mit Schrunden, Nebelflecken. verschiedenen Größen und vielleicht mal einem Würmlein, der aber einfach göttlich schmeckt.
Ich habe es noch erlebt, in einen Cox Orange, Ananasapfel, Krummstiel oder eine Schafnase zu beißen, das ist ein Erlebnis! Und wenn meine Eltern nicht Gott sei Dank noch einen Schafnasenbaum, Krummstiel und Kronprinz Rudolf  im Garten hätten, würde ich wahrscheinlich keine Äpfel mehr essen.

Apfelmus

Unsere nicht EU-genormten Äpfel mit dafür hervorragenden inneren Werten: Geschmack!

Ich finde es echt furchtbar, dass dieses weit her geschipperte Obst besser schmeckt als unser heimisches … zumindest das welches im Supermarkt geboten wird.
Gehen wir heute wirklich nur mehr auf die Optik? Müsste es uns nicht seltsam vorkommen, wenn Obst in der Schale wochenlang nicht verdirbt, ja oft nicht mal runzlig wird?

Ich liebe jedenfalls unsere eigenen Äpfel, sie sind keine Augenweide, aber sie tun das was sie tun sollen: sie schmecken!
Jedes Jahr mache ich Apfelmus, um die angeschlagenen oder wurmigen Exemplare aufzuarbeiten, und das schmeckt noch wie das von meiner Oma. Wenn sie, so wie heuer, besonders starke Nebelflecken haben, schäle ich sie, sonst wird die Farbe nicht schön. Und ich backe sie im Rohr, mit etwas Butter …aber das erkläre ich Dir jetzt von Anfang an.

Apfelmus

Äpfel mit Nebelflecken sollte man schälen, wegen der Farbe

Du brauchst also gute, naturbelassene Äpfel, bevorzugt alte Sorten vom Bauernmarkt, oder vielleicht hat ja der Nachbar welche, die er jedes Jahr unterm Baum verfaulen lässt. Weiters benötigst Du ein paar Scheiben Butter und braunen Rohrzucker.

Apfelmus
Schäle die Äpfel wenn nötig, entferne das Kerngehäuse und schneide sie in Stücke. Gib sie in eine Auflaufform, bestreue sie mit Rohrzucker (für eine ca.22/30 cm Form brauchst Du etwa 6 EL Zucker, wenn sie voll ist mit Äpfeln) und belege sie mit einigen Scheiben Butter. Gib nun einen Schuss Wasser in die Form, gerade eben so viel, dass nichts anbrennt. Beim Backen rinnt die Butter über den Zucker, und alles karamellisiert unter der Hitze und das Mus wird nachher wunderbar cremig und karamellig. Oje, zwei Mal Karamell …aber wie soll ich es sonst beschreiben? Es schmeckt himmlisch.

Apfelmus

Die karamellisierten Apfelstücke fürchten sich davor, nicht als Mus, sondern gleich im Magen zu enden …

Backe die bestreuten bebutterten Äpfel im auf 180 ° C vorgeheizten Backofen für etwa 40 Minuten, bis die Äpfel ganz weich und gebräunt sind. Lasse sie etwas abkühlen und püriere sie dann im Blender.
Das Püree kannst Du nun sofort aufessen, ein Dessert daraus machen, es im Kühlschrank etwa eine Woche aufheben, einrexen, einfrieren, oder – einen Kuchen damit backen.

Apfelmus

Ein einfaches, aber herrliches Dessert: frisches Apfelmus mit Marmelade

Das machen wir nun, wir backen Apfelmuskuchen. Es ist ein unglaublich saftiger, fast etwas speckiger Kuchen, da er durch das schwere Apfelmus nicht so stark aufgeht, aber er schmeckt soooo gut, auch noch nach zwei Tagen (wenn er das überlebt!).

Du brauchst für die Masse, für eine Rehrücken-oder Kastenform:

130 g weiche Butter
130 g Staubzucker
2 große Eier
300 g Apfelmus
3 EL Joghurt
200 g Dinkelmehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
100 g weiße Schokolade, gerieben

Heize den Backofen vor auf 170 °C Heißluft, befette und bemehle eine Rehrücken-oder Kastenform.

Rühre die Butter mit dem Zucker sehr schaumig, gib nacheinander die Eier dazu und verrühre jedes eine Minute lang mit der Masse. Gib nun Apfelmus und Joghurt hinzu und vermixe alles. Mische das Mehl mit dem Backpulver und dem Zimt und hebe es abwechselnd mit der Schokolade unter die Buttermasse. Bearbeite die Masse nur so lange bis alles gut untergehoben ist.
Fülle den Teig in die Backform und backe den Kuchen 45-50 Minuten lange. Der Kuchen sollte sich am Rand von der Form lösen und in der Mitte noch leicht auf Druck nachgeben, aber nicht mehr flüssig wirken.
Lasse ihn 10 Minuten auskühlen und stürze ihn dann auf eine Platte, lasse die Form jedoch beim völligen Abkühlen über den Kuchen gestülpt, so trocknet er nicht aus.

Für die Milchglasur verschlage 100 g Staubzucker mit ca. 2-3 EL Milch, die Glasur soll noch leicht flüssig sein, sodass sie dekorativ am Kuchen hinunterrinnen kann. Wenn allerdings nichts am Kuchen oben bleibt, dann hast Du sie zu dünn erwischt. Einfach noch etwas Staubzucker dazu … Du kannst dann noch bunte Streuseln darüberstreuen, wenn Du magst.

Apfelmus

Mein saftiger Apfelmuskuchen

Apfelmus

Auf kleineren Bauernmärkten findest Du bestimmt noch solche „verhutzelten“, aber sooo guten Äpfel, dann musst Du mein Apfelmus probieren! Viel Spaß!

 

 

 

 

 

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Vanille-Schichtdessert aus IKEA Food Zutaten

Ich mag keine Fertigprodukte, ich denke das dürfte Dir schon aufgefallen sein. Soweit es geht, mache ich alles selber: Marmeladen, Mayonnaise, Gewürzmischungen, Saucen, Brot, Kekse usw…
Aber auch mir passiert es natürlich hin und wieder, dass ich am Abend heimkomme und hundemüde auf die Couch falle, mit dem schockierenden Gedanken: ich muss noch kochen! (ich gebe zu, das ist ein sehr seltener Fall!)

Also gibt es auch bei mir im Vorratskeller und im Gefrierschrank ein paar Notfallsprodukte. Es handelt sich dabei kaum um fertige Gerichte, sondern eher um fertige Grundprodukte, aus denen man schnell etwas leckeres zaubern kann. Und damit kommen wir zu IKEA FOOD!
Ich bin ja wie Du weisst ein IKEA Mädchen, arbeite schon lange dort, habe die halbe Geschirrabteilung bei mir zuhause und kaufe auch gerne unsere Lebensmittel ein. Die Produkte, die wir im FOOD Shop anbieten, unterliegen strengen Kontrollen, und Qualität und Geschmack sind sehr gut. Ich habe zum Beispiel immer unseren TK-Lachs zuhause, er ist aus nachhaltiger Zucht und schmeckt herrlich. Auch Gemüse-oder Hühnerfleischbällchen habe ich meist daheim, sowie das TK-Fladenbrot und die Garnelen. Aus all diesen Produkten lassen sich mit etwas Liebe und Fantasie tolle Mahlzeiten zubereiten, und das in sehr kurzer Zeit.
Und da für mich ohne süßen Abschluss kein Essen perfekt ist, zeige ich Dir heute ein ganz schnelles, sehr hübsches Dessert aus fertiger IKEA Vanillesauce, IKEA Preiselbeermarmelade und IKEA Ingwerkeksen. Ich habe dieses Rezept für unsere letzte Hauszeitung entwickelt, und nachdem Du ja vielleicht auch manchmal zu IKEA shoppen gehst, wäre das ja ein Anreiz, mal beim schwedischen Essen vorbeizuschauen.

Vanille-Schichtdessert

Zu diesem Post gibt es dann auch noch einen zweiten Teil. da möchte ich Dir dann eine geniale Hauptmahlzeit mit Hühnerfleischbällchen zeigen, eine Art Auflauf …ich verrate noch nichts, aber meine Männer haben wie wild geschaufelt!

Aber jetzt zum Dessert. Wir fangen mit dem Süßen an … hat nicht irgendjemand mal gesagt, man sollte bei den Mahlzeiten immer mit der Nachspeise beginnen, man könnte ja vorher sterben, und dann hätte man diese versäumt? Ist makaber, aber nicht unwahr.

Für mein Vanille-Schichtdessert brauchst Du, für 4 Gläser

300 ml IKEA Vanillesauce
250 g Qimic
3 EL Mascarpone
1 EL echten Vanillezucker
2 EL Staubzucker
1 Glas IKEA Preiselbeeren
eine Packung IKEA Ginger Thins – Ingwerkekse

Vanille-Schichtdessert

Die IKEA FOOD Zutaten

Gib das Qimic in eine Rührschüssel und mixe es cremig, bis Du keine Klümpchen mehr siehst. Füge den Mascarpone hinzu und verrühre ihn gut mit dem Qimic. Zuletzt kommen die Vanillesauce und der Zucker hinein und Du rührst weiter, bis der Zucker aufgelöst und alles gut vermischt ist. Decke es mit Folie ab und stelle die Schüssel für 15 Minuten in den Kühlschrank.
Inzwischen widmen wir uns den Keksen. Gib sie in einen Gefrierbeutel, verschließe diesen und bearbeite die Kekse mit einem Nudelwalker, um sie zu zerbröseln. Achtung, die Krümeln sollen nicht zu klein werden!
Stelle Dir nun 4 hübsche Gläser bereit, ideal sind hohe, schmale Longdrinkgläser.
Wir bauen nun unsere Schichten zusammen:
Beginne mit einer Lage Vanillecreme, darauf kommt Preiselbeermarmelade, gefolgt von Kekskrümeln. Wiederhole das Ganze noch einmal, zuoberst kommen ein Löffel Creme und ein Löffel Marmelade, für eine farblich schöne Oberfläche.
Stelle die Gläser nun für etwa eine Stunde in den Kühlschrank, dann solltest Du das Dessert servieren.
Wenn die Creme länger durchzieht, könnten die Kekse weich werden. Das ist auch noch lecker, aber der Crunch fehlt halt … zur Not servierst Du eben das Dessert vor der Hauptspeise!

Vanille-Schichtdessert Vanille-Schichtdessert

Der englische „TRIFLE“ hat mich zu dieser Nachspeise inspiriert – ja natürlich wieder mal was britisches! Und auch die Fleischbällchen – Geschichte hat britische Wurzeln, aber das wirst Du ja sehen! Bis bald und viel Spaß bei IKEA und dem Dessert!

 

 

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Rhabarber-Milchreis-Terrine

Freust Du Dich im Frühling auch schon immer auf die ersten Obstkuchen? Erdbeeren, Himbeeren, Pfirsiche … aber ganz besonders freue ich mich jedes Jahr auf den ersten Kuchen mit Gemüse! Mit einem ganz speziellen Gemüse: dem Rhabarber.
Letztes Jahr hatte ich ja schon einige Rezepte zum Schwerpunkt Rhabarberzeit gepostet  ( Link: Rhabarberrezepte) und dabei angemerkt, dass dieses meist süß verwendete Gewächs eigentlich botanisch ein Gemüse ist. Und was für ein Gemüse, leider einzigartig, denn ich wüsste sonst keines, das man auf süßem Teig verteilen, zuckern und mit Baiser überbacken kann. Vielleicht am ehesten noch Kürbis, aber einem Rhabarbercrumble macht der auch keine Konkurrenz!
In Südfrankreich bäckt man sogar einen Kuchen mit Mangold, die Stiele würden ja ähnlich aussehen wie die vom Rhabarber, aber der Geschmack, nein, da bleiben wir bei letzterem.
Und natürlich habe ich auch in diesem Frühjahr wieder ein Rhabarberrezept für Dich, diesmal kein Kuchen sondern ein Dessert: eine unglaublich gute Kombination aus cremigem Milchreis und säuerlichem Rhabarbergelee, in zwei Schichten vereint zu einer tollen Frühlingsterrine. Bestens geeignet für die nächste Taufe, Firmung, Hochzeit, oder einfach für Dich alleine, gönn Dir Dein ganz persönliches Schlaraffenland und iss Dich durch meine Terrine!

Rhabarberterrine Rhabarberterrine

Also, auf zum Rezept, die Menge reicht für ca. 8 mal Schlaraffenland!
Du brauchst für die Zubereitung etwa eine dreiviertel Stunde, natürlich ohne Kochzeit und ohne Kühlschrankruhe. Die Terrine kann auch toll am Vortag fertiggestellt werden.
Anmerkung: ich habe Dir – glaube ich – letztes Jahr schon gesagt, dass ich meinen Rhabarber nicht schäle. Wenn Du Bio-Rhabarber verwendest oder er, so wie meiner, aus dem eigenen Garten kommt, ist das auch nicht notwendig. Durch das Schälen verliert er seine hübsche rote Farbe, und viele Vitamine, die ja auch immer besonders in der Schale einer Frucht/ eines Gemüses sitzen!

Für die Rhabarberschicht

300 g kleingeschnittener  Rhabarber
250 ml Wasser
Saft einer halben Zitrone
60 g Zucker
20 g Vanillezucker
3 – 4 große Erdbeeren
7 Blatt Gelatine

Für die Milchreisschicht

100 g Milchreis oder  Rundkornreis
¾ l Mandelmilch
20 g Butter
½ TL Zimt
50 g Zucker
4 Blatt Gelatine
150 ml Schlagrahm
2 EL Staubzucker

Eine Kastenform einölen (damit die Folie nicht klebt), mit Frischhaltefolie auslegen.
Rhabarber mit Wasser, Zitronensaft und Zucker in einen Topf geben, aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen.
Die Erdbeeren zugeben und alles mit dem Pürierstab nicht ganz fein pürieren.
Gelatineblätter in kaltem Wasser erweichen und nacheinander in die noch heiße Rhabarbermischung einrühren.
Die Masse in die Kastenform füllen und im Kühlschrank gelieren lassen ( ca. 2 Stunden).

Den Reis mit der Milch, Butter, Zimt und Zucker aufkochen und ca. 45 Minuten auf kleiner Flamme mit geschlossenem Deckel weichdünsten, immer wieder umrühren.
Gelatineblätter in kaltem Wasser erweichen und unter den heißen Reis mischen, abkühlen lassen.
Schlagrahm mit Staubzucker steif schlagen, den Reis unterziehen und vorsichtig auf der gelierten Rhabarberschicht verteilen.
Einige Stunden im Kühlschrank fest werden lassen, auf eine Platte stürzen, Folie abziehen und mit einem scharfen  Messer Scheiben abschneiden, mit Erdbeeren dekoriert anrichten.

Rhabarberterrine Rhabarberterrine Rhabarberterrine

Du kannst die Terrine natürlich auch in kleinen Portionsformen gelieren lassen, das ist zwar ein wenig mehr Arbeit, weil Du jede Form auch mit der Folie auskleiden solltest, aber es sieht sehr hübsch aus!

Ich wünsche Dir eine schöne Rhabarberzeit!

Dieses Rezept von mir ist übrigens auch in der Juni-Ausgabe von KOCHEN UND KÜCHE erschienen, ausserdem erwartet Dich in der Zeitschrift mein Artikel zum Thema HOLUNDERBLÜTEN, von dem es bald eine Kostprobe auf meinem Blog gibt!

 

 

 

 

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Buchvorstellung „Dinkel, Amarant, Quinoa & Co“, sowie Rezepte für süßes Zimtrisotto und Amarant-Teekuchen

Eine Buchbewertung für meinen Verlag (Leopold Stocker Verlag) ist noch ausständig, ich habe ja zuletzt zwei Bücher bekommen, und das Zweite möchte ich Dir nun heute präsentieren.
Der Titel: Dinkel, Amarant, Quinoa & Co – Korngesunde Köstlichkeiten

Auf dieses Buch habe ich mich besonders gefreut, denn seit meiner frühesten Jugend liebe ich Körner und Getreide. Zum 21. Geburtstag habe ich eine Osttiroler Getreidemühle von meinen Eltern bekommen, diese hat heute noch einen Fixplatz in meiner Küche und wird ständig benutzt. Ich sage jetzt nicht, wie lange das her ist, aber als ich damit anfing, ins Reformhaus zu gehen und dort Leinsamen, Urkorn, Kamut oder Hirse zu kaufen, galt man damit als „Körndlfresser“, was durchaus meist nicht positiv gemeint wurde! Das hat sich zum Glück etwas verändert, und heute trifft es total den Trend, wenn man mit Quinoa oder Amarant in der Küche umgehen kann. Zumindest dort, wo gerne und gesundheitsbewußt gekocht wird!

Die Kapitel sind nach der Körnerart sortiert, es gibt zu jedem Körndl/Getreide einen allgemeinen Teil über Geschichte, Anbau und Eigenschaften, des weiteren Kapitel über Getreideunverträglichkeit, Mehlsorten und Brot backen. Und es gibt deftige und süße Rezepte zu jedem von ihnen. Du findest im Inhalt Amarant, Buchweizen, Bulgur, Couscous, Dinkel, Einkorn, Gerste, Grünkern, Hafer, Hirse, Kamut, Mais, Quinoa, Reis, Roggen und Weizen.
Das Buch beinhaltet viele tolle Rezepte, wie Amarantlaibchen, Buchweizenstriezel mit Nussfülle, Couscousrouladen, Grünkernbraten, Haferflockenschmarren, Polentapizza und etliche mehr. Viele schöne Fotos begleiten die Rezepte und zeigen, wie das Gericht aussehen soll.
Ich habe schon einiges ausprobiert, auf meinem Blog zeige ich Dir ein ZIMTRISOTTO und einen AMARANT-DINKEL-TEEKUCHEN. Die Rezepte funktionieren sehr gut, ein paar Kleinigkeiten habe ich für mich angepasst, wie immer.

 

AMARANT-DINKEL-TEEKUCHEN

Das aussergewöhnliche hier: es werden Amarantpops in die Masse eingearbeitet. Das hat mich sofort fasziniert, denn ich hatte welche daheim, wusste aber nichts rechtes damit anzufangen, ausser sie zum Müsli zu mischen. Also, ab in den Kuchen damit! Die kandierten Früchte meiner Wahl waren Cranberries, und diese wurden bei mir in Amaretto ertränkt. Und im Buch besteht die gesamte Mehlmenge aus Dinkelvollkornmehl. Mir war der Kuchen damit etwas zu schwer und auch recht dunkel, so habe ich nur zur Hälfe Vollkornmehl verwendet und den Rest durch glattes Dinkelmehl ersetzt. Ich habe ihn beim 2. Mal mit Quinoapops versucht, auch das funktioniert bestens.
Dies ist ein wirklich klassischer Englischer Teekuchen, saftig und luftig, schmeckt zu jeder Tageszeit, auch zum Frühstück mit englischer (oder hausgemachter) Orangenmarmelade.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

Für eine Kastenform brauchst Du:

50 g Zartbitterkuvertüre
50 g Walnüsse
70 g getrocknete Cranberries
3 EL Amaretto (Mandellikör)
eine Naturzitrone, gewaschen
4 Eier
120 g Butter, weich
140 g Staubzucker
70 g Dinkelmehl glatt
70 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Backpulver
60 g Amarantpops

Hacke die Schokoalde und die Nüsse mit dem Messer. allerdings nicht zu fein, im Kuche soll man noch auf die Stückchen beissen!
Gieße den Amaretto über die Cranberries, mische durch und lasse sie etwa 30 Minuten ziehen.
Heize den Backofen vor auf 170 Grad Heißluft, buttere und bemehle eine Kastenform.
Reibe die gelbe Schale der Zitrone ab und presse den Saft aus.
Trenne die Eier und schlage die Eiklar zu steifem Schnee.
Mische die Mehlsorten, das Backpulver und die Amarantpops in einer Schüssel und stelle sie bereit.
Gib die Butter, den Zucker und die Zitronenzesten in eine Rührschüssel und rühre die Masse , bis die Butter sehr hell und luftig ist.(oder mit der Küchenmaschine).
Rühre die Dotter nacheinander ein, mixe jedes mal etwa 30 Sekunden gut durch.
Mische nun die Cranberries mit einem EL von der Mehlmischung, und gib diese sowie die Nüsse, Schokolade und Zitronensaft zum Teig, verrühre alles kurz. Zuletzt kommt noch die Mehlmischung dazu und wird nur mehr kurz eingeschockt, bis das Mehl vermengt ist. Hebe den Eischnee mit einer Teigspachtel vorsichtig unter, fülle den Teig in die Form und backe den Kuchen etwa 40 – 45 Minuten.
Bestreue den fertigen Kuchen mit Staubzucker, Du kannst ihn natürlich auch mit einer Zitronenglasur veredeln.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

ZIMTRISOTTO

Das zweite Rezept, das ich ausprobiert habe, ist das „Zimtrisotto“ von Seite 140. Jetzt denkst Du bestimmt: „Ach Gott, Milchreis! In dem Buch gibt es bestimmt ausgefallenere Rezepte als simplen Milchreis“!
Ja, das mag schon stimmen, aber gerade an diesen simplen, klassischen Rezepten erkennt man die Qualität eines Kochbuchs, denn jeder kennt das Gericht, hat Vergleichsmöglichkeiten (Oma, Mama, Landliebe …) und hat eine genaue Vorstellung davon, wie es schmecken soll.
Milchreis soll so flüssig sein, dass er beim Auskühlen und Eindicken cremig und samtig bleibt, und nicht fest und klebrig wird wie Kleister. Er muss sich im Mund anfühlen wie eine Wolke Schlagrahm, und muss Wonnegefühle auslösen, wie früher bei Mama. Und keiner soll kommen und sagen: „Naja, der von LANDLIEBE ist besser!“
Und genau all diese Anforderungen erfüllt dieses Rezept. Die Mengen an Reis und Flüssigkeit stimmen genau, der Reis bleibt auch nach dem Abkühlen matschig und cremig wie Risotto, und schmeckt herrlich. Ich habe ein bißchen bei der Fettmenge nachgeholfen, indem ich einen Teil der Milch durch flüssige Schlagsahne ersetzt habe, und auch habe ich am Schluss etwas mehr geschlagene Sahne untergehoben, wenn schon – denn schon! (Fett ist ein Geschmacksträger, ich kanns nicht oft genug sagen …)
Zudem habe ich dem Rezept eine halbe Vanilleschote beigefügt und ihm ein wenig orientalischen Touch verliehen, indem ich einen EL Rosenwasser (vom Türken) beigement habe, das schmeckt toll. Ist aber optional.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

Für 4 Dessertschalen (oder 6 kleine …) brauchst Du:

400 ml Milch
200 ml Sahne
1/2 Vanilleschote
50 g Zucker
1 TL Zimt
100 g Rundkornreis (bevorzugt Carnaroli Risottoreis, oder spezieller Milchreis)
20 g Butter
50 g weisse Kuvertüre, gehackt oder Drops
1 EL Rosenwasser
150 ml Sahne

Schlitze die Vanilleschote der Länge nach auf, lockere die Körnchen innen ein wenig mit einer feinen Messerspitze. Erhitze die Milch, Sahne, Zucker, Vanilleschote und Zimt und stelle sie beiseite. Erhitze die Butter in einer Kasserolle, schwitze den Reis darin kurz an, lösche mit der Zimtmilch ab und lasse den Reis bei sehr schwacher Hitze zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln, rühre immer wieder um.
Der Milchreis ist fertig, wenn die Reiskörner schön weich, aber noch nicht zerkocht sind, und das ganze eine zähflüssige Konsistenz hat. Es dickt mit dem Abkühlen ein!
Entferne die Vanilleschote (alles schön auskratzen!), füge nun in den heißen Reis die Schokolade und das Rosenwasser hinzu, rühre durch bis die Schokolade geschmolzen ist. Schlage die 150 ml Sahne steif und ziehe sie unter den abgekühlten Reis. Verteile das Dessert auf hübsche Schalen und stelle es NICHT in den Kühlschrank, Milchreis schmeckt bei Zimmertemperatur am besten.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

Also, tue Dir etwas Gutes, gönn Dir ein wenig Körndlfutter, tolle Ideen gibts in Dinkel, Amarant, Quinoa & Co!

 

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