Tag: Chili

Finnische Teufelsmarmelade, Devil’s Jam, Paholaisen hillo

Teufelsmarmelade

Heute gibt es ein Rezept für eine sehr leckere finnische Dipsauce von mir, und zwar aus absolut authentischer Quelle: von der finnischen Freundin meines Sohnes. Minna und Stefan sind seit 2 Jahren zusammen, und mir hat das schon ein paar sehr ausgefallene finnische Kochbücher (in englisch!) und ein umfangreiches Wissen über die finnische und lappländische Küche eingebracht. Minna ist Sous Chef in einem kleinen Restaurant in Tampere, und sie versteht für ihre 18 Jahre ziemlich viel vom Kochen. Das finde ich natürlich toll … und mein Sohn auch!

Wir sind beide zwei scharfe Mädchen, soll heissen, wir lieben Chilis und leicht scharfes Essen. So hat Minna vor einigen Tagen beim Mittagessen erzählt (sie ist gerade bei uns in Österreich), dass es in Finnland eine sehr gute Dipsauce mit Chili gibt. Ich habe natürlich sofort gefragt, ob sie die schon mal selbst hergestellt hat! Nein,sagt sie, aber es gibt genug Rezepte im Internet.
Also sind wir sofort ans Werk gegangen. Zum Glück hatte ich einen Dolmetscher, denn das Rezept haben wir nur auf Finnisch gefunden, und das ist wie Hieroglyphen. Hier bei mir gibt es nun also – vermutlich zum ersten Mal auf Deutsch – Paholaisen hillo, Teufelsmarmelade.

Teufelsmarmelade

 

2 große rote Paprika
5 große, rote, milde Chilischoten
eine Dose ganze, geschälte Tomaten
3 Knoblauchzehen, geschält
Salz, Pfeffer
1 EL Balsamicoessig
etwa 120 Gramm 2:1 Gelierzucker

Die Zutatenliste auf Finnisch:

2 isoa punaista paprikaa
5 mietoa punaista chiliä
Purkillinen säilyketomaatteja
3 valkosipulin kynttä
Suola, pippuri
1 rkl Balsamio etikkaa
n. 120g hillosokeria

Anmerkung: Diese großen milden Chilischoten kaufe ich zu dieser Jahreszeit immer im indischen oder türkischen Lebensittelgeschäft, sie sind etwa 10 cm lang und wirklich nur gering scharf, deshalb kann man hier auch so eine große Menge verwenden. Wenn Du nur schärfere bekommst, nimm einfach mehr Paprika und weniger Chili … aber sei dann nicht enttäuscht wenn das Ergebnis nicht so aufregend ist!
Dosentomaten sind hier aus 2 Gründen vorzuziehen: erstens bekommt man im Winter keine wirklich aromatischen Tomaten, und zweitens sind frische Tomaten viel wässriger, Du müsstest also wesentlich mehr Gelierzucker verwenden, um die richtige Konsistenz zu erhalten, und dann würde das Ganze zu süß!

Befreie die Paprika und Chilis von Stengeln und Kernen und schneide sie in größere Würfel. Hacke den Knoblauch grob. Gib nun alle Zutaten in einen Blender und mixe die Masse kurz durch, es soll kein Pürree werden sondern man darf noch Stückchen sehen! Fülle die Masse in eine beschichtete Kasserole und stelle sie bei mittlerer Hitze auf den Herd. Lasse das Ganze nun etwa 30 Minuten köcheln, immer wieder umrühren nicht vergessen. Die Flüssigkeit soll etwas reduzieren und die „Marmelade“ muss etwas eindicken. Dabei hilft der 2:1 Gelierzucker, und er macht den Dip auch besser haltbar.
Schmecke zuletzt nochmal ab, vielleicht möchtest Du ja noch etwas Salz oder Pfeffer hinzufügen.

Fülle die Teufelsmarmelade in sterile Gläschen und bewahre sie im Kühlschrank auf. Ich denke der Dip sollte in ungeöffneten Gläsern etwa 2 Monate haltbar sein.

Teufelsmarmelade

Der fertige Dip – herrlich teuflisch rot!

Minna hat mir auch noch verraten, dass dieser Dip in Finnland oft mit Mayonnaise gemischt wird. Ich habe also auch gleich noch Mayonnaise gemacht – das muss ich sofort ausprobieren -und den Devils Jam dazugemischt. Eine wahnsinns Cocktailsauce!

In Finnland wird der Dip im Restaurant oft automatisch auf den Tisch gestellt, er passt zu sehr vielem: Käse, Burger, Ripperl, gebratenes Huhn, Steak, Pommes Frittes etc…

Teufelsmarmelade

Auch perfekt zu gutem Ziegencamembert

Nordische Küche liegt ja zur Zeit voll im Trend, also probier es aus! Viel Spass!

 

 

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Chili con Carne mit Kartoffelbrötchen

Chili con Carne

Es ist Herbst geworden. Nix mehr mit Sonne, Gemüse und Aperol. Seele vorbereiten auf: Nebel, schmutzige Katzenpfoten, Selleriecremesuppen, vieeel Schokolade (Antidepressiva), Maulwurfshügel. Oje!

Der Gemüsegarten leert sich schön langsam, übrig sind noch Sellerie in Knolle und Stange, Pastinaken, Karotten, Kohl, Rohnen, Topinambur, Blaukraut und Kohlsprossen. Die richtige Grundlage also für ordentlich deftiges Wohlfühl – Herbstessen. Eintöpfe und Suppen die von Innen wärmen und am besten bei Nebel (draussen) und Kaminfeuer (drinnen) schmecken.
Auch die Stangenbohnen sind längst abgeerntet, die hübschen Böhnchen warten in ihren vertrockneten Schoten am Dachboden darauf,  befreit und verkocht zu werden.  Und das mache ich heute, ich koche herbstlich – feuriges Chili.

Unsere hübschen Bohnen

Unsere hübschen Bohnen

Sellerie

Sellerie

Chili zu kochen ist eine Zeremonie, wer also denkt, es wird einfach alles in einen großen Topf gestopft und dann 4 Stunden gekocht, der sollte mein Rezept nun am besten wegklicken.  Aber: die mühevolle Vorarbeit lohnt sich, und man bekommt 4 Mäuler für 2 Tage satt!

Also los, Viva Mexicana! Obwohl, eigentlich stammt Chili con Carne aus den Amerikanischen Südstaaten…

Zutaten, für 4 Personen, für 2 Tage:

ca. 1 kg Schweinsfaschiertes (oder gemischtes)
3 EL Mehl
4 mittelgroße Zwiebeln
eine mittelgroße Sellerieknolle
3 Karotten
Olivenöl, Butter
ca. 200 g getrocknete Bohnen, über Nacht eingeweicht
1/2 Flasche Bier
eine Dose Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, 4 Lorbeerblätter
2 EL Muscovadozucker (oder braunen Zucker)
1 EL Rohkakaopulver (Echter Kakao, ungezuckert)
2-3 EL Chilisalsa (Dicke Chilisauce, keine Tabascosauce!!) z.B. Gebratene Chilisauce Barbecue Style
eine frische, nicht zu scharfe Chili, gehackt

Ich mache bei Eintöpfen immer gerne eine Gemüsebasis, das gibt einfach tollen Geschmack. Dazu musst Du zuerst Zwiebeln, Karotten und Sellerie in 2/2 cm Würfel schneiden und diese dann im Blitzhacker zerhacken, bis die Teilchen etwa Linsengröße haben. Verarbeite erst mal Karotten und Sellerie gemeinsam, gib diese in eine Schüssel, und zerkleinere danach die Zwiebeln (diese werden zuerst angebraten!).

Bei Chili con Carne sind die Röstaromen sehr wichtig, daher werden Faschiertes sowie Gemüse extra hintereinander angeröstet, um Farbe und Geschmack zu entwickeln.Nimm Dir einen großen Topf, am besten aus Edelstahl oder Email, in unserem Fall heute soll es nämlich ruhig ein wenig am Topfboden „anbrennen“. (das ist in beschichteten Töpfen fast unmöglich!)
Gib das Faschierte in eine Schüssel, trockne es mit etwas Küchenrolle ab und bestreue es mit dem Mehl. Hebe das Mehl vorsichtig unter, das Faschierte soll locker bleiben. Gib nun etwas Olivenöl und Butter in den Topf, lasse ihn heiss werden und gib das Fleisch hinein. Brate es an, bis es etwas gebräunt ist (das dauert schon so etwa 15 Minuten), und rühre immer wieder mal um, sodass die Fleischklümpchen rundum Hitze bekommen. Stelle nun den Bräter bereit, in dem das Chili dann die weiteren Stunden im Backofen vor sich hin schmurgelt, und gib das Faschierte hinein.
Gieße nun wieder etwas Öl und Butter in den selben Topf und brate das Gemüse an, beginne dabei mit den Zwiebeln und füge dann den Rest hinzu.
Röste das Gemüse ca. 10 Minuten durch und gib es dann in den Bräter zum Fleisch. Gieße nun eine halbe Flasche Bier in den Topf und köchle es solange, bis alles was sich angelegt hat losgekocht ist, da sind die hammermäßigsten Aromen drin!( ich hör mich schon an wie Jamie Oliver … ).
Gieße die Brühe sodann auch in den Bräter.
Es sollte nun schon herrlich rauchig-mexikanisch in Deiner Küche riechen, also ja nicht das Fenster öffnen! Das gehört dazu!
Heize das Backrohr vor auf 140 Grad Heissluft.
Zuletzt wandert nun alles in den Bräter, was wir noch nicht hatten: die Dose Tomatenmark, Chiliflocken und Salsa, Lorbeerblätter, die frische Chili, der Muscovadozucker und der Kakao (ja das stimmt, besonders der Rohkakao ist eine wichtige Zutat, es könnte sogar geschmolzene 80 %ige Schokolade sein … ), Muscovadozucker bekommst Du im Reformhaus, er schmeckt toll nach Melasse und Karamell und ist für viele Gerichte unerläßlich. (Blaukraut, Zwiebelsuppe, Gewürzkuchen … )
Schmecke noch ab mit Salz und Pfeffer und gib abschließend die Bohnen mit soviel Einweichwasser in den Topf, dass das Ganze wie sehr dicke Suppe aussieht. Die Bohnen brauchen ja noch Flüssigkeit zum Aufsaugen, und es verdampft ja auch ein wenig. Rühre gut durch, setze den Deckel auf und stelle den Bräter ins Backrohr.
Dein Chili kann nun gut und gerne 4 Stunden vor sich hinschmurgeln, sieh jede Stunde nach, rühre dazwischen mal um und schau dass nichts anbrennt und die Bohnen noch genug Flüßigkeit haben (wenn sie nicht schon weich sind!) Koste die Bohnen immer mal, so kann man am besten schätzen wie lange es noch braucht.

Chili con Carne

Chili Con Carne nach einigen Stunden!

Chili con Carne

Es duftet im ganzen Haus

Ein typisch mexikanischer ( südamerikanischer) Begleiter zu Chili wäre nun z. B. Maisbrot, da ich aber noch Reste von Kartoffelpürree habe, mache ich Kartoffelbrötchen. Kartoffelpürree bleibt häufig mal übrig, und solltest Du Reste von Salzkartoffeln haben, auch kein Problem: Erwärme die Kartoffeln mit etwas Sahne in der Mikrowelle und verarbeite sie mit dem Pürrierstab zu Pürree (geht super, habe ich auch schon gemacht!)
In einem früheren Post habe ich flache Brote mit Maismehl und Kräuterbutter gebacken, die sind auch toll zu Chili!

Zutaten fürs Kartoffelbrot:

600 Gramm Dinkelmehl glatt (glattes Weizenmehl geht auch)
350 Gramm Kartoffelpürree
1/3 Würfel Germ
50 ml lauwarmes Wasser
1 TL brauner Zucker
1 TL Salz
noch etwa 100 ml Wasser

Verrühre Germ, Zucker und 50 ml Wasser mit 2 EL Mehl und lasse es stehen, bis sich Bläschen bilden und der Vorteig aufgeht. Mische nun das Mehl mit dem Pürree, dem Salz und dem Vorteig und beginne es zu verkneten, am besten mit einer Küchenmaschine. Gib nach und nach soviel Wasser dazu, dass ein glatter, elastischer, aber nicht zu fester Teig entsteht. ( die Schüsselwand sollte beim Kneten sauber werden, dann ist der Teig richtig!)
Knete etwa 10 Minuten, schmiere den Teig mit etwas Olivenöl ein und decke die Schüssel dann mit einem Geschirrtuch zu. Gib ihm genug Zeit um Aufzugehen, bei Zimmertemperatur ist er bei mir etwa 4 Stunden gestanden, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Heize das Backrohr vor auf 210 Grad Heißluft.
Gib den Teig nun auf die Arbeitsfläche und knete ihn erneut kurz durch, sodann kannst Du ihn beliebig formen. Sehr gut funktionieren z.B. Portionen von etwa 100 Gramm, zu einer Kugel rollen und in eine Muffinform geben. Ich verwende eine Mini-Kastenform Backform, das sieht besonders nett aus.

Chili con Carne

Ich backe die Kartoffelbrötchen in Mini-Kastenformen

Die fertigen Teilchen dürfen nun erneut etwa 40 Minuten aufgehen, bis sie etwa 1/3 zugenommen haben, dann kommen sie ins vorgeheizte Backrohr, je nach Größe der Teigstücke etwa 25 – 30 Minuten.

Chili con Carne

Kartoffelbrötchen

Chili con Carne

Kartoffelbrot hat eine knusprige Kruste und ein weiches, flaumiges Innenleben

Tequila bereitstellen, und es kann losgehen. Mahlzeit!

 

 

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Geschenke aus der Küche 1…Knoblauchöl und Chiliöl

Würzöle

Weihnachten! Ich liiiiieeeeebe Weihnachten…noch mehr kochen, noch mehr backen…heißt natürlich auch noch mehr einkaufen! Mein Verschleiß an Butter, Staubzucker, Eiern und Schokolade in dieser Zeit nimmt amerikanische Ausmaße an…ich Gott sei Dank nicht! Ich frage mich immer wo all diese Kalorien hin verschwinden..???

Ein großes Weihnachts-Thema ist ja auch jedes Jahr das Schenken. Und das ist für viele Menschen wirklich zum Problem geworden. Viele von uns haben heute weit mehr als nur die Dinge, die wir brauchen. Also was soll man schenken…was soll man sich wünschen? Statt sich in üblicher Hektik ins Getümmel der Geschäfte zu werfen, sollte man sich lieber ein paar Kerzen anzünden, schöne Musik einschalten, ein gutes Glas Wein einschenken und sich überlegen: Was könnte ich zuhause für meine Lieben, meine Freunde und Kollegen schenkbares machen…mit meinen eigenen Händen!

Ich habe schon immer gerne gekocht, gebastelt und gehandarbeitet, und ich denke fast jeder von uns kann etwas, womit man schöne Dinge gestalten kann…als Geschenke für Andere.
Ich versuche zum Beispiel fast jedes Jahr, für meine Mama – die immer Zeit hat wenn ich sie brauche – ein persönliches Geschenk anzufertigen. Das können umhäkelte Geschirrtücher, bedruckte Tischsets, Gläser mit hausgemachten Nudeln oder selbstgegossene Kerzen sein…so etwas bereitet immer Freude und man hat sich wirklich Zeit für den Anderen genommen.

Besonders freut es mich, daß nun Geschenke aus der eigenen Küche wieder total trendig werden, in jeder Zeitschrift findet man Anregungen und den Aufruf, doch wieder mehr selbst zu machen. Und das ist wirklich toll!!!

Diverse Salzmischungen und Würzöle mag ich für diese Anläße besonders gerne, so etwas kann jeder, der kochen mag, gut brauchen, es ist sicher kein Geschenk, welches ungenutzt in eine Ecke gestellt wird!

Ich möchte Dir heute eine sehr praktische und energiesparende Art der Herstellung von aromatisierten Würzölen vorstellen, aber ich möchte Dir im Rahmen meines heutigen Posts auch eine sehr hübsch gestaltete und hilfreiche neue Internetseite zeigen, welche Dir ebenfalls Ideen und Rezepte zum Schenken selbstgekochter Köstlichkeiten liefert.

Die Seite heißt: LECKER SCHENKEN – GESCHENKE AUS DER KÜCHE, folgender Link führt Dich dorthin:
http://www.erlebnisgeschenke.de/lecker-schenken/

Viel Spaß beim Schmökern, das folgende Foto zeigt das Erscheinungsbild der Startseite, der Rezeptfundus soll noch erweitert werden, aber es gibt jetzt schon viele nette Ideen!

Lecker Schenken

Lecker Schenken Startseite

Aber nun zu meinem Beitrag über Chiliöl und Knoblauchöl, auch super geeignet wenn Du noch in letzter Minute etwas brauchst, oder ich gebe das auch immer gerne als Gastgeschenk!

Ich bereite diese Öle immer begleitend dann zu, wenn ich etwas Deftiges im Rohr brate, z.B. Brathuhn, Schweinsbraten, salzige Tartes oder auch Brot. Die Rexgläser mit den Gewürzträgern und dem Öl stelle ich dann auf den Boden des Backrohres, bis das Öl zu blubbern beginnt…so brauch ich den Ofen nicht extra einheizen…( wenn man schnell so ein ÖL braucht, bleibt einem das natürlich nicht erspart))
Du brauchst für die Öle folgende Zutaten, die Mengen sind hier natürlich flexibel und hängen auch von der Glasgröße ab:

Knoblauchknollen, etwa 4-5 große, möglichst schöne!
Rote Chilischoten, ca. 8 Stück, Jalapenos sind ideal (Chilis kannst Du zur Erntezeit ganz toll einfach frisch als Ganzes einfrieren, sie sind dann wie gerade geerntet!), frische Chilischoten bekommst Du auch im Winter fast immer im Asialaden.
2-3 kleine Rosmarinzweige (sind bei Interspar fast immer frisch zu bekommen)
Gutes Olivenöl, muß aber kein extra Vergine sein, da es ja erhitz wird und auch zum Kochen verwendbar sein soll. Eine Flasche…je nach Bedarf.

Würzöle

Chilis

Würzöle

Knoblauchknollen

Richte Dir 2 schöne Rexgläser mit ca. 0,5 Liter (toll sind die KORKEN Gläser von Ikea…na klar, ich arbeite da!), spüle sie gut heiß aus! Schäle die Knoblauchzehen aller Knollen und stich jede Zehe 2 Mal mit einem Zahnstocher an, so gibt der Knoblauch noch mehr Aroma her. Große Zehen schneide ich auch einmal durch. Entferne den Stiel der Chilischoten und schneide sie einmal längs durch, wenn Du es nicht so scharf möchtest, kannst Du die Kerne entfernen. Wische die Rosmarinzweige mit einer Küchenrolle gut ab, nicht waschen! ( oder sonst ganz trocknen lassen!)

Nun kommen die Chilis in das eine Glas, ergänzt durch Rosmarin und ein, zwei Knoblauchzehen, ins andere Glas kommen die restlichen Zehen und Rosmarin. Übergieße nun alles mit Olivenöl, sodaß die Gläser ca. halb voll sind. Nun wandern sie OFFEN ins Backrohr, das nicht heißer als 150 Grad sein sollte. (vorheizen, wenn Du nicht sowieso etwas brätst)
Es dauert nicht sehr lange, bis das Öl leicht zu blubbern beginnt, dann kannst Du die Gläser sofort herausholen. Vielleicht so 15 Minuten…schau einfach ab 10 Minuten immer nach!

Gieße nun soviel kaltes Öl hinzu, daß die Gläser voll sind, so kühlt es schnell ab und wir brauchen nicht das ganze Öl erhitzen. Sofort mit Rexring dicht verschließen.

Würzöle

So kommen die Gläser ins Rohr

Würzöle

Das fertige Öl

Ich finde die Rexgläser praktisch, weil man hier auch die Chilis und den Knoblauch leicht entnehmen kann. Sie passen toll in Eintöpfe, Ragouts, Saucen die pürriert werden…
Aber auch in rexfähigen Flaschen sehen diese Öle sehr schön aus!

Würzöle

Auch in Flaschen sieht das Würzöl toll aus!

Zur Haltbarkeit: Das Öl für sich – also wenn man es von den „Früchten“ abgießt, ist natürlich länger haltbar, die geöffneten Gläser mit den Chilis und Knoblauch sollten auf jeden Fall geöffnet im Kühlschrank aufbewahrt werden und innerhalb von 2 Monatne verbraucht werden…ist sicher nicht schwierig!

Du wirst sehen, wie hübsch das aussieht und daß sich jeder „Kochmensch“ über dieses Geschenk freuen wird!

Noch ein paar Anregungen zur Verwendung:

Das Chiliöl:
Herrlich beim Anbraten von Bruschetta, Spiegeleiern, Schweiskotelett, Zwiebeln für Gulasch oder Ragout darin rösten, ein paar Spritzer über die eigene Pizza oder selbstgebackene Focaccia, bei Nudelgerichten, Hendlfleisch oder Schweinefleisch für asiatische Gerichte darin anbraten, Chili con Carne, …….
Das Knoblauchöl:
Zum Anbraten von Pilzen, Spinat, Bruschetta, Schweinefilet, Calamares und Shrimps, Fisch allgemein …ein Spritzer über ein fertiges Nudelgericht schmeckt toll, Toastbrot mit Knoblauchöl einreiben und toasten, Schweinebraten damit einreiben……..

Weitere Anregungen zu schenkbaren Vorräten findest Du hier:

http://www.tatort-kueche.at/index.php/category/meine-vorratskammer/

 

 

 

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Gebratene Chilisauce im Barbecue-Style

Barbecue-Chilisauce

Es ist soweit…die letzten Chilis sind nun rot geworden und ich muß sie ernten, bevor es kalt wird. Ich bin immer traurig, wenn die schönen roten Früchte nicht mehr auf ihren Stauden baumeln, das sicherste Zeichen dafür, daß der Sommer wieder mal vorbei ist. Nun heißt es, noch ein paar feurige heiße Saucen für den Winter zusammenbrauen! Eine süß-saure chinesische Variante hab ich ja schon im Keller – mein Chili Ananas Gelee – nun brauche ich noch etwas amerikanisch-rauchiges zum Steak oder zu Fleischbällchen….

Barbecue-Chilisauce

Bunt gemischte Ernte

Für den ersten Arbeitsschritt brauchst Du:

1 mittelgroße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL dunklen Muscovadozucker (oder zumindest Vollrohrzucker)
ca. 6-8 Chilis und/oder Pfefferoni, ich nehme 3 milde Pfefferoni, eine große milde baskische Chili und 3 Jalapenos

Zwiebel, Knoblauchzehen und Chilis werden ganz fein geschnippelt und dann noch gehackt, sodaß wirklich schön kleine Würfelchen entstehen. Nun nimmst Du eine Kasserole und gibst soviel Erdnußöl hinein, daß der Boden bedeckt ist. Erhitze das und füge die Zwiebel hinzu, gut anrösten. Wenn die Zwiebel etwas Farbe hat, streust Du den Muscovadozucker darüber und läßt es kurz karamellisieren. Gib den Knoblauch hinzu und schalte die Platte ab.

Barbecue-Chilisauce

Zwiebel mit Muscovadozucker karamellisieren

So, und jetzt kommt noch die Schärfe: die geschnippelten Chilis-Pfefferoni-Paprika…was auch immer Du gewählt hast kommt in den Topf dazu und wir würzen mit:

1 EL Reisessig
ein guter Schuß Rotwein
2 EL Tomatenmark
2 EL Austernsauce
eine kleine Mokkatasse starken Espresso
Salz

Jawohl, Espresso! Das ist nicht meine Erfindung, es ist wirklich eine häufige Zutat in amerikanischen Barbecuesaucen. Ich habe vor Jahren ein kleines Kochbuch aus Amerika bekommen, und dort Kaffee das erste Mal als Saucenzutat entdeckt…da habe ich endlich gewußt, woran mich der rauchige Geschmack mancher originaler American Barbecue Sauces erinnert…an sehr stark gerösteten Kaffee!

Wenn Du alles im Topf schön vermischt hast, gießt Du es um in eine kleine ofenfeste Form. So kommt die Mischung nun bei 170 Grad Heißluft für ca. 25-30 Minuten ins Backrohr.

Barbecue-Chilisauce

Die Chilimischung kommt in eine kleine ofenfeste Form

Schau immer zwischendurch nach und rühre auch mal um…wenn die Sauce schön gebräunt ist und etwas eingedickt, kannst Du sie aus dem Rohr nehmen.

Barbecue-Chilisauce

Die fertig gebruzzelte Sauce

Barbecue-Chilisauce

Heiß! Scharf! Lecker!

Du kannst die Sauce natürlich nun gleich so genießen, aber ich mache sie mir noch ein bißchen cremiger. Ich nehme etwa 2/3 der Mischung und gebe sie in den Blitzhacker. Kurz pürrieren und wieder mit dem verbliebenen gröberen Drittel mischen….that’s it baby!
Noch haltbarer wird die Sauce, wenn Du sie jetzt nochmal erhitzt…15 Minuten im Backrohr…dann ab ins Gläschen! Jetzt fehlt nur noch…some good beef over the fire and a cold beer…

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Chili-Ananas-Gelee

Chiligelee

Nach meinem Pfefferoni-Paprika Gelee noch ein pikantes Gelee, das ich jedes Jahr mache…es schmeckt wirklich fast wie die Chilisauce beim Chinesen. Ohne Chilisaucen geht bei uns gar nichts…
Du brauchst dickfleischige Chilis mit einer dünnen Schale, die man mitessen mag. Um Chilis zu schälen, muß man sie grillen, sonst löst sich die Haut nicht, und in diesem Fall für dieses frische, zarte Gelee ist der Grillgeschmack absolut unerwünscht…also kein schälen!

Chiligelee

Chili-Impressionen

Chiligelee

Chili-Impressionen

Du brauchst für 3 kleine Marmeladegläser:

7-8 eher große, dickfleischige Chilis, wenn möglich gelbe und rote
Fruchtfleisch einer frischen Ananas, ca. 1/3 der geschälten Frucht, harter Strunk in der Mitte entfernt
ein 2 mal 2 cm großes Stück frischen Ingwer
Abrieb und Saft einer halben Biozitrone
2 EL Reisessig
2 EL Austernsauce
150 Gramm Gelierzucker 2:1
1/2 Teelöffel Salz

Chiligelee

Ananas und Chilis klein gewürfelt

Die Chilis von Strunk und Kernen befreien und in sehr kleine Würfelchen schneiden. Solltest Du – so wie ich – Kontaktlinsenträger sein, rate ich Dir, beim Hantieren mit scharfen Chilis Gummihandschuhe zu tragen, die brennenden Inhaltsstoffe bleiben recht lange an den Fingern haften und da darf man sich auf keinen Fall ins Auge fassen!!

Die fertig gehackten Früchte kommen in eine Schüssel und werden mit dem Gelierzucker verrührt, das bleibt dann einige Stunden oder über Nacht so stehen, damit es Saft ziehen kann.
Danach wird auch die Ananas klein geschnippelt, sehr klein, so 4 mal 4 mm Stückchen höchstens, und der Ingwer ebenso.
Nun gibst Du alle oben genannten Zutaten in einen Topf und bringst alles vorsichtig zum köcheln, unter Rühren darf es nun so 10 Minuten sanft vor sich hinblubbern, dann merkst Du schon, daß der Saft am Rand leicht zu gelieren beginnt. Fülle die Masse heiß in hübsche Gläschen, es gibt ganz kleine Rexgläser, die  sehen besonders hübsch aus!

Das Gelee sieht wunderschön aus und paßt toll zu Hühnerfleisch, Fleischbällchen, Fisch, in einen Burger, und auch zu asiatischen Teigtaschen.

Chiligelee

Das fertige Gelee…herrlich süßsauer

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