Schlagwort: Ausflug

Ein relaxter Samstagvormittag in Maribor, Slovenia

Noch ziehen Nebelschwaden über die Felder, aber schon kommen die ersten Sonnenstrahlen zum Vorschein und das bunte Laub schimmert, also nichts wie raus aus den Federn, es wird vielleicht der letzte fast sommerlich warme Herbsttag! Und wie kann man ihn besser verbringen, als durch eine hübsche Altstadt zu bummeln, sich vom Frühstückskaffee zum Gin Tonic vorzutasten, einen Gemüsemarkt zu plündern und am idyllischen Flußufer zu chillen?
Wir fahren wieder mal zu unseren Nachbarn nach Slowenien, zu einem gemütlichen Vormittag in der schönen Stadt Maribor, mit südlichem Flair, coolen Boutiquen und gemütlichen Lokalen, und fühlen uns wie im Urlaub im Süden, obwohl wir gerade mal 40 Minuten mit dem Auto gefahren sind.
Unsere Mascha ist natürlich mit von der Partie, die Slowenen sind sehr hundefreundlich, hat doch mindestens jeder dritte Einwohner selber so einen Vierbeiner.

Unser erster Weg führt uns auf den hübschen Hauptplatz, mit seinen schönen alten Fassaden und belebten Cafes, hier wird erst mal ausgiebig gefrühstückt!

Ich bestelle mir  – sehr hipp – eine Smoothie Bowl, und alleine schon die urige Schale war ein Augenschmaus, und erst der Inhalt!

 

Mein Mann mag es lieber deftig, sein cremiges Rührei auf Roastbeef war aber auch echt genial!

 

Mascha hat die Sonne genossen und sich von den Passanten bewundern lassen.

 

 

 

 

Leider sind wir satt, 20 Meter weiter wäre der nächste sehr einladende Barhocker …

Aber nun geht es durch enge alte Gässchen erst mal an die Drau.

 

Ein wunderschöner Fluß, im milden Licht des Vormittags sieht die Stimmung aus wie ein Gemälde, besonders mit den wunderschönen Schwänen! Sie haben unsere Hundedame angepfaucht, und als sie keine Kekse bekamen, sind sie weitergezogen. Wir auch, und zwar zum Gemüsemarkt. Obst gibts natürlich auch, und Schnaps! Wenn man den richtigen Standler erwischt, sogar gratis zum Einkauf dazu!

Mit vollen Körben brechen wir auf, aber bevor es wieder heimwärts geht, gibts natürlich noch einen Drink in einer der Bars am Fluß. Gin Tonic. Und eine Lasko Bier für den Herren. Und Wasser für den Hund.

Du kennst Maribor (Marburg) noch nicht? Ist ein toller Ausflug für uns Grazer bzw. Südsteirer, es ist nicht weit, Du kannst shoppen, gut essen und an der Drau spazieren, und wer dann noch nicht genug hat, das Slowenische Weinland ist gleich daneben, und im Herbst wunderschön. Mir hat der Ausflug heute jedenfalls sehr gut getan, nach meinen traurigen letzten Wochen …

 

 

 

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Die Natur als Seelentröster – ein etwas anderes Rezept

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Post schreiben soll, denn  was hat ein toter Kater schon in einem Food Blog verloren? Aber dann dachte ich, dieser Blog ist ein Teil von mir, und ich beziehe Dich als Leser ja in mein Leben ein, also ist es auch tröstlich für mich, wenn Du mal nicht meine Rezepte nachkochst, sondern mit mir leidest. Nach unserem Hochwasser im heurigen Frühjahr habe ich ja auch darüber berichtet, und die Anteilnahme hat mir sehr gut getan.

Leider bleibt 2018 ein schlimmes Jahr, und ich würde dieses dumme Hochwasser sofort nochmal durchmachen, wenn ich dafür meinen Kater wieder haben könnte, aber da stößt man an diese sehr schmerzhafte Grenze, wo es nichts mehr gibt, was wir tun können. Kein Geldberg, kein Indianergeheul, keine magischen Zauberrituale können da etwas bewirken, man ist allein mit der Traurigkeit und muss es irgendwie akzeptieren.

Vor zwei Wochen ist unser geliebter roter Kater am Abend nicht mehr heimgekommen, und am Morgen bin ich aufgebrochen, um ihn zu suchen, und ich habe ihn gefunden. Fast friedlich, wie schlafend ist er zwei Meter unter der Straße gelegen, ich habe das Bild seither nicht aus meinem Kopf bekommen.
Ich weiß, Du wirst das nur verstehen können, wenn Du selber Tiere hast und sie liebst, aber er war 7 Jahre unser Familienmitglied, und er fehlt uns.

Unser Kater Jamie hilft beim Holundersaft ansetzen.

Und ja, wie immer bekommst Du auch heute ein Rezept von mir: wenn es Dir beschissen (ich bitte um Entschuldigung) geht, wenn Du traurig und deprimiert bist oder Dich etwas sehr belastet, dann hol Deine Turnschuhe aus dem Schrank und geh in die Natur.
Ich bin zwar in der Stadt geboren, habe aber als Kind jedes freie Wochenende, jeden Ferientag auf unserem gemieteten alten Bauernhaus auf einem Bergbauernhof verbracht. Wir sind als Kinder durch die Wälder und Wiesen gezogen, haben unendlich viele Katzenbabies in Heuschobern aufgestöbert, haben Kühe von der Weide geholt und Beeren und Pilze gesucht. Und wenn ich Streit mit Mama hatte, dann bin ich heulend in den Wald geflüchtet.

Ich liebe die Natur, es gibt nichts schöneres als moosige Wurzeln, kleine Bachläufe, den weichen Boden voller Blätter und Nadeln, Lichtungen mit samtweichen Gräsern, hübsche Raupen auf grünen Blättern, kunstvolle Spinnennetze zwischen Baumstämmen …
Ich glaube dass die Seelen unserer Verstorbenen in der Natur ihren Platz finden, sie sind irgendwie immer da, aber fühlen kann man das nur in der Einsamkeit einer naturbelassenen Landschaft. Ich habe das Glück, in einer schönen Gegend zu leben, wo stille, einsame Wälder, schöne Flußlandschaften und mystische Hügel (Wildonerberg) kaum fünf Minuten von mir entfernt sind. Aber ich denke, da sind wir ja in Österreich sowieso gesegnet, man muss die Schönheit nur SEHEN!

Es gibt zwei Ziele, die ich besonders liebe, nämlich die Heiligengeistklamm bei Leutschach in der Südsteiermark, und die Altenbachklamm in Oberhaag, in der Nähe von Eibiswald.

Beide Ziele bieten (fast) unberührte Natur, kaum Tourismus, und im Herbst, wenn die Nebel am Nachmittag einfallen, gibt es nichts, was die Seele mehr beruhigt, als diese mystische, ruhige Stimmung. Von unserem letzten Besuch der Altenbachklamm gibt es nun ein paar Impressionen, vielleicht bekommst Du auch Lust, die herbstliche Landschaft zu durchforsten.

Altenbachklamm

 

Altenbachklamm

Altenbachklamm

Altenbachklamm

Altenbachklamm

Altenbachklamm

Altenbachklamm

Altenbachklamm

Was braucht die Seele nach soviel Schönheit? Ja genau, eine gute Jause, und die gibts bei dem urgemütlichen Gasthof beim Parkplatz. Ein netter Wirt, eine zünftige steirische Brettljause ( wer möchte schon nach einer Wanderung bei „Forellenfiletscheibchen auf Ruccolasülzchen“ neben perfekt gestylten Auto-ausführ-Touristen sitzen?), wir haben uns in der altsteirischen Gaststube sehr wohl gefühlt.

 

Altenbachklamm

 

Altenbachklamm

Übrigens, es gibt noch Pilze! Auf in den Wald, wir haben am Wochenende noch Parasol, Herrenpilze und Hallimasch gefunden, ein weiterer Grund, hinaus zu ziehen, und der Beste überhaupt: die Futtersuche! Viel Spaß!

 

 

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