Schlagwort: Auflauf

Sauerkraut, Weisskraut, Blaukraut … es lebe der Krautkopf! Teil 1

Wie jedes Jahr um diese Zeit fängt der Mangel an frischem Gemüse an, mir auf das Gemüt zu drücken, und ich sehne mich wieder nach meinem Gemüsegarten (wie kann man sich nur nach so viel Arbeit sehnen?).

Aber zum Glück gibt es ja einige wenige Sorten, die man den ganzen Winter über am Bauernmarkt in toller Qualität bekommt, frisch aus dem Keller und immer noch voller wertvoller Inhaltstoffe, und dazu gehört das Kraut.

Kraut

Kraut in meinem Garten

Mein Beitrag für KOCHEN UND KÜCHE für die zusammengelegte Ausgabe im Jänner / Februar beschäftigt sich also mit Kraut. Weisskraut, Blaukraut und selbstgemachtes Sauerkraut, für all das gibt es Tipps und Rezepte.

Ich habe im letzten Herbst zum ersten Mal selber Sauerkraut vergoren, natürlich mit Krautköpfen aus dem eigenen Garten, die waren letztes Jahr so groß wie Halloweenkürbisse und wir hätten diese Menge niemals frisch aufessen können. Dann habe ich einen Tipp bekommen, wie man Sauerkraut in großen Gläsern ganz leicht in Haushaltsmengen selber machen kann, und das hat so toll funktioniert, ich muss diese Erfahrung einfach weitergeben.
Natürlich habe ich mein Sauerkraut auch gleich zu einem leckeren, deftigen Wintergericht verarbeitet, einem mit Kartoffelpüree überbackenen Sauerkrautauflauf, dieses Rezept zeige ich Dir auch in diesem Beitrag. Dieses Gericht wurde übrigens von meiner Schwiegermama bereits nachgekocht und es hat meinen Schwiegereltern sehr gut geschmeckt … und mein Schwiegerpapa ist wirklich recht heiklich beim Essen!

Nach der Tomate sind die verschiedenen Sorten von Kohlgemüse die am meisten kultivierten Gemüse rund um den Erdball. Jahrhunderte lang hatten  Kraut & Co als „Arme Leute Essen“ die wichtige Aufgabe, die ärmsten Bevölkerungsschichten in Notzeiten wie strengen Wintern oder Kriegen mit Nahrung und Vitaminen zu versorgen. Aufgrund der Tatsache, dass Kraut bis weit in den Winter im Garten belassen werden kann, und dank  seiner guten Lagerfähigkeit (besonders auch als Sauerkraut), war es seit dem Mittelalter wichtiger Bestandteil jedes Gemüsegartens.
Unser heutiges Kraut stammt vom Wildkohl ab, der heute noch vereinzelt an den Küsten Südenglands, Irlands und besonders in Helgoland zu finden ist, leider vom Aussterben bedroht. Aus diesem Wildkohl entwickelten sich heute bekannte Arten wie eben Weiß-und Blaukraut, Kohlsprossen, Grünkohl, Kopfkohl oder Brokkoli. Bereits in der Antike waren die Wildsorten bekannt und geschätzt wegen ihres gesundheitlichen Wertes. Im Mittelalter wurden erstmals Krautköpfe gezüchtet, und sie erlangten schnell  europaweite Beliebtheit.
Ich erinnere mich noch , dass ich als Kind Kraut nicht besonders mochte. Meist wurde das eigentlich knackige Gemüse  von unseren Großmüttern zu Tode gekocht , bis es matschig und farblos als recht unattraktives Gericht am Teller landete, und es dauerte es eine Weile, bis das vielseitige Kraut  wiederentdeckt und auf moderne Weise schonend zubereitet in unseren Küchen wieder willkommen war. Auch ich habe mein Kindheitstrauma überwunden und esse heute gerne Kraut, ganz besonders wenn es frisch geerntet als Rohkost auf den Teller kommt…aber das dauert noch etwas!

Kraut

reiche Ernte

Also beschäftigen wir uns mit der Vorratshaltung. Natürlich kannst Du auch jetzt noch, wenn Du am Markt einen großen schönen Krautkopf entdeckst, Sauerkraut machen, es ist nicht kompliziert und in zwei Wochen essfertig.

Sauerkraut
durch Milchsäuregärung im Glas

(Rezept für KOCHEN UND KÜCHE JÄNNER/FEBRUAR)

Zutaten, für ein  1,5 l  – 1,8 l Glas
Ein großer Kopf Weißkraut (ca. 1,5 kg)

3 EL Salz
Gewürze nach Geschmack:
traditionell: Kümmel, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Pfefferkörner
oder kreativ:  gehackte Chilischoten, geschabten Ingwer, Limettenschale
zudem wird benötigt: ein  1,5 bis 1,8 Liter Schraubglas, sterilisiert (oder 2 kleine Gläser, Honiggläser oder Essiggurkengläser eignen sich auch gut),  Frischhaltefolie

Zubereitung (ca. 30-40 Min. ohne Stehzeiten)
Das Kraut von den äußeren Blättern und vom Strunk befreien und in feine Streifen hobeln (Krauthobel oder Küchenmaschine).
Das gehobelte Kraut in eine große Schüssel schichten, immer wieder Salz dazwischen streuen. Die Schüssel etwa 2 Stunden stehen lassen, sodass das Salz einziehen und das Kraut erweichen kann.
Nun das Kraut mit den Händen fest durchkneten, bis der Krautsaft austritt, das dauert etwa 10 Minuten.
Nochmal eine Stunde stehen lassen, die gewünschten Gewürze zufügen (ausgenommen  Lorbeerblatt, das kommt erst ins Glas!), wieder kurz kneten, jetzt ist das Kraut fertig zum Abfüllen.
Das Kraut dicht in das Glas schichten und immer etwas andrücken, allerdings nicht zu fest, sonst dauert die Gärung länger. Das Glas sollte oben etwa 1 cm Luft haben, die Oberfläche des Krautes noch mit einem zusätzlichen TL Salz bestreuen, mit einem Stück Frischhaltefolie abdecken (diese kann ruhig über den Glasrand überstehen), und mit dem Schraubdeckel verschließen.
Das Glas nun für 7 Tage in einen kühlen Raum auf ein Geschirrtuch stellen, denn in der ersten Zeit könnte durch die Gärung etwas Flüssigkeit austreten.
Den Deckel alle 3 Tage öffnen, Flüssigkeit wegwischen, ev. die Folie erneuern und wieder verschließen. Nach 7 Tagen sollte sich bereits der Sauerkrautgeruch einstellen, das Kraut nun am besten im Keller verschlossen noch 2 bis 3 Wochen ziehen lassen, je länger es zieht, desto saurer und weicher wird es (dazwischen ab und zu  kontrollieren).
Ist der gewünschte Geschmack erreicht, das Glas im Kühlschrank lagern, das Kraut innerhalb von 2 Monaten verzehren.

Anmerkung: Schraubgläser eignen sich am besten, da sie nicht ganz dicht abschließen. Dicht schließende Patentgläser oder Rexgläser mit Gummi würden eventuell die Gärung verhindern! Die Frischhaltefolie verhindert das  Braun werden des Krautes an der Oberfläche.
Als Variante kannst Du einmal ¼ des geriebenen Krautes durch geriebene Karotten ersetzen, ergibt leckeres Karotten-Sauerkraut, das besonders als Rohkost toll schmeckt!

Kraut

Erstes selbstgemachtes Sauerkraut

Und nun werden wir gleich mal aus unserem Sauerkraut eine Mahlzeit zaubern!

Sauerkraut-Auflauf mit Faschiertem und Kartoffelpüree-Haube

Kraut

(Rezept für KOCHEN UND KÜCHE JÄNNER/FEBRUAR)

Zutaten für eine große oder 4 kleine Auflaufformen (4 Portionen)
500 g Sauerkraut

4 EL Pflanzenöl (Rapsöl, Olivenöl)
1 kleine Zwiebel, gehackt
2 EL glattes Mehl
150  ml Weißwein
500 g Faschiertes vom Schwein
2 EL Öl
Salz, Pfeffer, Oregano
5 große Erdäpfel (ca. 600 g)
1 TL Salz
60 g Butter
100 ml Sahne
Salz, Muskatnuss
2 EL Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung (45 Min. ohne Kochzeiten)
Zwiebel in 4 EL Öl  anschwitzen, mit dem Mehl stauben, durchrösten, das Kraut zugeben und kurz mitrösten. Mit 150 ml Weißwein aufgießen, zudecken und etwa 35  Minuten sanft dünsten lassen, immer wieder umrühren.  Das gar gedünstete Kraut bei Bedarf nachwürzen (ist meist nicht nötig), und am Boden einer befetteten rechteckigen Auflaufform verteilen.
Faschiertes in 2 EL Öl unter Rühren rösten, bis es knusprig ist (dauert etwa 15 Minuten), mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken und auf dem Sauerkraut verteilen.
Erdäpfel schälen, in Würfel schneiden, in einem Topf mit Wasser bedecken, salzen und zugedeckt weich kochen.
Das Wasser abgießen, die Erdäpfel kurz ausdampfen lassen und noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken. Die Butter hinzufügen und flüssig werden lassen. Die Sahne erhitzen und auch zu den Erdäpfeln geben. Alles gut verrühren, bis eine cremige Masse entstanden ist, mit Salz und Muskatnuss abschmecken.
Den Backofen vorheizen auf 200 ° C, wenn vorhanden Grillstufe dazu schalten.
Das Püree in einen Dressiersack füllen und den Inhalt der  Auflaufform mit dressiertem Püree bedecken. Mit geriebenem Parmesan bestreuen und im Ofen etwa 20 Minuten überbacken.

Besonders hübsch sieht es aus, wenn Du den Auflauf in vier kleine Portions-Auflaufformen schichtetst und in der Form anrichtest!

Kraut

Überbackener Sauerkrautauflauf in kleinen Portionsförmchen

Kraut

Leider  gibt es diesmal keine Links zur Zeitschrift, die Webseite wurde neu gestaltet und die neuen Beiträge sind noch nicht hochgeladen. Deshalb bekommst Du diesmal auch die restlichen zwei Rezepte von mir am Blog, in ein paar Tagen. Freue Dich auf eine Blaukraut-Apfelcremesuppe sowie eine Rohkost aus Weisskraut, Ananas und Sellerie mit pochiertem Lachs. Also, wir sehen uns demnächst beim Kraut kochen!

 

 

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Überbackene Lauch-Steinpilznudeln

Obwohl die Tiefkühlschränke voll sind mit gefrorenen Schwammerln, und sich die Gläser mit gedörrten Pilzen im Vorratskeller stapeln, wenn einen das Schwammerlfieber mal gepackt hat, kann man einfach nicht mehr aufhören. Jedenfalls nicht, solange noch irgend etwas Essbares im Wald steht. In unserem speziellen Geheimwald – und jeder Schwammerlsucher kennt so einen – wächst seit heute jedenfalls kaum mehr etwas verwertbares, denn mein Sohn und ich haben wieder gnadenlos zugeschlagen. Steinpilze, Parasole und ein ganzer Baumstumpf voller Hallimasch Pilze bereichern in den nächsten Tagen unseren Speiseplan. Aber da sind ja noch die zahllosen kaum bekannten Pilze, die wir zwar nicht essen können, die uns aber mit ihrem hübschen Aussehen verzaubern. Ich habe die Sorte von „Pilzesammlern“ nie verstehen können, die nicht verwendbare Schwammerln umtreten oder ausreissen und wegwerfen, was für eine Beleidigung der Natur, die doch so perfekt ist!
Bevor Du also heute was zu essen bekommst, entführe ich Dich erst mal in die geheimnisvollen Tiefen des Waldes, wo ganz bestimmt unter manchem schönen Pilz der eine oder andere Troll haust!
(Anmerkung: die ersten 3 Fotos hat mein Sohn gemacht, auch das von dem schönen Steinpilz, im Wald bin ich zu aufgeregt zum Fotografieren)

Pilze

Pilze

Pilze

Hallimasch

Pilze

Schirmtindling – oder der Ballettrock einer Elfe?

Pilze

Fehlt noch der König der Pilze, der Steinpilz! Einige Prachtkerle haben wir heute gefunden, und die werden wir gleich verarbeiten, zusammen mit dem letzten, heute geernteten Lauch. Pilze, Lauch, Nudeln, dazu eine cremige Sauce, mit viel Käse überbacken … das würde sogar Schneewittchen aufwecken!

Steinpilz, noch nicht geerntet

Überbackene Lauch-Steinpilznudeln

Lauch frisch geerntet

Für unser überbackenes Nudelgericht brauchst Du, für 4 Personen:

250 g Lauch, in schmale Ringe geschnitten
30 g Butter
ca. 300 g blättrig geschnittene Steinpilze
eine mittelgroße Zwiebel, gehackt
Olivenöl
etwas Cognac und Sahne
Salz, Pfeffer
300 g Nudeln
200 g geriebenen Hartkäse
2 EL frischen Thymian
einige Blättchen Salbei, gehackt
einige Zweige Petersilie, gehackt
1 Ei
4 EL Frischkäse (z.B. Philadelphia)

Überbackene Lauch-Steinpilznudeln Überbackene Lauch-Steinpilznudeln

Den Lauch dünstest Du in der Butter, bis er weich ist, das dauert ca. 5-7 Minuten. (Er soll nicht matschig werden!) Gib den gegarten Lauch in eine kleine Schüssel und stelle ihn beiseite.
Brate die Zwiebel in etwas Olivenöl an (nicht zu wenig!), gib die Pilze dazu und röste diese gut durch, lösche mit etwas Cognac und einem Schuss Sahne  ab und dünste die Pilze weich. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab und stelle auch diese beiseite.

Überbackene Lauch-Steinpilznudeln
Heize den Backofen vor auf 200 ° C Heißluft.
Koche nun die Nudeln laut Packungsangabe in reichlich Salzwasser (Ich habe hier Farfalle verwendet), seihe sie ab, gib sie in eine große Schüssel und vermische sie mit den Pilzen und dem Lauch. Verschlage das Ei mit dem Frischkäse, gib auch diese Mischung sowie den halben geriebenen Käse und die Kräuter zu den Nudeln und hebe alles gut unter. Fülle die Masse in eine geölte Auflaufform und verteile den restlichen geriebenen Käse darüber.

Überbacke den Auflauf nun etwa 15 Minuten, schalte dann die Grillfunktion dazu und lasse die Oberfläche braun und knusprig werden. Mahlzeit!

Überbackene Lauch-Steinpilznudeln Überbackene Lauch-Steinpilznudeln

Bei allem was um uns herum falsch läuft, ist es doch schön zu sehen, dass wir unsere Natur noch nicht ganz in die Knie gezwungen haben, denn es wachsen immerhin noch Pilze aus der Erde! Wir sollten wirklich alles dafür tun, dass das auch so bleibt.

 

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Zucchiniröllchen mit Faschiertem und Parmaschinken

Habe ich diesen Sommer wirklich erst EIN Gericht mit Zucchini gepostet? (Gratin aus Rohnen und Süßkartoffeln mit Zucchini) Na da muss ich aber schnell aufholen, noch gibt es laufend Nachschub im Garten!

Zucchiniblüte

Zucchiniblüte

In diesem Rezept dient der Zucchini als Hülle für Faschierte Röllchen, er ist also sozusagen das Geschenkpapier. Aber hallo, nicht auspacken und beiseite legen, das wird mitgegessen!

Für unsere „Packerln“ brauchen wir:

etwa 3/4 Kilo faschiertes Schweinefleisch ( Rind wäre zu trocken für dieses Gericht)
Etwa 12 Scheiben nicht ganz hauchdünn geschnittenen Parmaschinken, hier geht auch der fertig abgepackte sehr gut,
2 große Zucchini
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zum Würzen des faschierten Schweinefleisches mache ich eine Kräuterpaste. Die Liste der Zutaten ist sehr variabel, je nachdem was Du zur Verfügung hast und was Du gerne magst, es ist also eigentlich kein Rezept sondern eine Anregung:

frische Kräuter, je ein kleines Sträusschen: Petersilie, Majoran, Thymian, Oregano, etwas Minze, einige Salbeiblätter, ein Lorbeerblatt
weiters 3 Zehen Knoblauch, geschält
2-3 frische nicht zu scharfe Chilis oder Pfefferoni
Olivenöl, etwa 50 ml

Gib alle Zutaten in einen Blender oder Blitzhacker und zerhacke alles, es sollte soviel Olivenöl sein dass die Paste schön feucht und cremig ist. Du musst die Zutaten aber nicht ganz fein pürrieren, man soll noch kleine Stückchen sehen.
Gib die Paste nun zum Fleisch, Salz und Pfeffer dazu und gut vermischen. Stelle alles kühl und lasse die Masse etwas durchziehen.

Zucchiniröllchen

Das Faschierte wird mit einer Kräuterpaste gewürzt

Schneide nun die Zucchini – am besten mit der Brotschneidemaschine – längs in etwa 4 mm dicke Scheiben. Aus den Stücken, die am Rand wegfallen, machst Du Zucchinicremesuppe!
Lege die Scheiben nebeneinander auf Schneidbretter auf und salze sie ein wenig. Lasse sie nun 10 Minuten so ziehen, sie werden durch das Salz weich und biegsam. Tupfe sie nun mit Küchenrolle trocken und belege jede Scheibe mit einem Blatt Schinken. Heize das Backrohr vor auf 180 Grad Ober-Unterhitze.

Zucchiniröllchen

Zucchinischeiben mit Parmaschinken belegen

Nun kommt unser Faschiertes zum Einsatz: stich mit einem Esslöffel Nocken aus der Masse, forme sie zu Rollen in der Breite der Zucchini, lege je eine Rolle auf jede Zucchinischeibe und wickle sie auf, so straff wie möglich.

Zucchiniröllchen

Das Faschierte wird eingewickelt

Schichte die Rollen mit der offenen Stelle nach unten in eine flache Auflaufform. Sind alle Röllchen fertig, beträufle alles mit etwas Olivenöl, bestreue sie je nach Gusto mit Chiliflocken oder getrockneten Kräutern und schiebe die Form ins Backrohr, für etwa 40 Minuten (immer mal nachgucken!). Am Schluss kann man noch etwas den Grill zuschalten …

Zucchiniröllchen

Die fertigen Röllchen in die Auflaufform schlichten

Wenn Deine Röllchen schön gebräunt und bruzzelnd aus dem Rohr kommen, lasse sie etwas abkühlen, bevor Du Dich darauf stürzt! Wenn das Gericht zu heiss ist, kommt das Kräuteraroma nicht voll zur Geltung. Dazu passt eine große Schüssel frischer griechischer Salat!

Zucchiniröllchen

Noch etwas auskühlen, dann ab auf den Teller!

Zucchiniröllchen

Zucchiniröllchen

Zucchiniröllchen

Gefüllte Zucchini mal anders …

 

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Pikanter Schichtkuchen aus Sesampfannkuchen und Mangoldgemüse

Mein armer Gemüsegarten…er wäre heuer wohl eher für den Reisanbau geeignet gewesen als für die Aufzucht von Gemüse! Heute habe ich mich überwunden und mich in den „Gatsch“ (Schlamm auf steirisch) geworfen, um die Dinge zu ernten, die jetzt unbedingt aus ihrem Wasserbad befreit werden müssen. Zwiebeln, Karotten, Mangold, noch eine letzte Aubergine…und da heute nur mein Mann und ich zuhause essen, werde ich hiervon gleich einiges verwerten und vegetarisch kochen. Mein Mann ist der Einzige in der Familie, der nie über mein Essen sempert (mault auf steirisch…).Das soll aber nicht heißen, daß er nicht kritisch ist, er ist nur nicht heiklich!
Irgendwie komme ich auf einen Schichtauflauf aus Pfannkuchen und Gemüse….Pfannkuchen oder Palatschinken, wie es bei uns heißt, liebe ich in jeder Form, ob süß oder deftig!

Zuerst mache ich mich ans Gemüse für die saftige Schicht meines „Pfannkuchen-Auflaufs“:

Ich verarbeite dafür:

Eine große Zwiebel, fein gewürfelt
Eine mittelgroße Aubergine, fein gewürfelt
Etwa eine Rührschüssel voll Mangold oder Spinat, in feine Streifen geschnippelt
eine kleine Chili, fein gehackt (nach belieben…wir belieben scharf!!)
Olivenöl
2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer
etwas Sahne

Pikanter Schichtkuchen

Mangold, Aubergine, Zwiebel, eine kleine Chili

Ich erhitze das Olivenöl in einer Kasserole, röste Zwiebel an, nach einigen Minuten kommt der im Mörser zerstoßene Knoblauch dazu, dann die Aubergine, und wird einige Minuten mitgeröstet, zuletzt noch der Mangold und die Chili ,… sollte die Aubergine das ganze Öl aufgesaugt haben, kannst Du nun noch etwas Öl nachgießen und eventuell etwas Sahne, damit nichts anbrennt. Ich dünste die Mischung unter Rühren ca. 10 Minuten, salze und pfeffere nach Geschmack, dann wird die Pfanne zum Abkühlen auf die Seite gestellt.

Anmerkung: Sieh dieses Rezept auch ein wenig als Resteverwertung, Du kannst statt Auberginen auch andere Gemüsereste verwenden, die Du aufbrauchen möchtest…Karotten, Karfiol, Stangensellerie…alles was sich in kleine Würfel schnippeln läßt und zu Mangold paßt.

Nun kommen wir zur „Teiglage“ meines Schichtkuchens, dazu bereite ich einen Pfannkuchenteig:

60 Gramm Vollkornmehl
60 Gramm glattes Mehl
4 Eier
1/4 Liter Milch
Salz
3 EL Sesam (auch gehackte Kürbiskerne sind toll!)

Gib einfach alle Zutaten in eine Rührschüssel und verschlage alles mit dem Mixer zu einem dünnflüßigen Teig. Diesen lassen wir dann 15 Minuten stehen.

Dieses Pfannkuchen-bzw. Palatschinkenrezept mit Sesam mache ich gerne, wenn ich sie salzig fülle, die Sesamsamen geben dem Teig etwas knackiges, pikantes. Schmeckt auch fein mit Pilzfülle, einfach als Tasche über die Pilze klappen.
Nach der Ruhezeit bäckst Du in einer beschichteten Pfanne die Pfannkuchen, ich verwende dafür als Fett immer Schweineschmalz. Ja ja…ich weiß was jetzt kommt! Aber, es gibt einfach nichts herrlicheres als in Schweineschmalz gebackene Pfannkuchen, und ich lasse mein Schmalz selbst aus. (das zeig ich Dir auch noch mal…)
Dieses do it yourself schmalzauslassen hat zwar absolut keine Auswirkung auf die Kalorien und den dietätischen Wert desselben, aber ! auf den Geschmack! Und einzig darum gehts uns Kochfreaks doch, oder??? ODER???
Na wie auch immer, Du kannst auch Sesamöl (paßt gut wegen der Sesamkörner) oder was anderes nehmen. Meine Pfanne hat 24 cm Durchmesser, so passen die Kuchen genau in meine Pieform, die ich für den Schichtvorgang verwende. Du erhältst ca. 7-8 Stück.

Anmerkung: diese Pfannkuchen sollen ruhig etwas dicker ausfallen, wir machen keine Crepes!

Pikanter Schichtkuchen

Die fertig gebackenen Pfannkuchen…Palatschinken

So, wir nähern uns dem Ziel…oder Schichtkuchen. Wir haben Fülle und Fladen, nun machen wir noch etwas Bechamelsauce aus folgenden Zutaten:

20 Gramm Butter
2 EL Mehl
300 ml Milch
ein Schuß Weißwein
Salz, Pfeffer, etwas Currypulver

Butter erhitzen, Mehl darin anschwitzen, mit Milch aufgießen, gut rühren bis die Masse köchelt und sämig wird, den Weißwein dazugeben und würzen, das Currypulver bleibt natürlich Dir überlassen, aber es paßt gut zu Mangold und Sesam. (Bechamelsauce im Blitzkurs, eine etwas genauere Anleitung findest Du hier : Bechamelsaucebereitung )
Und nun – endlich – haben wir alles was wir zum Turm bauen brauchen. Los gehts! Backrohr vorheizen auf Heißluft, 220 Grad, und Du brauchst eine runde Auflauf-oder Pieform.

Erst mal kommt etwas Bechamel in die Form, darauf ein Pfannkuchen. Dann folgen eine Lage Gemüse, darauf geriebener Käse , darauf wieder Bechamel, und wir sind wieder beim Pfannkuchen angelangt. Das wiederholst Du nun 4 Mal, oben zuletzt noch ein fünfter Pfannkuchen, bestrichen mit dem Rest Bechamel und bestreut mit dem Rest Käse. Ich dekoriere meinen Schichtkuchen mit einem aufgeschnittenen milden Pfefferoni, den mein Mann mir schnell im Dunkel (es ist 20.00 Uhr) aus dem Garten holt. Natürlich reißt er einen ganzen Zweig ab wo auch noch grüne oben sind…..aber es sei ihm verziehen, rot und grün ist echt schwer zu unterscheiden.(Nein ich bin nicht sarkastisch, ich meine in der Nacht,…)

Pikanter Schichtkuchen

Schichtkuchen ist fertig geschichtet und dekoriert

Ab mit dem Lohn unserer Mühe in den Ofen, für ca. 20-25 Minuten, bis er bruzzelt und schön gebräunt ist, und danach – um 20.45 Uhr – kann mein armer hungriger Mann endlich essen. Und ich kann mein Rezept posten…nachdem er 2 Mal nachgenommen hat!

Pikanter Schichtkuchen

Pfannkuchen Schichttorte, pikant

Pikanter Schichtkuchen

Am Rand knusprig, in der Mitte cremig…mhhhh

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