Spätzle mit Pilzmehl und Trüffelöl

Vergangene Woche hat es endlich wieder mal ein wenig geschneit! Ach wie schön, mein gatschiger Gemüsegarten mitsamt welkem Kohl und Maulwurfshügeln ist unter einer herrlich weissen glitzernden Schicht Neuschnee verschwunden. Welch eine Freude, wenn ich daran denke, wie viele Nacktschneckeneier jetzt abfrieren (hoffentlich), ja, da hört selbst meine Tierliebe auf! Der Kampf im und um das Vogelhäuschen ist erbittert geworden, wer nicht mehr Platz hat, muss am Boden fressen. Und was machen wir nun mit der Winterwunderwelt? Nun, zuerst mal schaufeln. Männer entwickeln nach Schneefall eine sonderbare Affinität zu allem, womit man den Schnee wieder entfernen kann…und, nachdem das Auto wieder ungehindert die Garage verlassen kann, gehts wieder mal auf zur Schipiste und Hüttengaudi.
Hebalm ist da unser liebstes Ziel, da kann man toll mit dem Hund Spazieren gehen, und die Lifte fahren Samstag bis 21 Uhr! Die Winterlandschaft ist herrlich frisch und unberührt, und die Stimmung bei Tagesende wunderschön!

Winterlandschaft

Später Nachmittag auf der Hebalm

Auch unsere Stammhütte am Hebalmsee wird natürlich besucht, aber nur auf einen Glühwein zum Aufwärmen…das zünftige Hüttenessen gibts heute daheim: Mit Zwiebeln und Käse überbackene Luxusspätzle mit Pilzmehl und Trüffelöl.

Spätzle selber machen ist einfach, geht recht schnell und sie schmecken unglaublich gut. Im Sommer mische ich oft pürrierten Spinat in den Teig, dann sind sie schön grün, gegessen werden sie bei uns jedenfalls in jeder Variante gerne. Das Einzige was man unbedingt braucht ist ein Spätzlehobel oder ein Spätzlesieb. (Gibts nun schon überall im Haushaltsfachhandel…aber nicht bei Ikea…häufige Kundenfrage!)

Bevor es an die Spätzle geht, kannst Du einiges schon vorbereiten:

2 – 3  größere Zwiebeln schälen und in nicht zu kleine Streifen schneiden, etwa 20-30 Gramm Butter in einer Kasserole erhitzen und die Zwiebel darin braten, bis sie bräunt, dann beiseite stellen.
Weiters kannst Du schon den Käse reiben, ich nehme hier einen milden Bergkäse, es geht auch Gauda oder Raclettekäse. Nimm soviel Du magst, bei mir waren es etwa 180 Gramm.
Und stelle Dir eine flache Auflaufform bereit und buttere sie kräftig aus!
Für das Pilzmehl gibst Du getrocknete Pilze – ich habe Steinpilze und Totentrompeten – in den Blitzhacker und mahlst sie klein, es muss nicht ganz fein sein, es ist hübsch, wenn man dann die kleinen Pilzkrümel im Teig sieht! Ich mische das Pilzmehl gleich mit einem Teelöffel Salz, so kommt es dann in den Teig.

Spätzle mit Pilzmehl und Trüffelöl

Die Pilzmehl-Salzmischung

Für die Spätzle brauchst Du, für 4 ordentliche Hüttenportionen…oder 5:

250 Gramm Mehl glatt
250 Gramm Mehl griffig
3 Eier + 2 Dotter
220 ml Milch
1 EL Öl, ich nehme hier Trüffelöl
1 El Pilzmehl + 1 Teelöffel Salz
etwas Sahne zum darübergießen

Die Zutaten kommen alle ( bis auf die Sahne) in eine Rührschüssel und werden dann zu einem zähen, recht festen Teig verrührt (sollte er zu fest sein, gib noch etwas Milch dazu!). Normal mache ich das mit den Knethaken des Handmixers, aber diesmal wollten es die Umstände anders. Durch den Schnee muss wohl irgendwo ein Baum auf ein Stromkabel gefallen sein, und das hat uns 2 Stunden Stromausfall beschert…also nix mit mixen.
So habe ich also den Teig ganz traditionell mit dem Holzkochlöffel abgeschlagen. Das ist ziemlich anstrengend, aber ich sage Dir, so perfekt ist mein Spätzleteig noch nie geworden.

Spätzle mit Pilzmehl und Trüffelöl

Spätzleteig ist recht fest und zäh

Der Teig kann nun kurz rasten, inzwischen heize das Backrohr auf 180 Grad vor und fülle einen breiten 5- Liter Topf mit Wasser, gib einen EL Salz dazu und koche es auf. Der zähe Teig wird nun in den Aufsatz des Spätzlehobels verfrachtet – teile den Teig auf 2 bis 3 Partien auf – und in das kochende Wasser „gehobelt“. Ist die erste Teigpartie aufgebraucht, schöpfst Du die Spätzle mit einer Nockerlkelle aus dem Wasser in die Auflaufform und arbeitest mit der nächsten Partie Teig weiter.

Sind dann alle Spätzle in der Auflaufform gelandet, kannst Du die Zwiebel unterheben, den Käse darüberstreuen, etwas Sahne aufgießen und endlich alles ins Backrohr schieben.
Dieses Gericht läßt sich super vorbereiten, Du machst alles bis die Spätzle in der Form sind, deckst sie mit Frischhaltefolie ab, und wenn Du vom Schifahren – oder was auch immer – zurückkommst, brauchst Du nur mehr Zwiebel,  Käse und Sahne zugeben und alles im Rohr backen bis es  heiß und knusprig ist. (So haben wir es diesmal gemacht).

Herrlich dazu ist grüner Salat oder bunt gemischte Rohkost…die zeig ich Dir bald!

Spätzle mit Pilzmehl und Trüffelöl

Die überbackenen Spätzle verlassen den Ofen

Spätzle mit Pilzmehl und Trüffelöl

Hüttenessen mit einem Hauch Luxus

 

 

 

 

 

 

 

 

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