Quitten-Cheesecake

Ich habe ja schon einmal verraten, daß Cheesecake bei uns DER Kuchenfavorit ist. Herbstlich angepaßt mache ich ihn heute mit Quittengelee und Walnuß-Mürbteig, und für die Cheesecakemasse verwende ich selbstgemachten Frischkäse. Du kannst diesen durch Ricotta ersetzen, aber glaub mir, der Aufwand lohnt sich!
Ich habe nie einen cremigeren Frischkäsekuchen erhalten als mit dieser hausgemachten Käseversion, und eigentlich ist die Herstellung ganz einfach. Also, bevor es an den Kuchen geht, gehts erst mal an den Käse!

Du brauchst einen Kilogramm griechisches Naturjoghurt mit 10 % Fett, ich kaufe immer den großen Kübel bei Hofer. In den Kübel gibst Du nun den Saft einer halben Zitrone und 1/2 Teelöffel Salz, gut verrühren.
Nun richte Dir einen Haushaltseimer, auf den Eimer legst Du ein großes Nudelsieb und in dieses legst Du ein dünnes Küchentuch – toll ist eine Stoffwindel – , sodaß alle 4 Ecken über das Sieb hinaushängen. Nun schüttest Du das Joghurt in das Sieb mit dem Tuch, legst einen Kochlüffel quer über das Sieb und verknotest das Tuch über dem Kochlöffel, die Ecken überkreuz 2 mal. Nun hebst Du den Kochlöffel mitsamt dem Käsesack hoch und entfernst das Sieb, der Sack hängt nun am Kochlöffel über dem Kübel und so kann die Molke abtropfen. Das Ganze bleibt jetzt 24 Stunden  so stehen. Am nächsten Tag kannst Du den Frischkäseball aus dem Tuch schälen und dieser kommt dann in den Kühlschrank, bis er gebraucht wird. Fertig!

Die zweite wichtige „home-made“ Zutat, die ich verwende, ist Quittengelee, und dieses zeige ich Dir in meinem Post:  Quittengelee
Am Bauernmarkt bekommst Du in diesem Monat bestimmt Quitten, vielleicht auch fertiges Gelee, aber der Aufwand es selbst zu machen lohnt sich auch hier…es duftet das ganze Haus!!!
Natürlich könnt ihr auch andere herbstliche Marmeladen verwenden…..Zwetschgen, Apfe, Birne,…

Und als letzte geschmackstragende Zutat habe ich noch die Walnüsse. Wir haben einen riesigen Nußbaum und jedes Jahr reichen Nußsegen, doch nicht jeder ist so glücklich. Auch die Nüsse bekommst Du jetzt frisch am Markt, ich würde IMMER die ganzen Walnüsse kaufen und erst vor Gebrauch öffnen, es macht im Aroma einen Riesenunterschied!

Quitten-Cheesecake

Frische Walnüsse

Für den Kuchen starten wir erst mal mit dem Walnußmürbteig:

200 Gramm Mehl
130 Gramm Butter
1 Ei
50 Gramm Walnüsse gerieben
50 Gramm Rohrzucker (Demerara)
1 EL Vanillezucker

Verknete alles schnell zu einem Mürbteig, den Du dann auch gleich ohne Ruhezeit dünn ausrollst und eine runde, etwas höhere Form damit auslegst. Das könntest Du bis hierhin auch schon am Vortag zubereiten und die Form dann im Kühlschrank aufbewahren.
Zum weiterarbeiten nun das Backrohr vorheizen, 18o Grad, ich habe eine Kombifunktion aus Heißluft und Ober-Unterhitze, die ist für Cheesecake ideal.
Den Boden bake ich 15 Minuten vor, dann lasse ich ihn etwas abkühlen und bestreiche ihn mit Quittengelee.

Quitten-Cheesecake

Den Walnußboden mit Quittengelee bestreichen

Nun brauchen wir nur mehr den „Cheese“ zusammenrühren:

Für die Frischkäsefülle:

300 Gramm selbstgemachten Frischkäse
300 Gramm Mascarpone
2 Eier
1 Dotter
100 Gramm Staubzucker
2 große EL Quittengelee
2 große EL Speisestärke

Alle Zutaten cremig rühren und auf den Boden mit der Marmelade füllen. Die Backrohrtemperatur reduziere ich nun auf 170 Grad, und so backen wir das Prachtstück nun für ca. 50 Minuten, dabei ein Paar mal drehen.
Und so sieht mein Cheesecake nach dem Backen aus:

Quitten-Cheesecake

Quitten-Cheesecake

Am Schlimmsten ist die Zeit, wo er auskühlen muß….aber kaum ist er lauwarm, wird er schon angeschnitten und verspeist…der Arme! Für ein würdiges Ende gibst Du ihm noch einen Klecks Quittengelee obendrauf und bestreust ihn mit Staubzucker.

Quitten-Cheesecake

Quitten-Cheesecake

Und was könnte nun besser zu diesem herbstlichen Genuß passen als…das erste Feuer im Kamin!

Kaminfeuer

Cheesecake am Kamin…sehr stimmungsvoll!

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