Zucker, Honig & Co

„Süßmacher“ habe ich in möglichst vielen verfügbaren Arten immer zuhause vorrätig. Obwohl ich „ein Strich in der Landschaft“ bin, wie viel sagen, liebe ich Süßspeisen und Kuchen über alles! Ohne Nachspeise geht bei mir kein Tag zu Ende, es liegen fast immer selbstgemachte Cookies unter der Kuchenglocke, Tee und Kaffe mag ich „Türkisch“, (1/8 Liter Flüßigkeit, 3 Würfelzucker), und ich habe in meiner Küche 8 Vorratsgläser nur für meine diversen Zuckersorten.

Das klingt ein bißchen nach vorzeitigem Ausscheiden aus der Pensionskasse (= Ableben), ist aber nicht so schlimm. Mit Maß genossen – was ja für alle Lebensmittel gilt – ist auch der Konsum von Süßem kein Selbstmord!
Was allerdings fast gänzlich wegfällt, ist herkömmliches „naschen“, ich esse kaum gekaufte Süßigkeiten, kaufe keine Säfte oder Colagetränke, wir essen Naturjoghurt mit eigener Marmelade und Kuchen und Kekse aus Eigenproduktion. Ich möchte den Zuckergehalt dessen was ich esse selbst bestimmen, und auch die Art von Süßungsmittel, die ich verwende. Ich bin überzeugt davon, daß dies einen großen Unterschied macht!

Süßstoff habe ich nie zuhause! Dann lieber ganz weglassen…

Bevor ich nun all meine verwendeten Süßmittel aufzähle und erkläre, möchte ich noch eine Anmerkung machen: In Gesundheitsmagazinen kann man immer wieder lesen, dass es völlig einerlei ist, ob man weissen  Industriezucker, braunen Demerarazucker, Honig oder Ahornsirup zu sich nimmt. Diese Ansicht kann ich nicht teilen! Weisser Industriezucker ist am meisten behandelt, das allein ist ein Grund, ihn möglichst wenig einzusetzen. Beim Demerarazucker fällt zumindest schon mal das Bleichen und das Rieselfreudig machen weg, und außerdem schmeckt er viel besser als der Weiße. Natürlich ist alles Zucker, mit gleichem Kaloriengehalt und ähnlichen Inhaltsstoffen, aber man kann es trotzdem nicht in einen Topf werfen! Weißer Zucker ist einfach nur süß, er hat eigentlich keinen wirklichen Geschmack, deshalb lohnt es sich, die Ausgangsprodukte und Alternativprodukte zu probieren und mit den vielen Geschmacksnuancen zu experimentieren!

So, let’s start! Meine süße Welt:

Feiner weißer Kristallzucker:

Verwende ich selten, habe ich aber auch immer vorrätig. Ich brauche diesen Zucker vor allem im Sommer, wenn ich mit meinem Dampfentsafter meine Säfte mache.
(Ribisel, Ringlotten, Weintrauben…) Außerdem setze ich damit meine Sirupe an ( Rosensirup, Lavendelsirup), hier ist das Fehlen von Eigengeschmack ein Vorteil.
Weißer, raffinierter Zucker wird durch mehrmaliges Auflösen und anschließende Kristallisation aus dem Rohzucker gewonnen. Da er keinerlei Vitamine bzw. Mineralstoffe enthält, gilt er als „leerer Energieträger“.

Weißer Staubzucker:

Diesen pulverisierten weißen Kristallzucker verwende ich zum Backen, zur Marzipanherstellung, für Meringue und für Zuckerglasur.

Demerara-Rohrzucker:

Demerara-Zucker hat seinen Namen von der niederländischen Kolonie im Norden von Südamerika, aus der er ursprünglich stammt (Niederländisch-Guayana). Die heutige Produktion stammt von Mauritius. Demerara ist ein unraffinierter hellbrauner Zucker aus Zuckerrohr mit besonders großen Kristallen. Durch seinen hohen Melassegehalt von 2-3% schmeckt er sehr aromatisch. Er besteht zu 93 % aus  Saccharose und anderen Zuckerarten, enthält aber auch Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.
Diese Zuckerart ist mein absoluter Hauptzucker! Ich habe ihn das erste Mal vor Jahren selbst aus Mauritius mitgebracht, und seither liebe ich ihn. Er eignet sich für alles, und wenn ich ihn feiner brauche, kommt er kurz in den Blender! Probier es aus und vergleiche seinen Geschmack mit dem von weißem Industriezucker…Inhaltsstoffe hin oder her..er schmeckt einfach viel besser und ist auch ursprünglicher.

Demerara-Rohrzucker

Demerara-Rohrzucker

Demerara-Rohrzucker

Demerara-Rohrzucker

Demerara Rohrzucker-Würfelzucker:

Die unregelmäßigen Zuckerwürfel aus dem groben braunen Zucker sehen sehr hübsch aus, und der Kaffee bekommt eine leicht malzige Note. Steht bei mir immer in einer hübschen alten Zuckerdose neben der Kaffeemaschine!
Würfelzucker gibt es ca. seit 1840,  der Kristallzucker – braun oder weiß – wird befeuchtet, in kleine Quader gepresst und getrocknet.

Demerara Rohr-Würfelzucker

Demerara Rohr-Würfelzucker

Demerara Rohrzucker-Sticks:

Ja, auch das gibt es, sie stehen auch immer auf der Küchentheke…die Sticks sind einfach toll wenn Besuch kommt…aber auch für mich selbst.

Rohrzucker-Sticks

Rohrzucker-Sticks

Dunkler Muscovado Zucker:

Der dunkle Muscovado Rohrzucker ist ein unraffinierter und naturbelassener Rohrzucker. Er wird auf Mauritius entsprechend alter Traditionen aus Zuckerrohr natürlich hergestellt. Muscovadozucker hat einen hohen Melasseanteil – 10-13 %- das gibt ihm den karamelligen Gschmack und die dunkle Farbe.
Ich kaufe diesen Zucker immer bei Amazon über die kleine Herstellerfirma MAUI SU: MauiSu dark muscovado sugar.
Er wird in mauritius aus Zuckerrohr gewonnen. Das Zuckerrohr wird nach der Ernte aufgebrochen und der Saft herausgepreßt, dieser wird dann durch etliche Kochwannen geleitet, bis er zu Sirup eindickt, der Melasse. Diese Melasse wir gerührt, bis das Wasser verdunstet ist. Es bleibt allerdings eine Restfeuchtigkeit, der Zucker ist krümelig feucht. Also dicht verschloßen aufbewahren, damit er nicht hart wird.
Ich verwende diesen kräftigen, aromatischen Zucker zum Süßen von starken Espresso ( ein Traum), beim karamellisieren der Zwiebeln für Bratensaucen, Ragouts, Rotkraut etc….für Grillmarinaden und süßsaure asiatische Gerichte.

Heller Muscovadozucker:

Etwas geringerer Melasseanteil als beim dunklem Muscovado, etwas weniger feucht, er ist auch nicht so krümelig sondern eher wie feuchter Sand. Er ist milder im Geschmack und deshalb super für Süßspeisen, zum Backen von Cookies, in Obstsalat etc….MauiSu light muscovado sugar

dunkler und heller Muscovadozucker

dunkler und heller Muscovadozucker

Beide Muscovadozuckersorten sind eigentlich nicht nur Süßungsmittel, sondern fast schon Gewürze, für mich unverzichtbar in der Küche!

Hagelzucker:

Die Hagelstückchen sind eine Vielzahl aneinanderhaftender, kleiner Zuckerkristalle. Klassischer raffinierter Zucker wird angefeuchtet, gepreßt und in Blöcken getrocknet. Die Blöcke werden dann zu den kleinen Körnchen zerstoßen.
Ich verziere damit Hefestriezel, Muffins, Kekse, Brioche. Der Zucker ist so dicht, daß er beim Backen nicht schmilzt, daher super zum Dekorieren. Backwaren erst mit Ei bepinseln, damit er haftet!

Bio-Rohrzucker mit Vanille:

Was ich auch immer vorrätig habe, ist selbst angesetzter Bio-Rohrzucker mit Vanille. Den Zucker der Firma NATURA kaufe ich im Reformhaus in 500-Gramm Packungen, schütte ihn in eine Schüssel, schneide eine ganze Vanilleschote auf und kratze das Mark in den Zucker. Ich vermische alles ein paar Minuten, dann fülle ich den Zucker in ein schönes Vorratsglas und stecke die aufgeschnittene Schote der Vanille mit hinein. Diesen Zucker verwende ich sehr oft, das Glas ist alle 3 Wochen leer….

Fortsetzung folgt….


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