Ein Kürbisausflug

Meine Mama ist in Abstall geboren, eine kleiner Ort in Slowenien, fast schon an der Grenze zur Steiermark. Der Nachnarort auf unserer Seite ist Halbenrain, die nächsten größeren Städtchen Radkersburg und Mureck. Zu Ende des 2. Weltkrieges wurde die deutschsprachige Bevölkerung aus diesem Teil Sloweniens vertrieben, in Lager verfrachtet und enteignet. Meine Mama konnte mit ihrer Familie bei Nacht und Nebel auf die Österreichische Seite der Mur flüchten und fand bei Bauern unterschlupf. So kommt es, daß unsere Familie zu dieser Gegend in der Südsteiermark einen starken Bezug hat. Als ich Kind war lebte dort noch der Onkel meiner Mama, und so gehört die Aulandschaft mit ihren Dörfchen und Auwäldern zu meinen frühesten Erinnerungen.

Jedes Jahr machen wir einige Ausflüge in dieses Gebiet, ich habe gelernt, Bärlauch zu suchen (siehe mein Post: Jagd auf den Bärlauch), wir gehen im Frühjahr auf Schneeglöckchenjagd und im Herbst…da kommt der Kürbis!

Am Weg nach Halbenrain liegt der Ort Diepersdorf. Die Landwirte dort haben sich zusammengetan und so erstrahlt der kleine Ort jedes Jahr im Herbst als Kürbisdorf. Jeder Bauernhof hat entlang der Straße Stände aufgestellt, alles voll mit Kürbissen…jede Stufe, jede Fensterbank, jeder Holzstoß wird zur Ausstellungsfläche. Kürbisse jeder Größe und Sorte sind da dekorativ aufgereiht, es werden vor den Häusern Kürbiskernöl, Knabberkerne, Obst und diverse selbstgemachte Produkte verkauft…an schönen Wochenenden fast ein Volksfest.

Ein Kürbisausflug

Kürbis…Kürbis…

Und so pilgere ich heuer wie jedes Jahr in den hübschen Ort, um meine Herbstdeko auszusuchen.
Doch halt, beginnen wir am Anfang…zuerst muß sich unser Hund austoben können, dann haben wir Ruhe beim Shoppen an der Kürbismeile! Unser Dog-Activity-Parcours beginnt an der Murecker Schiffsmühle, ein nettes Ausflugsziel mit einem guten Speiselokal und herrlichen Spazierwegen entlang dem Fluß Mur durch die Au. Ein paar Fotos, ein bißchen Stöckchenwerfen, ein Traubensaft-Spritzer im Lokal…und dann – endlich – ab zu den bunten Feldfrüchten.
In Diepersdorf angekommen, falle ich zuerst bei meiner Gemüsebäuerin ein. Am Ortsende führt eine kleine Straße direkt und im wahrsten Sinne „ins Gemüse“, zum Hofladen von Familie Hödl. Wir schauen hier jedesmal vorbei, wenn wir in der Gegend sind, Frau Hödl hat vom Bauerntopfen über Säfte, Honig, Gemüse, Obst, Eier und herrliche Kartoffeln alles, was das Herz eines Lebensmittelfanatikers höher schlagen läßt.
Den Korb voll mit Herrlichkeiten gehts letztendlich zum Abschluß unseres Ausfluges zu den Kürbisbauern, wo ich meinen Kofferraum recht schnell gefüllt habe, und – aus Platzgründen und weil für die nächsten Besucher auch noch was übrig bleiben muß – schließlich machen wir uns auf den Heimweg, ein zufriedener Hund, ein zufriedenes Frauerl und meine zwei Sprößlinge…schon etwas gelangweilt.

Ich zeige Dir noch schnell ein paar Impressionen aus der Au, ein paar Kürbisse und die Beute vom Gemüsebauernhof:

Falls Du auch ein paar Kürbisse in Diepersdorf holen möchtest und nähere Info brauchst….nur melden!

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