Kategorie: Süß geht immer!

Buchvorstellung „Dinkel, Amarant, Quinoa & Co“, sowie Rezepte für süßes Zimtrisotto und Amarant-Teekuchen

Eine Buchbewertung für meinen Verlag (Leopold Stocker Verlag) ist noch ausständig, ich habe ja zuletzt zwei Bücher bekommen, und das Zweite möchte ich Dir nun heute präsentieren.
Der Titel: Dinkel, Amarant, Quinoa & Co – Korngesunde Köstlichkeiten

Auf dieses Buch habe ich mich besonders gefreut, denn seit meiner frühesten Jugend liebe ich Körner und Getreide. Zum 21. Geburtstag habe ich eine Osttiroler Getreidemühle von meinen Eltern bekommen, diese hat heute noch einen Fixplatz in meiner Küche und wird ständig benutzt. Ich sage jetzt nicht, wie lange das her ist, aber als ich damit anfing, ins Reformhaus zu gehen und dort Leinsamen, Urkorn, Kamut oder Hirse zu kaufen, galt man damit als „Körndlfresser“, was durchaus meist nicht positiv gemeint wurde! Das hat sich zum Glück etwas verändert, und heute trifft es total den Trend, wenn man mit Quinoa oder Amarant in der Küche umgehen kann. Zumindest dort, wo gerne und gesundheitsbewußt gekocht wird!

Die Kapitel sind nach der Körnerart sortiert, es gibt zu jedem Körndl/Getreide einen allgemeinen Teil über Geschichte, Anbau und Eigenschaften, des weiteren Kapitel über Getreideunverträglichkeit, Mehlsorten und Brot backen. Und es gibt deftige und süße Rezepte zu jedem von ihnen. Du findest im Inhalt Amarant, Buchweizen, Bulgur, Couscous, Dinkel, Einkorn, Gerste, Grünkern, Hafer, Hirse, Kamut, Mais, Quinoa, Reis, Roggen und Weizen.
Das Buch beinhaltet viele tolle Rezepte, wie Amarantlaibchen, Buchweizenstriezel mit Nussfülle, Couscousrouladen, Grünkernbraten, Haferflockenschmarren, Polentapizza und etliche mehr. Viele schöne Fotos begleiten die Rezepte und zeigen, wie das Gericht aussehen soll.
Ich habe schon einiges ausprobiert, auf meinem Blog zeige ich Dir ein ZIMTRISOTTO und einen AMARANT-DINKEL-TEEKUCHEN. Die Rezepte funktionieren sehr gut, ein paar Kleinigkeiten habe ich für mich angepasst, wie immer.

 

AMARANT-DINKEL-TEEKUCHEN

Das aussergewöhnliche hier: es werden Amarantpops in die Masse eingearbeitet. Das hat mich sofort fasziniert, denn ich hatte welche daheim, wusste aber nichts rechtes damit anzufangen, ausser sie zum Müsli zu mischen. Also, ab in den Kuchen damit! Die kandierten Früchte meiner Wahl waren Cranberries, und diese wurden bei mir in Amaretto ertränkt. Und im Buch besteht die gesamte Mehlmenge aus Dinkelvollkornmehl. Mir war der Kuchen damit etwas zu schwer und auch recht dunkel, so habe ich nur zur Hälfe Vollkornmehl verwendet und den Rest durch glattes Dinkelmehl ersetzt. Ich habe ihn beim 2. Mal mit Quinoapops versucht, auch das funktioniert bestens.
Dies ist ein wirklich klassischer Englischer Teekuchen, saftig und luftig, schmeckt zu jeder Tageszeit, auch zum Frühstück mit englischer (oder hausgemachter) Orangenmarmelade.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

Für eine Kastenform brauchst Du:

50 g Zartbitterkuvertüre
50 g Walnüsse
70 g getrocknete Cranberries
3 EL Amaretto (Mandellikör)
eine Naturzitrone, gewaschen
4 Eier
120 g Butter, weich
140 g Staubzucker
70 g Dinkelmehl glatt
70 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Backpulver
60 g Amarantpops

Hacke die Schokoalde und die Nüsse mit dem Messer. allerdings nicht zu fein, im Kuche soll man noch auf die Stückchen beissen!
Gieße den Amaretto über die Cranberries, mische durch und lasse sie etwa 30 Minuten ziehen.
Heize den Backofen vor auf 170 Grad Heißluft, buttere und bemehle eine Kastenform.
Reibe die gelbe Schale der Zitrone ab und presse den Saft aus.
Trenne die Eier und schlage die Eiklar zu steifem Schnee.
Mische die Mehlsorten, das Backpulver und die Amarantpops in einer Schüssel und stelle sie bereit.
Gib die Butter, den Zucker und die Zitronenzesten in eine Rührschüssel und rühre die Masse , bis die Butter sehr hell und luftig ist.(oder mit der Küchenmaschine).
Rühre die Dotter nacheinander ein, mixe jedes mal etwa 30 Sekunden gut durch.
Mische nun die Cranberries mit einem EL von der Mehlmischung, und gib diese sowie die Nüsse, Schokolade und Zitronensaft zum Teig, verrühre alles kurz. Zuletzt kommt noch die Mehlmischung dazu und wird nur mehr kurz eingeschockt, bis das Mehl vermengt ist. Hebe den Eischnee mit einer Teigspachtel vorsichtig unter, fülle den Teig in die Form und backe den Kuchen etwa 40 – 45 Minuten.
Bestreue den fertigen Kuchen mit Staubzucker, Du kannst ihn natürlich auch mit einer Zitronenglasur veredeln.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

ZIMTRISOTTO

Das zweite Rezept, das ich ausprobiert habe, ist das „Zimtrisotto“ von Seite 140. Jetzt denkst Du bestimmt: „Ach Gott, Milchreis! In dem Buch gibt es bestimmt ausgefallenere Rezepte als simplen Milchreis“!
Ja, das mag schon stimmen, aber gerade an diesen simplen, klassischen Rezepten erkennt man die Qualität eines Kochbuchs, denn jeder kennt das Gericht, hat Vergleichsmöglichkeiten (Oma, Mama, Landliebe …) und hat eine genaue Vorstellung davon, wie es schmecken soll.
Milchreis soll so flüssig sein, dass er beim Auskühlen und Eindicken cremig und samtig bleibt, und nicht fest und klebrig wird wie Kleister. Er muss sich im Mund anfühlen wie eine Wolke Schlagrahm, und muss Wonnegefühle auslösen, wie früher bei Mama. Und keiner soll kommen und sagen: „Naja, der von LANDLIEBE ist besser!“
Und genau all diese Anforderungen erfüllt dieses Rezept. Die Mengen an Reis und Flüssigkeit stimmen genau, der Reis bleibt auch nach dem Abkühlen matschig und cremig wie Risotto, und schmeckt herrlich. Ich habe ein bißchen bei der Fettmenge nachgeholfen, indem ich einen Teil der Milch durch flüssige Schlagsahne ersetzt habe, und auch habe ich am Schluss etwas mehr geschlagene Sahne untergehoben, wenn schon – denn schon! (Fett ist ein Geschmacksträger, ich kanns nicht oft genug sagen …)
Zudem habe ich dem Rezept eine halbe Vanilleschote beigefügt und ihm ein wenig orientalischen Touch verliehen, indem ich einen EL Rosenwasser (vom Türken) beigement habe, das schmeckt toll. Ist aber optional.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

Für 4 Dessertschalen (oder 6 kleine …) brauchst Du:

400 ml Milch
200 ml Sahne
1/2 Vanilleschote
50 g Zucker
1 TL Zimt
100 g Rundkornreis (bevorzugt Carnaroli Risottoreis, oder spezieller Milchreis)
20 g Butter
50 g weisse Kuvertüre, gehackt oder Drops
1 EL Rosenwasser
150 ml Sahne

Schlitze die Vanilleschote der Länge nach auf, lockere die Körnchen innen ein wenig mit einer feinen Messerspitze. Erhitze die Milch, Sahne, Zucker, Vanilleschote und Zimt und stelle sie beiseite. Erhitze die Butter in einer Kasserolle, schwitze den Reis darin kurz an, lösche mit der Zimtmilch ab und lasse den Reis bei sehr schwacher Hitze zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln, rühre immer wieder um.
Der Milchreis ist fertig, wenn die Reiskörner schön weich, aber noch nicht zerkocht sind, und das ganze eine zähflüssige Konsistenz hat. Es dickt mit dem Abkühlen ein!
Entferne die Vanilleschote (alles schön auskratzen!), füge nun in den heißen Reis die Schokolade und das Rosenwasser hinzu, rühre durch bis die Schokolade geschmolzen ist. Schlage die 150 ml Sahne steif und ziehe sie unter den abgekühlten Reis. Verteile das Dessert auf hübsche Schalen und stelle es NICHT in den Kühlschrank, Milchreis schmeckt bei Zimmertemperatur am besten.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

Also, tue Dir etwas Gutes, gönn Dir ein wenig Körndlfutter, tolle Ideen gibts in Dinkel, Amarant, Quinoa & Co!

 

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Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Nach den Schweinereien vom letzten Post und dem vielen Gemüse ist es höchste Zeit, den Körper mit Zucker zu versorgen. Jawohl, heute gibt es Nachspeise, Dessert, Seelenfutter, Bikinifeind, wie auch immer Du es nennen willst. Auf jeden Fall schmeckt es zum Niederknien!

Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Wenn die Hauptzutaten Nougat, Marillen und Vanillezucker sind, kann aber auch wirklich nichts schiefgehen, oder?
Das Dessert besteht aus zwei Komponenten, die auch in extra Gläschen angerichtet werden. Genau das Richtige, wenn Du Gäste hast und durch einen kleinen optischen Hingucker beeindrucken möchtest!

Zuerst kochen wir einen Nougatpudding, dazu brauchst Du, für 4 Portionen:

500 ml Milch
150 ml Sahne
30 g Maisstärke (z.B. Maizena)
30 g Zucker
1 EL Vanillezucker
100 g dunklen Nougat (bekommst Du im gut sortierten Supermarkt, ich verwende immer Nougat von Zotter, der ist nicht zu schlagen)

Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Nougat von Josef Zotter … himmlisch!

Verrühre die Sahne gut mit der Stärke. Koche die Milch auf, gib den Zucker dazu, rühre langsam die Stärkemischung ein und lasse einmal aufwallen, schalte nun den Herd ab. Füge den in Stücke geschnittenen Nougat dazu und rühre, bis er sich aufgelöst hat.

Nougatpudding mit gebratenen Marillen
Ich bin nun einmal mit dem Pürierstab durch den Pudding gefahren, so wird er besonders luftig, das muss nicht unbedingt sein, ist aber das Tüpfelchen am i! Verteile den Pudding in 4 hübsche Schüsselchen und stelle ihn in den Kühlschrank. (für mindestens 3 Stunden!)
Anmerkung: Die Menge an Maisstärke ist recht gering bemessen, der Pudding ist also auch nach dem Kochen noch recht flüssig. Das muss so sein, er dickt erst ein, wenn er abkühlt, bleibt so aber schön cremig. Wenn Du mehr Maizena nimmst, wird er zu fest!

Nun zu den Marillen. Schön reif sollten sie sein, und das ist nicht leicht zu bekommen. Meist sind sie am Bauernmarkt besser ausgereift als im Geschäft, wenn sie nämlich nicht nach Marille schmecken, hilft der ganze Zucker nichts!
Für die gebratenen Marillen brauchst Du:

ca. 10 schöne reife Marillen
Saft einer Zitrone
Einige EL Vanillezucker
2 EL Weisswein
etwas Minze zum Garnieren

Heize den Backofen vor auf 200 Grad Ober-Unterhitze.

Nimm zwei kleine flache Schälchen, in eines kommt die Hälfte vom Zitronensaft, in das andere ein EL von dem Zucker. Ausserdem brauchst Du eine flache Tarteform, in die 20 Marillenhälften passen.
Schneide die Marillen durch, tauche dann die Schnittfläche jeder Hälfte zuerst in den Zitronensaft, dann in den Zucker (kräftig!) und lege sie dann mit dieser Fläche nach oben in die Form. Wenn der Zucker verbraucht und feucht ist, gibst Du den nächsten Löffel dazu.

Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Wenn alle Hälften brav in der Form liegen, mische den restlichen Zitronensaft mit übrig gebliebenem Zucker und 2 EL Weisswein und gieße es zu den Marillen.
Gib die Tarteform nun für ca. 30 Minuten in den Backofen, wenn möglich schalte die letzten 10 Minuten den Grill dazu.

Nougatpudding mit gebratenen Marillen
Nach dem Auskühlen verteilst Du die Marillen ebenfalls auf 4 Gläser (den göttlichen Bratensud nicht vergessen, nicht selber ausschlecken!), Tellerchen oder was immer, das gewählte Geschirr sollte jedenfalls gut zu den Puddingschalen passen. Garniere nach Lust und Laune, zu den Marillen passt sehr gut frische Minze, den Pudding habe ich nur mit ein paar Schokodrops belegt.

Nougatpudding mit gebratenen Marillen Nougatpudding mit gebratenen Marillen Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Naja, so schnell kann ich gar nicht schauen und das Dessert war weg! Wieso züchtet niemand Zucchini mit Nougatgeschmack?

Wünsche Dir gutes Gelingen!

 

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Rhabarbershake mit Vanilleeis

Die Rhabarbersaison hat begonnen! Herrlich, ich liebe Rhabarber! Zum einen, weil er – zumindest teilweise – rosa ist. Und alles, was man daraus macht, hat auch diesen Hauch von rosa. Aber das alleine ist es natürlich nicht, Rhabarber hat einfach einen ganz einzigartigen, feinen, süß-säuerlichen Geschmack, und diese Art, wie er beim Kochen in feine Fäden zerfällt und so weich und samtig im Mund zergeht …
Als Kind habe ich dieses Gemüse (jawohl, Rhabarber ist ein Gemüse, kein Obst!) nicht ausstehen können. Einmal hatte meine Mama Rhabarberkompott gemacht und ich sollte es unbedingt aufessen, weil es ja ohnehin schon sooo viele Dinge gab, die ich nicht gegessen habe, und weil ich ja eh schon sooo dünn war! Ich weiss nicht mehr,  wer gewonnen hat, und ob das Kompott in meinen Magen vorgedrungen ist, auf jeden Fall hat sich meine Beziehung zu Rhabarber seither grundlegend verändert, wie auch zum Glück mein gesamtes Essverhalten. Dünn bin ich aber trotzdem geblieben. Wie eine Rhabarberstange.

Rhabarbershake

Rhabarber in Mamas Garten!

Rhabarbershake

Nachwuchs … sieht interessant aus

Ich habe für die nächste KOCHEN UND KÜCHE Ausgabe, die am 24. Mai erscheint, etliche leckere Rhabarberrezepte probiert und  ausgearbeitet, einige gibt es dann wieder hier am Blog, ein ganz schnelles habe ich heute für Dich, nämlich einen fruchtigen Frühlings-Shake mit Rhabarber, Erdbeeren, Kokosmilch und Vanilleeis. Dick, cremig und nicht kalorienbewußt …

Zutaten für 3 bis 4 Gläser:

4 Stangen Rhabarber
4 EL Rohrzucker
4 EL Wasser
8 große Erdbeeren
4 große EL Vanilleeis
250 ml Kokosmilch
2 gehäufte EL Vanillezucker
150 ml kaltes Wasser

Den Rhabarber kannst Du gut vorbereiten und dann über Nacht im Kühlschrank lagern. Schneide die Stangen in 2 cm lange Stücke (nicht schälen, sonst geht das ROSA verloren!), gib sie mit Zucker und Wasser in einen kleinen Topf, koche alles auf und köchle es 3 Minuten, bis der Rhabarber weich ist. Gib alles in eine Tupperdose und lasse es im Kühlschrank kalt werden.

Rhabarbershake

Die Stangen klein schneiden und NICHT schälen, wegen dem ROSA

Für den Shake füllst Du alle Zutaten – inklusive der „Rhabarbersauce“ aus dem Kühlschrank (diese nicht vergessen, wär mir fast passiert) – in einen Blender und mixe alles, bis es schäumt und sehr cremig ist. Es sollte auch mit einem Pürierstab funktionieren. Fülle den Shake in hübsche Gläser, auch Eiskaffebecher sehen toll aus, und serviere sofort. Am besten mit guten Keksen.

Rhabarbershake Rhabarbershake Rhabarbershake

 

Rosige Aussichten, oder? Viel Spass beim Genießen!

 

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Kraftfrühstück: Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

Man kann ja von Modetrends halten was man will, eines steht jedenfalls fest: sie bescheren uns Abwechslung und beleben den Markt immer wieder mal mit interessanten neuen Produkten und Kreationen … das gilt für die Bekleidungsindustrie ebenso wie für unsere Lebensmittel. Und das Schöne daran ist die Tatsache: ich muss es ja nicht mögen, ich muss auch nicht mitmachen, aber ich KANN! Und ich picke mir einfach die Dinge heraus, die ich für mich als gut und bereichernd empfinde, und dazu gehören die so in Mode gekommenen Chiasamen. Ich liebe sie! Alles womit man sie mischt verwandelt sich in Pudding, und gegen Pudding gibt es einfach kein vernünftiges Argument Mische Mangopürree oder pürrierte Bananen mit Chiasamen und lasse es etwas stehen: Pudding! Wirklich, das ist eines meiner liebsten Desserts der letzten Zeit, ich pürriere das Fruchtfleisch einer Mango und einer Banane, rühre etwas Mascarpone darunter (Fett ist ein Geschmacksträger!), zuckere etwas und gebe 2 -3 EL Chiasamen dazu, eine Stunde in den Kühlschrank stellen, fertig. Soooo gesund, sooo lecker, sooo …trendig!
Und damit ich mich nicht so anstrengen muss, findest Du viel wissenswertes über das „Superfood“ (was für ein furchtbares Wort!) hier in diesem tollen Beitrag:
https://deine-gesundheit.net/chia-samen/
Auch vor meinem griechischen Frühstücks-Joghurtbecher machen die kleinen Samen nicht halt, die machen ihn so richtig dick-cremig.
Du brauchst, für eine Portion:

ein Becher griechisches Naturjoghurt
2 Passionsfrüchte
3-4 Medjool Datteln, entkernt, kleingeschnitten
etwas Honig oder Agavendicksaft
2 EL Chiasamen
eine Handvoll gehackte Walnüsse

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

 

Ja, das ist jetzt ein wirklich kompliziertes Rezept: gib alle Zutaten in eine schöne Müslischale und mische alles, behalte ev. ein paar Nüsse und einige Dattelstreifen zum Garnieren zurück. Bevor Du Dich darauf stürzt, sollte das Powerjoghurt etwa 30 Minuten stehen können, damit es durchzieht und die Chiasamen ihre verdickende Eigenschaft entwickeln können. Und ausserdem machen wir uns ja noch gesunde Frühstückskekse!

Ich sage es gleich: vom Teig her sind das die sonderbarsten Kekse, die ich kenne. Aber sie sind ganz schnell gemacht, schmecken genial und sind zudem ein gesunder Snack. Ich habe das Rezept aus einem älteren toskanischen Kochbuch, und da in der Zutatenliste Olivenöl und Vin Santo ( toskanischer Dessertwein) enthalten sind, hat es etwas gedauert, bis ich mich drübergetraut habe. Aber – sie schmecken wirklich genau so wie die Originale, die man bei einem großen toskanischen Gutshof kaufen konnte. Du darfst nur nicht verzagen, der Teig ist wirklich etwas seltsam in Konsistenz und Verarbeitung.

Zutaten:

250 Gramm glattes Mehl (ich habe glattes Dinkelmehl verwendet)
100 Gramm Staubzucker
1 EL Vanillezucker
50 Gramm Pinienkerne
50 Gramm rohe, ungesalzene Pistazien, grob gehackt
100 Gramm Rosinen, in etwa 3 EL Rum eingelegt (am Besten am Abend vorher)
75 ml gutes Olivenöl
75 ml Vin Santo (oder ein anderer Dessertwein)
1/2 Packung Trockenhefe
eine winzige Prise Salz

Siebe das Mehl mit der Prise Salz in eine große Schüssel und gib zuerst den Dessertwein und dann das Öl hinzu, rühre beides gut mit einem Löffel unter, sodass keine Klumpen entstehen.Gib nun Zucker, Nüsse, Rosinen und Hefe zur Masse und vermische alles solange, bis es sich verbindet und ein glänzender, öliger Teigklumpen wird. Ich habe dafür zuerst den Löffel und dann die Finger genommen, man glaubt zu Beginn die Zutaten würden sich nie vermischen, aber nur Geduld, es geht!

 

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

Zu Beginn ist der Teig etwas störrisch…

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

… aber dann ist es geschafft!

Heize das Backrohr vor auf 160 Grad Heißluft und belege ein Backblech mit Backpapier. Forme mit den Händen kleine Kugeln aus dem Teig und lege sie nebeneinander mit etwas Abstand auf das Blech. (sie gehen nur ein wenig auf).

 

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse
Schiebe das Blech ins heiße Backrohr und backe die Kugeln etwa 20 bis 25 Minuten, sie sollen etwas Farbe bekommen, aber nicht dunkel werden. Brich am Besten am Ende der Backzeit eine Kugel in 2 Hälften und sieh nach, ob sie innen wohl nicht mehr teigig, sondern schön durchgebacken ist.
Lasse die Kekse etwa 5 Minuten abkühlen und bestreue sie dann großzügig  mit Staubzucker!

 

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse
Dies sind sehr typische italienische Kekse, die zum Frühstück ebensogut schmecken wie zum Espresso oder zum Glas Wein am Abend, in einer Keksdose sind sie auch sehr gut eine Woche haltbar.
So, und nun guten Appetit bei Deinem (und meinem)  Kraftfrühstück, wenn Du damit in den Tag startest, hat Frühjahrsmüdigkeit keine Chance!

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

 

 

 

 

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Weihnachtsdessert in weiss – rot

Ich genieße es, für meine Lieben die Weihnachtsgeschenke zu verpacken.Das habe ich heute in den letzten zwei Stunden zelebriert, ich bin alleine daheim, zünde ein paar Kerzen an, auf jedem Sessel ringelt eine Katze (der Hund zum Glück am Boden!), und die ganze Küche liegt voll mit Bändern, Papier und den diversen Überraschungen für jeden.
Und ein kleines Gläschen Sekt und ein paar Kekse gönne ich mir nebenbei, als Stärkung in dem Chaos.
Natürlich kommt es zu Weihnachten nicht nur auf die Geschenke an, diese Diskussion bewegt uns ja seit Jahren, aber mal ehrlich, ich wüsste nicht, was daran so schlimm sein soll! Ich schenke gerne, und ich bekomme auch gerne Packerln, und ohne das wäre dieses Fest nicht dasselbe, für mich jedenfalls. Man muss es ja nicht übertreiben, aber es ist doch schön, sich zu bemühen, den wichtigsten Menschen im Leben eine Freude zu machen, und auch selber zu sehen, dass sich jemand über meine Wünsche Gedanken gemacht hat. Ich sehe auch nichts erzwungenes daran, dass es gerade zu Weihnachten sein muss, ich finde es ist einfach eine schöne Tradition.

 

Weihnachtsdessert

Schwedischer Preiselbeersirup

Nachdem die liebevoll verpackten Gaben nun endlich alle beschriftet vor mir stehen, habe ich noch etwas Zeit, bevor meine Männer hungrig das Haus stürmen, und die verwende ich für meinen Blog.
Ganz schnell noch, im letzten Moment, habe ich ein Weihnachtsdessert für Dich. Ich habe es im letzten Jahr für unsere IKEA Hauszeitung zubereitet und mache es seither immer gerne. Hauptdarsteller ist unser Preiselbeersirup, bei IKEA bin ich ja quasi von diesem Sirup umzingelt. Preiselbeeren sind ja etwas sehr schwedisches, und durch die wunderschöne intensiv rote Farbe sehr weihnachtstauglich!
Dieses Dessert ist wirklich sehr einfach in der Zubereitung, Du benötigst nicht viele Zutaten und es ist optisch ein echter Hingucker, durch die Farben und das rot funkelnde, wabbelige Gelee!
Den Preiselbeersirup kannst du Dir noch ohne Probleme besorgen, IKEA hat am Weihnachtstag bis eins offen, und nachdem fast alle Weihnachtssachen weg sind und wir schon bald wieder die Sommermöbel aufstellen (oh ja …) wird nicht mehr so viel los sein.
Die Menge reicht für 4  Portionen.

Für das Gelee brauchst Du:

150 ml Preiselbeersirup
350 ml Wasser
4 Blatt Gelatine

Für die Mascarponecreme:

200 Gramm Mascarpone
200 Gramm Joghurt
50 Gramm Zucker, davon 1 EL Vanillezucker

Die Gelatineblätter zum Erweichen in kaltes Wasser legen. Saft und Wasser mischen, 150 ml davon erhitzen und die weichen, ausgedrückten  Gelatineblätter darin auflösen. Nun die heiße Lösung mit der Gelatine langsam und löffelweise in den restlichen kalten Saft rühren und ca. 3/4 der Flüssigkeit auf 4 hübsche Gläser verteilen. Das restliche Viertel kommt in eine eckige kleine Vorratsdose, das behalten wir als Topping zurück. Alle Gefäße in den Kühlschrank stellen und den Inhalt fest werden lassen. ( dauert 2-3 Stunden).
Nun Joghurt, Mascarpone und Zucker mit dem Mixer cremig rühren und vorsichtig auf das wabbelige Preiselbeergelee verteilen. Das zurückbehaltene Gelee Stürzen, mit dem Messer in Würfel teilen und eine rote „Haube“ auf die weisse Masse setzen, nochmal kühl stellen. Das Dessert schmeckt am Besten, wenn man es eine halbe Stunde vor der Vernichtung aus dem Kühlschrank holt!

Weihnachtsdessert Weihnachtsdessert

 

Ich wünsche Dir wunderschöne, genussvolle Festtage, viel Zeit für Deine Familie und dass alle Kekse vernichtet werden! Und ich freue mich sehr, wenn Du mich im nächsten Jahr wieder besuchst!

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