Kategorie: Snack Dich durch den Tag

Buchvorstellung „Brot, Gebäck und Brotaufstriche“

Haferbrot

Meine Kochbuchsammlung hat wieder mal Zuwachs bekommen! Nachdem ich ein paar Einrichtungsgegenstände umplatziert habe, konnte eine weitere Buchablage Stellung beziehen, die „Neuen“ müssen also nicht wochenlang heimatlos am Esstisch herumkugeln.
Ich habe zwei Neuerscheinungen vom Leopold-Stocker-Verlag erhalten,daraus werde ich wieder einiges nachkochen und Dir beide Bücher vorstellen.
Im heutigen Post geht es um eines meiner Lieblingsthemen, nämlich Brot und Gebäck … und tolle Aufstriche. Das Kochbuch, um das es heute geht, heißt:
Brot, Gebäck und Brotaufstriche„, und ist eine Zusammenfassung der 106 besten Rezepte aus der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE der letzten Jahre. Und ich nehme es gleich vorweg, ich bin begeistert! Ich backe ja leidenschaftlich gerne Brot und Weckerln, und das schon bald 30 Jahre lang, und man denkt immer, da kann es doch nichts Neues mehr geben. Aber das Buch ist voll mit ausgefallenem Brot und Gebäck, tollen Weckerlideen, deftigen Muffins und ungewöhnlichen Brotaufstrichen (von mir ist auch ein Rezept mit Foto dabei, FREU!)
Der Einleitungsteil bietet viele hilfreiche Informationen vor allem für Brotback-Einsteiger, aber auch für „alte“ Brotbäcker ist so eine Praxis-Auffrischung toll, denn durch die Gewohnheit und Routine vergisst man oft entscheidende Grundregeln. Wisenswertes über Mehl und die verschiedenen Sorten, gefolgt von Tips zur Teigzubereitung, zur Hefe und zum Sauerteig sind hier kurz und effizient zusammengefasst, lassen sich immer wieder schnell nachschlagen, so dass auch Dein erster Laib Brot ein Erfolg werden kann. Ganz wichtig ist die Info zur Flüssigkeitsmenge, und man kann es nicht oft genug sagen: jedes Mehl benötigt eine andere Menge Flüssigkeit, es gibt kein Rezept, das hier eine 100 % richtige Angabe machen kann, es gehört viel Erfahrung dazu, zu erkennen, wann ein Brotteig passt, und Erfahrung kommt nur durch das „machen“, also nicht aufgeben! Und nie die ganze Flüssigkeit zu Beginn zugeben, immer nach und nach. Es folgen 4 Kapitel voller leckerer Ideen:
Brote
Pikantes Gebäck
Süsses Brot und Gebäck
Aufstriche pikant und süss

Meine Versuchsbrote waren das Haferbrot von Seite 17, das Bauernmischbrot mit Kernen von Seite 21, das Faltbrot von Seite 31, und der Mangoldaufstrich von Seite 115. Alles ist supergut geworden, ich zeige Dir heute das

Haferbrot mit dem Mangoldaufstrich.

Beim Brot haben sich bei mir einige Änderungen ergeben, statt des im Rezept angegebenen Weizenmehls habe ich glattes Dinkelmehl verwendet (ich versuche Weizenmehl soweit wie möglich zu vermeiden …), und ich habe etwas weniger Wasser verwendet als im Buch, da mir die Menge als sehr großzügig vorkam. Trotzdem ist mir mein Teig zu weich geworden, denn ich muste ja Fehler Nummer 1 machen: gleich das ganze Wasser dazuschütten. Naja, man lernt nie aus! Auf jeden Fall habe ich beschlossen, kein Mehl mehr zuzufügen, sondern das Brot im heissen gußeisernen Topf zu backen, so konnte es nicht auseinanderfließen. Das Ergebnis war hinreißend. (ist dieses Adjektiv zu geschwollen für einen Laib Brot?…) Auf gehts, ich zeig Dir die Topfmethode (die ich im Buch übrigens vermisst habe, denn das Brot wird auf diese Weise fast so wie ein Brot aus dem Holzofen. Das ist aber auch schon das Einzige, was ich an dem Buch zu meckern hätte!).

für das Haferbrot brauchst Du:

130 g kernige Haferflocken
375 ml Wasser
15 g Hefe
1 TL Rohrzucker
270 ml Wasser
125 ml Milch
500 g glattes Dinkelmehl
1 TL Salz

Gib Haferflocken und die 375 ml Wasser in einen Topf und erhitze alles, bis die Flocken das Wasser aufgesaugt haben.
Löse Hefe und Zucker in der Milch auf. Mische das Mehl und die abgekühlten Haferflocken, Salz, die Hefemilch und die Hälfte des Wassers. Beginne zu kneten, füge bei Bedarf das restliche Wasser hinzu. Bei der Topfmethode kann der Teig ruhig sehr weich sein, sodass man ihn eigentlich gar nicht mehr mit der Hand, sondern nur mehr mit der Küchenmaschine (oder Mixer) kneten kann. Bestreiche die Oberfläche mit etwas Öl und lasse den Teig gehen, bei mir waren es etwa 2 Stunden. Im Originalrezept werden 30 g Hefe verwendet, das verkürzt natürlich die Gehzeit. Ich arbeite jedoch lieber mit weniger Hefe und längeren Gehzeiten, das gibt einen noch besseren Geschmack!
Heize den Backofen vor auf 230 ° C und stelle einen gußeisernen Bräter hinein, mit Deckel! Der Topf muss sehr heiß werden.
Schneide ein quadratisches Stück Backpapier zu, zerknülle es zu einem Ball, streiche es wieder aus und lege es in eine Mixerschüssel, die in etwa die Größe des Bräters hat. Knete den Teig nun mit der Maschine nur mehr ganz kurz zusammen und befördere ihn dann in die Schüssel, auf das Papier. Versuche, mit geölten Händen einen schönen Ball aus der Oberfläche zu formen, und lasse den Teig nochmal gehen, etwa 40 Minuten.

Haferbrot

2. Aufgehen im Backpapier

Öffne nun Herd und Topf, lege den Teigball vorsichtig in den heißen Topf, indem Du an den Ecken des Papiers angreifst, und gib sofort wieder den Deckel drauf. Backe das Brot 25 Minuten bei 230 ° C, entferne dann den Deckel, reduziere die Hitze auf 200 ° C und backe das Brot so noch etwa 20 Minuten fertig. Nimm den Laib mit dem Backpapier aus dem Topf und lasse ihn auf einem Gitter abkühlen.

Haferbrot

Das fertige Haferbrot … das kann man doch fast riechen, oder?

Haferbrot

Haferbrot

Mangoldaufstrich

Für unser tolles Brot brauchen wir nun auch einen Aufstrich, mal was anderes, und da ich noch Mangold im Garten habe, kommt mir die Idee zu einem Mangoldaufstrich gerade recht.

Du brauchst:
250 g Mangoldblätter
1 Zwiebel, geschält
1 Knoblauchzehe, geschält
5 ELOlivenöl
2 EL Butter
60 g Cashewnüsse
Salz, Pfeffer, Limettensaft

Im Originalrezept werden Reismehl und Erdmandelflocken zum Binden verwendet, ich nehme lieber Cashewkerne. Weiche die Cashewnüsse in warmem Wasser ein und lasse sie so etwa eine Stunde stehen.
Wasche den Mangold und schneide ihn klein. Hacke Zwiebel und Knoblauchzehe fein und brate beides im Olivenöl an. Gib den Mangold dazu und dünste ihn, bis er zusammenfällt. Füge die Butter dazu, lasse sie schmelzen, und würze die Masse mit Salz, Pfeffer und Limettensaft.

Haferbrot

Mangold anrösten

Gieße das Wasser von den Nüssen ab und gib sie mit der Mangoldmischung in einen Blender, püriere alles fein, fülle es in ein hübsches Schüsselchen und lasse den Aufstrich im Kühlschrank erkalten. Er wird so cremig und streichfähig.

Haferbrot

Was für eine gesunde Jause, selbstgebackenes Haferbrot mit würzigem Mangoldaufstrich!

Auch das Bauernmischbrot mit Kernen ist sooo gut geworden, ich habe es heute gebacken, und am Abend war nur mehr ein kleines Stück da …

Haferbrot

Bauernmischbrot mit Kernen

Das gefüllte Faltbrot war auch ein großer Erfolg, ich habe keine Kräuterbutter – wie im Rezept angegeben – gemacht, sondern die Teiglagen mit meinem selbstgemachten Pesto gefüllt. Wir haben genascht und genascht, und der Fotoapparat hat nicht gerufen, ich habe einfach vergessen es festzuhalten. Aber vielleicht hast Du ja Lust auf das Brotbuch bekommen, und aufs Backen von Gebäck, dann siehst Du auf Seite 31, wie das Faltbrot aussieht … genau so hat es nämlich auch bei mir ausgesehen, vor der Vernichtung. Wirklich ein gelungenes Werk zum Thema Brot, und Du unterstützt einen heimischen Verlag, keinen chinesischen!

 

 

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Chilischoten, mein September-Beitrag für KOCHEN UND KÜCHE

Chilischoten

In der September Ausgabe der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE dreht sich bei meinem Artikel alles um die Chilischoten, die ich ja so liebe. Und wie versprochen bekommst Du hier am Blog das Rezept für selbstgemachte Tacos mit Chilirohkost und faschiertem Rindfleisch.
Weiters findest Du in der Zeitschrift Rezepte für

Harissa mit frischen Chilischoten

Chili-Ananas-Gelee (ein absoluter Klassiker in meiner Küche, mache ich jedes Jahr)

Chilischoten

Und es gibt wieder viele Infos und Tips:

Allgemeines über die Chilischote

Das Chili-Ananas-Gelee habe ich ja schon einmal vorgestellt, und ein Rezept für Harissa habe ich auch schon einmal gepostet, allerdings mit getrockneten Schoten. Das frische ist zwar nicht so lange haltbar, aber es schmeckt umwerfend!
Naja, ein Jahr ohne Chilirezepte wirds bei mir wohl nicht geben!

Chilischoten

Tacos mit Chilirohkost und faschiertem Rindfleisch (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE September)

Es ist sehr spannend, Tacoschalen selbst zu machen, wenn es aber einmal schnell gehen muss, schmeckt das Gericht mit gekauften Fladen auch lecker! Du solltest es aber auf jeden Fall mal versuchen.

Zutaten für die Rohkost
300 g in feine Streifen geschnittenes Kraut

150 g geriebene Karotten
1 TL Salz
150 g frische, gewürfelte Ananas
eine scharfe Chilischote ohne Samen und Stiel
125 ml Creme Fraiche
1 EL Dijonsenf
Saft einer Limette

Zutaten für den Teig, für 10 Tacoschalen
240 g glattes Mehl

95 g feines Maismehl
1 TL Salz
200 ml Wasser
25 ml Olivenöl+ 5 ml für die Pfanne
1 TL Chiliflocken

Zutaten für die Fleischfülle
¾ kg Rind faschiert

3 EL Chili-Erdnussöl (siehe Link: Chili Erdnuss Öl)
Salz, Pfeffer
150 g Gaudakäse gerieben
Ein Gläschen Chili-Ananas-Gelee (siehe Link : Chili Ananas Gelee)
eine mittelscharfe Chilischote, in Ringe geschnitten

Zubereitung (60 Min. ohne Stehzeiten)
Kraut und Karotten in eine Schüssel geben, salzen und etwas zusammenfallen lassen (30 Min.) . Ananas zugeben, Chilischote fein hacken und ebenso untermischen. Creme Fraiche, Dijonsenf und Limettensaft verrühren und die Rohkost damit abmachen. Kühl stellen.
Zutaten für den Tacoteig zu einem geschmeidigen Teig kneten (ähnlich Strudelteig), in Frischhaltefolie 15 Minuten rasten lassen.
Für das Faschierte das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Fleisch darin unter Wenden so lange rösten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und es knusprig wird, etwa 15 Minuten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Teig in 10 Teile teilen, zu Kugeln formen, diese nacheinander auf bemehlter Fläche zu 2 mm dicken, 15 cm großen  Kreisen ausrollen. Eine beschichtete Grillpfanne hoch erhitzen, mit Öl bepinseln und den ersten Fladen hineinlegen, auf jeder Seite 1 bis 2 Minuten braten, auf eine Platte legen, mit einem feuchten Geschirrtuch bedecken und im Backofen bei 70 ° C warmhalten. Auf diese Weise nacheinander 10 Tacoschalen ausrollen und backen.
Zum Anrichten das Faschierte nochmal kurz rösten, bis es heiß ist. Die Tacoschalen auf ein Brett legen, einen großen Löffel voll Rohkost in die Mitte geben, eine Portion heißes Faschiertes darauf verteilen, mit 2 EL Gaudakäse bestreuen und mit Chiliringen belegen. Mit etwas Petersilie garnieren und das Chiligelee dazu reichen. Den Taco in der Hand zusammenklappen, einen Klecks Gelee darauf geben und  genießen!

Chilischoten

Dazu gehört natürlich unbedingt Tequila mit Salz und Zitrone, ..oder zumindest ein gut gekühltes Corona!

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In der aktuellen Ausgabe sind viele leckere Herbstrezepte!

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Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Erbarmungslos brennt die Sonne seit Tagen auf meinen Gemüsegarten (natürlich auch auf alle anderen Gemüsegärten …), und zu Mittag sehen die Pflanzen aus, als würden sie schon ewig im Regal eines Supermarktes herumgammeln, schlaff und welk. Aber am Abend bekommen sie eine kräftige Dusche aus dem Gartenschlauch, und schon stehen sie wieder stramm, frisch und grün da.
Ach Du herrliche Hitze, auch wenn Du mich in ein schweisstriefendes, schnaufendes Häufchen Elend verwandelst, mein Gemüse treibst Du zu Höhenflügen an, es wächst und wächst und wächst … direkt in den Kochtopf! Fast! Zuerst wird natürlich mal geerntet!
Kochen im Sommer ist herrlich unkompliziert. Ich gehe in der Früh in meinen Gemüsegarten, lasse den Blick langsam über die Beete wandern und schwupp – schon ist das Abendessen auf meinem geistigen Teller. Es gibt keine bessere Inspiration als frisches, knackiges Gemüse, das kennst Du sicher auch vom Bauernmarkt: man hüpft begeistert von einem Stand zum Nächsten und würde am liebsten alles mitnehmen, weil es so lecker aussieht (oder geht es nur mir so?). Ich hüpfe eben von Beet zu Beet und entscheide mich dann für das Gemüse, das am dringendsten geerntet werden muss.
Diesmal stürze ich mich auf den Mangold, denn die äusseren Blätter sind schon so groß wie Schneeschuhe und belästigen die benachbarten Kohlrüben.

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle
Mangold inspiriert mich immer ein wenig orientalisch-türkisch-arabisch (ja wie soll ich es sonst beschreiben …), weil in diesen Ländern gerne mit Spinat bzw. Mangold gekocht wird, bei uns ist das Gemüse oft der Auslöser für Nasenrümpfen. (unbegreiflich!). Und sind die Blätter nicht einfach wunderschön?!

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle
Ich mache gefüllte Brötchen, denn gefüllte Teigtaschen und Brötchen sind sehr orientalisch-türkisch-arabisch und werden dort oft und gerne als Straßensnack angeboten (ja ich weiss, „Streetfood“).
Ich werde mich mit meinen gefüllten Brötchen allerdings nicht auf die Strasse stellen, sondern sie auf der Terrasse servieren. Zumindest meinem Mann, denn für meinen Sohn mache ich noch schnell Pizza, denn der Mangold sieht ihm zu gefährlich aus. Zucchini würde ja noch gehen, aber die hat alle meine Tochter weggeschnappt.

Wir bereiten zuerst den Hefeteig zu, und während er aufgeht, hast Du Zeit für die Mangold – Käsefüllung. Ich möchte nun hier anmerken, dass ich bei Hefeteig ein absoluter Verfechter der „kalten“ Methode bin. Entgegen der weitläufigen Meinung schadet Kälte der Hefe nicht, nur wenn sie zu heiss bekommt, ist sie tot! Den Teig mit kalten Zutaten anzusetzen bewirkt, dass die Hefe viel länger braucht, um ihre Wirkung zu entfalten, wodurch der Teig wiederum viel länger braucht, um aufzugehen, und das gibt ihm Zeit, einen richtig tollen Geschmack zu entwickeln. Man benötigt bei dieser langsamen Methode der Teigführung auch weniger Hefe, und das Gebäck bleibt länger frisch. Du kannst also beim folgenden Rezept ruhig Joghurt und Eier aus dem Kühlschrank und kaltes Wasser verwenden!

Für den Teig benötigst Du, für 8 Brötchen:

40 g Butter geschmolzen
125 g Joghurt
2 Eier
1/3 Würfel frische Hefe
30 ml Wasser
500 g Mehl glatt
1 TL Salz
Prise Zucker
zusätzlich nochmal ca. 50 – 70 ml Wasser

Verquirle Joghurt und Eier, löse die Hefe in 30 ml Wasser auf und mische nun alle Zutaten (bis auf das zusätzliche Wasser) mit dem Mehl. Verknete alles mit der Küchenmaschine oder den Händen und füge soviel von dem Wasser hinzu, dass ein geschmeidiger Hefeteig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst  (Bei mir waren es ca. 60 ml, das hängt aber stark vom Mehl ab!). Knetzeit etwa 10 Minuten.
Forme den Teig zu einer Kugel, reibe ihn mit etwas Olivenöl ein und lasse ihn in der Schüssel in einem kühlen Raum aufgehen, bis er doppelt so groß ist. (Mit Frischhaltefolie abdecken). Das soll und kann ruhig etwa 3-4 Stunden dauern!
In der Zwischenzeit widmen wir uns dem Mangold.

Für die Mangoldfülle brauchst Du:

Eine große Zwiebel, gehackt
4 Knoblauchzehen, im Mörser zerstossen
eine große Schüssel (etwa 4 Liter Inhalt) Mangoldblätter, in Streifen geschnitten
etwa 30 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer
150 g Feta Käse
100 g Gauda gerieben
als Topping:
ein verschlagenes Ei
Schwarzkümmel
etwas Zatar (tolle orientalisch-türkisch-arabische Würzmischung, gibts z.B, bei Interspar. Ein Traum!)

Erhitze das Olivenöl in einem großen Wok und brate die Zwiebel und den Knoblauch darin an. Sobald alles etwas gebräunt ist, gibst Du den Mangold dazu und röstest das Ganze unter ständigem Rühren, bis der Mangold zusammengefallen ist. Das dauert etwa 10 Minuten. Gib den Mangold nun in eine Schüssel und lasse ihn völlig auskühlen. Schneide den Feta in kleine Würfel und mische ihn mit dem Gauda unter die Mangoldmasse. Schmecke alles mit Salz und Pfeffer ab.
Heize den Backofen vor auf 210 ° C Heißluft.
Wenn der Teig nun eine schöne straffe Wölbung nach oben hat – wie ein Fußball – ist er „reif“. Schlage ihn zusammen, gib ihn auf eine leicht geölte Arbeitsfläche und teile ihn in 8 gleiche Stücke. Rolle nun jedes Teil zu einer Kugel und lasse diese 10 Minuten ruhen. Forme mit einer Teigrolle jede Kugel zu einem Kreis mit ca. 20 cm Dm, gib eine Portion Fülle in die Mitte (teile die Fülle in 8 Portionen!) und schließe den Teig oben um die Fülle, sodaß ein Ball entsteht.

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Der Teigkreis wird mit der Fülle belegt

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Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Der Teig wird zusammengenommen und …

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

… und zur Kugel geschlossen

Lege die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech, mit der Naht nach unten, und drücke sie sanft etwas flach. Lasse sie nochmal etwa 20 Minuten aufgehen, bestreiche sie mit verquirltem Ei und bestreue sie mit Schwarzkümmel oder Sesam und dem Zatar.

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Vor dem Backen!

Backzeit 20-25 Minuten, bis sie schön gebräunt sind, und wenn Du von unten auf ein Brötchen draufklopfst, soll es hohl klingen.

Und fertig ist unser Straßensnack, lasse die Brötchen etwas abkühlen, am besten schmecken sie lauwarm, mit einer Schüssel Gurkensalat (den kann man natürlich nicht aus der Hand essen …) und einem kühlen Bier, vielleicht mal ein ausgefallenes Importbier aus dem Asiamarkt???

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Anmerkung: Du kannst den Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen und sie für einen Brunch am Morgen frisch zubereiten, die rohen, gefüllten Kugeln lassen sich auch toll einfrieren, nimm sie dann ein paar Stunden vor dem Backen aus dem Tiefkühler und lasse sie zugedeckt auftauen, dann backen.

Du kannst  nach diesem Rezept auch eine Art orientalische Pizza zubereiten. Belege die ausgerollten Teigkreise einfach gleichmäßig mit der Fülle, mache also keine Kugel daraus, sondern einen belegten Fladen! Gib zusätzlich Speckwürfel und noch etwas geriebenen Käse oben drauf, so kannst Du den Mangold auch an Spinatverächter verkaufen!
Und wirf die Mangoldstiele bloß nicht weg, man kann sie kurz weichdünsten und dann in Sahne-Gorgonzolasauce schwenken, oder einfach in Butter anbraten und mit Sesam oder Pinienkernen bestreuen …und…oje der Beitrag wird zu lang! Kurz gesagt, mach einfach was draus!

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Mangoldstiele ergeben ein herrliches Gemüsegericht!

Mein Mann musste diesmal für ein paar Bilder als Fotograf herhalten. Ich wollte ja, dass er die Kugeln füllt und formt und ich die Fotos vom Tathergang schieße, aber das war ihm zuviel. Er isst lieber, hat er gemeint! Und hat die Fotos sehr gut gemacht! Jetzt habe ich einen Assistenten.
Ich wünsch Dir viel Spass und viele Ideen mit dem genialen Mangold!

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Mediterran-asiatischer Tomatensalat

Heute Nachmittag stehe ich verzückt in meinem Gemüsegarten vor meiner „Korianderwiese“ – ja wirklich, ein Quadratmeter frischestes, schönstes Koriandergrün – und plötzlich trifft mich die Eingebung: ich versuche einen mediterran-asiatischen Fusionssalat, quasi eine Verbindung südeuropäischer Komponenten mit asiatischen!

Mediterran-asiatischer Tomatensalat

Meine Korinaderwiese

Tomaten und Oliven, gemischt mit Koriandergrün und und jungen Spinatblättern, dazu ein Dressing mit Erdnussöl und Sojasauce. Nein ich habe keinen Sonnenstich, ein bißchen Fernweh … vielleicht. Aber schließlich kann man auch zerfetzte Jeans zu schwarzem Blazer und Stöckelschuhen tragen, warum also nicht Tomaten mit Koriander?
Das Vorhaben wird sofort in die Tat umgesetzt, ich ernte Korianderblättchen, vorsichtig, um die Pflänzchen nicht auszureissen, dann noch schnell in Mamas Garten, um ein Schüsselchen voll junger Spinatblätter zu mopsen.

Mediterran-asiatischer Tomatensalat

Frisches Koriandergrün

Voll Ungeduld schnipple ich in meiner Küche drauf los, bis meine Salatkreation fertig ist. Die erste Verkostung befriedigt mich sehr, aber das sagt nichts, bei mir könnte man frischen Koriander ins Schokomousse tun und ich wäre noch immer begeistert.
Testperson ist also mein Ehemann am Abend. Der kommt bei der Türe herein und fragt mich, ob wir am nächsten Abend Buschenschank gehen! Ich frage entsetzt : „Bist Du von mir so schlecht bekocht worden gestern, dass Du jetzt lieber auswärts essen willst? Na warte erst mal was es heute gibt!“
Er – total fasziniert über die absurden Gedankengänge einer Frau – sagt :“ Nein was Du gleich denkst, ich wollte Dir nur für einen Abend die Arbeit ersparen!“
Na, wie auch immer, die Fusions – Salatschüssel war so schnell leer, dass sich die Frage, ob es gut war, nicht mehr gestellt hat. Sehr lecker der Salat, hat er gemeint, und wir bräuchten wohl morgen nicht Buschenschank gehen. (Kein Mitleid bitte, es gab nicht nur Salat, sondern auch Brathuhn und Bärlauchmuffins.)

Für experimentierfreudige mit aufgeschlossenem Gaumen hier nun mein neuester Frühlings-Tomatensalat-Favorit:

4 große Tomaten
2 Schalotten
eine Tasse kleine, grüne, entsteinte Oliven
eine Tasse frisches Koriandergrün (schmeckt sicher auch mit Petersilie)
2 Tassen kleine frische Spinatblätter

Dressing:
25 ml Erdnussöl (oder Olivenöl)
Saft 1/2 Zitrone
1 EL Sojasauce
1 TL Salz
1/2 TL Zucker

Die Tomaten schneidest Du in recht kleine Würfel, 1/1 cm, die Schalotten viertelst Du und schneidest sie in feine Streifen. Gib alle Zutaten für den Salat in eine schöne Schüssel. Mische die Zutaten für das Dressing und verrühre sie, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Gib das Dressing über den Salat und mische gut durch, decke den Salat mit Folie ab und lasse ihn durchziehen, am besten für ca. 2 Stunden.
Unser Brathuhn hat perfekt dazugepasst, aber auch mit frischem Baguette oder Fladenbrot ist er herrlich!

Mediterran-asiatischer Tomatensalat

Mediterran-asiatischer Fusionssalat

Solltest Du zu jenen gehören, die bei Koriandergrün den Kopf schütteln: nimm statt dessen frische Petersilie, und zwar viel, nicht nur so ein bißchen … und das Dressing schmeckt auch mit Olivenöl toll.

Mediterran-asiatischer Tomatensalat

 

Das Salat  – Thema finde ich einfach toll, weil man soviel damit anstellen kann. Also sei ruhig ein bißchen mutig, das Leben ist zu kurz um langweilig zu sein! Viel Spaß!

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KOCHEN UND KÜCHE im Mai – Das Gänseblümchen

Gänseblümchen

In meinem Mai-Beitrag in der Kochzeitschrift KOCHEN UND KÜCHE habe ich mich auf das Gänseblümchen gestürzt. Dieses allgemein bekannte zarte Blümchen ist nicht nur hübsch, man kann es auch essen! Und nachdem ja essbare Blüten in der Gastronomie zur Zeit einen Höhenflug erleben, war es für mich eine tolle Erfahrung, mit Gänseblümchenköpfchen (was für ein Wort) zu experimentieren.
Nähere allgemeine Infos zum Gänseblümchen, welches ja die „HEILPFLANZE DES JAHRES 2017“ ist, findest Du in der Zeitschrift und hier:

http://www.kochenundkueche.com/news/was-waechst-denn-da-was-mach-ich-draus-das-gaensebluemchen

Gänseblümchen

 

Ich habe Gänseblümchen für Pesto, Suppe und Bowle verwendet, man kann Gänseblümchenessig machen oder die Köpfchen wie Kapern einlegen, von mir bekommst Du jetzt das Rezept für deftige Germteigschnecken, die ich mit dem Gänseblümchenpesto gefüllt habe. Für alle, denen Gänseblümchen im Pesto doch zu exotisch sind: Man kann sie natürlich auch mit jedem anderen Pesto füllen!

 

Deftige Germteigschnecken mit Gänseblümchenpesto (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE Mai)

Zutaten für das Gänseblümchenpesto: (für 2-3 kleine Gläser )

40 Gramm junge Sauerampferblätter
40 Gramm Gänseblümchenblüten
70 Gramm rohe, ungesalzene Erdnüsse (Reformhaus)
60 Gramm Parmesan
½ TL Salz
ca. 80 bis 100 ml Erdnussöl  (Supermarkt, Asia-Abteilung)

Zubereitung:

Gänseblümchen

Gänseblümchenpesto

Erdnüsse auf ein Blech geben und bei 150 Grad etwa 10 bis 15 Minuten im Backrohr  sanft rösten, bis sie zu duften beginnen. Parmesan in Würfel schneiden und mit den erkalteten Erdnüssen im Blender reiben, bis grobe Brösel entstehen.  Nun die Blüten, den Sauerampfer, das Salz sowie 80 ml Öl zugeben und fein pürrieren. Wer das Pesto flüssiger  möchte, kann noch etwas Öl zugeben.
Das fertige Pesto in gut schließende, sterile Gläser füllen, mit Öl bedecken und im Kühlschrank aufbewahren. Sollte innerhalb von 2 Monaten verbraucht werden, angebrochene Gläser wieder mit Öl bedecken.

 

 

 

 

 

Zutaten für den Germteig (für etwa 12 Schnecken)

600 Gramm glattes Mehl
2 gestrichene TL Salz
300 ml Milch
50 Gramm Butter
15 Gramm frische Germ
50 ml lauwarmes Wasser

Zutaten für  die Fülle:

Ein Glas von unserem Sauerampfer-Gänseblümchenpesto (etwa 150  ml), siehe Rezept
etwas Olivenöl
150 Gramm geriebenen milden Gauda
eine Packung aufgeschnittenen Schinken ( ca. 130 Gramm)
etwas Eiklar

Zubereitung:

Germ in dem Wasser  auflösen, mit einem EL von dem Mehl verrühren und etwa 15 Minuten gehen lassen. Milch mit Butter leicht erwärmen, bis die Butter schmilzt. Salz und Mehl mischen, Germwasser und Milchmischung zugeben und etwa 10 Minuten kneten (Küchenmaschine oder Hand), bis ein glatter, geschmeidiger Teig  entstanden ist. Den Teig zu einer Kugel formen und in eine geölte Schüssel  legen, mit Frischhaltefolie abdecken und gehen lassen, bis der Teig etwa das doppelte Volumen hat. Da der Teig Fett enthält, sollten dafür schon etwa 3 Stunden eingerechnet werden, je langsamer er aufgehen „darf“, desto mehr Geschmack kann er entwickeln.
Dann löst man ihn mit einer Teigspachtel aus der Schüssel, legt ihn auf die Arbeitsfläche ( nicht mehr kneten!) und walkt ihn zu einer rechteckigen, etwa 2 cm dicken Platte in Größe eines Backbleches aus.  Das Pesto wird mit etwas Olivenöl verrührt, sodass es sich ohne Druck gut auf der Teigplatte verstreichen lässt. Der Schinken wird in feine Streifen geschnitten und über dem Pesto verteilt, zuletzt bestreut man die Platte mit dem geriebenen Käse. Nun wird die oben liegende Längsseite mit Eiklar bestrichen und der Teig von der unteren Längsseite her aufgerollt (wie Biskuitroulade) .
2 Backbleche mit Backpapier belegen, die Roulade quer in 3 cm breite Schnecken schneiden und diese vorsichtig auf die Bleche legen. Mit Geschirrtüchern bedecken und nochmal ca. 30 Minuten gehen lassen.
Backrohr vorheizen auf 210 Grad, die Schnecken mit etwas Wasser besprühen und etwa 20 bis 25  Minuten backen, dabei nach 10 Minuten die Hitze auf 190 Grad reduzieren.
Tip: Schmecken lauwarm ganz toll, lassen sich am nächsten Tag wunderbar wieder kurz aufbacken!

Gänseblümchen

Gänseblümchen

 

cover_05_17Ein Rezept für Frühlingskräutersuppe mit Gänseblümchen gehört auch noch zum Beitrag, das findest Du hier:

http://www.kochenundkueche.com/rezepte/gemischte-fruehlings-kraeutersuppe-mit-gaensebluemchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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