Kategorie: Snack Dich durch den Tag

Die Walnuss, mein November-Beitrag für „KOCHEN UND KÜCHE“

Ich war im Oktober fleißig am Nüsse knacken, denn für meine November-Rezepte für KOCHEN UND KÜCHE habe ich viele Walnüsse gebraucht! Genau, es geht um die Walnuss.
Walnüsse sind pures Kraftfutter, gesunde Energie, modern ausgedrückt , echtes „Superfood“ (habe ich schon einmal gesagt, wie seltsam ich diesen Ausdruck finde? „Health Food“ wäre okay, wenn es schon englisch sein muss, „gesundes Nahrungsmittel“ würde es auf den Punkt treffen!).
Aber naja, auch Menschen jenseits meines hohen Alters sollen wissen, was ich ausdrücken möchte, wir gönnen der Walnuss also das Privileg, Superfood genannt zu werden. Und das ist sie wirklich. Berühmt ist die Walnuss vor allem wegen ihres hohen Gehaltes an Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen, der Nusskern soll auch sehr gesund für unser Gehirn bzw. Denkvermögen sein (man beachte auch die optische Ähnlichkeit mit einem Gehirn!).

Quitten-Cheesecake

Frische Walnüsse

Der bekannte römische Feldherr und Gourmet Lucius Licinius Lucullus brachte die Walnüsse von einem Feldzug aus  Asien mit (ca. 70 v. Chr.), römische Legionäre nahmen die Nüsse sodann als Kraftspender in ihr Marschgepäck auf, und so gelangte die „Wundernahrung“ dann über die Alpen zu den Germanen, nach Gallien, Frankreich und England.
Walnüsse wurden dann im Mittelalter schnell als „Hausbaum“ beliebt, sie hielten Mücken und Fliegen vom Haus fern, und das Laub wurde in Kleiderschränke und Betten gelegt, um Ungeziefer  zu vertreiben. (Dieser Effekt ist auf den in den Blättern enthaltenen Stoff JUGLON zurückzuführen).
Walnüsse galten in früheren Zeiten als Symbol der Fruchtbarkeit und spielten im Liebesorakel eine wichtige Rolle. Zur Ehe entschlossene Liebespaare beispielsweise legten zwei Walnüsse ins Herdfeuer. Blieben die Nüsse in der großen Hitze beieinander, schloss man auf eine gute Ehe. Flogen sie aber krachend auseinander, stand eine turbulente Ehe bevor.

Die Walnuss

Die WalnussIch habe selber einen großen Nussbaum im Garten, er ist riesig und wunderschön gewachsen, die Blätter verströmen im Frühjahr einen ganz eigenen Geruch, und irgendwie sind Nussbäume von einer magischen Aura umgeben. Ich liebe es, im Herbst die reifen Nüsse vom Boden aufzusammeln, oft ist es nebelig und feucht, die Blätter der großen Baumkrone rascheln im Herbstwind, und das geruhsame Absuchen des Bodens ist fast wie meditieren.

Nüsse sind in der Küche Universalgenies, sie finden Verwendung für Kuchen, Konfekt, Salate, Brot und Weckerln, Eintöpfe, einfach so zum Knabbern und vieles mehr. Ich habe einige Rezepte für KOCHEN UND KÜCHE entworfen, zwei habe ich heute auf meinem Blog für Dich, nämlich Walnussmuffins und einen herbstlichen Salat mit Radicchio und Walnüssen, ein weiteres verlinke ich Dir bzw. Du findest es in der Zeitschrift.

Ich beginne mit dem Muffin Rezept, denn diese Energieküchlein eignen sich bestens für das Frühstück!

Walnuss-Bananen-Muffins mit Erdnussbutter (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE November)

Du brauchst für 12 bis 14 Muffins
250 g glattes Mehl

1 TL Backpulver
¼ TL Natron
120 g weiche Butter
120 g Staubzucker
1 EL Vanillezucker
2 große Eier
2 reife Bananen
4 EL Buttermilch
2 EL Erdnussbutter (Reformhaus)
60 g gehackte Walnüsse
einige ganze Walnusshälften zum Garnieren
70 g Staubzucker
eine Messerspitze Zimt
1 EL Milch

Zubereitung (ca. 20 Min. ohne Backzeit)
Backofen vorheizen auf 170 ° C, ein Muffinblech einfetten oder mit Papier-Muffinhüllen auslegen.
Mehl, Backpulver und Natron in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen gut mischen und auflockern.
Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier etwas verquirlen, nach und nach zugeben und gut unterrühren. Zuletzt die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und mit der Buttermilch und der Erdnussbutter in die Masse mixen.
Die Mehlmischung und die Nüsse mit einer Teigspachtel unterziehen und nur mehr so lange bearbeiten, bis alles gut vermengt ist.
Die Masse auf die Muffinmulden verteilen, diese dabei nur zu ¾ vollmachen. Am besten funktioniert das Füllen mit einem Eisportionierer.
Im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen.
Für die Spritzglasur Zucker, Zimt und Milch verschlagen, es soll eine recht feste, spritzfähige Masse werden. In eine kleine Spritztülle füllen und die Muffins nach belieben dekorieren, je einen Klecks Glasur in die Mitte geben und eine ganze Nusshälfte damit „festkleben“.

Die Erdnussbutter schmeckt himmlisch in dem Teig, ich bin jedoch kein Maßstab, da ich der reinste Erdnussbutter-Staubsauger bin. Ich liebe sie! Solltest Du meine Begeisterung nicht teilen, kannst Du jedes andere Nussmus ebenso verwenden.

Die Walnuss

Walnuss-Bananen-Muffins

Die Walnuss

Als Abendessen gibt es dann einen sehr leckeren, gesunden Salat mit herbstlichem Charakter, den solltest Du unbedingt probieren!

Radicchio – Walnusssalat  mit Quinoa und Blauschimmelkäse (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE November)

Zutaten für 4 Portionen
150 g Quinoa

300 ml Wasser
½ TL Salz
100 g Walnüsse
1 EL Olivenöl
Prise Salz
ein Kopf, ca.350 g, Radicchio
200 g Blauschimmelkäse
2 EL gehackte Petersilie

Dressing
Saft ½ Limette

2 EL hochwertiger  Balsamicoessig
2 EL Walnussöl (Reformhaus)
½ TL Salz

Zubereitung (25 Min. ohne Backzeit)
Quinoakörner in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser abspülen.  Mit dem Wasser in einen Topf füllen und  aufkochen, auf kleiner Flamme 10-15 Minuten köcheln lassen, dabei nach 5 Minuten Kochzeit das Salz hinzufügen. Wenn die Körner gar sind, diese in eine Schüssel geben und auskühlen lassen.
Backofen aufheizen auf 160 ° C. Die Walnüsse mit dem Olivenöl und einer Prise Salz mischen, auf einem Backblech ausbreiten, in den Ofen stellen und etwa 15 Minuten rösten, dann zum Erkalten beiseite stellen.
Den Radicchio halbieren und in feine Streifen schneiden, in einer Schüssel mit dem Quinoa mischen.
1/3 vom Käse klein würfeln und ebenso unter den Salat mischen. Alle Zutaten für das Dressing gut verschlagen, den Salat damit abmachen und auf einer schönen Platte anrichten. Die Walnüsse sowie gehackte Petersilie darüber verteilen, den restlichen Blauschimmelkäse in Ecken schneiden und den Salat damit garnieren.
Dazu passt gut ein Glas Rotwein und Roggen-Knäckebrot.

Die Walnuss

Radicchio-Walnuss-Salat mit Blauschimmelkäse

Radicchio gehört zu den Herbstsalaten, die Bitterstoffe enthalten. Diese bitteren Inhaltstoffe sind sehr gesund und wir sollten sie daher wirklich öfter essen. Sie wirken positiv auf Verdauung, Blutgefäße und Galle!

Als drittes Rezept habe ich Nuss-Käse-Kugeln aus Brandteig mit einem Walnuss-Rohnen-Dip zubereitet (eigentlich sind es ja gleich zwei Walnuss-Rezepte …), dieses verlinke ich Dir hier, oder hol Dir doch einfach ein Exemplar der November-Ausgabe beim nächsten Einkauf, es sind wieder viele tolle Herbst – Rezepte drin!

Die Walnuss

Nuss-Käse-Kugeln aus Brandteig
mit Walnuss-Rohnen-Dip

Ach ja, und natürlich gibt es im allgemeinen Teil wieder viel Wissenswertes rund um das „Superfood“:

Die Walnuss

 

 

 

 

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Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Dass ich auf die Marke „Home Made“ schwöre, hat sich – denke ich – in den letzten Jahren auf meinem Blog feststellen lassen. Ob es sich nun um Marmelade, Gewürzmischungen, Nudelteig, Chilisaucen oder Kekse handelt, alles schmeckt hausgemacht einfach um Längen besser!
Na, und was für unser Essen gilt, macht natürlich auch vor dem Hundefutter meiner geliebten Hundedame Mascha nicht halt. Leckerli? Ja gerne, aber bitte Home Made! (In Notfällen werden aber auch Snacks aus der Tierhandlung nicht abgelehnt …)

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber
Die frisch gebackenen Hundekekse riechen soooo lecker, dass man fast versucht ist, selbst hineinzubeissen. (Warum auch nicht? Den Teig etwas salzen, vielleicht ein wenig geriebenen Parmesan dazu, und schon hat man den leckersten Keks zur Kürbissuppe. Für humorvolle Gäste darf natürlich auch mit der Hundeknochenform ausgestochen werden!)

Du brauchst für etwa 10 große Hundekekse:

340 g Dinkelmehl
140 g gebratene Kürbiswürfel
60 g Hühnerleber, roh
1 Ei
1 TL Suppengewürz – Pulver aus dem Reformhaus
2 EL Olivenöl

Ein Tip zum Kürbis: Butternuss oder Hokkaido gehen super. Schneide das Kürbisfleisch in Würfel (Hokkaido nicht schälen!), lege diese in eine Auflaufform, gieße etwas Wasser dazu und brate den Kürbis im Ofen bei 180 Grad etwa 40 Minuten.
Nimm nun vom gebratenen Kürbis 140 Gramm und püriere ihn mit der Hühnerleber zu Mus.

Heize den Backofen vor auf 160 Grad Heissluft. Belege ein Blech mit Backpapier.
Gib das Mehl in eine große Schüssel. Forme eine Mulde, in diese gibst Du das Kürbismus und das Ei, sowie Suppengewürz und Öl. Verknete alles zu einem geschmeidigen Teig.

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Mehl und restliche Zutaten zu Teig verkneten

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Der fertige Teig

Rolle den Teig zu einer etwa 5 mm dicken Platte aus, bemehle die Fläche gut, er klebt leicht! Stich nun lustige Formen aus, wenn geht artgerecht, da freut sich der Hund (nein, ehrlich, es ist ihm eigentlich egal, Hauptsache es schmeckt.)

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Die Keksformen sind definitiv hundefreundlich, oder?

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber
Verteile die Kekse auf das Blech und backe sie etwa 25 Minuten. Lasse sie gut auskühlen, und dann kommt der Härtetest: mag er sie oder mag er sie nicht? Oh ja und wie! Meine Mascha liebt diese Leckerli, und ich weiss was ich ihr gebe. Du kannst auch experimentieren und mal 50 g Mehl durch Haferflocken ersetzen, oder die Leber durch Räucherlachs, na das ist erst der Hit! (Die gibts zu Weihnachten).

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Auch die Keksdose ist natürlich artgerecht!

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Nicht so gierig!

Und bitte, lass die Keksdose nicht unbeaufsichtigt stehen … ich habe Dich gewarnt!
Die Kekse halten etwa eine Woche, wenn Du sie länger aufbewahren möchtest, musst du sie länger backen und ganz hart werden lassen!

 

 

 

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Buchvorstellung „Brot, Gebäck und Brotaufstriche“, mit Rezept „Haferbrot mit Mangoldaufstrich“

Meine Kochbuchsammlung hat wieder mal Zuwachs bekommen! Nachdem ich ein paar Einrichtungsgegenstände umplatziert habe, konnte eine weitere Buchablage Stellung beziehen, die „Neuen“ müssen also nicht wochenlang heimatlos am Esstisch herumkugeln.
Ich habe zwei Neuerscheinungen vom Leopold-Stocker-Verlag erhalten,daraus werde ich wieder einiges nachkochen und Dir beide Bücher vorstellen.
Im heutigen Post geht es um eines meiner Lieblingsthemen, nämlich Brot und Gebäck … und tolle Aufstriche. Das Kochbuch, um das es heute geht, heißt:
Brot, Gebäck und Brotaufstriche„, und ist eine Zusammenfassung der 106 besten Rezepte aus der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE der letzten Jahre. Und ich nehme es gleich vorweg, ich bin begeistert! Ich backe ja leidenschaftlich gerne Brot und Weckerln, und das schon bald 30 Jahre lang, und man denkt immer, da kann es doch nichts Neues mehr geben. Aber das Buch ist voll mit ausgefallenem Brot und Gebäck, tollen Weckerlideen, deftigen Muffins und ungewöhnlichen Brotaufstrichen (von mir ist auch ein Rezept mit Foto dabei, FREU!)
Der Einleitungsteil bietet viele hilfreiche Informationen vor allem für Brotback-Einsteiger, aber auch für „alte“ Brotbäcker ist so eine Praxis-Auffrischung toll, denn durch die Gewohnheit und Routine vergisst man oft entscheidende Grundregeln. Wisenswertes über Mehl und die verschiedenen Sorten, gefolgt von Tips zur Teigzubereitung, zur Hefe und zum Sauerteig sind hier kurz und effizient zusammengefasst, lassen sich immer wieder schnell nachschlagen, so dass auch Dein erster Laib Brot ein Erfolg werden kann. Ganz wichtig ist die Info zur Flüssigkeitsmenge, und man kann es nicht oft genug sagen: jedes Mehl benötigt eine andere Menge Flüssigkeit, es gibt kein Rezept, das hier eine 100 % richtige Angabe machen kann, es gehört viel Erfahrung dazu, zu erkennen, wann ein Brotteig passt, und Erfahrung kommt nur durch das „machen“, also nicht aufgeben! Und nie die ganze Flüssigkeit zu Beginn zugeben, immer nach und nach. Es folgen 4 Kapitel voller leckerer Ideen:
Brote
Pikantes Gebäck
Süsses Brot und Gebäck
Aufstriche pikant und süss

Meine Versuchsbrote waren das Haferbrot von Seite 17, das Bauernmischbrot mit Kernen von Seite 21, das Faltbrot von Seite 31, und der Mangoldaufstrich von Seite 115. Alles ist supergut geworden, ich zeige Dir heute das

Haferbrot mit dem Mangoldaufstrich.

Beim Brot haben sich bei mir einige Änderungen ergeben, statt des im Rezept angegebenen Weizenmehls habe ich glattes Dinkelmehl verwendet (ich versuche Weizenmehl soweit wie möglich zu vermeiden …), und ich habe etwas weniger Wasser verwendet als im Buch, da mir die Menge als sehr großzügig vorkam. Trotzdem ist mir mein Teig zu weich geworden, denn ich muste ja Fehler Nummer 1 machen: gleich das ganze Wasser dazuschütten. Naja, man lernt nie aus! Auf jeden Fall habe ich beschlossen, kein Mehl mehr zuzufügen, sondern das Brot im heissen gußeisernen Topf zu backen, so konnte es nicht auseinanderfließen. Das Ergebnis war hinreißend. (ist dieses Adjektiv zu geschwollen für einen Laib Brot?…) Auf gehts, ich zeig Dir die Topfmethode (die ich im Buch übrigens vermisst habe, denn das Brot wird auf diese Weise fast so wie ein Brot aus dem Holzofen. Das ist aber auch schon das Einzige, was ich an dem Buch zu meckern hätte!).

für das Haferbrot brauchst Du:

130 g kernige Haferflocken
375 ml Wasser
15 g Hefe
1 TL Rohrzucker
270 ml Wasser
125 ml Milch
500 g glattes Dinkelmehl
1 TL Salz

Gib Haferflocken und die 375 ml Wasser in einen Topf und erhitze alles, bis die Flocken das Wasser aufgesaugt haben.
Löse Hefe und Zucker in der Milch auf. Mische das Mehl und die abgekühlten Haferflocken, Salz, die Hefemilch und die Hälfte des Wassers. Beginne zu kneten, füge bei Bedarf das restliche Wasser hinzu. Bei der Topfmethode kann der Teig ruhig sehr weich sein, sodass man ihn eigentlich gar nicht mehr mit der Hand, sondern nur mehr mit der Küchenmaschine (oder Mixer) kneten kann. Bestreiche die Oberfläche mit etwas Öl und lasse den Teig gehen, bei mir waren es etwa 2 Stunden. Im Originalrezept werden 30 g Hefe verwendet, das verkürzt natürlich die Gehzeit. Ich arbeite jedoch lieber mit weniger Hefe und längeren Gehzeiten, das gibt einen noch besseren Geschmack!
Heize den Backofen vor auf 230 ° C und stelle einen gußeisernen Bräter hinein, mit Deckel! Der Topf muss sehr heiß werden.
Schneide ein quadratisches Stück Backpapier zu, zerknülle es zu einem Ball, streiche es wieder aus und lege es in eine Mixerschüssel, die in etwa die Größe des Bräters hat. Knete den Teig nun mit der Maschine nur mehr ganz kurz zusammen und befördere ihn dann in die Schüssel, auf das Papier. Versuche, mit geölten Händen einen schönen Ball aus der Oberfläche zu formen, und lasse den Teig nochmal gehen, etwa 40 Minuten.

Haferbrot

2. Aufgehen im Backpapier

Öffne nun Herd und Topf, lege den Teigball vorsichtig in den heißen Topf, indem Du an den Ecken des Papiers angreifst, und gib sofort wieder den Deckel drauf. Backe das Brot 25 Minuten bei 230 ° C, entferne dann den Deckel, reduziere die Hitze auf 200 ° C und backe das Brot so noch etwa 20 Minuten fertig. Nimm den Laib mit dem Backpapier aus dem Topf und lasse ihn auf einem Gitter abkühlen.

Haferbrot

Das fertige Haferbrot … das kann man doch fast riechen, oder?

Haferbrot

Haferbrot

Mangoldaufstrich

Für unser tolles Brot brauchen wir nun auch einen Aufstrich, mal was anderes, und da ich noch Mangold im Garten habe, kommt mir die Idee zu einem Mangoldaufstrich gerade recht.

Du brauchst:
250 g Mangoldblätter
1 Zwiebel, geschält
1 Knoblauchzehe, geschält
5 ELOlivenöl
2 EL Butter
60 g Cashewnüsse
Salz, Pfeffer, Limettensaft

Im Originalrezept werden Reismehl und Erdmandelflocken zum Binden verwendet, ich nehme lieber Cashewkerne. Weiche die Cashewnüsse in warmem Wasser ein und lasse sie so etwa eine Stunde stehen.
Wasche den Mangold und schneide ihn klein. Hacke Zwiebel und Knoblauchzehe fein und brate beides im Olivenöl an. Gib den Mangold dazu und dünste ihn, bis er zusammenfällt. Füge die Butter dazu, lasse sie schmelzen, und würze die Masse mit Salz, Pfeffer und Limettensaft.

Haferbrot

Mangold anrösten

Gieße das Wasser von den Nüssen ab und gib sie mit der Mangoldmischung in einen Blender, püriere alles fein, fülle es in ein hübsches Schüsselchen und lasse den Aufstrich im Kühlschrank erkalten. Er wird so cremig und streichfähig.

Haferbrot

Was für eine gesunde Jause, selbstgebackenes Haferbrot mit würzigem Mangoldaufstrich!

Auch das Bauernmischbrot mit Kernen ist sooo gut geworden, ich habe es heute gebacken, und am Abend war nur mehr ein kleines Stück da …

Haferbrot

Bauernmischbrot mit Kernen

Das gefüllte Faltbrot war auch ein großer Erfolg, ich habe keine Kräuterbutter – wie im Rezept angegeben – gemacht, sondern die Teiglagen mit meinem selbstgemachten Pesto gefüllt. Wir haben genascht und genascht, und der Fotoapparat hat nicht gerufen, ich habe einfach vergessen es festzuhalten. Aber vielleicht hast Du ja Lust auf das Brotbuch bekommen, und aufs Backen von Gebäck, dann siehst Du auf Seite 31, wie das Faltbrot aussieht … genau so hat es nämlich auch bei mir ausgesehen, vor der Vernichtung. Wirklich ein gelungenes Werk zum Thema Brot, und Du unterstützt einen heimischen Verlag, keinen chinesischen!

 

 

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Chilischoten, mein September-Beitrag für KOCHEN UND KÜCHE

In der September Ausgabe der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE dreht sich bei meinem Artikel alles um die Chilischoten, die ich ja so liebe. Und wie versprochen bekommst Du hier am Blog das Rezept für selbstgemachte Tacos mit Chilirohkost und faschiertem Rindfleisch.
Weiters findest Du in der Zeitschrift Rezepte für

Harissa mit frischen Chilischoten

Chili-Ananas-Gelee (ein absoluter Klassiker in meiner Küche, mache ich jedes Jahr)

Chilischoten

Und es gibt wieder viele Infos und Tips:

Allgemeines über die Chilischote

Das Chili-Ananas-Gelee habe ich ja schon einmal vorgestellt, und ein Rezept für Harissa habe ich auch schon einmal gepostet, allerdings mit getrockneten Schoten. Das frische ist zwar nicht so lange haltbar, aber es schmeckt umwerfend!
Naja, ein Jahr ohne Chilirezepte wirds bei mir wohl nicht geben!

Chilischoten

Tacos mit Chilirohkost und faschiertem Rindfleisch (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE September)

Es ist sehr spannend, Tacoschalen selbst zu machen, wenn es aber einmal schnell gehen muss, schmeckt das Gericht mit gekauften Fladen auch lecker! Du solltest es aber auf jeden Fall mal versuchen.

Zutaten für die Rohkost
300 g in feine Streifen geschnittenes Kraut

150 g geriebene Karotten
1 TL Salz
150 g frische, gewürfelte Ananas
eine scharfe Chilischote ohne Samen und Stiel
125 ml Creme Fraiche
1 EL Dijonsenf
Saft einer Limette

Zutaten für den Teig, für 10 Tacoschalen
240 g glattes Mehl

95 g feines Maismehl
1 TL Salz
200 ml Wasser
25 ml Olivenöl+ 5 ml für die Pfanne
1 TL Chiliflocken

Zutaten für die Fleischfülle
¾ kg Rind faschiert

3 EL Chili-Erdnussöl (siehe Link: Chili Erdnuss Öl)
Salz, Pfeffer
150 g Gaudakäse gerieben
Ein Gläschen Chili-Ananas-Gelee (siehe Link : Chili Ananas Gelee)
eine mittelscharfe Chilischote, in Ringe geschnitten

Zubereitung (60 Min. ohne Stehzeiten)
Kraut und Karotten in eine Schüssel geben, salzen und etwas zusammenfallen lassen (30 Min.) . Ananas zugeben, Chilischote fein hacken und ebenso untermischen. Creme Fraiche, Dijonsenf und Limettensaft verrühren und die Rohkost damit abmachen. Kühl stellen.
Zutaten für den Tacoteig zu einem geschmeidigen Teig kneten (ähnlich Strudelteig), in Frischhaltefolie 15 Minuten rasten lassen.
Für das Faschierte das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Fleisch darin unter Wenden so lange rösten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und es knusprig wird, etwa 15 Minuten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Teig in 10 Teile teilen, zu Kugeln formen, diese nacheinander auf bemehlter Fläche zu 2 mm dicken, 15 cm großen  Kreisen ausrollen. Eine beschichtete Grillpfanne hoch erhitzen, mit Öl bepinseln und den ersten Fladen hineinlegen, auf jeder Seite 1 bis 2 Minuten braten, auf eine Platte legen, mit einem feuchten Geschirrtuch bedecken und im Backofen bei 70 ° C warmhalten. Auf diese Weise nacheinander 10 Tacoschalen ausrollen und backen.
Zum Anrichten das Faschierte nochmal kurz rösten, bis es heiß ist. Die Tacoschalen auf ein Brett legen, einen großen Löffel voll Rohkost in die Mitte geben, eine Portion heißes Faschiertes darauf verteilen, mit 2 EL Gaudakäse bestreuen und mit Chiliringen belegen. Mit etwas Petersilie garnieren und das Chiligelee dazu reichen. Den Taco in der Hand zusammenklappen, einen Klecks Gelee darauf geben und  genießen!

Chilischoten

Dazu gehört natürlich unbedingt Tequila mit Salz und Zitrone, ..oder zumindest ein gut gekühltes Corona!

cover-september

In der aktuellen Ausgabe sind viele leckere Herbstrezepte!

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Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Erbarmungslos brennt die Sonne seit Tagen auf meinen Gemüsegarten (natürlich auch auf alle anderen Gemüsegärten …), und zu Mittag sehen die Pflanzen aus, als würden sie schon ewig im Regal eines Supermarktes herumgammeln, schlaff und welk. Aber am Abend bekommen sie eine kräftige Dusche aus dem Gartenschlauch, und schon stehen sie wieder stramm, frisch und grün da.
Ach Du herrliche Hitze, auch wenn Du mich in ein schweisstriefendes, schnaufendes Häufchen Elend verwandelst, mein Gemüse treibst Du zu Höhenflügen an, es wächst und wächst und wächst … direkt in den Kochtopf! Fast! Zuerst wird natürlich mal geerntet!
Kochen im Sommer ist herrlich unkompliziert. Ich gehe in der Früh in meinen Gemüsegarten, lasse den Blick langsam über die Beete wandern und schwupp – schon ist das Abendessen auf meinem geistigen Teller. Es gibt keine bessere Inspiration als frisches, knackiges Gemüse, das kennst Du sicher auch vom Bauernmarkt: man hüpft begeistert von einem Stand zum Nächsten und würde am liebsten alles mitnehmen, weil es so lecker aussieht (oder geht es nur mir so?). Ich hüpfe eben von Beet zu Beet und entscheide mich dann für das Gemüse, das am dringendsten geerntet werden muss.
Diesmal stürze ich mich auf den Mangold, denn die äusseren Blätter sind schon so groß wie Schneeschuhe und belästigen die benachbarten Kohlrüben.

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle
Mangold inspiriert mich immer ein wenig orientalisch-türkisch-arabisch (ja wie soll ich es sonst beschreiben …), weil in diesen Ländern gerne mit Spinat bzw. Mangold gekocht wird, bei uns ist das Gemüse oft der Auslöser für Nasenrümpfen. (unbegreiflich!). Und sind die Blätter nicht einfach wunderschön?!

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle
Ich mache gefüllte Brötchen, denn gefüllte Teigtaschen und Brötchen sind sehr orientalisch-türkisch-arabisch und werden dort oft und gerne als Straßensnack angeboten (ja ich weiss, „Streetfood“).
Ich werde mich mit meinen gefüllten Brötchen allerdings nicht auf die Strasse stellen, sondern sie auf der Terrasse servieren. Zumindest meinem Mann, denn für meinen Sohn mache ich noch schnell Pizza, denn der Mangold sieht ihm zu gefährlich aus. Zucchini würde ja noch gehen, aber die hat alle meine Tochter weggeschnappt.

Wir bereiten zuerst den Hefeteig zu, und während er aufgeht, hast Du Zeit für die Mangold – Käsefüllung. Ich möchte nun hier anmerken, dass ich bei Hefeteig ein absoluter Verfechter der „kalten“ Methode bin. Entgegen der weitläufigen Meinung schadet Kälte der Hefe nicht, nur wenn sie zu heiss bekommt, ist sie tot! Den Teig mit kalten Zutaten anzusetzen bewirkt, dass die Hefe viel länger braucht, um ihre Wirkung zu entfalten, wodurch der Teig wiederum viel länger braucht, um aufzugehen, und das gibt ihm Zeit, einen richtig tollen Geschmack zu entwickeln. Man benötigt bei dieser langsamen Methode der Teigführung auch weniger Hefe, und das Gebäck bleibt länger frisch. Du kannst also beim folgenden Rezept ruhig Joghurt und Eier aus dem Kühlschrank und kaltes Wasser verwenden!

Für den Teig benötigst Du, für 8 Brötchen:

40 g Butter geschmolzen
125 g Joghurt
2 Eier
1/3 Würfel frische Hefe
30 ml Wasser
500 g Mehl glatt
1 TL Salz
Prise Zucker
zusätzlich nochmal ca. 50 – 70 ml Wasser

Verquirle Joghurt und Eier, löse die Hefe in 30 ml Wasser auf und mische nun alle Zutaten (bis auf das zusätzliche Wasser) mit dem Mehl. Verknete alles mit der Küchenmaschine oder den Händen und füge soviel von dem Wasser hinzu, dass ein geschmeidiger Hefeteig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst  (Bei mir waren es ca. 60 ml, das hängt aber stark vom Mehl ab!). Knetzeit etwa 10 Minuten.
Forme den Teig zu einer Kugel, reibe ihn mit etwas Olivenöl ein und lasse ihn in der Schüssel in einem kühlen Raum aufgehen, bis er doppelt so groß ist. (Mit Frischhaltefolie abdecken). Das soll und kann ruhig etwa 3-4 Stunden dauern!
In der Zwischenzeit widmen wir uns dem Mangold.

Für die Mangoldfülle brauchst Du:

Eine große Zwiebel, gehackt
4 Knoblauchzehen, im Mörser zerstossen
eine große Schüssel (etwa 4 Liter Inhalt) Mangoldblätter, in Streifen geschnitten
etwa 30 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer
150 g Feta Käse
100 g Gauda gerieben
als Topping:
ein verschlagenes Ei
Schwarzkümmel
etwas Zatar (tolle orientalisch-türkisch-arabische Würzmischung, gibts z.B, bei Interspar. Ein Traum!)

Erhitze das Olivenöl in einem großen Wok und brate die Zwiebel und den Knoblauch darin an. Sobald alles etwas gebräunt ist, gibst Du den Mangold dazu und röstest das Ganze unter ständigem Rühren, bis der Mangold zusammengefallen ist. Das dauert etwa 10 Minuten. Gib den Mangold nun in eine Schüssel und lasse ihn völlig auskühlen. Schneide den Feta in kleine Würfel und mische ihn mit dem Gauda unter die Mangoldmasse. Schmecke alles mit Salz und Pfeffer ab.
Heize den Backofen vor auf 210 ° C Heißluft.
Wenn der Teig nun eine schöne straffe Wölbung nach oben hat – wie ein Fußball – ist er „reif“. Schlage ihn zusammen, gib ihn auf eine leicht geölte Arbeitsfläche und teile ihn in 8 gleiche Stücke. Rolle nun jedes Teil zu einer Kugel und lasse diese 10 Minuten ruhen. Forme mit einer Teigrolle jede Kugel zu einem Kreis mit ca. 20 cm Dm, gib eine Portion Fülle in die Mitte (teile die Fülle in 8 Portionen!) und schließe den Teig oben um die Fülle, sodaß ein Ball entsteht.

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Der Teigkreis wird mit der Fülle belegt

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Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Der Teig wird zusammengenommen und …

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

… und zur Kugel geschlossen

Lege die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech, mit der Naht nach unten, und drücke sie sanft etwas flach. Lasse sie nochmal etwa 20 Minuten aufgehen, bestreiche sie mit verquirltem Ei und bestreue sie mit Schwarzkümmel oder Sesam und dem Zatar.

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Vor dem Backen!

Backzeit 20-25 Minuten, bis sie schön gebräunt sind, und wenn Du von unten auf ein Brötchen draufklopfst, soll es hohl klingen.

Und fertig ist unser Straßensnack, lasse die Brötchen etwas abkühlen, am besten schmecken sie lauwarm, mit einer Schüssel Gurkensalat (den kann man natürlich nicht aus der Hand essen …) und einem kühlen Bier, vielleicht mal ein ausgefallenes Importbier aus dem Asiamarkt???

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Anmerkung: Du kannst den Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen und sie für einen Brunch am Morgen frisch zubereiten, die rohen, gefüllten Kugeln lassen sich auch toll einfrieren, nimm sie dann ein paar Stunden vor dem Backen aus dem Tiefkühler und lasse sie zugedeckt auftauen, dann backen.

Du kannst  nach diesem Rezept auch eine Art orientalische Pizza zubereiten. Belege die ausgerollten Teigkreise einfach gleichmäßig mit der Fülle, mache also keine Kugel daraus, sondern einen belegten Fladen! Gib zusätzlich Speckwürfel und noch etwas geriebenen Käse oben drauf, so kannst Du den Mangold auch an Spinatverächter verkaufen!
Und wirf die Mangoldstiele bloß nicht weg, man kann sie kurz weichdünsten und dann in Sahne-Gorgonzolasauce schwenken, oder einfach in Butter anbraten und mit Sesam oder Pinienkernen bestreuen …und…oje der Beitrag wird zu lang! Kurz gesagt, mach einfach was draus!

Kleine Brötchen mit Mangold-Käse-Fülle

Mangoldstiele ergeben ein herrliches Gemüsegericht!

Mein Mann musste diesmal für ein paar Bilder als Fotograf herhalten. Ich wollte ja, dass er die Kugeln füllt und formt und ich die Fotos vom Tathergang schieße, aber das war ihm zuviel. Er isst lieber, hat er gemeint! Und hat die Fotos sehr gut gemacht! Jetzt habe ich einen Assistenten.
Ich wünsch Dir viel Spass und viele Ideen mit dem genialen Mangold!

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