Kategorie: Nur fürs Auge!

Ein Wildkräuter – Spaziergang

Das erste gesunde Gemüse im Jahr ernten wir nicht im Gemüsegarten, das dauert noch etwas, nein, wir finden es gratis in Wald und Wiese. Ich stürze mich jedes Jahr begeistert auf die ersten Brennnesseln und den Bärlauch, aber da gibt es noch so viele andere Wildkräuter, die Du in Deinen Speiseplan einbauen kannst! Irgendwie hätte ich das vor einigen Jahren noch nicht so zugegeben, dass ich im Frühjahr mit einem Korb und 4 Tupperdosen ausrücke (mit Fotoapparat und Hund, und ohne Handy), um wie so ein schrulliges Kräuterweibl mit der Nase am Boden über die Wiesen zu ziehen. Aber irgendwie scheint das Kräutersammeln wieder in Mode zu kommen, wir sind wohl übersättigt mit den diversen Nahrungsergänzungspillen und Kraftelixieren, und besinnen uns zurück auf das unschlagbare Angebot der Natur, meist verfügbar direkt vor unserer Nase. Ich laufe also nicht Gefahr, am Scheiterhaufen zu landen.

Ich nehme Dich heute mit auf meinen Sammelpfad und zeige Dir, was ich da so alles ernte, um etwas Leckeres daraus zu machen oder es für den Winter zu trocknen. Die meisten dieser Wildpflanzen kennst Du sicher, so wie Sauerampfer, Brennnessel oder Spitzwegerich. Man kann sie ohne Angst ernten, denn da gibt es kaum Verwechslungen. Tolle Pflanzen sind auch Vogelmiere, Giersch oder Gundelrebe, auch wenn sie uns als hartnäckiges „Unkraut“ im Garten oft ärgern. Also, ernten, nicht ausreissen!

Wenn Dich die Materie interessiert, kann ich Dir nur raten, kaufe Dir ein Pflanzenbestimmungsbuch und gehe damit in die Natur, Du wirst einen Garten voller Wunder vorfinden.

Heute gibt es erst mal nur ein paar Fotos, in den nächsten Tagen zeige ich Dir mein Wildkräuterpesto. Es ist das beste Pesto, das ich je hatte!

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Gänseblümchen

Die ersten Frühlingsblümchen begrüßt man immer besonders begeistert, aber die wenigsten wissen, dass man viele der Blüten auch essen kann! Das hübsche Gänseblümchen zum Beispiel garniert Salate, Getränke oder einfach ein Butterbrot, die Blüten lassen sich wie Kapern einlegen, man kann sie trocknen für Tee und zum Pestomachen verwenden. Essbar sind auch Löwenzahnblüten, Veilchen, Taubnesselblüten und Fliederblüten.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Brennnessel

Die Brennnessel ist mein besonderer Liebling, sie hat einen ausgeprägten, frisch-würzigen Eigengeschmack und ist super vielseitig. (Spinat, Sauce, zum Nudelteig, Suppe etc.) Sie eignet sich auch besonders gut zum Trocknen, für Teemischungen oder zermahlen als Streuwürze über verschiedene Gerichte (Nudeln, Reis, Gemüsegerichte). Geerntet werden die obersten Spitzen, die kann man bis in den Hochsommer genießen.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Sauerampfer

Sauerampfer schmeckt frisch-säuerlich und schmeckt roh am besten. Er verliert auch in einem warmen Gericht sofort seine schöne grüne Farbe und wird bräunlich, geht aber natürlich trotzdem für die Frühlingskräutersuppe! Ich verarbeite ihn gerne zu Pesto, das wird unvergleichlich. Die kleinen Blättchen sind in den ersten Frühjahrswochen verwendbar. Meist kommt eine 2. Ernte im Spätsommer, wenn die Wiese dazwischen einmal gemäht wurde.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Klebriges Labkraut

Es hat eine sehr typische, unverwechselbare Erscheinung und klebt an der kKleidung. Schmeckt auch am leckersten roh, z.B. in Buttermischungen.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Waldmeister und Giersch

Hier ernte ich zwei tolle Waldkräuter auf einen Schlag. Den hübsch hellgrünen Waldmeister mit den rund um den Stengel angeordneten Blattrosetten, und den wertvollen Giersch mit den 3-teiligen Blätterbündeln. Waldmeister muss man etwas antrocknen lassen vor der Verwendung, erst dann entwickelt sich sein typisches Aroma. Getrocknet hält er sich ein Jahr.
Giersch ist supergesund und schmeckt roh im Pesto oder dem Smoothie ebenso wie als gedünstetes Blattgemüse oder Suppe. Geerntet werden die frischen kleinen Blätter, die findet man bis in den Spätherbst. Läßt sich auch gut trocknen und gibt mit getrockneter Brennnessel ein tolles Wildkräutersalz.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Vogelmiere

Die Vogelmiere kennen fast alle, die einen Gemüsegarten haben, als nerviges Unkraut. Dabei ist die Pflanze hübsch und zierlich und schmeckt erfrischend. Sie hat sehr mürbe, zarte Blättchen und eignet sich super für Salate.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Taubnessel

Die wunderschöne Taubnesselblüte haben wir wohl alle als Kinder ausgelutscht, der leichte Honiggeschmack passt toll zu Obstsalat und sieht entzückend aus, die Blüten können auch kandiert werden.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Löwenzahn

Ja, der Löwenzahn ist wohl allgemein bekannt, auch wegen seiner wunderschönen dottergelben essbaren Blüten. Er ist bitter, was sich mit seinem Alter steigert. Die Blätter sollte man also gleich im Frühjahr nutzen, da sind sie noch milder. Die Bitterstoffe sind jedoch sehr gesund und helfen gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Sehr lecker ist Löwenzahn im gemischten Blattsalat oder traditionell mit lauwarmen Kartoffeln und gebratenem Speck … mmhhhhh!
Ein weiteres super Wildgemüse ist der Spitzwegerich, den habe ich vergessen zu fotografieren. Ich war einfach überfordert. Spitzwegerich ist würzig und läßt sich auch sehr gut trocknen. Auch hier sind die Blütenstände essbar, man kann sie mit anderem Gemüse mitdünsten, sie schmecken etwas pilzartig.

Also, raus in die Natur, Korb mit leckerem Grün füllen und ab in die Küche!

 

 

Please follow and like us:

Frühling im Garten und Kobolde im Internet

Mein Blog ärgert mich zur Zeit etwas: Ein lästiger kleiner Kobold stürzt sich jede Nacht auf mein Layout und zerstört es, das geht nun schon 2 Wochen so. Als „Testlauf“ gibt es also heute nur ein paar Frühlingsfotos aus meinem Garten, mal sehen was mein Kobold mit einem neuen Beitrag anstellt. Kochen tu ich jedenfalls nicht für diesen boshaften Kerl! Aber, Spaß beiseite, ich arbeite dran. Wer selber viel am PC arbeitet, weiss wohl, wie einem solche Probleme Albträume bereiten können.
Aber naja, hab ich mehr Zeit, meinen Garten zu genießen, zum Glück stellt der sein „Layout“ nicht jeden Tag auf „Winter“ zurück!

 

DSC_5960 DSC_5966 DSC_5971 DSC_5973DSC_5955

Please follow and like us:

Nachwuchs aus dem Ei

Nachwuchs aus dem Ei

Heute gibts von mir wieder mal etwas “ nur fürs Auge“…und fürs Herz, zumindest für Tierliebhaber. Meine liebe Nachbarin Sabine hat Nachwuchs in ihrem Hühnerhof bekommen. Naja, wirst Du nun denken, ein paar kleine Hendln….aber so einfach ist es in diesem Fall nicht!
Sabine hat voriges Jahr mit der Haltung von Hühnern begonnen, und sie hat ihnen das schönste Hendlgehege gestaltet, dass ich je gesehen habe…es ist wirklich Klein-Schönbrunn! Und die Hühner, es sind keine „normalen Hühner, sie hat lauter verschiedene Rassen, eines ist hübscher als das Andere, aber keine Sorge, sie legen alle ganz normale Eier, ohne Goldeinschlüsse oder so!
Auf jeden Fall hat sie beschlossen, dass sie gerne Nachwuchs hätte, und auch das war sehr besonders, denn – obwohl auch ein schöner Hahn zur Verfügung steht – wurden die Eier adoptiert! Es sind also Adoptiv-Küken geschlüpft.
Die Eier stammen von der Rasse „Brakel-Huhn„, eine alte Landhuhnrasse aus Belgien mit sehr schönem Federkleid. Eine von Sabines Hennen wurde dazu auserkoren, die Kleinen auszubrüten, allerdings hat daraufhin auch eine zweite Henne beschlossen, die Mutterrolle zu übernehmen, und so saßen dann also 2 Hennen auf den Eiern, ganz friedlich nebeneinander..es war entzückend.
Inzwischen sind die 3 Babies erfolgreich geschlüpft und schiessen seit ihrem 2. Lebenstag putzmunter durchs Gehege. Ich zeig Dir nun ein paar Fotos,weil sie einfach sooo putzig sind, und weil ich es gut finde, dass es immer mehr Menschen gibt, die wieder selber Gemüse anbauen und eben z.B. Hühner halten.

 

Nachwuchs aus dem Ei

So ein Gewusel!

Nachwuchs aus dem Ei

Die zwei stolzen Mütter

Nachwuchs aus dem Ei

Hinter Mama ist das beste Versteck!

Nachwuchs aus dem Ei

Mama zeigt das Futter

Nachwuchs aus dem Ei

Hahn oder Henne..was da wohl draus wird?

Nachwuchs aus dem Ei

Die zwei Sulmtaler Hennen am Ausguck!

 

Das sind heute übrigens keine “ Tatort“ -Fotos, hier passiert nichts und es wird nichts gegessen ausser der Eier, die Hühner werden hier ein schönes Leben verbringen und an Altersschwäche sterben!

 

 

 

Please follow and like us:

Herbstgebilde

Herbstgebilde

Im Herbst muß man die Schönheit der Natur oft in kleinen Details suchen. Anders als der Frühling, der sich mit seinen frischen Farben förmlich aufdrängt, versucht der Herbst, seine faszinierenden verwitternden Gebilde und Formen vor uns zu verstecken. Es ist wirklich spannend, mit dem Fotoapparat und offenen Augen in den Garten zu gehen und zu suchen. Heute hab ich mal kein Rezept, dafür die Anregung zu einem Herbstspaziergang!
Am Besten mit anschließendem Afternoon Tea und Keksen….

Herbstgebilde

Späte Pusteblume

Herbstgebilde

Späte Pusteblume

Herbstgebilde

Farn im Herbstgewand

Der braun gewordene Farn sieht aus wie ein Alien…ein liebes, natürlich!

Herbstgebilde

Auch die schöne Lampionblume verwittert…

Herbstgebilde

Späte Ernte – der Romanesco ist noch gewachsen!!!

 

Durch den warmen Herbst habe ich heuer immer noch Gemüse  im Garten, das auf seine Ernte wartet! Kohlsprossen, Sellerie, Kraut, Topinambur und eben diesen wunderschönen Romanesco.

Herbstgebilde

Mein Kater genießt die Herbstsonne

Nicht nur wir Menschen genießen die späten Sonnenstrahlen, auch unsere Haustiere lassen sich den Pelz wärmen.

Please follow and like us:

Herbst im südsteirischen Weinland

Herbst im Weinland

Herbstklischees….bunt verfärbte Blätter, Kastanienbräter am Straßenrand, süße reife Weintrauben, frischer Sturm (frisch gepreßter Traubensaft), Nebelschwaden am Morgen, ein strahlend blauer Herbsthimmel am Tag…und zu alldem eine herzhafte Buschenschankjause! Nirgends findet man diese Stimmung perfekter inszeniert als im südsteirischen Weinland.
Und wirklich, es ist so als könnten wir den Traubensaft und die gebratenen Kastanien bis zu uns hierher riechen, und wie auf Kommando zieht es uns am Wochenende hin zu bunten Weinbergen, Brettljause und diverser flüßiger Begleitung…unglaublich was man aus Obst alles machen kann….

Herbst im Weinland

Blick nach Slowenien

Herbst im Weinland

Blick ins Weinglas

Einer unserer Lieblingsplätze, das Steinhaus vom Weingut Silly an der Grenze nach Slowenien:

Genuss im Steinhaus
Tradition im Glas. Tradition am Teller. Erlebnis inkludiert.
Wielitsch 36 | A-8461 Berghausen | Tel: +43 (0)664/2155044 | E-Mail: genuss@puresleben.at | www.puresleben.at
Öffnungszeiten gegen vorherige Reservierung

Auf Vorbestellung gibts ein uriges Essen vom Holzofen, am wackligen Tischchen direkt im Weingarten…Übernachtung am besten mitbuchen!!

Herbst im Weinland

Bratkartoffeln vom Holzofen

Und nun…etwas Sport, damit der Wein vom Kopf wieder in den Bauch rutscht. Ein einsamer Spazierweg am Graßnitzberg, vorbei an Weinstöcken, Nußbäumen, Äpfeln und Pflaumen, -und alten Winzerhäusern die schon lange nicht mehr im Besitz von Winzern sind!

Herbst im Weinland

Weinlaub

Herbst im Weinland

Bevor sie in die Flasche kommt….

Herbst im Weinland

Auch sie genießt die Ruhe

Und als Abschluß, von der Einsamkeit in die tobende Meute…auch das gehört dazu! Standln, Schirme, Musikanten, Volksfeststimmung am höchsten Weinberg…Kitzeck! Prost!

Herbst im Weinland

Volksfeststimmung in Kitzeck

Herbst im Weinland

Standln, Schirmchen, Wein…

Herbst im Weinland

Blick von Kitzeck ins Land

Herbst im Weinland

Blick „durch die Weinrebe“

Please follow and like us: