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Ein Hauch von Lavendel – mein Juli Beitrag für KOCHEN UND KÜCHE

Lavendel

Lavendel

 

vorschau_juliLavendel ist neben der königlichen Rose wohl einer der romantischsten Sommerboten. Die silbrig grünen Stengel wiegen sich elegant bei jedem Lufthauch, und das Flimmern der Mittagshitze bringt die zarten violetten Blütenähren so richtig zum Leuchten. Der Duft ist intensiv und versetzt mich sofort in ein kleines Dorf in der Provence, wo im Juli endlose Lavendelfelder die Landschaft verzaubern.
Und was erwartet Dich nun nach so einer nostalgischen, verträumten Einleitung?
Nun, wie könnte es bei mir wohl anders sein … ich erzähle Dir dass Lavendel nicht nur gut riecht, hübsch aussieht und eine tolle Deko abgiebt, nein, man kann damit auch kochen! Und keine Angst, es schmeckt nicht gleich so, als würdest Du Deine Seife essen!
Ich verwende Lavendelblüten schon viele Jahre in der Küche, und für die Juli-Ausgabe der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE durfte ich nun einige Rezepte damit entwickeln, und zwei davon zeige ich Dir auf meinem Blog:
Kekse mit Lavendelblüten und einen Lavendelsirup.

Der echte Lavendel ist ein hervorragendes Küchenkraut, das sowohl für Fleischgerichte und Gemüse,  als auch in der süßen Küche verwendet werden kann.
Hauptsächlich kommen die Blüten, frisch oder getrocknet, zum Einsatz, aber auch die Blätter kann man fein hacken und damit z. B. Ziegenkäse einhüllen oder sie zu Kräutermischungen dazugeben. Grundsätzlich solltest Du Lavendel sparsam dosieren, der typische Duft und das Aroma sollen gerade eben schmeckbar sein und eine besondere Note verleihen, dann ist dieses Gewürz einfach umwerfend.
In der Küche wird bevorzugt der echte Lavendel verwendet, da er mit Abstand das feinste Aroma hat!

Blüten ernten und trocknen: meist werden die Stiele zu einem Strauß gebunden, verkehrt aufgehängt und so getrocknet, dann erst werden die Blüten abgerebelt. Ich finde diese Methode aber nicht gut. Erstens werden die Sträuße beim Hängen staubig, und zweitens werden die dünnen Stiele beim Trocknen sehr brüchig und fallen beim Abrebeln mit in die Schüssel.
Es ist wirklich die Mühe wert, die kleinen blauen Blütchen noch frisch vorsichtig von der Dolde zu zupfen, das macht zwar mehr Arbeit, aber das Ergebnis ist wesentlich  hochwertiger. Man hat wirklich reine Blüten, diese werden zum Trocknen ausgebreitet und nach ein paar Tagen in ein luftdichtes, dunkles Glasgefäß geschüttet. Sie müssen völlig trocken sein, sonst können sie schimmeln!

 

Lavendel

Lavendel

Getrocknete Lavendelblüten

So, nun wird aber gekocht, oder besser gesagt erst mal gebacken, mein erstes Rezept:

Gespritzte Lavendelkekse (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE Juli)

Sie sehen soo hübsch aus und zergehen im Mund, so zart ist die Masse. Wenn Du Lavendel nicht magst oder keinen auftreiben kannst, mit der geriebener Zitronenschale alleine sind die Kekse auch sehr lecker (nimm dann aber 2 EL) … aber eben nicht so außergewöhnlich!

Zutaten für ca. 18 Stück

110 g Butter, zimmerwarm
70 g Staubzucker
1 EL Vanillezucker
1 EL Lavendelblüten, getrocknet oder frisch geerntet
1 kleines Ei
1 EL geriebene Zitronenschale
1 TL Sahne
175 g glattes Mehl
½ TL Backpulver
einige Lavendelblüten zum Garnieren

Zubereitung (ca. 25 Minuten ohne Backzeit)

Backofen vorheizen auf 180° C Heißluft, ein Backblech mit Backpapier belegen. Einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle vorbereiten. (Der Teig ist sehr weich und mürbe, ausrollen und ausstechen wäre nicht möglich!)
Butter und Zucker mit dem Mixer sehr flaumig rühren, etwa 5 Minuten. Nun die Blüten, Ei, Zitronenschale und Sahne einrühren, bis die Masse glatt ist.
Mehl und Backpulver mischen und zur Buttermasse geben, vorsichtig mit dem Mixer verrühren, bis alles gut vermischt ist.
Masse in den Spritzsack füllen und Rosetten mit 5 cm Durchmesser auf das Blech dressieren, dabei am besten außen beginnen. Das benötigt  ein wenig Kraft, aber wenn der Teig weicher wäre, würde die Spritzkontur beim Backen zerrinnen!
Auf jedem Keks einige Lavendelblüten verteilen, dann sofort in den Backofen schieben.
Backzeit ca. 14 Minuten, die Kekse sollen am Rand leicht gebräunt sein, ansonsten eher hell bleiben.
Besonders schön und gleichmäßig werden die Lavendel – Spritzkekse, wenn man sie auf den gefetteten Boden der Muffinmulden eines beschichteten Muffinbleches dressiert. Nach dem Backen 5 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig vom Boden lösen.

Lavendel

Gespritzte Lavendelkekse

Lavendel

Gespritzte Lavendelkekse

Ale zweites Rezept verrate ich, wie ich Lavendelsirup zubereite. Dieses Rezept habe ich zwar auch für die Zeitschrift ausgearbeitet, aber es hatte leider keinen Platz mehr. Du bekommst es ja aber jetzt hier auf meinem Blog!

Lavendelsirup

Zutaten (für ca. 800 ml Sirup)

250 g Kristallzucker
4 EL Lavendelblüten (frisch oder getrocknet)
600 ml Wasser
1 TL Zitronensäure

Zubereitung (15 Min. ohne Stehzeiten)

Ein gut schließendes Marmeladeglas mit einem Fassungsvermögen von ca. 350 bis 400 ml bereitstellen. Eine 1 cm dicke Zuckerschicht in das Glas schütten, darauf einen EL Lavendelblüten verteilen, nun wieder eine Zuckerschicht und erneut Lavendel, bis alles verbraucht ist. Die oberste Lage soll wieder Zucker sein.
Das Glas verschließen und für ein paar Tage durchziehen lassen, am besten an einem warmen, sonnigen Platz.

Lavendel

Lavendel wird mit Zucker angesetzt für Lavendelsirup

Nun die Zuckermischung mit dem Wasser  in einen Topf geben, aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln. Vom Herd nehmen und einige Stunden ziehen lassen.  Den Sirup durch ein feines Sieb abgießen, mit der Zitronensäure erneut kurz aufkochen und sofort in sterile Flaschen füllen.
Die Zitronensäure gibt dem blassblauen Sirup eine schöne Färbung und sorgt für längere Haltbarkeit sowie eine erfrischende Geschmacksnote!
Der Sirup schmeckt herrlich mit Sekt aufgegossen, oder mit Weisswein und Mineralwasser als Lavendelspritzer (sehr angesagt zur Zeit, aber was Du im Restaurant bekommst ist alles chemisch!), toll ist er auch zum Süßen von Obstsalat, besonders im Winter zu tropischen Obstsorten. Du kannst ihn auch bei der Zubereitung von Panna Cotta oder Creme Brulee hinzufügen, schmeckt sehr edel.

Lavendel Lavendel

 

Weiters findest Du in der Zeitschrift sowie auf der KOCHEN UND KÜCHE Webseite  noch:

Lavendelgewürzsalz und Lavendelzucker

Lavendel

Lavendelgewürz und Lavendelzucker

Schweinefilet mit Lavendelgewürz in Backpapierhülle

Lavendel

Schweinefilet mit Lavendelgewürz

Also, beim nächsten Lavendelbeet, an dem Du im Park vorübergehst, wirst Du nicht mehr nur an Seife denken, sondern auch ans Essen! Genieße den Duft und … schnell ein paar Blüten abzupfen!

 

 

 

 

 

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KOCHEN UND KÜCHE im Juni – Rhabarber

Rhabarber

Es folgen nun meine letzten Rhabarberrezepte für dieses Jahr, noch ist er wunderschön und ich kann mir gleich für 2018 neue Rezepte überlegen. Ach wenn er doch den ganzen Sommer über Saison hätte – aber dann wäre der Rhabarber vielleicht nicht so besonders, denn man erntet ihn wirklich nur bis Ende Juni.

Wie immer gibt es in der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE einen allgemeinen Teil über Rhabarber von mir, sowie 5 Rezepte. Drei der Rezepte verlinke ich Dir unten, die kannst Du Dir aus der Onlineausgabe der Zeitschrift holen, zwei Rezepte folgen gleich im Beitrag!

Rhabarbersirup mit Zitronenmelisse

Rhabarber

Rhabarbersirup

Spargel-Rhabarber-Salat mit Rucola und Wachteleiern

Rhabarber

Spargel – Rhabarbersalat mit Wachteleiern und Rucola

Rhabarber Clafoutis

Rhabarber

Rhabarber – Clafoutis

Die Rezepte für Rhabarbercurd und Rhabarber – Minipizzen bekommst Du jetzt hier am Blog.

Rhabarbercurd (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE Juni)

Ich liebe ja Lemon Curd schon sehr heiß, den mache ich auch jedes Jahr wenn es die schönen Naturzitronen aus Italien gibt (April, Mai).

Das englische Wort „Curd“  bedeutet soviel wie „gerinnen lassen“. Lemon Curd ist eine in England verbreitete Aufstrich – Creme aus Zitronensaft, Eiern, Butter und Zucker. Mittlerweile ist diese Art Fruchtaufstrich europaweit beliebt und wird mit diversen Obstsorten hergestellt, dieses Rezept basiert auf  Rhabarberpüree, und ich finde diese Variante besonders lecker.

Du brauchst für etwa 3 Gläschen  zu je 150 ml:

4 Stangen Rhabarber
Saft einer halben Zitrone
80 g Butter
80 g Gelierzucker 2:1
50 g Staubzucker
2 Eier
2 Eidotter

Ich schäle meinen eigenen Rhabarber nicht, da er ja echt Bio ist und sonst die schöne rote Färbung verloren geht!
Die schönen roten Teile der Stangen in 1 cm große Stücke schneiden, 200 g dieser Stücke in einen kleinen Topf geben, mit dem Zitronensaft aufkochen und auf kleiner Flamme zusammenfallen lassen, das dauert etwa 5 Minuten. Das Mus fein pürieren.
Für das Kochen auf dem Wasserbad vorbereiten: eine Kasserolle halb mit Wasser gefüllt, einen darauf passenden Edelstahl – Schneekessel.
Butter, Zuckersorten und Rhabarberpüree in den  Schneekessel  geben und diesen auf die Kasserolle mit dem Wasser stellen. (Das Wasser darf nur köcheln, der Kessel soll die Wasseroberfläche nicht berühren).
Mit einem Schneebesen rühren, bis die Butter geschmolzen ist. Eier und Dotter kurz verschlagen und in den Schneekessel geben, wieder gut mit dem Schneebesen einschlagen und nun ständig weiterrühren, bis die Masse zu stocken beginnt und wie Pudding aussieht, das dauert etwa 10 Minuten. Die Masse darf nicht kochen, sonst gerinnt das Ei!
Am Ende hat der Curd eine Temperatur von ca. 85 °C, (ev. mit einem Zuckerthermometer messen),  und wird nun heiß in sterile Gläschen gefüllt.
Die etwas festere, cremige Konsistenz bekommt der Rhabarber Curd erst nach dem völligen Erkalten.
Er schmeckt lecker als Brotaufstrich, Palatschinkenfülle, im Naturjoghurt, zu Muffins oder Waffeln und als Sauce für meine süße Pizza (siehe Rezept weiter unten  ..)
Im Kühlschrank ist der Curd ungeöffnet etwa 6 – 8 Wochen haltbar.

Rhabarber

Rhabarbercurd

Rhabarber

Rhabarbercurd

Süße Mini – Pizzen mit Rhabarber und Rhabarbercurd (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE Juni)

Diese kleinen Hefeteilchen sehen so süß aus und schmecken nach Frühling! Pizza muss ja wirklich nicht immer herzhaft sein, da kann man sie dann auch nicht so schön rosarot belegen!

Zutaten für 8 Pizzen

100 ml Milch
½ Würfel frische Germ
450 g glattes Mehl
100 g Butter
2 Eier
1 Dotter
Prise Salz
60 g Staubzucker
Abgeriebene Schale einer Naturzitrone
ca. 1 ½ Gläschen Rhabarbercurd (Rezept S. ..)
1 TL Stärke
2 Stangen Rhabarber, nicht geschält
eine Handvoll gehackte Pistazien
8 TL Vanillezucker
(statt Rhabarbercurd ist  auch Erdbeermarmelade sehr gut geeignet!)

Alle Zutaten sollen Zimmertemperatur haben!
20 ml von der Milch mit 1 EL vom Mehl und der Germ verrühren, diesen Vorteig etwa 15 Minuten gehen lassen.
Die Milch erwärmen, Butter darin schmelzen, Eier in der Mischung verquirlen. Das Mehl in eine große Schüssel geben, Milchmischung, Vorteig, Salz und Zitronenschale zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten  (geht auch in der Küchenmaschine).
Den Teig mit Folie abdecken und 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
Backofen auf 170° C Heißluft vorheizen. Zwei  Backbleche mit Backpapier belegen.
Teig auf die Arbeitsfläche heben, wenn möglich kein zusätzliches Mehl verwenden. In 8 Teile teilen, aus jedem Teil einen Ball formen und auf dem Blech zu einer Minipizza auseinanderdrücken, dabei soll am Rand ein kleiner Wulst entstehen.
Curd mit der Stärke verrühren und in die Mitte der Pizzen verteilen. Rhabarber in 5 mm dicke Scheibchen schneiden, diese auf dem Rhabarbercurd verteilen und mit je einem TL Vanillezucker und Pistazien bestreuen.
Nochmal 20 Minuten gehen lassen, dann ca. 20 – 25 Minuten backen. Falls die Teilchen zu schnell bräunen, auf 160° C herunterschalten.
Mit Staubzucker bestreuen und lauwarm servieren,  am besten mit einem Glas Rhabarbersaft!

Rhabarber

Rhabarber – Minipizzen

Rhabarber

Rhabarber – Minipizzen

cover_juniFür die restlichen Rezepte findest Du zu Beginn die Links, in der nächsten Ausgabe wird es blumig, da gehts um kochen mit Lavendel.

Der Rhabarber darf sich dann ab Juli wieder ausruhen, also schnell noch Vorräte anlegen (Sirup, Marmelade, Curd …), dann ist es vorbei!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Rhabarberkuchen mit Mandelrührteig

Rhabarberkuchen mit Mandelrührteig

Der Rhabarber in Mamas Garten hat Hochsaison und hört nicht auf zu wachsen, Gott sei Dank, denn sein Geschmack ist unübertrefflich, Frühling pur! Und ich habe noch das Glück, dass meine Mama ihn nicht unbedingt haben muss (so wie ich als Kind), und so fällt der Großteil der Ernte an mich. Nach ein paar aufwendigen Experimenten (Rhabarbersirup, Rhabarbercurd, Rhabarberterrine …. ja da kommen noch Rezepte) habe ich mich nun für einen unkomplizierten Kuchen entschieden, der schnell gemacht ist und – ebenso schnell vernichtet. Oft wenn ich Kuchen backe, gibt es so ein letztes Stück, das ein paar Tage herumkullert, weil meine Männer den Weg in den Keller nicht finden, und dann muss ich ihn den Krabbeltierchen und Mäusen am Komposthaufen überlassen (naja die leben auch nur ein Mal!).
Dieser Kuchen wurde weggeputzt bis auf den letzten Krümel. Die Masse ist total saftig, eher wie ein Souffle, oder wie Marzipan, wohl durch die Mandeln. Noch warm verspeist, ist es eigentlich fast ein Rhabarberauflauf, so cremig und mit dem warmen Zimt oben drauf, naja probiers einfach selber!

Rhabarberkuchen mit Mandelrührteig

 

Die Masse:

120 g weiche Butter
120 g Staubzucker
4 Eier, getrennt
120 g fein gemahlene Mandeln
50 g glattes Mehl
125 g Creme Fraiche

Der Belag:

4-5 Stangen Rhabarber
40 g Rohrzucker
2 TL Zimt

 

Den Rhabarber kannst Du schälen, ich mache das bei dem Rhabarber aus meinem eigenen Garten nicht. Schneide die Stangen in 4 mm breite Stückchen ( ja so klein) und gib sie in eine Schüssel, es sollten jetzt etwa 350 g Frucht sein. Mische den Rhabarber mit Zucker und Zimt und stelle ihn beiseite.
Heize den Backofen vor auf 170 ° C Heißluft, befette und bemehle eine runde Tarteform mit 28 – 30 cm Durchmesser. (Eine eckige geht natürlich auch!)
Rühre Butter und Zucker sehr flaumig, gib nacheinander die Dotter dazu und mixe jeden einzeln gut ein. Mische nun Mandeln und Mehl, füge es mit der Creme Fraiche zur Eimasse und verrühre alles mit dem Mixer, nur solange, bis alles gut vermischt ist. Schlage die Eiklar mit einer Prise Salz zu steifem Schnee, hebe diesen mit einer Teigspachtel oder einem Schneebesen vorsichtig unter die Mandelmasse.
Verstreiche den Teig in der Tarteform und verteile gleichmäßig die gezuckerten, gezimteten (gibt es das Wort?) Rhabarberstückchen darauf. Und nun ab in den Ofen. Backzeit ca 35 Minuten bei 170 ° C Heißluft, unbedingt nach 30 Minuten nachschauen, jeder Herd ist anders!

Rhabarberkuchen mit Mandelrührteig Rhabarberkuchen mit Mandelrührteig

 

Zu viert kann man den Kuchen locker noch warm wegputzen, gar kein Problem! Schmeckt auch toll mit einer Kugel Vanilleeis als Dessert! Gutes Gelingen!

Rhabarberkuchen mit Mandelrührteig Rhabarberkuchen mit Mandelrührteig

 

 

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Kraftfrühstück: Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

Man kann ja von Modetrends halten was man will, eines steht jedenfalls fest: sie bescheren uns Abwechslung und beleben den Markt immer wieder mal mit interessanten neuen Produkten und Kreationen … das gilt für die Bekleidungsindustrie ebenso wie für unsere Lebensmittel. Und das Schöne daran ist die Tatsache: ich muss es ja nicht mögen, ich muss auch nicht mitmachen, aber ich KANN! Und ich picke mir einfach die Dinge heraus, die ich für mich als gut und bereichernd empfinde, und dazu gehören die so in Mode gekommenen Chiasamen. Ich liebe sie! Alles womit man sie mischt verwandelt sich in Pudding, und gegen Pudding gibt es einfach kein vernünftiges Argument Mische Mangopürree oder pürrierte Bananen mit Chiasamen und lasse es etwas stehen: Pudding! Wirklich, das ist eines meiner liebsten Desserts der letzten Zeit, ich pürriere das Fruchtfleisch einer Mango und einer Banane, rühre etwas Mascarpone darunter (Fett ist ein Geschmacksträger!), zuckere etwas und gebe 2 -3 EL Chiasamen dazu, eine Stunde in den Kühlschrank stellen, fertig. Soooo gesund, sooo lecker, sooo …trendig!
Auch vor meinem griechischen Frühstücks-Joghurtbecher machen die kleinen Samen nicht halt, die machen ihn so richtig dick-cremig.
Du brauchst, für eine Portion:

ein Becher griechisches Naturjoghurt
2 Passionsfrüchte
3-4 Medjool Datteln, entkernt, kleingeschnitten
etwas Honig oder Agavendicksaft
2 EL Chiasamen
eine Handvoll gehackte Walnüsse

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

 

Ja, das ist jetzt ein wirklich kompliziertes Rezept: gib alle Zutaten in eine schöne Müslischale und mische alles, behalte ev. ein paar Nüsse und einige Dattelstreifen zum Garnieren zurück. Bevor Du Dich darauf stürzt, sollte das Powerjoghurt etwa 30 Minuten stehen können, damit es durchzieht und die Chiasamen ihre verdickende Eigenschaft entwickeln können. Und ausserdem machen wir uns ja noch gesunde Frühstückskekse!

Ich sage es gleich: vom Teig her sind das die sonderbarsten Kekse, die ich kenne. Aber sie sind ganz schnell gemacht, schmecken genial und sind zudem ein gesunder Snack. Ich habe das Rezept aus einem älteren toskanischen Kochbuch, und da in der Zutatenliste Olivenöl und Vin Santo ( toskanischer Dessertwein) enthalten sind, hat es etwas gedauert, bis ich mich drübergetraut habe. Aber – sie schmecken wirklich genau so wie die Originale, die man bei einem großen toskanischen Gutshof kaufen konnte. Du darfst nur nicht verzagen, der Teig ist wirklich etwas seltsam in Konsistenz und Verarbeitung.

Zutaten:

250 Gramm glattes Mehl (ich habe glattes Dinkelmehl verwendet)
100 Gramm Staubzucker
1 EL Vanillezucker
50 Gramm Pinienkerne
50 Gramm rohe, ungesalzene Pistazien, grob gehackt
100 Gramm Rosinen, in etwa 3 EL Rum eingelegt (am Besten am Abend vorher)
75 ml gutes Olivenöl
75 ml Vin Santo (oder ein anderer Dessertwein)
1/2 Packung Trockenhefe
eine winzige Prise Salz

Siebe das Mehl mit der Prise Salz in eine große Schüssel und gib zuerst den Dessertwein und dann das Öl hinzu, rühre beides gut mit einem Löffel unter, sodass keine Klumpen entstehen.Gib nun Zucker, Nüsse, Rosinen und Hefe zur Masse und vermische alles solange, bis es sich verbindet und ein glänzender, öliger Teigklumpen wird. Ich habe dafür zuerst den Löffel und dann die Finger genommen, man glaubt zu Beginn die Zutaten würden sich nie vermischen, aber nur Geduld, es geht!

 

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

Zu Beginn ist der Teig etwas störrisch…

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

… aber dann ist es geschafft!

Heize das Backrohr vor auf 160 Grad Heißluft und belege ein Backblech mit Backpapier. Forme mit den Händen kleine Kugeln aus dem Teig und lege sie nebeneinander mit etwas Abstand auf das Blech. (sie gehen nur ein wenig auf).

 

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse
Schiebe das Blech ins heiße Backrohr und backe die Kugeln etwa 20 bis 25 Minuten, sie sollen etwas Farbe bekommen, aber nicht dunkel werden. Brich am Besten am Ende der Backzeit eine Kugel in 2 Hälften und sieh nach, ob sie innen wohl nicht mehr teigig, sondern schön durchgebacken ist.
Lasse die Kekse etwa 5 Minuten abkühlen und bestreue sie dann großzügig  mit Staubzucker!

 

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse
Dies sind sehr typische italienische Kekse, die zum Frühstück ebensogut schmecken wie zum Espresso oder zum Glas Wein am Abend, in einer Keksdose sind sie auch sehr gut eine Woche haltbar.
So, und nun guten Appetit bei Deinem (und meinem)  Kraftfrühstück, wenn Du damit in den Tag startest, hat Frühjahrsmüdigkeit keine Chance!

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

 

 

 

 

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Orangen-Zimtkuchen

Orangen-Zimtkuchen

Nach dem vielen Keksebacken um Weihnachten habe ich nachher meist die Nase voll von Mürbteig, obwohl das ja sonst mein Lieblingsteig ist. Aber das Kneten und Ausrollen lass ich jetzt erst mal hinter mir, heute ist unkomplizierter, schnell gemixter Rührteig angesagt. Und nachdem wir ja noch Winter haben ( oder sowas ähnliches …) gibt es auch Winteraromen: Zimt und Orange, lecker!
Ich mache diesen Kuchen jetzt schon zum dritten Mal in Folge, immer gleiches Rezept, was ja sehr untypisch für mich ist, denn eigentlich könnte man ihn ja jedesmal ein bißchen anders probieren. Aber der kommt bei mir daheim so gut an, dass eine Änderung nur Protest hervorrufen würde. (Mama, wieso machst Du ihn nicht einfach gleich wie letztes Mal?)
Ich hoffe er schmeckt Dir auch so gut, also, mach Dir eine Freude zur Kaffeejause und backe schnell mit!

Zutaten für die Rührteigmasse:

260 Gramm Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
115 Gramm Butter, zimmerwarm
180 Gramm Staubzucker
1 EL Vanillezucker
2 große Eier, zimmerwarm
240 ml Buttermilch, zimmerwarm
abgeriebene Schale einer Bio Orange
2 EL Orangenmarmelade

Zutaten für den Zimtzucker:

1 TL Zimt
1 EL Kakao
1 EL Kristallzucker

Heize das Backrohr vor auf 175 Grad Umluft. Streiche eine Kastenform mit Butter aus und bemehle sie. Mixe die Butter mit dem Zucker, bis sie sehr cremig ist. Rühre nun nacheinander die Eier ein und mixe jedesmal so lange, bis die Masse sich mit dem Ei homogen verbindet. Füge die Marmelade und Orangenschale hinzu.
Mische das Mehl mit Backpulver und Natron und rühre es abwechselnd mit der Buttermilch auf zwei Partien unter die Buttermasse. Nur so lange rühren als nötig!
Vermenge die Zutaten für den Zimtzucker. Fülle nun die Hälfte des Rührteiges in die Kastenform, bestreue die Fläche mit 2/3 des Zimtzuckers und verteile den restlichen Teig darauf. Zuletzt streust Du den übrigen Zimtzucker darüber.

Orangen-Zimtkuchen

Zimtzucker zwischen zwei Teigschichten …

Orangen-Zimtkuchen

… und Zimtzucker oben drauf!

Stelle die Form ins Rohr auf den Gitterrost und backe den Kuchen etwa 45 bis 50 Minuten (Stäbchenprobe machen). Nach dem Backen etwa 10 Minuten abkühlen, dann kannst Du ihn stürzen.

Orangen-Zimtkuchen

Orangenscheiben-Optik meiner neuen Nordic Ware Backform

Zutaten für die Glasur:

100 Gramm Staubzucker
ca. 2 1/2 EL Orangensaft

Verrühre Zucker und Saft kräftig, die Glasur sollte recht zähflüssig vom Löffel tropfen. Bestreiche den warmen Kuchen damit, am Besten geht das mit einem Silikonpinsel. Für die Optik kannst Du noch etwas Orangenschale darüberreiben.

Orangen-Zimtkuchen

Und nochmal Orange in der Glasur!

Der Kuchen ist durch die Buttermilch sehr saftig, und Zimt mit Orangen, das ist einfach immer unschlagbar!

Orangen-Zimtkuchen

Orangen-Zimtkuchen

Orangen-Zimtkuchen

Einfach genießen!

 

 

 

 

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