Monat: Oktober 2017

Buchvorstellung „Brot, Gebäck und Brotaufstriche“

Haferbrot

Meine Kochbuchsammlung hat wieder mal Zuwachs bekommen! Nachdem ich ein paar Einrichtungsgegenstände umplatziert habe, konnte eine weitere Buchablage Stellung beziehen, die „Neuen“ müssen also nicht wochenlang heimatlos am Esstisch herumkugeln.
Ich habe zwei Neuerscheinungen vom Leopold-Stocker-Verlag erhalten,daraus werde ich wieder einiges nachkochen und Dir beide Bücher vorstellen.
Im heutigen Post geht es um eines meiner Lieblingsthemen, nämlich Brot und Gebäck … und tolle Aufstriche. Das Kochbuch, um das es heute geht, heißt:
Brot, Gebäck und Brotaufstriche„, und ist eine Zusammenfassung der 106 besten Rezepte aus der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE der letzten Jahre. Und ich nehme es gleich vorweg, ich bin begeistert! Ich backe ja leidenschaftlich gerne Brot und Weckerln, und das schon bald 30 Jahre lang, und man denkt immer, da kann es doch nichts Neues mehr geben. Aber das Buch ist voll mit ausgefallenem Brot und Gebäck, tollen Weckerlideen, deftigen Muffins und ungewöhnlichen Brotaufstrichen (von mir ist auch ein Rezept mit Foto dabei, FREU!)
Der Einleitungsteil bietet viele hilfreiche Informationen vor allem für Brotback-Einsteiger, aber auch für „alte“ Brotbäcker ist so eine Praxis-Auffrischung toll, denn durch die Gewohnheit und Routine vergisst man oft entscheidende Grundregeln. Wisenswertes über Mehl und die verschiedenen Sorten, gefolgt von Tips zur Teigzubereitung, zur Hefe und zum Sauerteig sind hier kurz und effizient zusammengefasst, lassen sich immer wieder schnell nachschlagen, so dass auch Dein erster Laib Brot ein Erfolg werden kann. Ganz wichtig ist die Info zur Flüssigkeitsmenge, und man kann es nicht oft genug sagen: jedes Mehl benötigt eine andere Menge Flüssigkeit, es gibt kein Rezept, das hier eine 100 % richtige Angabe machen kann, es gehört viel Erfahrung dazu, zu erkennen, wann ein Brotteig passt, und Erfahrung kommt nur durch das „machen“, also nicht aufgeben! Und nie die ganze Flüssigkeit zu Beginn zugeben, immer nach und nach. Es folgen 4 Kapitel voller leckerer Ideen:
Brote
Pikantes Gebäck
Süsses Brot und Gebäck
Aufstriche pikant und süss

Meine Versuchsbrote waren das Haferbrot von Seite 17, das Bauernmischbrot mit Kernen von Seite 21, das Faltbrot von Seite 31, und der Mangoldaufstrich von Seite 115. Alles ist supergut geworden, ich zeige Dir heute das

Haferbrot mit dem Mangoldaufstrich.

Beim Brot haben sich bei mir einige Änderungen ergeben, statt des im Rezept angegebenen Weizenmehls habe ich glattes Dinkelmehl verwendet (ich versuche Weizenmehl soweit wie möglich zu vermeiden …), und ich habe etwas weniger Wasser verwendet als im Buch, da mir die Menge als sehr großzügig vorkam. Trotzdem ist mir mein Teig zu weich geworden, denn ich muste ja Fehler Nummer 1 machen: gleich das ganze Wasser dazuschütten. Naja, man lernt nie aus! Auf jeden Fall habe ich beschlossen, kein Mehl mehr zuzufügen, sondern das Brot im heissen gußeisernen Topf zu backen, so konnte es nicht auseinanderfließen. Das Ergebnis war hinreißend. (ist dieses Adjektiv zu geschwollen für einen Laib Brot?…) Auf gehts, ich zeig Dir die Topfmethode (die ich im Buch übrigens vermisst habe, denn das Brot wird auf diese Weise fast so wie ein Brot aus dem Holzofen. Das ist aber auch schon das Einzige, was ich an dem Buch zu meckern hätte!).

für das Haferbrot brauchst Du:

130 g kernige Haferflocken
375 ml Wasser
15 g Hefe
1 TL Rohrzucker
270 ml Wasser
125 ml Milch
500 g glattes Dinkelmehl
1 TL Salz

Gib Haferflocken und die 375 ml Wasser in einen Topf und erhitze alles, bis die Flocken das Wasser aufgesaugt haben.
Löse Hefe und Zucker in der Milch auf. Mische das Mehl und die abgekühlten Haferflocken, Salz, die Hefemilch und die Hälfte des Wassers. Beginne zu kneten, füge bei Bedarf das restliche Wasser hinzu. Bei der Topfmethode kann der Teig ruhig sehr weich sein, sodass man ihn eigentlich gar nicht mehr mit der Hand, sondern nur mehr mit der Küchenmaschine (oder Mixer) kneten kann. Bestreiche die Oberfläche mit etwas Öl und lasse den Teig gehen, bei mir waren es etwa 2 Stunden. Im Originalrezept werden 30 g Hefe verwendet, das verkürzt natürlich die Gehzeit. Ich arbeite jedoch lieber mit weniger Hefe und längeren Gehzeiten, das gibt einen noch besseren Geschmack!
Heize den Backofen vor auf 230 ° C und stelle einen gußeisernen Bräter hinein, mit Deckel! Der Topf muss sehr heiß werden.
Schneide ein quadratisches Stück Backpapier zu, zerknülle es zu einem Ball, streiche es wieder aus und lege es in eine Mixerschüssel, die in etwa die Größe des Bräters hat. Knete den Teig nun mit der Maschine nur mehr ganz kurz zusammen und befördere ihn dann in die Schüssel, auf das Papier. Versuche, mit geölten Händen einen schönen Ball aus der Oberfläche zu formen, und lasse den Teig nochmal gehen, etwa 40 Minuten.

Haferbrot

2. Aufgehen im Backpapier

Öffne nun Herd und Topf, lege den Teigball vorsichtig in den heißen Topf, indem Du an den Ecken des Papiers angreifst, und gib sofort wieder den Deckel drauf. Backe das Brot 25 Minuten bei 230 ° C, entferne dann den Deckel, reduziere die Hitze auf 200 ° C und backe das Brot so noch etwa 20 Minuten fertig. Nimm den Laib mit dem Backpapier aus dem Topf und lasse ihn auf einem Gitter abkühlen.

Haferbrot

Das fertige Haferbrot … das kann man doch fast riechen, oder?

Haferbrot

Haferbrot

Mangoldaufstrich

Für unser tolles Brot brauchen wir nun auch einen Aufstrich, mal was anderes, und da ich noch Mangold im Garten habe, kommt mir die Idee zu einem Mangoldaufstrich gerade recht.

Du brauchst:
250 g Mangoldblätter
1 Zwiebel, geschält
1 Knoblauchzehe, geschält
5 ELOlivenöl
2 EL Butter
60 g Cashewnüsse
Salz, Pfeffer, Limettensaft

Im Originalrezept werden Reismehl und Erdmandelflocken zum Binden verwendet, ich nehme lieber Cashewkerne. Weiche die Cashewnüsse in warmem Wasser ein und lasse sie so etwa eine Stunde stehen.
Wasche den Mangold und schneide ihn klein. Hacke Zwiebel und Knoblauchzehe fein und brate beides im Olivenöl an. Gib den Mangold dazu und dünste ihn, bis er zusammenfällt. Füge die Butter dazu, lasse sie schmelzen, und würze die Masse mit Salz, Pfeffer und Limettensaft.

Haferbrot

Mangold anrösten

Gieße das Wasser von den Nüssen ab und gib sie mit der Mangoldmischung in einen Blender, püriere alles fein, fülle es in ein hübsches Schüsselchen und lasse den Aufstrich im Kühlschrank erkalten. Er wird so cremig und streichfähig.

Haferbrot

Was für eine gesunde Jause, selbstgebackenes Haferbrot mit würzigem Mangoldaufstrich!

Auch das Bauernmischbrot mit Kernen ist sooo gut geworden, ich habe es heute gebacken, und am Abend war nur mehr ein kleines Stück da …

Haferbrot

Bauernmischbrot mit Kernen

Das gefüllte Faltbrot war auch ein großer Erfolg, ich habe keine Kräuterbutter – wie im Rezept angegeben – gemacht, sondern die Teiglagen mit meinem selbstgemachten Pesto gefüllt. Wir haben genascht und genascht, und der Fotoapparat hat nicht gerufen, ich habe einfach vergessen es festzuhalten. Aber vielleicht hast Du ja Lust auf das Brotbuch bekommen, und aufs Backen von Gebäck, dann siehst Du auf Seite 31, wie das Faltbrot aussieht … genau so hat es nämlich auch bei mir ausgesehen, vor der Vernichtung. Wirklich ein gelungenes Werk zum Thema Brot, und Du unterstützt einen heimischen Verlag, keinen chinesischen!

 

 

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Ausflugstip Kürbisdorf Diepersdorf in der Südsteiermark

Kürbisdorf, Straden

Nach meinen Kürbisrezepten hast Du vielleicht Lust auf Kürbis bekommen, vielleicht auch Lust auf einen Herbstausflug mit all den schönen Farben, und da habe ich nun einen Tip für Dich: Du kannst beides verbinden!
Das kleine Diepersdorf liegt auf dem Weg nach Radkersburg (Südsteiermark), und die Straße durch den Ort ist gesäumt von Kürbisbauern und ihrer Ernte, die Du dort natürlich auch kaufen kannst. Die Höfe haben ihre Einfahrten, Scheunen und Vorplätze mit ihren wunderschönen Kürbissen liebevoll dekoriert, die vielen Sorten sind eine Augenweide, und natürlich ist mein Kofferraum nach jedem Besuch voll mit Herbstdeko in Kürbisform, sowie vielen essbaren Arten, die sich locker bis Jänner halten.
Ich kaufe gerne im schönen Hofladen der Familie Trettan ein, dort bekommt man neben Kürbis auch selbstgemachte Würstl, Selchfleisch, Aufstriche, Leberkäse und Bauernbrot. Im Laden werden zudem auch viele Delikatessen von anderen Höfen verkauft, Säfte, Wein usw.
Den Hof der Familie Trettan findest Du direkt an der Hauptstrasse, in Diepersdorf 17, 8480 Mureck.

Kürbisdorf, Straden

Der Hof der Familie Trettan in Diepersdorf 17

Kürbisdorf, Straden Kürbisdorf, Straden

 

Wir haben diesmal zum Abschluss unseres Ausfluges – ich war mit meinen Eltern und meiner Hundedame unterwegs – den hübschen Ort Straden besucht. Er liegt wunderschön auf einer Anhöhe inmitten von sanften Weinbergen, Wäldern und Wiesen, hat eine schöne alte Kirche und – ein Delikatessengeschäft, das De Merin.

Kürbisdorf, Straden

Delikatessen De Merin, Straden

Kürbisdorf, Straden
Auch dort kannst Du köstliches aus der Umgebung kaufen, aber auch Kuchen, Kaffe oder ein Glas Sekt und ein Rohschinkenbrot genießen, bei Sonnenschein natürlich draussen am Dorfplatz.

Kürbisdorf, Straden

Gemütliche Jause Am Dorfplatz bei De Merin

Schöne Landschaft. gutes Essen, fette Beute … kann ich nur empfehlen!

Kürbisdorf, Straden

Landschaft bei Straden

Kürbisdorf, Straden

Straden

 

 

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Muskatkürbis und Butternusskürbis, Tips und Rezepte für KOCHEN UND KÜCHE Oktober

Muskatkürbis und Butternusskürbis,

Der Herbst ist da, die Blätter fallen, der Gemüsegarten lichtet sich, am Morgen ist es kalt und neblig, und die Tage werden kürzer. Obwohl ich – vom Klima her – ein Sommermensch bin, gibt es sooo viel, was ich an dieser Jahreszeit liebe: Sturm und Kastanien, reife Äpfel vom Baum, Nüsse klauben (heuer nicht, die mussten ja alle erfrieren!), die schönen Farben der Natur, das erste Feuer im Kamin, und natürlich KÜRBISSE!!

Kürbisse sind einfach ein Gesamtkunstwerk der Schöpfung, die tollen Formen und Schattierungen, der Geschmack und die unglaubliche Vielseitigkeit in der Küche, ach, ich liebe sie einfach.
Mein Beitrag für die Oktober-Ausgabe von KOCHEN UND KÜCHE beschäftigt sich mit dem Muskat – und dem Butternusskürbis. Im allgemeinen Teil findest Du geschichtiliche, botanische und gesundheitliche Infos zum Kürbis sowie Tips zur Verwendung in der Küche, der Link dazu:

Die Familie der Moschata-Kürbisse

Und es gibt wieder drei Rezepte, zwei davon poste ich hier auf meinem Blog für Dich, und zwar eine Kürbis-Apfel-Marmelade mit Kardamom und eine Kürbisfocaccia mit Rosinen und Fenchel.
Diese Marmelade war auch für mich eine Premiere, aber die ist sowas von lecker geworden, dass ich sie nun bestimmt jedes Jahr zubereiten werde. Und sie schmeckt himmlisch auf der Kürbis-Focaccia!

Also, lass uns mit der Marmelade beginnen, damit wir dann etwas auf das Brot streichen können!

Muskatkürbis und Butternusskürbis

Kürbis-Apfel-Marmelade mit Kardamom (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE Oktober 2017)

Zutaten, für etwa 6 Gläser zu je 200 ml

600 g Muskatkürbis, geschält, entkernt, gewürfelt
400 g Äpfel, geschält, entkernt, gewürfelt (säuerlich-würzige Sorten wie Rubinette, Boskop oder Cox Orange)
Saft einer Zitrone
50 ml Weißwein
400 g 2:1 Gelierzucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Kardamomsamen (Gewürzfachhandel)

Zubereitung (30 Min. mit Kochzeiten)

Das Fruchtfleisch von Äpfeln und Kürbis mit dem Zitronensaft und dem Wein in einen Topf geben und bei sehr sanfter Hitze langsam weich köcheln, öfter umrühren.
Die Masse in einer Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu feinem Mus pürieren.
Zurück in den Topf füllen, dabei nochmal wiegen, es sollte ein Kilo Püree sein!
Den Gelierzucker gut mit der Creme verrühren.
Die Kardamomsamen im Mörser zerstoßen und ebenso in die Kürbismasse mischen.
Auf kleiner Flamme unter Rühren aufkochen, 4 Minuten unter Rühren köcheln lassen und noch heiß in sterile Gläschen füllen.

Eine weitere leckere Kombination sind 500 g Kürbispüree, 500 ml Orangensaft und etwas Zimt, hier 500 g Gelierzucker verwenden, da die Masse flüssiger ist.

Muskatkürbis und Butternusskürbis

Kürbis-Apfel-Marmelade mit Kardamom

Anmerkung: kaufe Kardamomsamen nie gemahlen, denn dann hat dieses traumhafte Gewürz schon viel Aroma verloren. Du kannst die Samen in eine Gewürzmühle füllen und hast so immer frisch gemahlenen Kardamom. Ich kaufe am liebsten die Samen noch in ihren Kapseln, öffne diese dann und löse die Samen heraus (jeder Inder hätte eine Freude mit mir!).

Und nun brauchen wir natürlich für diese besondere Marmelade auch ein besonderes Brot. Meine Kürbisfocaccia schmeckt zu herzhaften Gerichten  oder einer Käseplatte ebenso gut wie zum Nachmittagskaffee, mit Butter und Marmelade. Wenn Du zu Ostern das Osterbrot mit den Rosinen, mit dem Schinken belegt, magst, dann wirst Du auch dieses Brot lieben.

Kürbisfocaccia mit Rosinen und Fenchel (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE Oktober 2017)

Zutaten für eine Focaccia mit 1 Kilogramm

500 g Muskatkürbisfleisch ohne Kerne und Schale
Olivenöl für die Auflaufform
75  ml Wasser
2 EL Olivenöl
2 EL Rohrzucker
80 g Rosinen
50 ml Wasser
2 EL Mehl
10 g frische Hefe
600 g glattes Mehl (Weizen oder Dinkel)
1 TL Salz
2 EL griechisches Naturjoghurt
1 Eiweiß + etwas Wasser zum Bestreichen
2 EL Fenchelsamen

Zubereitung (60 Min. ohne Stehzeit und Backzeit)

Backofen vorheizen auf 180 ° C Umluft. Kürbisfleisch in 2/2 cm große Würfel schneiden, in eine geölte Auflaufform legen und im Ofen etwa 45 Minuten backen, bis das Fleisch weich ist. Etwas abkühlen lassen, dann im Blitzhacker oder Blender mit dem Wasser, Zucker und Öl zu Püree verarbeiten, 400 g davon für den Teig abwiegen.
Die Rosinen in warmem Wasser einweichen.
Für den Vorteig 50 ml Wasser mit den 2 EL Mehl und der frischen Hefe verrühren und stehen lassen bis sich Bläschen zeigen.
Mehl,  Kürbispüree, Salz, Joghurt und Vorteig mit der Küchenmaschine zu einem weichen Teig kneten (sollte noch Flüssigkeit benötigt werden, ev. noch einen EL Joghurt zugeben), zuletzt die Rosinen aus dem Wasser auf ein Küchentuch geben, etwas abtrocknen und unterkneten. Den Teig in eine geölte Schüssel geben, zu einer Kugel formen, mit Frischhaltefolie abdecken und gehen lassen, bis sich die Masse verdoppelt hat. Das dauert je nach Raumtemperatur ca. 2 Stunden.
Eine flache, rechteckige Auflaufform mit etwa 25/35 cm mit Backpapier auslegen. Teig auf der Arbeitsfläche nur mehr kurz zu einem Rechteck zusammenfalten, in die Form legen und sanft auf die Größe der Form zurecht drücken. Mit dem bemehlten Ende eines hölzernen Kochlöffelstieles gitterförmig Löcher in den Teig drücken, nochmal ca. 40 Minuten gehen lassen.
Backofen vorheizen auf 200 ° C, ein flaches Gefäß mit Wasser auf den Ofenboden stellen.
Eiweiß mit ca. 2 EL Wasser verquirlen, nach der Gehzeit die Oberfläche der Focaccia damit bestreichen, mit Fenchelsamen bestreuen und in mittlerer Höhe in den heißen Backofen stellen. Etwa 30 Minuten backen.

Tagliatelle vom Butternusskürbis mit Pesto aus Karottengrün und Estragon

Kürbis Focaccia mit Rosinen und Fenchel

Mein Tip: bereite gleich die doppelte Menge Kürbispüree zu, dann kannst Du die nicht benötigte Hälfte als Vorrat einfrieren! Die Focaccia passt herrlich zu einer herbstlichen Käseplatte mit Weintrauben, schmeckt aber auch toll zum Frühstück mit der Kürbis-Apfelmarmelade (siehe Rezept).

Nun verlinke ich Dir noch das 3. Rezept, und das sind Tagliatelle vom Butternusskürbis mit Pesto aus Karottengrün und Estragon. Nudeln aus Gemüse zu machen ist ja zur Zeit sehr trendig, und das ist ausnahmsweise mal ein Trend, der es Wert ist, mitzumachen. Vom Butternusskürbis lassen sich ganz toll Bandnudeln runterhobeln, und das Gericht schmeckt echt gut und ist mal etwas ganz Anderes aus Kürbis.

Tagliatelle vom Butternusskürbis mit Pesto aus Karottengrün und Estragon

Muskatkürbis und Butternusskürbis

Tagliatelle vom Butternusskürbis mit Pesto aus Karottengrün und Estragon

 

Also schnell ein paar hübsche Kürbisse kaufen, und dann viel Spass in der Küche!

 

 

 

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Überbackene Lauch-Steinpilznudeln

Überbackene Lauch-Steinpilznudeln

Obwohl die Tiefkühlschränke voll sind mit gefrorenen Schwammerln, und sich die Gläser mit gedörrten Pilzen im Vorratskeller stapeln, wenn einen das Schwammerlfieber mal gepackt hat, kann man einfach nicht mehr aufhören. Jedenfalls nicht, solange noch irgend etwas Essbares im Wald steht. In unserem speziellen Geheimwald – und jeder Schwammerlsucher kennt so einen – wächst seit heute jedenfalls kaum mehr etwas verwertbares, denn mein Sohn und ich haben wieder gnadenlos zugeschlagen. Steinpilze, Parasole und ein ganzer Baumstumpf voller Hallimasch Pilze bereichern in den nächsten Tagen unseren Speiseplan. Aber da sind ja noch die zahllosen kaum bekannten Pilze, die wir zwar nicht essen können, die uns aber mit ihrem hübschen Aussehen verzaubern. Ich habe die Sorte von „Pilzesammlern“ nie verstehen können, die nicht verwendbare Schwammerln umtreten oder ausreissen und wegwerfen, was für eine Beleidigung der Natur, die doch so perfekt ist!
Bevor Du also heute was zu essen bekommst, entführe ich Dich erst mal in die geheimnisvollen Tiefen des Waldes, wo ganz bestimmt unter manchem schönen Pilz der eine oder andere Troll haust!
(Anmerkung: die ersten 3 Fotos hat mein Sohn gemacht, auch das von dem schönen Steinpilz, im Wald bin ich zu aufgeregt zum Fotografieren)

Pilze

Pilze

Pilze

Hallimasch

Pilze

Schirmtindling – oder der Ballettrock einer Elfe?

Pilze

Fehlt noch der König der Pilze, der Steinpilz! Einige Prachtkerle haben wir heute gefunden, und die werden wir gleich verarbeiten, zusammen mit dem letzten, heute geernteten Lauch. Pilze, Lauch, Nudeln, dazu eine cremige Sauce, mit viel Käse überbacken … das würde sogar Schneewittchen aufwecken!

Steinpilz, noch nicht geerntet

Überbackene Lauch-Steinpilznudeln

Lauch frisch geerntet

Für unser überbackenes Nudelgericht brauchst Du, für 4 Personen:

250 g Lauch, in schmale Ringe geschnitten
30 g Butter
ca. 300 g blättrig geschnittene Steinpilze
eine mittelgroße Zwiebel, gehackt
Olivenöl
etwas Cognac und Sahne
Salz, Pfeffer
300 g Nudeln
200 g geriebenen Hartkäse
2 EL frischen Thymian
einige Blättchen Salbei, gehackt
einige Zweige Petersilie, gehackt
1 Ei
4 EL Frischkäse (z.B. Philadelphia)

Überbackene Lauch-Steinpilznudeln Überbackene Lauch-Steinpilznudeln

Den Lauch dünstest Du in der Butter, bis er weich ist, das dauert ca. 5-7 Minuten. (Er soll nicht matschig werden!) Gib den gegarten Lauch in eine kleine Schüssel und stelle ihn beiseite.
Brate die Zwiebel in etwas Olivenöl an (nicht zu wenig!), gib die Pilze dazu und röste diese gut durch, lösche mit etwas Cognac und einem Schuss Sahne  ab und dünste die Pilze weich. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab und stelle auch diese beiseite.

Überbackene Lauch-Steinpilznudeln
Heize den Backofen vor auf 200 ° C Heißluft.
Koche nun die Nudeln laut Packungsangabe in reichlich Salzwasser (Ich habe hier Farfalle verwendet), seihe sie ab, gib sie in eine große Schüssel und vermische sie mit den Pilzen und dem Lauch. Verschlage das Ei mit dem Frischkäse, gib auch diese Mischung sowie den halben geriebenen Käse und die Kräuter zu den Nudeln und hebe alles gut unter. Fülle die Masse in eine geölte Auflaufform und verteile den restlichen geriebenen Käse darüber.

Überbacke den Auflauf nun etwa 15 Minuten, schalte dann die Grillfunktion dazu und lasse die Oberfläche braun und knusprig werden. Mahlzeit!

Überbackene Lauch-Steinpilznudeln Überbackene Lauch-Steinpilznudeln

Bei allem was um uns herum falsch läuft, ist es doch schön zu sehen, dass wir unsere Natur noch nicht ganz in die Knie gezwungen haben, denn es wachsen immerhin noch Pilze aus der Erde! Wir sollten wirklich alles dafür tun, dass das auch so bleibt.

 

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