Monat: Dezember 2016

Weihnachtsdessert in weiss – rot

Ich genieße es, für meine Lieben die Weihnachtsgeschenke zu verpacken.Das habe ich heute in den letzten zwei Stunden zelebriert, ich bin alleine daheim, zünde ein paar Kerzen an, auf jedem Sessel ringelt eine Katze (der Hund zum Glück am Boden!), und die ganze Küche liegt voll mit Bändern, Papier und den diversen Überraschungen für jeden.
Und ein kleines Gläschen Sekt und ein paar Kekse gönne ich mir nebenbei, als Stärkung in dem Chaos.
Natürlich kommt es zu Weihnachten nicht nur auf die Geschenke an, diese Diskussion bewegt uns ja seit Jahren, aber mal ehrlich, ich wüsste nicht, was daran so schlimm sein soll! Ich schenke gerne, und ich bekomme auch gerne Packerln, und ohne das wäre dieses Fest nicht dasselbe, für mich jedenfalls. Man muss es ja nicht übertreiben, aber es ist doch schön, sich zu bemühen, den wichtigsten Menschen im Leben eine Freude zu machen, und auch selber zu sehen, dass sich jemand über meine Wünsche Gedanken gemacht hat. Ich sehe auch nichts erzwungenes daran, dass es gerade zu Weihnachten sein muss, ich finde es ist einfach eine schöne Tradition.

 

Weihnachtsdessert

Schwedischer Preiselbeersirup

Nachdem die liebevoll verpackten Gaben nun endlich alle beschriftet vor mir stehen, habe ich noch etwas Zeit, bevor meine Männer hungrig das Haus stürmen, und die verwende ich für meinen Blog.
Ganz schnell noch, im letzten Moment, habe ich ein Weihnachtsdessert für Dich. Ich habe es im letzten Jahr für unsere IKEA Hauszeitung zubereitet und mache es seither immer gerne. Hauptdarsteller ist unser Preiselbeersirup, bei IKEA bin ich ja quasi von diesem Sirup umzingelt. Preiselbeeren sind ja etwas sehr schwedisches, und durch die wunderschöne intensiv rote Farbe sehr weihnachtstauglich!
Dieses Dessert ist wirklich sehr einfach in der Zubereitung, Du benötigst nicht viele Zutaten und es ist optisch ein echter Hingucker, durch die Farben und das rot funkelnde, wabbelige Gelee!
Den Preiselbeersirup kannst du Dir noch ohne Probleme besorgen, IKEA hat am Weihnachtstag bis eins offen, und nachdem fast alle Weihnachtssachen weg sind und wir schon bald wieder die Sommermöbel aufstellen (oh ja …) wird nicht mehr so viel los sein.
Die Menge reicht für 4  Portionen.

Für das Gelee brauchst Du:

150 ml Preiselbeersirup
350 ml Wasser
4 Blatt Gelatine

Für die Mascarponecreme:

200 Gramm Mascarpone
200 Gramm Joghurt
50 Gramm Zucker, davon 1 EL Vanillezucker

Die Gelatineblätter zum Erweichen in kaltes Wasser legen. Saft und Wasser mischen, 150 ml davon erhitzen und die weichen, ausgedrückten  Gelatineblätter darin auflösen. Nun die heiße Lösung mit der Gelatine langsam und löffelweise in den restlichen kalten Saft rühren und ca. 3/4 der Flüssigkeit auf 4 hübsche Gläser verteilen. Das restliche Viertel kommt in eine eckige kleine Vorratsdose, das behalten wir als Topping zurück. Alle Gefäße in den Kühlschrank stellen und den Inhalt fest werden lassen. ( dauert 2-3 Stunden).
Nun Joghurt, Mascarpone und Zucker mit dem Mixer cremig rühren und vorsichtig auf das wabbelige Preiselbeergelee verteilen. Das zurückbehaltene Gelee Stürzen, mit dem Messer in Würfel teilen und eine rote „Haube“ auf die weisse Masse setzen, nochmal kühl stellen. Das Dessert schmeckt am Besten, wenn man es eine halbe Stunde vor der Vernichtung aus dem Kühlschrank holt!

Weihnachtsdessert Weihnachtsdessert

 

Ich wünsche Dir wunderschöne, genussvolle Festtage, viel Zeit für Deine Familie und dass alle Kekse vernichtet werden! Und ich freue mich sehr, wenn Du mich im nächsten Jahr wieder besuchst!

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Hirschbraten mit überbackenem Sellerie-Kartoffelpürree, und ein neuer Topf!

Ich arbeite bei IKEA. Habe ich schon öfter mal erwähnt. Auch ab und zu in der Geschirrabteilung, was mir von der Kundenberatung fast am Besten gefällt, denn da gehts immer – ums Kochen! Zudem habe ich ja fast von jeder Topfserie (natürlich nur von den hochwertigen!) ein Stück daheim, meine begeisterten Ausführungen (wenn ich auf einen geduldigen Kunden treffe) beruhen also meist auf persönlicher Erfahrung.
Deshalb, und wirklich nur deshalb, habe ich kürzlich wieder einen unserer neuen Bratentöpfe erworben, nämlich um diesen im Alltag zu testen. Gott sei Dank gibt es jedes Jahr Neuheiten!
Die Neuheit am IKEA Kochhimmel, die Serie HELIGHET, besticht durch Vintage Optik in cremefarbenem Email, die Bräter sind oval, Topf und Deckel mit Ohrengriffen, sie sehen aus als würden sie direkt aus Omas Küche kommen.
Email ist einfach ein tolles Material in der Küche, deshalb boomt es zur Zeit ja auch wieder sehr!

Helighet Bräter

Der neue HELIGHET Bräter von IKEA

Der neue Bräter hat mich heute zu Wildbraten inspiriert, Email läßt keine Flüssigkeit verdunsten, durch den passgenauen Deckel bleibt alles saftig!
Also, laß uns kochen!

Vorweihnachtszeit, Zeit für ein festliches Gericht, Zeit für Wild! Wildfleisch sollte im Herbst und Winter öfter konsumiert werden, es ist immer Bio, es handelt sich um das Fleisch Artgerecht lebender Tiere, es ist gesund und enthält wohl kaum Antibiotika oder ähnliches. Es ist NACHHALTIG, um das neueste Modewort (das aber durchaus Sinn macht) zu verwenden!
Ich kenne allerdings viele Menschen, die Angst haben, Wildfleisch zuzubereiten. Es würde nicht weich, wäre trocken und schmecke streng.
Nein! Stimmt nicht! Mein Papa war früher Jäger, meine Mama hat oft Wild gekocht, und es war immer lecker. Wichtig ist: Gewürze einreiben und über Nacht ziehen lassen (ev. auch in einer Rotweinbeize), niedere Gartemperaturen und lange Garzeiten, gut aufgießen, mit Fond oder Wein, sodass viel Saft entsteht. Sehr magere Stücke kann man auch in Speck wickeln. Für Wildanfänger ist Ragout zu empfehlen, das kann ohne Gefahr einige Stunden schmurgeln und wird nie trocken.
Wildfleisch bekommst Du heute bei speziellen Metzgereien in der Stadt, in gut sortierten, großen Lebensmittelmärkten und am Land … nun, am Besten den Nachbarn oder bei der Gemeinde fragen, oder am Bauernmarkt. Ich bin  in den Besitz von zwei schönen Stücken Hirschschlögl gekommen, die braten wir jetzt gemeinsam.

Hirschbraten mit überbackenem Sellerie-Kartoffelpürree

Hirschschlögl

Hirschschlögl, ich verwende 2 Stücke zu je 400 Gramm
Etwas Olivenöl

1 große rote Zwiebel, gehackt
2 Karotten, kleingehackt
2 Stangen Staudensellerie, kleingeschnitten
eine Petersilwurzel, gehackt
1/4 Liter dunkles Bier
200 ml Wildfond (selbstgemacht oder aus dem Delikatessenladen), sonst ev. Rindsuppe
4 EL Ribiselgelee
Salz

Wildgewürz-Mischung:
1 TL Rosa Pfeffer
1 TL Wacholderbeeren
1 TL getrockneter grüner Pfeffer
etwas Zimtrinde, zerbröselt
eine Gewürznelke

Für das Wildgewürz alle Zutaten im Mörser zerstampfen.

Das Fleisch mit Olivenöl begießen und mit der Wildgewürz-Mischung einreiben. Über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag das Fleisch salzen, Olivenöl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch rundum anbraten. Herausnehmen und mit dem ausgetretenen Saft in einer Schüssel beiseite stellen. Bräter etwas auswischen, erneut etwas Olivenöl hineingeben. Backrohr vorheizen auf 130 Grad Heißluft.
Zwiebel anbraten, Gemüsemischung zugeben, durchrösten, mit  Bier und  Wildfond ablöschen. Mit Salz abschmecken, Fleisch einlegen, mit je 2 EL Ribiselgelee bestreichen und im zugedeckten Bräter ins Rohr schieben.

Hirschbraten mit überbackenem Sellerie-Kartoffelpürree

Der Hirschschlögl kommt in den Bräter, zum Saft und dem Gemüse

Hirschbraten mit überbackenem Sellerie-Kartoffelpürree

Auf den Hirsch kommt eine Glasur aus Ribiselgelee (ja!)

Mein Braten war 2 Stunden im Rohr, wobei ich nach eineinhalb Stunden auf 120 Grad reduziert habe. Die niedrigen Temperaturen sind sehr wichtig, sonst wird das Fleisch zu durch und trocken! (Ein dickeres, schwereres Stück kann natürlich ev. länger brauchen). Nach der Bratzeit Fleisch aus dem Bräter nehmen und in Alufolie wickeln. Die Hälfte des Saftes mit etwas Sahne mit einem Pürrierstab pürrieren und wieder zum Natursaft in den Topf geben. Fleisch auswickeln, am Besten mit einem Elektromesser in dünne Scheiben schneiden und in den Saft legen. Bräter zudecken und ev. vor dem Anrichten nochmal kurz am Herd erwärmen.(nur heiß machen, nicht mehr kochen!)

Hirschbraten mit überbackenem Sellerie-Kartoffelpürree

Der aufgeschnittene Braten sollte im Saft ruhen

Die Beilage, unser Pürree, kann man super während der Bratzeit vorbereiten und die fertig bereitgestellte Auflaufform 20 Minuten vor dem Anrichten ins Rohr schieben. Ich habe dieses Pürree doppelt fein pürriert, es macht etwas Arbeit, wird aber wunderbar cremig!

Für das überbackene Sellerie-Kartoffelpürree:

300 Gramm Sellerieknolle, geschält, gewürfelt
300 Gramm Kartoffeln, geschält, gewürfelt
etwa 1/4 Liter Milch
Salz, Pfeffer, Ingwerpulver
ca. 40 Gramm Butter
3 EL Frischkäse (Philadelphia)
etwas Sahne zum Beträufeln

Selleriewürfel und Kartoffelwürfel in einen Topf geben, mit der Milch übergießen (das Gemüse soll knapp bedeckt sein) und zugedeckt auf kleiner Flamme etwa 20 Minuten köcheln lassen. Bitte gut achtgeben, sonst geht die Milch über!!!
Sodann die Milch abgießen und – nun kommt der doppelt –  pürrier  – Prozess (oh Gott wie schreibt man das?), die Würfel zuerst durch die Kartoffelpresse drücken, Achtung langsam vorgehen, sonst kann der wässrige Sellerie etwas spritzen! Nun die 40 Gramm Butter, Salz, Pfeffer, Ingwer sowie Frischkäse zur Masse geben und mit dem Pürrierstab einarbeiten, bis die Masse aussieht wie Vanillepudding. (Der Pürrierstab muss sich dabei leider etwas anstrengen … )

Eine schöne Auflaufform mit Butter ausstreichen (wie immer nicht zu sparsam), vom Pürree mit einem Löffel große Nocken abstechen und nebeneinander in die Form schlichten. So kann man die Beilage nun bereitstellen, vor dem Backen Rohr aufheizen auf 180 Grad Ober-Unterhitze und mit Sahne beträufeln, mit Chiliflocken bestreuen und etwa 20 Minuten überbacken. (Das Pürree soll leicht zu bräunen beginnen.)

Hirschbraten mit überbackenem Sellerie-Kartoffelpürree

Das überbackene Pürree

Nun die Fleischscheiben auf vorgewärmten Tellern anrichten, Nocken aus dem Pürree ausstechen und neben das Fleisch platzieren, mit reichlich Saft anrichten.

Hirschbraten mit überbackenem Sellerie-Kartoffelpürree

Ein richtig tolles Festessen!

Tip: Preiselbeermarmelade mit etwas süßsaurer Chilisauce verrühren und dazu reichen, passt toll zum Hirsch und auch zum Pürree!

 

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