Monthly archives: Dezember, 2015

Last – Minute Weihnachtskekse

Kürbiskernkekse

Weihnachtskekse backen in letzter Minute…das kann viele Gründe haben! Der häufigste Fall: Die traditionsbewusste Frau beginnt zum ersten Advent, die Keksdosen mit selbstgebackenen Leckereien zu füllen. Der traditionsbewusste Mann ebendieser Frau beginnt rechtzeitig dafür zu sorgen, dass besagte Dosen bis zum letzten Advent wieder leer sind. Meist unter Beteiligung diverser anderer Familienmitglieder….
Ups,..aber sie heissen doch Weihnachtskekse, nicht“Vorweihnachtskekse, oder?
Was könnte noch passieren? Nun, man könnte ja entscheiden, das Keksbacken für dieses Jahr ganz von der Liste zu streichen…für eine stressfreie, kalorienreduzierte Vorweihnachtszeit. Aber: im letzten Moment kommt das heulende Elend: Weihnachtsabend ohne selbstgebackene Kekse, was für eine absurde Idee!
Oder aber, man hat schon wie wild gebacken, kann aber einfach nicht genug bekommen. Der Duft, die vielen Sorten, man kann sich nicht entscheiden, es ist noch Glasur übrig, und Marmelade gehört auch aufgebraucht….ja, Gründe gibt es genug, aber eigentlich ist es ganz einfach: Keksebacken ist einfach herrlich, und es macht allen Freude, die man beglückt ( fast allen…!).

Ich gehöre zu jenen, die also oft noch im letzten Moment die eine oder andere Sorte produzieren muss, einfach wegen der himmlisch nach Keksen duftenden Weihnachtsstimmung (ja, das ist kitschig, aber schön!)

Also los gehts, Du hast noch 3 Tage, da gehen sich meine drei Vorschläge locker aus….und die sind total lecker, hübsch und recht schnell gemacht.

Die Mandelkekse mit ihrem weissen „Schneerand“ und dem roten Überzug sehen entzückend aus am Keksteller, die Masse der hübsch grünlichen Kürbiskernkekse (echt steirisch!) zergeht auf der Zunge, und die kleinen Schüsselchen mit Schokohaube verstecken einen Kern aus saftigem Marzipan. Und zuletzt noch ein ganz schneller Hingucker: gefüllte Datteln.

Mandelkekse in Rot- Weiss

Mandelkekse in Rot-Weiss

Mandelkekse in Rot-Weiss

150 Gramm Mehl glatt
50 Gramm geschälte, geriebene Mandeln
150 Gramm Butter, zimmerwarm
1 Eidotter
60 Gramm Staubzucker
eine Prise Salz

Ribiselmarmelade als Fülle und Glasur

Für die Eiweiss-Spritzmasse:
1 Eiklar
Staubzucker (etwa 4-5 EL)

In der Küchenmaschine Butter und Zucker verrühren, bis die Masse cremig ist, Dotter einrühren, dann Mehl und Mandeln kurz unterrühren und alles mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Eine Stunde kühl rasten lassen.
Backrohr vorheizen auf 180 Grad Umluft.

Teig 3 mm dünn ausrollen, die gewünschten Formen ausstechen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 10 Minuten bei 180 Grad backen.
Die abgekühlten Kekse mit Ribiselmarmelade paarweise zusammenkleben.

Für die Spritzmasse Eiklar steif schlagen, Staubzucker unterschlagen bis alles fest und glänzend ist (soviel Zucker, dass eine spritzfähige Masse entsteht….es darf nicht mehr vom Löffel tropfen, muss aber noch dressierfähig sein.)
In einen Dressiersack mit ganz kleiner Lochtülle füllen (Öffnung 1 mm ) und die Kekse „umranden“, man spritzt sozusagen einen Zaun für die Marmelade. Trocknen lassen.
Zuletzt die Ribiselmarmelade erhitzen, ebenfalls in den (gereinigten) Dressiersack füllen und die Kekse innerhalb des weissen „Zaunes“ mit der Marmelade bedecken. Trocknen lassen, dann in einer Dose aufbewahren.

Mandelkekse in Rot-Weiss

Mandelkekse in Rot-Weiss

Mandelkekse in Rot-Weiss

Der Pilz wäre auch zu Sylvester eine hübsche essbare Tischdeko

 

Kürbiskernkekse nach Linzer Art:

Kürbiskernkekse

Kürbiskernkekse

Ich finde, in diesem Rezept passt das nussige Dinkelmehl besonders gut!

200 Gramm Dinkelmehl glatt (oder normales glattes Mehl, dann etwa 205 Gramm)
70 Gramm geröstete, geriebene Kürbiskerne
1 kleines Ei + ein Dotter
130 Gramm Butter
90 Gramm Staubzucker
10 Gramm Vanillezucker
eine Prise Salz

Brombeermarmelade oder jede andere dunkle Marmelade zum Füllen

In der Küchenmaschine Butter und Zucker verrühren, bis die Masse cremig ist, Ei + Dotter einrühren, dann Mehl und Kürbiskerne kurz unterrühren und alles mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Eine Stunde kühl rasten lassen.
Backrohr vorheizen auf 180 Grad Umluft.
Den Teig 5 mm dünn ausrollen ( der Teig ist sehr mürb, also nicht viel dünner!), und die gewünschten Formen ausstechen. Dabei immer paarweise vorgehen und in jedes 2. Keks eine kleine Öffnung ausstechen.
Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 10 -12 Minuten bei 180 Grad backen.

Die Kekse mit der Öffnung in der Mitte werden nach kurzem Auskühlen mit Staubzucker berieselt.
Immer ein ganzes und ein gelochtes Keks mit reichlich Marmelade zusammenfügen und in einer Dose aufbewahren.

Kürbiskernkekse

Kürbiskernkekse

Kürbiskernkekse

Kürbiskernkekse

 

Marzipan-Schüsserln:

Marzipan-Schüsserln

Marzipan-Schüsserln

 

Mürbteig:
150 Gramm glattes Mehl
100 Gramm Butter
50 Gramm Staubzucker
1 Eidotter

Fülle:
etwa 150 Gramm Marzipan-Rohmasse
kernlose Himbeermarmelade, etwa 3 EL

hochwertige Zartbitterkuvertüre für die Glasur, etwa 2oo Gramm
Kandierte Kirschen

In der Küchenmaschine Butter und Zucker verrühren, bis die Masse cremig ist, das Ei einrühren, dann das Mehl  kurz unterrühren und alles mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Eine Stunde kühl rasten lassen.
Backrohr vorheizen auf 180 Grad Umluft.
Eine Minimuffinform einfetten ( am Besten geht das mit Backtrennspray!), den Teig 3 mm dünn ausrollen, Kreise ausstechen, die etwas größer sind als der obere Durchmesser der Förmchen, und diese dann vorsichtig in die Muffinform drücken. Den Boden der Teigförmchen einige Male einstechen und bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen…der Rand sollte leicht gebräunt sein. (Die Förmchen können sich am Boden etwas nach oben wölben…das sieht man aber am fertigen Gebäck nicht mehr, und im Mund schon gar nicht!)

Die fertigen Minischüsselchen aus der Form lösen und auskühlen lassen. Das Marzipan mithilfe eines Handmixers mit der Marmelade verrühren, bis man eine cremige Masse hat, diese in einen Spritzsack mit mittelgroßer Stertülle füllen und in die Schüsselchen dressieren, sodaß das Marzipan oben wie bei einer Eistüte drübersteht.
Etwas trocknen lassen.
Die Kuvertüre nun zum Schmelzen auf 50 Grad erwärmen (Wasserbad), dann auf ca. 23 Grad abkühlen lassen und wieder auf etwa 33 Grad erwärmen. Dieser Vorgang heisst temperieren und dadurch bleibt die Glasur schön glänzend und gleichmäßig.
( am besten mit einem Zuckerthermometer arbeiten.)
Die Schüsselchen nun mit 2 Fingern unten am Teigteil festhalten und das Köpfchen ( vom Keks! nicht das eigene!) in die Kuvertüre tauchen, sodaß es ganz überzogen wird. Dann auf ein Glasiergitter stellen, mit einer geviertelten kandierten Kirsche belegen und trocknen lassen.

Marzipan-Schüsserln

Marzipan-Schüsserln

Marzipan-Schüsserln

Marzipan-Schüsserln

Hast Du noch Marzipan übrig? Und vielleicht etwas Eiweissspritzmasse? Kaufe Dir ein paar schöne, große, saftige Medjool Datteln und fülle sie, die sind gesund und sehen sehr dekorativ aus.

gefüllte Datteln

gefüllte Datteln

gefüllte Datteln

gefüllte Datteln

Ich wünsche Dir ein wunderschönes Weihnachtsfest mit viel Lachen, gutem Essen, lieben Menschen und …einem vollen Keksteller!

 

 

 

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Sellerie-Ingwersuppe mit Blätterteigpastetchen und Gewürznüssen

Sellerie-Ingwersuppe

Meine Vorweihnachtszeit werde ich heuer besonders genießen, denn es gibt da eine Sache, die mich wieder ein bißchen in meine Kindheit zurückversetzt: ich habe einen Adventkalender!
Mein Mann hat eine meiner hübschen Einkaufstaschen in die Küche gehängt und da drin finde ich nun jeden Tag ein kleines Geschenk. (Meist natürlich irgendwas für die Küche…hoffentlich…) Ist das himmlisch, viel schöner als ein großes Geschenk. Und es ist ja wirklich viel Mühe, 24 Tage lang für jeden Tag etwas Kleines auszusuchen, ich weiss das sehr gut noch aus der Zeit, als ich für meine Kinder Adventkalender gestaltet habe…einmal gabs zwei Wäscheleinen quer durchs Zimmer, jede mit 24 Päckchen behängt, ein anderes Mal zwei kleine Holzbäumchen voll mit Geschenken….es war immer ein fröhliches Packerlöffnen in der Früh!
Naja, und jetzt, nach 21 Jahren, bin ich wieder dran. Man muss nur warten können.
Und was gibts von mir für den „Adventkalender-Mann“? Jawohl, gutes Essen (nicht nur…)
Das bekommt er natürlich hoffentlich immer (meistens..???), aber ich überleg mir halt nun, was er gern mag. Suppen, ja Suppen ißt er sehr gerne am Abend, vor allem im Herbst und Winter. Und so koche ich heute Sellerie-Ingwercremesuppe, und dazu gibt es Blätterteigpastetchen mit Fleischfülle, ich weiss ja was sich gehört. Wenn ich nur mehr Gemüse koche, bekomme ich womöglich von ihm nur mehr Fleisch-Kochbücher. (Als dezenten Hinweis.)

Sellerie-Ingwersuppe

Sellerie-Ingwersuppe mit Blätterteigpastetchen und Gewürznüssen, ein wärmendes Essen für den Spätherbst

Für die Sellerie-Ingwersuppe brauchst Du, für 2-3 Personen:

20 Gramm Butter
eine mittelgroße Zwiebel, gehackt
3 große Knoblauchzehen, geschält und gehackt
Ca. 300 Gramm geschälte, gewürfelte Sellerieknolle
eine große Kartoffel, geschält und gewürfelt
250 ml Weisswein
500 ml Fond oder Wasser (dann ev. einen Gemüsebrühwürfel zugeben)
einen gehäuften EL frischen geriebenen Ingwer
Saft einer halben Limette
125 ml Sahne
Salz

Sellerie-Ingwersuppe

Die Zutaten für die Sellerie-Ingwersuppe

Schnappe Dir einen 3-Liter Suppentopf, erhitze die Butter und röste Zwiebeln und Knoblauch an. Gib die Selleriewürfel dazu und röste kurz mit, füge die Kartoffel und Salz dazu und gieße mit Wein und Flüßigkeit auf. Koche alles 30 Minuten, lasse es dann etwas abkühlen.

Sellerie-Ingwersuppe

Die kleingeschnittenen Zutaten köcheln 30 Minuten

Nun kommt der Topfinhalt in einen Blender, ergänze die Sahne, Ingwer und Limettensaft und pürriere alles ganz cremig. Schmecke dazwischen ab und würze ev. nach. Die Suppe wird recht dick und sehr cremig, wir mögen das so. Solltest Du es flüssiger bevorzugen, füge noch etwas Wasser und Gewürz hinzu. Gieße alles zurück in den Topf.
Anmerkung: solltest Du keinen Hochleistungsblender haben, pürriere die Suppe in 2 Etappen!

Die Fülle für meine Blätterteigpastetchen ist eine tolle Möglichkeit zur Resteverwertung. Ich habe noch etwas Lammbraten vom Sonntag übrig, Du kannst aber jedes Fleisch verwenden. Huhn, Schweinebraten, Ente…was auch immer in der Restedose im Kühlschrank zu finden ist.

Fülle:

ca. 250 Gramm Bratenreste
ein großes Ei
2 EL Sauerrahm
Petersilie
Gewürze nach belieben

eine Rolle fertigen Blätterteig
ein Eidotter + etwas Milch ( verquirlt) zum bestreichen

Zerkleinere die Bratenreste grob und gib sie mit dem Ei und dem Sauerrahm sowie Gewürzen in einen Blender oder Blitzhacker (oder hacke das Fleisch händisch klein und rühre dann alles Andere unter.)
Gib die gehackte Petersilie dazu und schmecke die Fülle ab.
Lege den Blätterteig auf ein großes Brett und teile die Platte in Quadrate, bei der üblichen Größe des Teiges sind es sechs  Stück.
Heize das Backrohr vor, auf 200 Grad Heißluft.
Bestreiche die Ränder mit Eiklar, gib je einen gehäuften EL Fülle auf jedes Teigstück, schlage es zum Dreieck zusammen und drücke die Ränder gut aneinander. Ich schneide an den zugeklappten Kanten noch mit einem gewellten Teigrad entlang, das versiegelt und sieht hübsch aus. Verteile die Dreiecke auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und bestreiche sie mit dem verquirlten Eigelb.

Blätterteigpastetchen

Der Teig wird belegt und zu Taschen geformt

In meinem heutigen Adventpackerl war ein Kochbuch über den mittleren Osten ( in Englisch), und deshalb kommt als Dekoration heute nur Schwarzkümmel in Frage!
Solltest Du heute in Deiner Küche kein türkisch-arabisch-jordanisch angehauchtes Kochbuch gefunden haben, kannst Du natürlich auch grobes Salz, Chiliflocken, Oregano oder sonstwas auf die Teigtaschen streuen.

Blätterteigpastetchen

Die Pastetchen kommen auf ein Backblech

Blätterteigpastetchen

Passend zum neuen Kochbuch: Deko aus Schwarzkümmel

Unsere Pastetchen kommen nun in den Ofen, für 25 Minuten.

Vor dem Zubereiten der Pastetenfülle habe ich noch schnell eine Portion Gewürznüsse gemacht, zum dazuknabbern.
Dafür heize ich das Backrohr auf 150 Grad vor ( für die Pasteten muss ich dann nur mehr auf 200 Grad erhöhen).

Gewürznüsse: Mische in einer kleinen Schüssel je eine Handvoll Walnüsse, Erdnüsse und Cashewnüsse, alle roh und ungeröstet!
Nimm ein ganz kleines Schüsselchen, gib 2 EL Eiklar hinein und schlage es mit einem Löffel weissscchaumig auf. Nun fügst Du Gewürze hinzu, ich habe einen TL Garam Masala, einige Chiliflocken und etwas gemahlenen Ingwer genommen. Sehr gut ist auch jede Currygewürzmischung oder das chinesische 5-Gewürze-Pulver. Verschlage die Gewürze mit dem Eiklar und gieße es über die Nüsse. Mische gut durch sodass alle Nüsse von der Gewürzmasse umgeben sind und verteile sie sodann in einer gefetteten Auflaufform, sie sollen alle schön nebeneinander liegen.

Gewürznüsse

Die mit der Würze vermischten Nüsse kommen in eine Auflaufform

Du kannst sie nun ins Backrohr stellen, röste die Nüsse etwa 20 – 30 Minuten, immer wieder umrühren! Achtung, wenn sie zu braun werden, schmecken sie bitter, also immer nachsehen!

Gewürznüsse sind auch toll zum Aperitif oder als gesunde Fernsehknabberei!

Gewürznüsse

Gewürznüsse

Sind die Pastetchen fertig gebacken, brauchst Du nur mehr die Suppe erhitzen. Nun sind alle Komponenten unseres „Suppenabends“ fertig, Du brauchst sie nur mehr hübsch anrichten und alles zusammen auf den Tisch stellen.

Sellerie-Ingwersuppe

Sellerie-Ingwersuppe mit Blätterteigpastetchen und Gewürznüssen

Blätterteigpastetchen

Die fertig gebackenen Blätterteigpastetchen

Bei uns hats danach noch etwas gedauert bis zum Essen…naja ich musste ja fotografieren und verschiedenes Licht ausprobieren…ich habe meinen lieben Mann gefragt, ob er wohl eh nicht verhungert. Er hat gemeint: „Nein, ein Mensch kann angeblich Wochen ohne Essen überleben…nur ohne trinken nicht“!
So sprach er und ist mit seinem Glas Rotwein aus der Küche geflüchtet. Na Mahlzeit!

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