Monat: Mai 2015

Lemon Pound Cake…..saftiger Zitronenkuchen aus Amerika

Schlimm aber wahr…vorgestern wars wieder soweit…der verläßlich jedes Jahr wiederkehrende „Jubeltag“ – auch Geburtstag genannt – ist am Kalender aufgetaucht. Noch ist ein 4er vorne, aber wenn ich daran denke, wie schnell das letzte Jahr vergangen ist, dann hat die 4er-Ära bald ein Ende!
Und – JA – es tut ein bißchen weh!
Jedenfalls habe ich im vergangenen Jahr damit begonnen, mich würdevoll in Richtung meines steigenden Alters zu bewegen. Was bedeutet:
Ich setze mich auch an „normalen“ Tagen mal mit einem Glas Sekt an meine Küchentheke und schau einfach nur zum Fenster raus (war früher undenkbar!)
Ich schlafe in der Früh länger (wenn es geht!) und versuche, nicht übergangslos vom Bett auf den Staubsauger umzusteigen.
Ich bekomme nicht gleich einen Herzinfarkt, wenn jemand mit Schuhen mein Haus betritt oder der WC-Deckel wieder mal offen ist.
Ich bemühe mich, jeden Tag etwas zu finden, worüber ich mich freuen kann…ist besser als jede Hautcreme.
Und ich versuche, mir weiterhin die Zeit für meine Webseite zu nehmen, auch wenn es manchmal schwierig ist.

Zudem an besagtem Tag noch ein Grund zum Feiern, es ist ja auch unser Hochzeitstag. Der tut nicht weh, jedes weiter Jahr in dieser Zeit macht einen eher stolz. Und ich habe ja auch wieder meinen wunderschönen Blumenstrauss bekommen…oder so ähnlich….denn bei mir wird dieser ersetzt durch eine Kiste Naturzitronen aus Sizilien! (hab ich Dir ja schon letztes Jahr gezeigt, in meinem Post „Zitronen, Zitronen…“)

Zitronen

Mein Hochzeitstag-Blumenstrauss: Zitronen aus Italien

Diese Prachtstücke werde ich natürlich heute gleich für mein Rezept verwenden, zusammen mit dem tollen Geburtstagsgeschenk meiner Kinder: die Kathedralen-Backform von NORDIC WARE aus Amerika…die tollsten Backformen die es gibt!

Lemon Pound Cake

Nordic Ware Backform „Kathedrale“

Und – passend zur Backform – habe ich natürlich ein Rezept nach amerikanischem Vorbild entwickelt, es ist meine Adaption eines Lemon Pound Cake, was soviel heisst wie „Zitronen-Pfund-Kuchen.  Es handelt sich hier um einen sehr saftigen Rührteigkuchen, dessen ursprüngliche Zutaten eben jeweils ein Pfund Mehl, Eier, Butter und Zucker enthielten….das gibt natürlich sehr viel Masse! Ich habe daher erst mal alles halbiert, Butter und Zucker noch etwas reduziert, dafür etwas Mehl und noch ein Ei dazugegeben….und Sauerrahm für die Saftigkeit.
Auf amerikanischen Backseiten habe ich diese halbierten Varianten auch gefunden, allerdings hatte man dort bei der Zitronenkuchenvariante weiterhin  – im Ernst – ein Pfund Zucker verwendet! Die Autoren meinten, durch die Zitrone sei soviel Zucker absolut notwendig. Ich versichere Dir: es geht auch mit viiieeel weniger Zucker!

Lemon Pound Cake

Noch ein bißchen Zitronenglasur…

Zutaten für eine Pound-Cake-Form (Gugelhupfform ist natürlich auch ok!)

230 Gramm Butter, zimmerwarm!!
230 Gramm Staubzucker
6 Eier, zimmerwarm!!
abgeriebene Schale und Saft einer großen Naturzitrone
330 Gramm glattes Mehl
1 TL Weinsteinbackpulver
230 Gramm Sauerrahm

Fette die Backform gut ein (ich verwende nur mehr Backtrennspray, das geht super) und heize das Backrohr vor auf 170 Grad Umluft.

Die Butter wird mit dem Zucker sehr cremig gerührt, dann kommen nacheinander die Eier dazu, wobei jedes Ei ca. eine Minute mit der Masse verschlagen wird…dann erst darf das Nächste folgen!
Jetzt kommen Zitronenschale und Saft dazu, darauf siebst Du das Mehl mit dem Backpulver (sieben ist hier wichtig, wegen der Luftigkeit!) und zuletzt fügst Du den Sauerrahm dazu, alles nochmal verrühren, nur solange bis es schön vermischt ist.

Nun füllst Du die Masse in die Form und …ab ins Backrohr für etwa 35-45 Minuten, bei mir waren es 40. Bitte unbedingt mal nachsehen, nach 15 Minuten oder so, sollte die Oberfläche zu braun werden, decke die Form mit Alufolie ab!

Fertig gebacken, lasse den Kuche etwa 10 Minuten überkühlen und stürze ihn dann auf eine Platte, lasse jedoch die Form darübergestülpt, bis er kalt ist, dadurch behält er seine Feuchtigkeit.

Lemon Pound Cake

Perfekt aus der Form gerutscht!

Wenn Du magst, kannst Du ihn noch mit etwas Zitronenglasur verfeinern: verrühre etwa 1 EL Zitronensaft mit etwa 4 EL Puderzucker ( es soll noch etwas rinnen) und verziere den Kuchen nach belieben.

Die Masse ist feucht und samtig, weich und total lecker, der Kuchen hält sich auch bis zu 3 Tage frisch!

Lemon Pound Cake

Fertig ist der lemon Pound Cake

Lemon Pound Cake

Sofort anschneiden und kosten!

Lemon Pound Cake

Saftig, zitronig, weich, samtig, herrlich zitrusgelb…und bald weg!

Himmlisch dazu ist auch selbst gemachter Lemon Curd, den findest Du natürlich auch bei mir! :

Noch heiß in die Gläschen

Noch heiß in die Gläschen

Lemon Curd

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Nachwuchs aus dem Ei

Heute gibts von mir wieder mal etwas “ nur fürs Auge“…und fürs Herz, zumindest für Tierliebhaber. Meine liebe Nachbarin Sabine hat Nachwuchs in ihrem Hühnerhof bekommen. Naja, wirst Du nun denken, ein paar kleine Hendln….aber so einfach ist es in diesem Fall nicht!
Sabine hat voriges Jahr mit der Haltung von Hühnern begonnen, und sie hat ihnen das schönste Hendlgehege gestaltet, dass ich je gesehen habe…es ist wirklich Klein-Schönbrunn! Und die Hühner, es sind keine „normalen Hühner, sie hat lauter verschiedene Rassen, eines ist hübscher als das Andere, aber keine Sorge, sie legen alle ganz normale Eier, ohne Goldeinschlüsse oder so!
Auf jeden Fall hat sie beschlossen, dass sie gerne Nachwuchs hätte, und auch das war sehr besonders, denn – obwohl auch ein schöner Hahn zur Verfügung steht – wurden die Eier adoptiert! Es sind also Adoptiv-Küken geschlüpft.
Die Eier stammen von der Rasse „Brakel-Huhn„, eine alte Landhuhnrasse aus Belgien mit sehr schönem Federkleid. Eine von Sabines Hennen wurde dazu auserkoren, die Kleinen auszubrüten, allerdings hat daraufhin auch eine zweite Henne beschlossen, die Mutterrolle zu übernehmen, und so saßen dann also 2 Hennen auf den Eiern, ganz friedlich nebeneinander..es war entzückend.
Inzwischen sind die 3 Babies erfolgreich geschlüpft und schiessen seit ihrem 2. Lebenstag putzmunter durchs Gehege. Ich zeig Dir nun ein paar Fotos,weil sie einfach sooo putzig sind, und weil ich es gut finde, dass es immer mehr Menschen gibt, die wieder selber Gemüse anbauen und eben z.B. Hühner halten.

 

Nachwuchs aus dem Ei

So ein Gewusel!

Nachwuchs aus dem Ei

Die zwei stolzen Mütter

Nachwuchs aus dem Ei

Hinter Mama ist das beste Versteck!

Nachwuchs aus dem Ei

Mama zeigt das Futter

Nachwuchs aus dem Ei

Hahn oder Henne..was da wohl draus wird?

Nachwuchs aus dem Ei

Die zwei Sulmtaler Hennen am Ausguck!

 

Das sind heute übrigens keine “ Tatort“ -Fotos, hier passiert nichts und es wird nichts gegessen ausser der Eier, die Hühner werden hier ein schönes Leben verbringen und an Altersschwäche sterben!

 

 

 

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Mangold-Lauch-Braunschweiger-Gröstl auf Roggentoast

Juchuuu, das erste essbare Grün sprießt in meinem Gemüsegarten! Die 2 Zeilen Mangold sind nach der letzten Ernte stehengeblieben – ich war einfach zu faul das feuchte Beet im Oktober noch umzugraben – und so haben die Pflanzen beschlossen, wieder neu auszutreiben. um mir eine Freude zu machen!
Ob mein Sohn noch im Herbst umgestochen hätte, wenn er den frühen Gemüsesegen geahnt hätte?
Aber ich werde die gesunden Blätter einfach richtig “ verpacken“, dann werden sie auch von allen gerne gegessen. Und was eignet sich da besser als …ein Toast!?
Jawohl, Du weisst es ja schon, meine Familie und ich sind „Toast-Fetischisten“. Wir lieben Toast, und was ich auf Toast gebe und mit Käse überbacke, wird im Allgemeinen auch gerne gegessen. (Bis auf Fenchel, der geht – leider – unter keinen Umständen, soviel Käse kann ich gar nicht drübertun!)

Du bekommst heute wieder mal ein Rezept, wo es nicht so sehr auf Mengenangaben ankommt als auf die Idee, die Du nach Lust und Laune und je nach vorhandenem Gemüse abwandeln kannst. Ausserdem ist dies glaube ich auch ein tolles Gericht für Kinder, die sonst vielleicht eher skeptisch an Gemüse herangehen, sie können dann ja auch selber ihren Toast “ zusammenbauen“.

Mangold-Lauch-Braunschweiger-Gröstl auf Roggentoast

Mangold-Lauch-Braunschweiger-Gröstl auf Roggentoast

Du brauchst für etwa 6 Toasts:

eine große Stange Lauch, in feine Scheiben geschnitten
eine große Zwiebel, gehackt
eine Schüssel voll Mangold oder Spinat, in 1 cm Streifen geschnitten
eine rote oder gelbe Paprika, gewürfelt
ein ca. 15 cm langes Stück Braunschweiger Wurst (toll auch Leberkäse oder einfach Extrawurst am Stück), gewürfelt in 1/1 cm Stücke
ein Vollkorn Kastenbrot, am besten ein dunkles aus Roggenmehl
etwa 200 Gramm geriebenen Käse (Gauda, Ziegenschnittkäse, Cheddar….)
Pesto zum Bestreichen der Brote
Olivenöl und Butter
Salz, Pfeffer

Ich nehme hier zum schnellen Anbraten von Gemüse am liebsten einen großen Wok, gebe etwas Olivenöl und etwas Butter hinein und erhitze ihn. Dann wird zuerst die gehackte Zwiebel angebraten, nun kommen Lauch und Paprika dazu. Etwa 5 Minuten rösten, dann Mangold dazugeben, nochmal ein paar Minuten braten bis der Mangold weich, aber noch schön grün ist.
Anmerkung: wenn Du große Mangoldblätter mit dicken Stielen hast, schneide die Stiele heraus.

Mangold-Lauch-Braunschweiger-Gröstl auf Roggentoast

Das Gemüse rasch im Wok anbraten…

Zuletzt kannst Du nun die Wurstwürfel unterrühren und ausschalten. Schmecke jetzt mit Salz und Pfeffer ab, durch die Wurst ist die Mischung schon würzig, also nicht zuviel nehmen, lieber kosten.

Mangold-Lauch-Braunschweiger-Gröstl auf Roggentoast

zuletzt die Wurst dazu…oder auch nicht (Vegetarische Variante..)

 

Die Gemüsemischung sollte etwas auskühlen, in der Zeit kannst Du das Brot vorbereiten und Käse reiben. Schneide nicht zu dünne Scheiben, sonst schmeckt man nur den Belag!
Ich habe mein Roggen-Kastenbrot selber gebacken, Brot backen ist einfach befriedigend! kmTipps und Rezepte rund um Brot findest Du auf den 2 tollen Blogs:
Plötzblog -selbst gutes Brot backen
Hefe und mehr
Bestreiche die Scheiben dünn mit Pesto, Kräuterbutter oder Knoblauchbutter gehen auch. Wenn Du eine Art Pizzageschmack erzielen möchtest, kannst Du auch Tomatenmark aus der Tube nehmen.

Der Rest ist einfach: Backrohr vorheizen auf Grillstufe 220 Grad, Backblech mit Backpapier belegen, Brote aufs Blech legen, Brote mit Gemüsemischung bedecken, Gemüsemischung mit Käse zudecken…so sieht es nicht zuuu „grün“ aus!

Mangold-Lauch-Braunschweiger-Gröstl auf Roggentoast

Gemüse aufs Brot, Käse aufs Gemüse, fertig!

Gib den Leckerbissen  nun etwa 10 – 15 Minuten Zeit, dass die Wurst schön knusprig wird und der Käse ins Gemüse schmilzt (mmhhhhh…), da bleibt noch Zeit für eine schnelle Petersilie-Krensauce:

Reibe frischen Kren ganz fein, bis Du eine gute Handvoll hast. Hacke die gleiche Menge Petersilie und – wenn verfügbar – etwas Schnittlauch. Verrühre einen Becher Sauerrahm mit etwas Joghurt und gib Kren, Petersilie und Schnittlauch dazu. Mit Salz abschmecken, gut durchrühren, fertig!

Mangold-Lauch-Braunschweiger-Gröstl auf Roggentoast

Petersilie, Kren und Schnittlauch

Richte die fertigen Toasts nun mit der Sauce und  einer großen Schüssel grünem Salat an. (ich sollte irgendwann ein Toast-Kochbuch schreiben, was bei mir schon alles zwischen Brot und Käse unterm Grill gelandet ist, würde schon für einige Seiten reichen…).

Diese Woche war das allerdings mein letztes Toastrezept für Dich, was keine Kunst ist, denn – heute ist Sonntag! Also, bis zum nächsten – Toast! Mahlzeit!

Mangold-Lauch-Braunschweiger-Gröstl auf Roggentoast

Beim Anschneiden leuchtet der Mangold noch herrlich grün!

 

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