Monat: Juni 2019

Zucchini-Schokoladenkuchen

Es ist wieder soweit – Zucchinizeit! Es gibt mein erstes Zucchinirezept heuer. Klein und süß sind sie noch, die ersten Keulchen, und weil sie so süß sind, gibt es ein süßes Rezept: ich mache wieder mal Zucchinikuchen.


In meinem ersten Blogjahr habe ich ja schon ein Rezept für Zucchinigugelhupf gepostet, der ist auch sehr lecker, heute machen wir einen Kuchen mit Schokogeschmack und Gewürzen. Er wird sehr locker und flaumig, und man schmeckt gar nichts von dem Gemüse, glaub mir!

Gestern hat es bei mir Zucchininudeln – Zudeln ist das hippe Wort – gegeben, und so möchte ich meinem Mann heute nicht schon wieder Zucchini vorsetzen, zumindest keinen, den er sieht oder schmeckt. Also ist der Kuchen ideal. Versteh mich nicht falsch, wir lieben Zucchini, aber bei der Ernte müssten wir sie echt täglich essen, und da beginnt die Suche nach (schokoladigen) Alternativen!
Also, auf die Zucchini, fertig, los!

Du brauchst für eine große Form:
3 große! Eier, getrennt
100 g Rohrzucker
120 g Staubzucker
350 g Zucchini, fein gerieben
120 ml Kokosöl, geschmolzen
200 g Mandeln, gemahlen
300 g Dinkelmehl, glatt
30 g Kakaopulver, am besten hochwertiges Rohkakaopulver aus dem Bioladen
2 TL Backpulver
etwas Kardamom und Zimt

Heize den Backofen vor auf 180°C, buttere und bemehle eine Form deiner Wahl. Ich habe eine meiner wunderschönen Nordic Ware Backformen ausgewählt, die mit den hübschen Bienenwaben, wo sich dann jeder gleich sein Kuchenstück abreissen kann, es geht aber auch eine Gugelhupfform oder eine Kastenform, oder was auch immer du magst.

Schlage die Eiweiss mit einer Prise Salz schaumig.
Mixe die Dotter mit Zucker weissschaumig, rühre die Zucchini und das Kokosöl unter.
Mische Mandeln, Mehl, Kakao, Backpulver und Gewürze mit einem Schneebesen, um ev. Klumpen zu zerteilen, und mische alles unter die Zucchinimasse. Verrühre kurz, aber gut.
Hebe zuletzt den Eischnee vorsichtig unter und fülle die Masse in die vorbereitete Form.
Backe den Kuchen, bis er sich vom Rand löst und sich die Oberfläche nicht mehr wabbelig, aber noch weich anfühlt. Bei mir waren es 30 Minuten, weil die Form eher flach ist, ein Gugelhupf ist höher und braucht wahrscheinlich länger. Backe den Kuchen aber nicht zu lange, dass er schön saftig bleibt!

Lasse ihn 10 Minuten abkühlen und stürze dein Prachtstück dann auf eine Platte.

Es genügt schon, ihn mit Staubzucker zu berieseln und mit einem Klecks Vanilleeis zu servieren, aber deiner Dekorierfreude sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich habe ein paar grüne Candy Melts geschmolzen und die Glasurtupfer mit Pistazien bestreut, ich dachte, ein Zucchinikuchen braucht grünes Dekor …

Ich wünsch dir viele Zucchini im Garten (wenn du einen hast) und gutes Gelingen!


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Huhn Tschachochbili – Huhn auf georgische Art, eine Kochbuchrezension

Georgien fasziniert mich, und das, obwohl ich noch nie dort war. Ich hoffe das kommt noch irgendwann einmal, in der Zwischenzeit lese und koche ich mich begeistert durch georgische Kochbücher und schaue mir jede Georgien-Doku auf You Tube an.
Die Georgier lieben es, Feste zu feiern, die ganze Familie um einen Tisch zu versammeln und so aufzukochen, dass sich fast die Tischplatte verbiegt unter der Last der Speisen. Dieses Volk isst nicht, um zu leben, nein sie leben, um zu essen … so scheint es jedenfalls. In so ein Land muss ich mich ja wohl verlieben!
Meine erste kulinarische Georgien-Reise findest Du hier:
Die Georgische Küche

Ich möchte Dir heute ein weiteres Georgien Kochbuch aus dem Leopold Stocker Verlag vorstellen:

Lieblingsrezepte von international bekannten Georgiern, Anekdoten von berühmten Künstlern sowie kulinarische Vorlieben historisch bedeutender georgischer Persönlichkeiten, untermalt von wahrlich außergewöhnlichen Fotos, dieses Buch hebt sich von der Masse ab, sowohl im Layout als auch inhaltlich.

Die englische Originalausgabe ist 2013 in der georgischen Hauptstadt Tiflis veröffentlicht worden, die deutsche Erstausgabe ist 2018 im Stocker Verlag erschienen.
Das Buch ist wunderschön gestaltet, viele der Seiten glänzen in tiefem Schwarz, was die Leuchtkraft der ungewöhnlichen Fotos noch unterstreicht. Die Foodfotos sind puristisch, auf das Wesentliche beschränkt und wirklich kleine Kunstwerke.
Du darfst Dir hier kein Kochbuch im herkömmlichen Sinn erwarten, die Rezepte führen den Leser durch die Geschichten der porträtierten Menschen und geben Einblicke in georgische Traditionen. Das Buch wäre z.B. auch ein perfektes Gastgeschenk für all jene, die Freude an ungewöhnlichen Dingen haben. Solltest Du also solch eine Person sein, so schenke es Dir einfach selber!

Das Buch enthält zahlreiche traditionelle georgische Rezepte, wie Paska (eine Süßspeise aus Topfen), Kulitsch (süßes Osterbrot aus Hefeteig), Chatschapuri (eine Art Käsepizza) oder Satsiwi (Huhn in Walnusssauce), für meine Buchrezension habe ich mir zum Nachkochen das „Huhn Tschachochbili“ ausgesucht. Die Hühnerteile schmoren in einer Sauce aus viiiiiieeel Butter, Sherry und Tomatensauce, ich habe das Gericht mit zwei Grundzutaten der georgischen Küche verfeinert: Walnüsse und frischer Koriander. Viel Koriander!
Diese beiden gehören zu meinen absoluten Favoriten in der Küche … vielleicht bin ich deshalb so vernarrt in die Aromen dieses Landes.

Koriandergrün wird in der georgischen Küche häufig verwendet


Und nun, auf nach Georgien, oder – ran an den Herd!

An Zutaten brauchst Du, für 3-4 Portionen:
4 Hühnerschenkel (Ober-und Unterkeulen)
120 g Butter (ja!!!)
1 große rote Zwiebel, gehackt
1 TL Paprika
1 TL Salz
Pfeffer
80 ml Sherry
120 ml Tomatensaft
200 ml Wasser
viel frischen Koriander (nur im Notfall durch Petersilie ersetzen!)
eine gute Handvoll gehackte Walnüsse

Verwende für dieses Rezept am besten einen gußeisernen Bräter.
Heize den Backofen vor auf 160 Grad Heißluft.
Gib die Butter in den Bräter und erhitze sie langsam. Gib die Hühnerteile hinein und brate sie langsam in der Butter an. Das geschieht bei mittlerer Hitze, wirklich ganz vorsichtig, die Butter soll bräunen, darf aber nicht verbrennen. Das Anbraten dauert etwa 15 Minuten, dabei wendest Du die Teile ein Mal.


Gib nun die Hühnerteile auf eine Platte und brate die Zwiebel in der Butter an, bis sie bräunen.

Würze mit Paprika, Salz und Pfeffer, gieße mit dem Sherry, Tomatensaft und Wasser auf, lasse alles aufkochen. Lege die Fleischteile nun wieder in die Sauce, gib den Deckel auf den Topf und stelle ihn in den Backofen.

Lasse alles 90 Minuten schmoren, schau aber dazwischen einmal nach, ob nicht zu viel Flüssigkeit verdampft, ansonsten kannst Du etwas Wasser oder Tomatensaft ergänzen.
Nach den 90 Minuten sollte das Fleisch sehr weich sein und sich leicht vom Knochen lösen. Bestreue das Gericht mit den Nüssen und dem gehackten Koriandergrün und stelle es im Topf auf den Tisch, sodass sich jeder selbst bedienen kann.

Frisches Fladenbrot oder Knoblauchbaguette wären hier ideal als Begleitung, wenn es ganz authentisch sein soll, dann serviere die berühmte georgische Koriandersauce dazu, auch dieses Rezept findet sich im Buch!
Für mich gibt es hier definitiv eine Kaufempfehlung, erwerben kannst Du das Buch in einer Buchhandlung oder online direkt beim Leopold Stocker Verlag:

GEORGIEN – Eine kulinarische Liebeserklärung

Schließen möchte ich meinen Beitrag nun mit einem Zitat aus dem Buch, es stammt von dem berühmten amerikanischen Schriftsteller John Steinbeck, welcher auf seiner Russlandreise auch Georgien besuchte.

Ein magischer Ort, dieses Georgien, und sobald man es verlassen hat, kommt einem dieses Land wie ein Traum vor.Und die Menschen sind außergewöhnlich. Sie bewohnen in der Tat eines der reichsten und schönsten Länder der Welt, und sie machen ihm Ehre. Und wir verstanden nun völlig, warum die Russen stets zu uns sagten: Ehe Sie nicht Georgien gesehen haben, haben sie nichts gesehen!“
(John Steinbeck, Die russische Reise)

Viel Spaß beim Lesen!

Übrigens, mein schöner neuer gusseiserner Schmortopf ist von IKEA (natürlich), eine limitierte Stückzahl, da musste ich schnell sein!


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