Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Nach den Schweinereien vom letzten Post und dem vielen Gemüse ist es höchste Zeit, den Körper mit Zucker zu versorgen. Jawohl, heute gibt es Nachspeise, Dessert, Seelenfutter, Bikinifeind, wie auch immer Du es nennen willst. Auf jeden Fall schmeckt es zum Niederknien!

Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Wenn die Hauptzutaten Nougat, Marillen und Vanillezucker sind, kann aber auch wirklich nichts schiefgehen, oder?
Das Dessert besteht aus zwei Komponenten, die auch in extra Gläschen angerichtet werden. Genau das Richtige, wenn Du Gäste hast und durch einen kleinen optischer Hingucker beeindrucken möchtest!

Zuerst kochen wir einen Nougatpudding, dazu brauchst Du, für 4 Portionen:

500 ml Milch
150 ml Sahne
30 g Maisstärke (z.B. Maizena)
30 g Zucker
1 EL Vanillezucker
100 g dunklen Nougat (bekommst Du im gut sortierten Supermarkt, ich verwende immer Nougat von Zotter, der ist nicht zu schlagen)

Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Nougat von Josef Zotter … himmlisch!

Verrühre die Sahne gut mit der Stärke. Koche die Milch auf, gib den Zucker dazu, rühre langsam die Stärkemischung ein und lasse einmal aufwallen, schalte nun den Herd ab. Füge den in Stücke geschnittenen Nougat dazu und rühre, bis er sich aufgelöst hat.

Nougatpudding mit gebratenen Marillen
Ich bin nun einmal mit dem Pürierstab durch den Pudding gefahren, so wird er besonders luftig, das muss nicht unbedingt sein, ist aber das Tüpfelchen am i! Verteile den Pudding in 4 hübsche Schüsselchen und stelle ihn in den Kühlschrank. (für mindestens 3 Stunden!)
Anmerkung: Die Menge an Maisstärke ist recht gering bemessen, der Pudding ist also auch nach dem Kochen noch recht flüssig. Das muss so sein, er dickt erst ein, wenn er abkühlt, bleibt so aber schön cremig. Wenn Du mehr Maizena nimmst, wird er zu fest!

Nun zu den Marillen. Schön reif sollten sie sein, und das ist nicht leicht zu bekommen. Meist sind sie am Bauernmarkt besser ausgereift als im Geschäft, wenn sie nämlich nicht nach Marille schmecken, hilft der ganze Zucker nichts!
Für die gebratenen Marillen brauchst Du:

ca. 10 schöne reife Marillen
Saft einer Zitrone
Einige EL Vanillezucker
2 EL Weisswein
etwas Minze zum Garnieren

Heize den Backofen vor auf 200 Grad Ober-Unterhitze.

Nimm zwei kleine flache Schälchen, in eines kommt die Hälfte vom Zitronensaft, in das andere ein EL von dem Zucker. Ausserdem brauchst Du eine flache Tarteform, in die 20 Marillenhälften passen.
Schneide die Marillen durch, tauche dann die Schnittfläche jeder Hälfte zuerst in den Zitronensaft, dann in den Zucker (kräftig!) und lege sie dann mit dieser Fläche nach oben in die Form. Wenn der Zucker verbraucht und feucht ist, gibst Du den nächsten Löffel dazu.

Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Wenn alle Hälften brav in der Form liegen, mische den restlichen Zitronensaft mit übrig gebliebenem Zucker und 2 EL Weisswein und gieße es zu den Marillen.
Gib die Tarteform nun für ca. 30 Minuten in den Backofen, wenn möglich schalte die letzten 10 Minuten den Grill dazu.

Nougatpudding mit gebratenen Marillen
Nach dem Auskühlen verteilst Du die Marillen ebenfalls auf 4 Gläser (den göttlichen Bratensud nicht vergessen, nicht selber ausschlecken!), Tellerchen oder was immer, das gewählte Geschirr sollte jedenfalls gut zu den Puddingschalen passen. Garniere nach Lust und Laune, zu den Marillen passt sehr gut frische Minze, den Pudding habe ich nur mit ein paar Schokodrops belegt.

Nougatpudding mit gebratenen Marillen Nougatpudding mit gebratenen Marillen Nougatpudding mit gebratenen Marillen

Naja, so schnell kann ich gar nicht schauen und das Dessert war weg! Wieso züchtet niemand Zucchini mit Nougatgeschmack?

Wünsche Dir gutes Gelingen!

 


Bio Weideschwein vom Handlhof – Allerheiligen

Handlhof

Die Eigenschaft, dass wir Menschen Fleisch essen, ist ja bekannter Weise keine Entwicklung unserer Zeit, sondern so ungefähr 2 Millionen Jahre alt. Dass wir allerdings so enorm viel Fleisch essen, leider oft auch von fragwürdiger Qualität, das ist definitiv ein Übel der Neuzeit, ein sehr großes Übel sogar. Durch diese unfassbare Menge, die da pro Kopf verschlungen wird, ist die Art und Weise, wie die verspeisten Tiere gehalten und geschlachtet werden, auf ein Niveau gesunken, das uns eigentlich alle vor Scham in den Erdboden versinken lassen müsste, denn wir, die Konsumenten, sind daran schuld!

Rinder, Schweine, Hühner, Schafe, natürlich sind das sogenannte Nutztiere, aber das gibt uns nicht das Recht, sie zu schinden und zu quälen, im Gegenteil, früher einmal wurden diese Tiere besonders gut und mit Achtung behandelt, denn sie sollten ja gutes Fleisch liefern, und dazu mussten sie vorher ein gutes Leben haben!

Was können wir tun? Nun, alle Vegetarier und Veganer der Welt werden es nicht schaffen, den Fleischkonsum abzustellen, aber jeder Fleischkonsument hat die Macht, an der grauenvollen Massentierhaltung etwas zu ändern, nämlich ganz einfach dadurch, dass er kein Fleisch aus Massentierhaltung mehr kauft.

Kaufe kein Billigfleisch beim Diskonter, greife im Supermarkt zu den Bioprodukten, oder – noch viel besser – suche Dir einen Biobauern Deines Vertrauens, der ab Hof verkauft. Zahle etwas mehr für ein hochwertiges Stück Fleisch, iss dafür weniger davon, und vor allem NICHT SO OFT!

Ich habe eine kleine Bäuerin in Heiligenkreuz, die mir Hühner liefert (ganze Hendln, nicht nur die Brust!), Hochlandrinder beziehe ich aus kleiner privater Zucht kaum fünf Kilometer von mir, ich habe eine Quelle für Ziegenfleisch und ich habe den

BIOBAUERNHOF HANDL

für mein Bio – Schweinefleisch. Und diese Möglichkeit, sich das so zusammenzusuchen, hat heute jeder, auch wenn man in der Stadt lebt!

Handlhof

Foto von Fam. Handl, Bio Schwein vom Grill

 

Handlhof

Der Biohof Handl wird betrieben von Bettina und Franz Handl, einem sehr engagierten jungen Paar, gemeinsam mit den Eltern von Franz. Den Handlhof gibt es schon an die 200 Jahre, die Urgroßeltern und Großeltern hatten noch „von allem etwas“, wie es früher üblich war: Kühe für die Milch, Schweine für das Fleisch, Hühner für Fleisch und Eier, und natürlich einen großen Obst-und Gemüsegarten. Die Oma von Franz ist auch noch mit ihren Hendln auf den Markt gefahren.
Der Fortbestand ist bereits gesichert, Bettina und Franz haben drei Söhne, von klein bis mittelgroß, die zur Zeit noch viel Arbeit machen, in Zukunft aber sicher auch mit anpacken werden.
Die Haltung von Kühen hat der Junglandwirt aus Zeitgründen aufgelassen, alles andere ist geblieben. In dem schönen Hofladen, der sich in den letzten 10 Jahren immer weiter entwickelt hat,  bekommst Du alles, was am Hof gezüchtet, angebaut und verarbeitet wird, und das Angebot ist unglaublich groß: (wie schaffen sie das nur?)

Dinkelprodukte, Kürbiskernöl, Säfte, Essig, Essiggurkerln, Kartoffeln, Aufstriche, Schmalz, Knabberkerne, Brot, Eier und natürlich Bio-Schweinefleisch, Wurstwaren, Geselchtes, und Speck. Mein Gott, der Speck nach Lardo-Art schmeckt besser als der in Italien, der ist unglaublich! (aber es ist alles lecker!) Bedient und beraten wird man meist von Junglandwirtin Bettina selber, und es ist immer eine Freude, neben dem Einkauf auch einen netten Plausch zu halten und viele Tips zu bekommen.
Mein Sohn liebt besonders die Hartwürstel und den Paprikaspeck, und er ist sehr kritisch!

Handlhof

Foto von Fam. Handl

Der Franz hält zwei Arten von Bioschweinen: das „normale“ Bioschwein, das nach wie vor im Stall (aber in einem schönen, mit Freibereich), gehalten wird, und das Weideschwein. Auch er hat sich aus ethischen Gründen dafür entschieden, diesen Weg zu gehen. Franz ist der Meinung, dass die Tiere ein artgerechtes Leben führen müssen, um wirklich gutes Fleisch zu liefern, und so ist es auch sein Ziel, irgendwann all seine Schweine auf der Weide zu halten. Ein Schwein braucht viel Platz, muss in der Erde graben und sich im Schlamm suhlen können, dann ist es glücklich.
Natürlich ist diese Art der Haltung arbeitsaufwendiger und kostet mehr, daraus resultierend ist auch das Fleisch etwas hochpreisiger. Deshalb bietet er parallel auch noch das im Stall gehaltene Bioschwein an, um den Kunden langsam an den Biogedanken heranzuführen. Aber ganz ehrlich, ich muss nicht drei Mal im Jahr auf Urlaub fahren, aber bei dem, was ich in mich hineinstopfe, spare ich nicht!

Handlhof

Das „normale“ Bioschwein hat einen Luxusstall

Das Handel’sche Weideschwein ist  aus der Schwäbisch-Hällischen Rasse, Franz kreuzt es  mit dem Duroc Schwein. Das Gemüt dieser Tiere ist sehr ruhig und friedlich und sie haben beste Muttereigenschaften.

Handlhof

Schwäbisch-Hällisches Schwein

Handlhof

Duroc-Schwein

Auf der Weide gibt es einen geräumigen, trockenen Unterstand, Schattenbereiche und ein öffentliches Freibad. Mit dem Gülleanhänger liefert Franz Wasser auf die Weide, da wird dann täglich mal die Schlammmulde gefüllt und fertig ist das Gedränge! Das gibt die schönste Schweinerei, und ich könnte Stundenlang zusehen bei dem Schlammbad!

Handlhof

Im Freibad

Handlhof
Und Schweine sind ja ziemlich klug! Am Anfang haben sie beobachtet, wie der Franz bei dem Gülleanhänger das Wasser aufdreht. Eines Tages kommt er also auf die Weide und findet … einen kleinen See! Die Schweine wollten wohl nicht so lange auf ihr Bad warten und haben den Wasserhahn selbst aufgedreht!

Handlhof

Handlhof

Hitze macht durstig!

Regentage sind sehr beliebt, allerdings liegen Schweine gerne auf trockener Erde, und nach dem Regen ist natürlich oberhalb alles gatschig! Also was tun? Die Schweine schieben gemeinsam die nasse Erde zur Seite und bauen einen Wall aus dem Schlamm, und in der Mitte bleibt dann eine trockene Mulde zurück, in der sie dann kuscheln.

Handlhof

Ab in den Schatten!

Handlhof

Handlhof

Ein Gehege wie im Bilderbuch!

Was soll die Zukunft bringen? Franz und Bettina wollen sich ganz auf das Weideschwein verlegen, sie wollen auf Hausschlachtung umsteigen (geschlachtet wird zur Zeit noch in einem kleinen Schlachthof ganz in der Nähe), und – was ich ganz toll finde – es soll ein Onlinehandel mit Kühlversand aufgebaut werden!

Auch wenn Du vielleicht weiter fahren musst als ich, ich kann Dir nur sagen, unsere Umwelt und die Tiere sind die Mühe und den Mehraufwand wert, und Du selber solltest es Dir auch wert sein!

Biohof Handl
Franz und Bettina Handl
Allerheiligen 46
8412 Allerheiligen bei Wildon
Hofladen geöffnet Donnerstag, Freitag, Samstag

Hier der Link zur Facebookseite vom BIOHOF HANDL, hier findest Du alle wichtigen Termine, Öffnungszeiten, Kontaktdaten und Fotos. Du kannst Dich auch per SMS benachrichtigen lassen, wenn es Frischfleisch gibt, Gustostücke unbedingt vorbestellen.
A guate Jausn und a Kernöl gibts oba imma, jeden Donnerstag, Freitag und Samstag, also, worauf woatest no?

 

Die Fotos vom gegrillten Schweinefleisch, den Geschenkkörben und dem Portrait der Beiden habe ich von Familie Handl bekommen, die restlichen Fotos durfte ich bei einer sehr netten, unterhaltsamen und informativen Hofführung selber schießen. Danke für den schönen Vormittag, liebe Bettina und Franz!

 

Handlhof

Bettina und Franz Handl inmitten ihrer „Schweinerei“

 

 


Die Georgische Küche

Die Georgische Küche
Die Georgische Küche

Die Georgische Küche

Nachdem meine Kochbuchbibliothek mittlerweile auf etwa 400 Stück angewachsen ist, und ich dadurch wirklich viele Kochbücher kenne und benutze (auch in englischer Sprache), würde es sich doch anbieten, dass ich Dir hin und wieder eines der Bücher vorstelle und es rezensiere.
Und da ich ja nun monatlich für eine Zeitschrift aus dem Leopold Stocker Verlag schreibe, und dieser Verlag natürlich auch Kochbücher (juchuuuhh!), Handarbeits – Deko- sowie Gartenbücher herausbringt, werde ich da immer wieder mal einen Band auswählen und Dir den Inhalt vorstellen. Ich finde, soviel Patriotismus muss sein, dass ich mich da für einen traditionellen, alteingesessenen Grazer Verlag entscheide, der noch dazu sehr viele Bücher zum Thema „Leben mit der Natur“ im Programm hat (Bücher über Garten, Kräuter, Jagd, Selbstversorger …)
Und so habe ich auch gleich eine Ausrede, wenn daheim wieder mal ein neues Buch herumliegt.

Wenn man 400 Kochbücher besitzt, geht es bei jedem Neuzugang in erster Linie darum, doch noch etwas zu finden, was einen überrascht. Ein völlig neues Thema, etwas, das wieder andere (Koch) Welten eröffnet, und das mir die Erkenntnis liefert, dass es Gott sei Dank nie langweilig werden wird, in Buchläden zu stöbern.

Kurz gesagt, die Entscheidung war leicht, über „Die Georgische Küche“ habe ich wirklich noch gar nichts gewußt! Jetzt, ein Buch über georgische Küche und etliche You Tube Videos später, forme ich „Chinkali“ (georgische Teigtaschen, Dumplings) wie eine alte georgische Hausfrau!
Das Land besteht aus kulinarisch besessenen Ureinwohnern, Essen ist unglaublich wichtig, und feiern können die, da biegen sich die Tische! Herrlich!

Du bekommst jetzt 2 Rezepte von Gerichten von mir, die ich aus dem Buch nachgekocht habe. Eines ist „Adschapsandali“, ein georgischer Gemüseeintopf ähnllich dem Ratatouille, der köstlich geschmeckt hat. Und das zweite Rezept sind eben jene  „Chinkali“, mit Faschiertem gefüllte georgische Teigsäckchen.  Die waren so umwerfend, dass mein Sohn gleich sechs Stück verdrückt hat! (vorgeschlagen werden 3 pro Person …)

Doch zuerst möchte ich Dir kurz meinen Eindruck von dem Buch schildern:
Es gibt zu jedem Gericht ein schönes Foto, die Gerichte sind gut beschrieben, allerdings nicht ausführlich genug für einen völligen Kochneuling.
Nach meinen Recherchen sind die Gerichte auch nicht auf den kochenden Touristen zugeschnitten, sondern sie sind wirklich authentisch, und so auch dementsprechend anders und ausgefallen, was ich toll finde!
Die Zutaten sind vorteilhafter Weise bei weitem nicht so exotisch wie in der thailändischen oder indischen Küche, wir haben das selbe Gemüse im Garten, die selben Gewürze im Schrank.
Das Buch hat mich dazu angeregt, mehr über dieses Land und seine Menschen zu erfahren, es hat mich inspiriert und mir ein Volk nähergebracht, von dem ich bisher nicht viel wusste. Das war sicher auch das Ziel des Autors Schota Dwalischwili, und das hat er gut gemacht.
Allerdings, lieber Schota, das nächste Mal hätte ich gerne mehr Süßspeisen!!!

Das lustige ist nun, dass das erste Gericht, welches ich für meinen Beitrag ausgewählt habe, von den Mengen her nicht funktioniert. Der Teig für die Chinkali wäre höchstens als Fugenmasse geeignet gewesen, wenn es You Tube nicht gäbe! Trotzdem werde ich bei diesem Rezept bleiben, Dir die richtige Menge verraten und damit aussagen: das Buch hat mir gefallen, wir sind alle nur Menschen, und so ein Irrtum kann passieren!

Die Georgische Küche

CHINKALI, georgische Teigsäckchen

Teig für die Chinkali (Georgische Teigsäckchen), mein erprobtes Rezept, für etwa 14 Stück:

500 g glattes Mehl
230 ml Wasser
1 TL Salz

(Im Buch wurden für 1 kg Mehl 200 ml Wasser vorgeschlagen, das funktioniert nicht!)

Wasser mit Salz aufkochen, heiß zum Mehl geben und zu einem glatten, recht festen Teig kneten. 10 Minuten kräftig durcharbeiten, 15 Minuten in Folie ruhen lassen, dann nochmal kräftig kneten, bis er ganz glatt ist. In die Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde ruhen lassen. (Kein Wasser mehr zugeben, der Teig muss recht fest sein!)

Fülle:

1/2 kg Rind faschiert
100 g Zwiebel, sehr fein gehackt
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
3 EL frisches Korianderkraut, gehackt (Ersatzweise Petersilie, ist aber nicht original!)
30 ml kaltes Wasser
1 Tl Salz, Pfeffer

Alles gut vermischen, kalt stellen.

So, nun wird es ernst, die hübschen Säckchen müssen ja geformt werden. Da empfehele ich Dir wärmstens: nutze You Tube, sieh Dir in einem Video an, wie es gemacht wird, z.B.:

Chinkali Zubereitung

Teig 2 mm dünn ausrollen, Kreise mit einem Durchmesser von etwa 8 cm ausstechen und nochmal etwas größer ausrollen. (auf etwa 10 – 12 cm)
Auf jeden Kreis einen guten EL Fülle geben und die Kreise zum Sack schließen, indem man den Rand in Falten legt. Diese Falten oben fest zusammendrücken und den Teigüberschuss mit einer Schere abschneiden.

Die Georgische Küche

Mein Mann bewacht die fertig geformten Chinkali .. und sein Bier!

Die Georgische Küche
In einem 5 Liter Topf Wasser mit etwas Salz aufkochen und die Teigtaschen einlegen, immer nur etwa 6 Stück auf einmal. 10 Minuten kochen, dann mit einer Schaumkelle herausheben. Heiß mit Gemüse oder z.B. als Suppeneinlage anrichten.

Die Georgische Küche
Wir haben die leckeren Säckchen mit Georgischem Gemüseeintopf, Adschapsandali, gegessen. Das Gemüse habe ich frisch aus meinem Garten geholt (nein, ist geschwindelt, die Melanzani waren aus Mamas Garten), das könnte ich jetzt im Sommer jeden Tag essen.

Adschapsandali, georgischer Gemüseeintopf

Zutaten, für 3-4 Personen:

1 Zwiebel
2 Melanzani (Auberginen)
2 große Paradeiser, sehr reif
1/2 kg Kartoffeln, geschält
1 mittlerer Zucchini
3 Knoblauchzehen, gehackt
2 EL frisches gehacktes Basilikum
1 EL frisches gehacktes Koriandergrün
100 ml Olivenöl (oh ja wirklich, und nicht weniger!)

Zwiebel schälen, würfeln. Melanzani, Kartoffeln, Zucchini und Tomaten würfeln. Zwiebel in dem Öl anbraten, Melanzani, Knoblauch und Kartoffeln zugeben und bei niedriger Hitze zugedeckt in dem Öl fast gar schmoren. Tomaten und Zucchini zugeben, salzen, alles durchmischen und weiterschmoren, bis die Zucchini durch sind, aber noch etwas Biss haben. Das Schmoren dauert insgesamt etwa 25 Minuten.

Die Georgische Küche

Georgischer Gemüseeintopf Adschapsandali

Abschmecken, Kräuter unterheben und etwas abkühlen lassen, dann anrichten.

Es wird keine Flüssigkeit zugegeben, sondern alles nur in dem Öl geschmort. Der Saft entsteht vor allem durch die Tomaten, der Gemüsegeschmack ist total intensiv. Soooo gut!
Für mich ist dieses Buch auf jeden Fall eine Bereicherung, den Härtetest durch meine beiden Männer hat die georgische Küche jedenfalls schon bestanden.

Für mehr Infos zu diesem Buch, oder wenn Du es bestellen möchtest, hier der Link:

http://www.stocker-verlag.com/buecher/neuerscheinungen/neuerscheinung-detail/article/die-georgische-kueche/

 

 


Ein Hauch von Lavendel – mein Juli Beitrag für KOCHEN UND KÜCHE

Lavendel

Lavendel

 

vorschau_juliLavendel ist neben der königlichen Rose wohl einer der romantischsten Sommerboten. Die silbrig grünen Stengel wiegen sich elegant bei jedem Lufthauch, und das Flimmern der Mittagshitze bringt die zarten violetten Blütenähren so richtig zum Leuchten. Der Duft ist intensiv und versetzt mich sofort in ein kleines Dorf in der Provence, wo im Juli endlose Lavendelfelder die Landschaft verzaubern.
Und was erwartet Dich nun nach so einer nostalgischen, verträumten Einleitung?
Nun, wie könnte es bei mir wohl anders sein … ich erzähle Dir dass Lavendel nicht nur gut riecht, hübsch aussieht und eine tolle Deko abgiebt, nein, man kann damit auch kochen! Und keine Angst, es schmeckt nicht gleich so, als würdest Du Deine Seife essen!
Ich verwende Lavendelblüten schon viele Jahre in der Küche, und für die Juli-Ausgabe der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE durfte ich nun einige Rezepte damit entwickeln, und zwei davon zeige ich Dir auf meinem Blog:
Kekse mit Lavendelblüten und einen Lavendelsirup.

Der echte Lavendel ist ein hervorragendes Küchenkraut, das sowohl für Fleischgerichte und Gemüse,  als auch in der süßen Küche verwendet werden kann.
Hauptsächlich kommen die Blüten, frisch oder getrocknet, zum Einsatz, aber auch die Blätter kann man fein hacken und damit z. B. Ziegenkäse einhüllen oder sie zu Kräutermischungen dazugeben. Grundsätzlich solltest Du Lavendel sparsam dosieren, der typische Duft und das Aroma sollen gerade eben schmeckbar sein und eine besondere Note verleihen, dann ist dieses Gewürz einfach umwerfend.
In der Küche wird bevorzugt der echte Lavendel verwendet, da er mit Abstand das feinste Aroma hat!

Blüten ernten und trocknen: meist werden die Stiele zu einem Strauß gebunden, verkehrt aufgehängt und so getrocknet, dann erst werden die Blüten abgerebelt. Ich finde diese Methode aber nicht gut. Erstens werden die Sträuße beim Hängen staubig, und zweitens werden die dünnen Stiele beim Trocknen sehr brüchig und fallen beim Abrebeln mit in die Schüssel.
Es ist wirklich die Mühe wert, die kleinen blauen Blütchen noch frisch vorsichtig von der Dolde zu zupfen, das macht zwar mehr Arbeit, aber das Ergebnis ist wesentlich  hochwertiger. Man hat wirklich reine Blüten, diese werden zum Trocknen ausgebreitet und nach ein paar Tagen in ein luftdichtes, dunkles Glasgefäß geschüttet. Sie müssen völlig trocken sein, sonst können sie schimmeln!

 

Lavendel

Lavendel

Getrocknete Lavendelblüten

So, nun wird aber gekocht, oder besser gesagt erst mal gebacken, mein erstes Rezept:

Gespritzte Lavendelkekse (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE Juli)

Sie sehen soo hübsch aus und zergehen im Mund, so zart ist die Masse. Wenn Du Lavendel nicht magst oder keinen auftreiben kannst, mit der geriebener Zitronenschale alleine sind die Kekse auch sehr lecker (nimm dann aber 2 EL) … aber eben nicht so außergewöhnlich!

Zutaten für ca. 18 Stück

110 g Butter, zimmerwarm
70 g Staubzucker
1 EL Vanillezucker
1 EL Lavendelblüten, getrocknet oder frisch geerntet
1 kleines Ei
1 EL geriebene Zitronenschale
1 TL Sahne
175 g glattes Mehl
½ TL Backpulver
einige Lavendelblüten zum Garnieren

Zubereitung (ca. 25 Minuten ohne Backzeit)

Backofen vorheizen auf 180° C Heißluft, ein Backblech mit Backpapier belegen. Einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle vorbereiten. (Der Teig ist sehr weich und mürbe, ausrollen und ausstechen wäre nicht möglich!)
Butter und Zucker mit dem Mixer sehr flaumig rühren, etwa 5 Minuten. Nun die Blüten, Ei, Zitronenschale und Sahne einrühren, bis die Masse glatt ist.
Mehl und Backpulver mischen und zur Buttermasse geben, vorsichtig mit dem Mixer verrühren, bis alles gut vermischt ist.
Masse in den Spritzsack füllen und Rosetten mit 5 cm Durchmesser auf das Blech dressieren, dabei am besten außen beginnen. Das benötigt  ein wenig Kraft, aber wenn der Teig weicher wäre, würde die Spritzkontur beim Backen zerrinnen!
Auf jedem Keks einige Lavendelblüten verteilen, dann sofort in den Backofen schieben.
Backzeit ca. 14 Minuten, die Kekse sollen am Rand leicht gebräunt sein, ansonsten eher hell bleiben.
Besonders schön und gleichmäßig werden die Lavendel – Spritzkekse, wenn man sie auf den gefetteten Boden der Muffinmulden eines beschichteten Muffinbleches dressiert. Nach dem Backen 5 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig vom Boden lösen.

Lavendel

Gespritzte Lavendelkekse

Lavendel

Gespritzte Lavendelkekse

Ale zweites Rezept verrate ich, wie ich Lavendelsirup zubereite. Dieses Rezept habe ich zwar auch für die Zeitschrift ausgearbeitet, aber es hatte leider keinen Platz mehr. Du bekommst es ja aber jetzt hier auf meinem Blog!

Lavendelsirup

Zutaten (für ca. 800 ml Sirup)

250 g Kristallzucker
4 EL Lavendelblüten (frisch oder getrocknet)
600 ml Wasser
1 TL Zitronensäure

Zubereitung (15 Min. ohne Stehzeiten)

Ein gut schließendes Marmeladeglas mit einem Fassungsvermögen von ca. 350 bis 400 ml bereitstellen. Eine 1 cm dicke Zuckerschicht in das Glas schütten, darauf einen EL Lavendelblüten verteilen, nun wieder eine Zuckerschicht und erneut Lavendel, bis alles verbraucht ist. Die oberste Lage soll wieder Zucker sein.
Das Glas verschließen und für ein paar Tage durchziehen lassen, am besten an einem warmen, sonnigen Platz.

Lavendel

Lavendel wird mit Zucker angesetzt für Lavendelsirup

Nun die Zuckermischung mit dem Wasser  in einen Topf geben, aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln. Vom Herd nehmen und einige Stunden ziehen lassen.  Den Sirup durch ein feines Sieb abgießen, mit der Zitronensäure erneut kurz aufkochen und sofort in sterile Flaschen füllen.
Die Zitronensäure gibt dem blassblauen Sirup eine schöne Färbung und sorgt für längere Haltbarkeit sowie eine erfrischende Geschmacksnote!
Der Sirup schmeckt herrlich mit Sekt aufgegossen, oder mit Weisswein und Mineralwasser als Lavendelspritzer (sehr angesagt zur Zeit, aber was Du im Restaurant bekommst ist alles chemisch!), toll ist er auch zum Süßen von Obstsalat, besonders im Winter zu tropischen Obstsorten. Du kannst ihn auch bei der Zubereitung von Panna Cotta oder Creme Brulee hinzufügen, schmeckt sehr edel.

Lavendel Lavendel

 

Weiters findest Du in der Zeitschrift sowie auf der KOCHEN UND KÜCHE Webseite  noch:

Lavendelgewürzsalz und Lavendelzucker

Lavendel

Lavendelgewürz und Lavendelzucker

Schweinefilet mit Lavendelgewürz in Backpapierhülle

Lavendel

Schweinefilet mit Lavendelgewürz

Also, beim nächsten Lavendelbeet, an dem Du im Park vorübergehst, wirst Du nicht mehr nur an Seife denken, sondern auch ans Essen! Genieße den Duft und … schnell ein paar Blüten abzupfen!

 

 

 

 

 


Omas Teekanne

Omas Teekanne

Magst Du Vintage lifestyle? Magst Du Möbel und Accessoires aus Omas Zeiten, altes Geschirr und liebevoll nostalgisch dekorierte Räume? Findest Du die „English Tea Time“, sprich den Genuß einer guten Tasse Tee, begleitet von Scones und Törtchen, auch so genial wie ich?  Dann bist Du hier richtig – in OMAS TEEKANNE, am Nikolaiplatz 1 in 8020 Graz!

Zwei junge Frauen haben sich hier den Traum von nostalgischen Flair, begleitet von hausgemachten Köstlichkeiten, erfüllt und leben ihre Kreativität beim Backen und beim Einrichten aus.
Ich habe die nette Atmosphäre bereits mit meiner lieben Arbeitskollegin Verena ( auch verrückt nach Scones und England) genossen, unter anderem bei einem traditionellen „Afternoon Tea“: für jeden eine ganze Etagere voller Köstlichkeiten, begleitet von Tee soviel wir wollten!

Omas Teekanne Omas Teekanne Omas Teekanne

 

In den Sommermonaten gibt es statt Afternoon Tea nun den Sommerbrunch, Termine, Infos und schöne Fotos findest Du hier:

Sommerbrunch in Omas Teekanne

Für die Events sollte man sich auf jeden Fall anmelden, um wirklich ein Plätzchen zu bekommen! Das liebevolle kleine Lokal ist wirklich mal etwas anderes, also auf zu einer gemütlichen Tasse aus Omas Teegeschirr!