Buchvorstellung „Dinkel, Amarant, Quinoa & Co“, sowie Rezepte für süßes Zimtrisotto und Amarant-Teekuchen

Eine Buchbewertung für meinen Verlag (Leopold Stocker Verlag) ist noch ausständig, ich habe ja zuletzt zwei Bücher bekommen, und das Zweite möchte ich Dir nun heute präsentieren.
Der Titel: Dinkel, Amarant, Quinoa & Co – Korngesunde Köstlichkeiten

Auf dieses Buch habe ich mich besonders gefreut, denn seit meiner frühesten Jugend liebe ich Körner und Getreide. Zum 21. Geburtstag habe ich eine Osttiroler Getreidemühle von meinen Eltern bekommen, diese hat heute noch einen Fixplatz in meiner Küche und wird ständig benutzt. Ich sage jetzt nicht, wie lange das her ist, aber als ich damit anfing, ins Reformhaus zu gehen und dort Leinsamen, Urkorn, Kamut oder Hirse zu kaufen, galt man damit als „Körndlfresser“, was durchaus meist nicht positiv gemeint wurde! Das hat sich zum Glück etwas verändert, und heute trifft es total den Trend, wenn man mit Quinoa oder Amarant in der Küche umgehen kann. Zumindest dort, wo gerne und gesundheitsbewußt gekocht wird!

Die Kapitel sind nach der Körnerart sortiert, es gibt zu jedem Körndl/Getreide einen allgemeinen Teil über Geschichte, Anbau und Eigenschaften, des weiteren Kapitel über Getreideunverträglichkeit, Mehlsorten und Brot backen. Und es gibt deftige und süße Rezepte zu jedem von ihnen. Du findest im Inhalt Amarant, Buchweizen, Bulgur, Couscous, Dinkel, Einkorn, Gerste, Grünkern, Hafer, Hirse, Kamut, Mais, Quinoa, Reis, Roggen und Weizen.
Das Buch beinhaltet viele tolle Rezepte, wie Amarantlaibchen, Buchweizenstriezel mit Nussfülle, Couscousrouladen, Grünkernbraten, Haferflockenschmarren, Polentapizza und etliche mehr. Viele schöne Fotos begleiten die Rezepte und zeigen, wie das Gericht aussehen soll.
Ich habe schon einiges ausprobiert, auf meinem Blog zeige ich Dir ein ZIMTRISOTTO und einen AMARANT-DINKEL-TEEKUCHEN. Die Rezepte funktionieren sehr gut, ein paar Kleinigkeiten habe ich für mich angepasst, wie immer.

 

AMARANT-DINKEL-TEEKUCHEN

Das aussergewöhnliche hier: es werden Amarantpops in die Masse eingearbeitet. Das hat mich sofort fasziniert, denn ich hatte welche daheim, wusste aber nichts rechtes damit anzufangen, ausser sie zum Müsli zu mischen. Also, ab in den Kuchen damit! Die kandierten Früchte meiner Wahl waren Cranberries, und diese wurden bei mir in Amaretto ertränkt. Und im Buch besteht die gesamte Mehlmenge aus Dinkelvollkornmehl. Mir war der Kuchen damit etwas zu schwer und auch recht dunkel, so habe ich nur zur Hälfe Vollkornmehl verwendet und den Rest durch glattes Dinkelmehl ersetzt. Ich habe ihn beim 2. Mal mit Quinoapops versucht, auch das funktioniert bestens.
Dies ist ein wirklich klassischer Englischer Teekuchen, saftig und luftig, schmeckt zu jeder Tageszeit, auch zum Frühstück mit englischer (oder hausgemachter) Orangenmarmelade.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

Für eine Kastenform brauchst Du:

50 g Zartbitterkuvertüre
50 g Walnüsse
70 g getrocknete Cranberries
3 EL Amaretto (Mandellikör)
eine Naturzitrone, gewaschen
4 Eier
120 g Butter, weich
140 g Staubzucker
70 g Dinkelmehl glatt
70 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Backpulver
60 g Amarantpops

Hacke die Schokoalde und die Nüsse mit dem Messer. allerdings nicht zu fein, im Kuche soll man noch auf die Stückchen beissen!
Gieße den Amaretto über die Cranberries, mische durch und lasse sie etwa 30 Minuten ziehen.
Heize den Backofen vor auf 170 Grad Heißluft, buttere und bemehle eine Kastenform.
Reibe die gelbe Schale der Zitrone ab und presse den Saft aus.
Trenne die Eier und schlage die Eiklar zu steifem Schnee.
Mische die Mehlsorten, das Backpulver und die Amarantpops in einer Schüssel und stelle sie bereit.
Gib die Butter, den Zucker und die Zitronenzesten in eine Rührschüssel und rühre die Masse , bis die Butter sehr hell und luftig ist.(oder mit der Küchenmaschine).
Rühre die Dotter nacheinander ein, mixe jedes mal etwa 30 Sekunden gut durch.
Mische nun die Cranberries mit einem EL von der Mehlmischung, und gib diese sowie die Nüsse, Schokolade und Zitronensaft zum Teig, verrühre alles kurz. Zuletzt kommt noch die Mehlmischung dazu und wird nur mehr kurz eingeschockt, bis das Mehl vermengt ist. Hebe den Eischnee mit einer Teigspachtel vorsichtig unter, fülle den Teig in die Form und backe den Kuchen etwa 40 – 45 Minuten.
Bestreue den fertigen Kuchen mit Staubzucker, Du kannst ihn natürlich auch mit einer Zitronenglasur veredeln.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

ZIMTRISOTTO

Das zweite Rezept, das ich ausprobiert habe, ist das „Zimtrisotto“ von Seite 140. Jetzt denkst Du bestimmt: „Ach Gott, Milchreis! In dem Buch gibt es bestimmt ausgefallenere Rezepte als simplen Milchreis“!
Ja, das mag schon stimmen, aber gerade an diesen simplen, klassischen Rezepten erkennt man die Qualität eines Kochbuchs, denn jeder kennt das Gericht, hat Vergleichsmöglichkeiten (Oma, Mama, Landliebe …) und hat eine genaue Vorstellung davon, wie es schmecken soll.
Milchreis soll so flüssig sein, dass er beim Auskühlen und Eindicken cremig und samtig bleibt, und nicht fest und klebrig wird wie Kleister. Er muss sich im Mund anfühlen wie eine Wolke Schlagrahm, und muss Wonnegefühle auslösen, wie früher bei Mama. Und keiner soll kommen und sagen: „Naja, der von LANDLIEBE ist besser!“
Und genau all diese Anforderungen erfüllt dieses Rezept. Die Mengen an Reis und Flüssigkeit stimmen genau, der Reis bleibt auch nach dem Abkühlen matschig und cremig wie Risotto, und schmeckt herrlich. Ich habe ein bißchen bei der Fettmenge nachgeholfen, indem ich einen Teil der Milch durch flüssige Schlagsahne ersetzt habe, und auch habe ich am Schluss etwas mehr geschlagene Sahne untergehoben, wenn schon – denn schon! (Fett ist ein Geschmacksträger, ich kanns nicht oft genug sagen …)
Zudem habe ich dem Rezept eine halbe Vanilleschote beigefügt und ihm ein wenig orientalischen Touch verliehen, indem ich einen EL Rosenwasser (vom Türken) beigement habe, das schmeckt toll. Ist aber optional.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

Für 4 Dessertschalen (oder 6 kleine …) brauchst Du:

400 ml Milch
200 ml Sahne
1/2 Vanilleschote
50 g Zucker
1 TL Zimt
100 g Rundkornreis (bevorzugt Carnaroli Risottoreis, oder spezieller Milchreis)
20 g Butter
50 g weisse Kuvertüre, gehackt oder Drops
1 EL Rosenwasser
150 ml Sahne

Schlitze die Vanilleschote der Länge nach auf, lockere die Körnchen innen ein wenig mit einer feinen Messerspitze. Erhitze die Milch, Sahne, Zucker, Vanilleschote und Zimt und stelle sie beiseite. Erhitze die Butter in einer Kasserolle, schwitze den Reis darin kurz an, lösche mit der Zimtmilch ab und lasse den Reis bei sehr schwacher Hitze zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln, rühre immer wieder um.
Der Milchreis ist fertig, wenn die Reiskörner schön weich, aber noch nicht zerkocht sind, und das ganze eine zähflüssige Konsistenz hat. Es dickt mit dem Abkühlen ein!
Entferne die Vanilleschote (alles schön auskratzen!), füge nun in den heißen Reis die Schokolade und das Rosenwasser hinzu, rühre durch bis die Schokolade geschmolzen ist. Schlage die 150 ml Sahne steif und ziehe sie unter den abgekühlten Reis. Verteile das Dessert auf hübsche Schalen und stelle es NICHT in den Kühlschrank, Milchreis schmeckt bei Zimmertemperatur am besten.

Buchvorstellung "Dinkel, Amarant, Quinoa & Co

Also, tue Dir etwas Gutes, gönn Dir ein wenig Körndlfutter, tolle Ideen gibts in Dinkel, Amarant, Quinoa & Co!

 


Weihnachten, ein Einkaufstipp

Und wieder einmal steht uns Weihnachten bevor, und die Schlagwörter die uns da ins Gehirn schießen sollten, sind wohl:
Familie, Besinnlichkeit, Freude, Fest, Liebe, Ruhe, Gemütlichkeit, Essen (na klar) …
aber ehrlich, lauten die nicht eher so:
Stress, Hektik, Einkauf, Geschenke, Verkehrschaos, Familienzwist, Geld, Konsumzwang …

Schade, oder? ich liebe Weihnachten, und auch wenn ich nicht immer alle Faktoren aus der unteren Reihe ausschalten kann, versuche ich doch, dieses Fest nach obigen Schlagwörtern zu zelebrieren! Und heuer sind wir dem wieder einen Schritt näher gerückt, meine sehr kluge Tochter Julia hat nämlich den Vorschlag gemach, innerhalb der Familie zu Wichteln, und so dem vielen Herumhetzen, Kaufen und Verpacken ein Ende zu setzen. Und ehrlich, die meisten von uns haben heute nicht nur alles, was sie brauchen, sondern auch vieles, was sie nicht brauchen, und man weiss einfach wirklich oft nicht mehr, was man schenken soll. Also ist es viel besser, sich auf eine Person zu konzentrieren, und dieser eine kleine, aber persönliche Freude zu machen.
Am Schönsten gelingt das mit etwas, was man selbst hergestellt hat, aber nicht jeder kann das, aus welchen Gründen auch immer. Und nun kommen wir, nach dieser philosophischen Einleitung zu meinem Einkaufstipp

’sFachl

in der Grazer Herrengasse (Herrengasse 13) verkauft nur Selbstgemachtes, es gibt von vielen verschiedenen Menschen die verschiedensten selbst erzeugten Dinge zu kaufen. Schmuck, Geschnitztes, Räuchermischungen, Kosmetik, Hundekekse, Schnäpse, Marmeladen, Kräutersalz, Hauben und Schals, Taschen, und vieles mehr.

Weihnachten, ein Einkaufstipp

’sFachl in der Herrengasse in Graz, voll mit tollen selbstgemachten Geschenkideen!

Weihnachten, ein Einkaufstipp
Ich komme aus einem bestimmten Grund auf dieses nette Geschäft, meine liebe Arbeitskollegin Monika verkauft nämlich dort ihre wunderschönen, selbstgenähten Einkaufstaschen. Sie stellt sie alle aus IKEA Stoffresten her, und sie sind sehr schön ausgeführt … naja, sie ist gelernte Schneiderin.

Weihnachten, ein Einkaufstipp Weihnachten, ein Einkaufstipp
Ich habe schon eine ganze Sammlung zu Hause, auch im Auto liegen immer welche bereit, ob groß oder klein, ich liebe sie. Und wäre es nicht eine mal etwas andere Idee, ein Geschenk anstatt mit Weihnachtspapier – das dann weggeworfen wird – mit so einer Tasche von Monika „einzuwickeln“? Also ein Geschenk in noch einem Geschenk verpackt! Und man braucht nie mehr im Geschäft ein Plastiksackerl (ich hasse Plastik!).

Weihnachten, ein Einkaufstipp

Die selbstgenähten Einkaufstaschen von Monika, so schön, so praktisch!

Weihnachten, ein Einkaufstipp

Man kann sich im ’sFachl natürlich auch mit einer Freundin oder einem Freund treffen, gemütlich einen Kaffee trinken, tratschen und für einen lieben Menschen eine Kleinigkeit mitnehmen. Schau mal vorbei, und denk an Monikas praktische Taschen, sie sind links ganz oben, gleich wenn man hineinkommt, neben dem Fenster.
Und übrigens, wenn Du etwas Tolles selber machst: Du kannst es auch dort verkaufen! Einfach anmelden, warten bis ein Fachl frei ist, und los gehts!

Weihnachten, ein Einkaufstipp

Links oben sind Monikas Taschen!

’sFachl gibt es auch in Wien, Salzburg, Villach, Linz, Klagenfurt, Dornbirn, leider ohne Monis Taschen.

 

 


Die Walnuss, mein November-Beitrag für „KOCHEN UND KÜCHE“

Ich war im Oktober fleißig am Nüsse knacken, denn für meine November-Rezepte für KOCHEN UND KÜCHE habe ich viele Walnüsse gebraucht! Genau, es geht um die Walnuss.
Walnüsse sind pures Kraftfutter, gesunde Energie, modern ausgedrückt , echtes „Superfood“ (habe ich schon einmal gesagt, wie seltsam ich diesen Ausdruck finde? „Health Food“ wäre okay, wenn es schon englisch sein muss, „gesundes Nahrungsmittel“ würde es auf den Punkt treffen!).
Aber naja, auch Menschen jenseits meines hohen Alters sollen wissen, was ich ausdrücken möchte, wir gönnen der Walnuss also das Privileg, Superfood genannt zu werden. Und das ist sie wirklich. Berühmt ist die Walnuss vor allem wegen ihres hohen Gehaltes an Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen, der Nusskern soll auch sehr gesund für unser Gehirn bzw. Denkvermögen sein (man beachte auch die optische Ähnlichkeit mit einem Gehirn!).

Quitten-Cheesecake

Frische Walnüsse

Der bekannte römische Feldherr und Gourmet Lucius Licinius Lucullus brachte die Walnüsse von einem Feldzug aus  Asien mit (ca. 70 v. Chr.), römische Legionäre nahmen die Nüsse sodann als Kraftspender in ihr Marschgepäck auf, und so gelangte die „Wundernahrung“ dann über die Alpen zu den Germanen, nach Gallien, Frankreich und England.
Walnüsse wurden dann im Mittelalter schnell als „Hausbaum“ beliebt, sie hielten Mücken und Fliegen vom Haus fern, und das Laub wurde in Kleiderschränke und Betten gelegt, um Ungeziefer  zu vertreiben. (Dieser Effekt ist auf den in den Blättern enthaltenen Stoff JUGLON zurückzuführen).
Walnüsse galten in früheren Zeiten als Symbol der Fruchtbarkeit und spielten im Liebesorakel eine wichtige Rolle. Zur Ehe entschlossene Liebespaare beispielsweise legten zwei Walnüsse ins Herdfeuer. Blieben die Nüsse in der großen Hitze beieinander, schloss man auf eine gute Ehe. Flogen sie aber krachend auseinander, stand eine turbulente Ehe bevor.

Die Walnuss

Die WalnussIch habe selber einen großen Nussbaum im Garten, er ist riesig und wunderschön gewachsen, die Blätter verströmen im Frühjahr einen ganz eigenen Geruch, und irgendwie sind Nussbäume von einer magischen Aura umgeben. Ich liebe es, im Herbst die reifen Nüsse vom Boden aufzusammeln, oft ist es nebelig und feucht, die Blätter der großen Baumkrone rascheln im Herbstwind, und das geruhsame Absuchen des Bodens ist fast wie meditieren.

Nüsse sind in der Küche Universalgenies, sie finden Verwendung für Kuchen, Konfekt, Salate, Brot und Weckerln, Eintöpfe, einfach so zum Knabbern und vieles mehr. Ich habe einige Rezepte für KOCHEN UND KÜCHE entworfen, zwei habe ich heute auf meinem Blog für Dich, nämlich Walnussmuffins und einen herbstlichen Salat mit Radicchio und Walnüssen, ein weiteres verlinke ich Dir bzw. Du findest es in der Zeitschrift.

Ich beginne mit dem Muffin Rezept, denn diese Energieküchlein eignen sich bestens für das Frühstück!

Walnuss-Bananen-Muffins mit Erdnussbutter (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE November)

Du brauchst für 12 bis 14 Muffins
250 g glattes Mehl

1 TL Backpulver
¼ TL Natron
120 g weiche Butter
120 g Staubzucker
1 EL Vanillezucker
2 große Eier
2 reife Bananen
4 EL Buttermilch
2 EL Erdnussbutter (Reformhaus)
60 g gehackte Walnüsse
einige ganze Walnusshälften zum Garnieren
70 g Staubzucker
eine Messerspitze Zimt
1 EL Milch

Zubereitung (ca. 20 Min. ohne Backzeit)
Backofen vorheizen auf 170 ° C, ein Muffinblech einfetten oder mit Papier-Muffinhüllen auslegen.
Mehl, Backpulver und Natron in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen gut mischen und auflockern.
Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier etwas verquirlen, nach und nach zugeben und gut unterrühren. Zuletzt die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und mit der Buttermilch und der Erdnussbutter in die Masse mixen.
Die Mehlmischung und die Nüsse mit einer Teigspachtel unterziehen und nur mehr so lange bearbeiten, bis alles gut vermengt ist.
Die Masse auf die Muffinmulden verteilen, diese dabei nur zu ¾ vollmachen. Am besten funktioniert das Füllen mit einem Eisportionierer.
Im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen.
Für die Spritzglasur Zucker, Zimt und Milch verschlagen, es soll eine recht feste, spritzfähige Masse werden. In eine kleine Spritztülle füllen und die Muffins nach belieben dekorieren, je einen Klecks Glasur in die Mitte geben und eine ganze Nusshälfte damit „festkleben“.

Die Erdnussbutter schmeckt himmlisch in dem Teig, ich bin jedoch kein Maßstab, da ich der reinste Erdnussbutter-Staubsauger bin. Ich liebe sie! Solltest Du meine Begeisterung nicht teilen, kannst Du jedes andere Nussmus ebenso verwenden.

Die Walnuss

Walnuss-Bananen-Muffins

Die Walnuss

Als Abendessen gibt es dann einen sehr leckeren, gesunden Salat mit herbstlichem Charakter, den solltest Du unbedingt probieren!

Radicchio – Walnusssalat  mit Quinoa und Blauschimmelkäse (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE November)

Zutaten für 4 Portionen
150 g Quinoa

300 ml Wasser
½ TL Salz
100 g Walnüsse
1 EL Olivenöl
Prise Salz
ein Kopf, ca.350 g, Radicchio
200 g Blauschimmelkäse
2 EL gehackte Petersilie

Dressing
Saft ½ Limette

2 EL hochwertiger  Balsamicoessig
2 EL Walnussöl (Reformhaus)
½ TL Salz

Zubereitung (25 Min. ohne Backzeit)
Quinoakörner in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser abspülen.  Mit dem Wasser in einen Topf füllen und  aufkochen, auf kleiner Flamme 10-15 Minuten köcheln lassen, dabei nach 5 Minuten Kochzeit das Salz hinzufügen. Wenn die Körner gar sind, diese in eine Schüssel geben und auskühlen lassen.
Backofen aufheizen auf 160 ° C. Die Walnüsse mit dem Olivenöl und einer Prise Salz mischen, auf einem Backblech ausbreiten, in den Ofen stellen und etwa 15 Minuten rösten, dann zum Erkalten beiseite stellen.
Den Radicchio halbieren und in feine Streifen schneiden, in einer Schüssel mit dem Quinoa mischen.
1/3 vom Käse klein würfeln und ebenso unter den Salat mischen. Alle Zutaten für das Dressing gut verschlagen, den Salat damit abmachen und auf einer schönen Platte anrichten. Die Walnüsse sowie gehackte Petersilie darüber verteilen, den restlichen Blauschimmelkäse in Ecken schneiden und den Salat damit garnieren.
Dazu passt gut ein Glas Rotwein und Roggen-Knäckebrot.

Die Walnuss

Radicchio-Walnuss-Salat mit Blauschimmelkäse

Radicchio gehört zu den Herbstsalaten, die Bitterstoffe enthalten. Diese bitteren Inhaltstoffe sind sehr gesund und wir sollten sie daher wirklich öfter essen. Sie wirken positiv auf Verdauung, Blutgefäße und Galle!

Als drittes Rezept habe ich Nuss-Käse-Kugeln aus Brandteig mit einem Walnuss-Rohnen-Dip zubereitet (eigentlich sind es ja gleich zwei Walnuss-Rezepte …), dieses verlinke ich Dir hier, oder hol Dir doch einfach ein Exemplar der November-Ausgabe beim nächsten Einkauf, es sind wieder viele tolle Herbst – Rezepte drin!

Die Walnuss

Nuss-Käse-Kugeln aus Brandteig
mit Walnuss-Rohnen-Dip

Ach ja, und natürlich gibt es im allgemeinen Teil wieder viel Wissenswertes rund um das „Superfood“:

Die Walnuss

 

 

 

 


Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Dass ich auf die Marke „Home Made“ schwöre, hat sich – denke ich – in den letzten Jahren auf meinem Blog feststellen lassen. Ob es sich nun um Marmelade, Gewürzmischungen, Nudelteig, Chilisaucen oder Kekse handelt, alles schmeckt hausgemacht einfach um Längen besser!
Na, und was für unser Essen gilt, macht natürlich auch vor dem Hundefutter meiner geliebten Hundedame Mascha nicht halt. Leckerli? Ja gerne, aber bitte Home Made! (In Notfällen werden aber auch Snacks aus der Tierhandlung nicht abgelehnt …)

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber
Die frisch gebackenen Hundekekse riechen soooo lecker, dass man fast versucht ist, selbst hineinzubeissen. (Warum auch nicht? Den Teig etwas salzen, vielleicht ein wenig geriebenen Parmesan dazu, und schon hat man den leckersten Keks zur Kürbissuppe. Für humorvolle Gäste darf natürlich auch mit der Hundeknochenform ausgestochen werden!)

Du brauchst für etwa 10 große Hundekekse:

340 g Dinkelmehl
140 g gebratene Kürbiswürfel
60 g Hühnerleber, roh
1 Ei
1 TL Suppengewürz – Pulver aus dem Reformhaus
2 EL Olivenöl

Ein Tip zum Kürbis: Butternuss oder Hokkaido gehen super. Schneide das Kürbisfleisch in Würfel (Hokkaido nicht schälen!), lege diese in eine Auflaufform, gieße etwas Wasser dazu und brate den Kürbis im Ofen bei 180 Grad etwa 40 Minuten.
Nimm nun vom gebratenen Kürbis 140 Gramm und püriere ihn mit der Hühnerleber zu Mus.

Heize den Backofen vor auf 160 Grad Heissluft. Belege ein Blech mit Backpapier.
Gib das Mehl in eine große Schüssel. Forme eine Mulde, in diese gibst Du das Kürbismus und das Ei, sowie Suppengewürz und Öl. Verknete alles zu einem geschmeidigen Teig.

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Mehl und restliche Zutaten zu Teig verkneten

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Der fertige Teig

Rolle den Teig zu einer etwa 5 mm dicken Platte aus, bemehle die Fläche gut, er klebt leicht! Stich nun lustige Formen aus, wenn geht artgerecht, da freut sich der Hund (nein, ehrlich, es ist ihm eigentlich egal, Hauptsache es schmeckt.)

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Die Keksformen sind definitiv hundefreundlich, oder?

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber
Verteile die Kekse auf das Blech und backe sie etwa 25 Minuten. Lasse sie gut auskühlen, und dann kommt der Härtetest: mag er sie oder mag er sie nicht? Oh ja und wie! Meine Mascha liebt diese Leckerli, und ich weiss was ich ihr gebe. Du kannst auch experimentieren und mal 50 g Mehl durch Haferflocken ersetzen, oder die Leber durch Räucherlachs, na das ist erst der Hit! (Die gibts zu Weihnachten).

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Auch die Keksdose ist natürlich artgerecht!

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Hundekekse mit Kürbis und Hühnerleber

Nicht so gierig!

Und bitte, lass die Keksdose nicht unbeaufsichtigt stehen … ich habe Dich gewarnt!
Die Kekse halten etwa eine Woche, wenn Du sie länger aufbewahren möchtest, musst du sie länger backen und ganz hart werden lassen!

 

 

 


Buchvorstellung „Brot, Gebäck und Brotaufstriche“, mit Rezept „Haferbrot mit Mangoldaufstrich“

Meine Kochbuchsammlung hat wieder mal Zuwachs bekommen! Nachdem ich ein paar Einrichtungsgegenstände umplatziert habe, konnte eine weitere Buchablage Stellung beziehen, die „Neuen“ müssen also nicht wochenlang heimatlos am Esstisch herumkugeln.
Ich habe zwei Neuerscheinungen vom Leopold-Stocker-Verlag erhalten,daraus werde ich wieder einiges nachkochen und Dir beide Bücher vorstellen.
Im heutigen Post geht es um eines meiner Lieblingsthemen, nämlich Brot und Gebäck … und tolle Aufstriche. Das Kochbuch, um das es heute geht, heißt:
Brot, Gebäck und Brotaufstriche„, und ist eine Zusammenfassung der 106 besten Rezepte aus der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE der letzten Jahre. Und ich nehme es gleich vorweg, ich bin begeistert! Ich backe ja leidenschaftlich gerne Brot und Weckerln, und das schon bald 30 Jahre lang, und man denkt immer, da kann es doch nichts Neues mehr geben. Aber das Buch ist voll mit ausgefallenem Brot und Gebäck, tollen Weckerlideen, deftigen Muffins und ungewöhnlichen Brotaufstrichen (von mir ist auch ein Rezept mit Foto dabei, FREU!)
Der Einleitungsteil bietet viele hilfreiche Informationen vor allem für Brotback-Einsteiger, aber auch für „alte“ Brotbäcker ist so eine Praxis-Auffrischung toll, denn durch die Gewohnheit und Routine vergisst man oft entscheidende Grundregeln. Wisenswertes über Mehl und die verschiedenen Sorten, gefolgt von Tips zur Teigzubereitung, zur Hefe und zum Sauerteig sind hier kurz und effizient zusammengefasst, lassen sich immer wieder schnell nachschlagen, so dass auch Dein erster Laib Brot ein Erfolg werden kann. Ganz wichtig ist die Info zur Flüssigkeitsmenge, und man kann es nicht oft genug sagen: jedes Mehl benötigt eine andere Menge Flüssigkeit, es gibt kein Rezept, das hier eine 100 % richtige Angabe machen kann, es gehört viel Erfahrung dazu, zu erkennen, wann ein Brotteig passt, und Erfahrung kommt nur durch das „machen“, also nicht aufgeben! Und nie die ganze Flüssigkeit zu Beginn zugeben, immer nach und nach. Es folgen 4 Kapitel voller leckerer Ideen:
Brote
Pikantes Gebäck
Süsses Brot und Gebäck
Aufstriche pikant und süss

Meine Versuchsbrote waren das Haferbrot von Seite 17, das Bauernmischbrot mit Kernen von Seite 21, das Faltbrot von Seite 31, und der Mangoldaufstrich von Seite 115. Alles ist supergut geworden, ich zeige Dir heute das

Haferbrot mit dem Mangoldaufstrich.

Beim Brot haben sich bei mir einige Änderungen ergeben, statt des im Rezept angegebenen Weizenmehls habe ich glattes Dinkelmehl verwendet (ich versuche Weizenmehl soweit wie möglich zu vermeiden …), und ich habe etwas weniger Wasser verwendet als im Buch, da mir die Menge als sehr großzügig vorkam. Trotzdem ist mir mein Teig zu weich geworden, denn ich muste ja Fehler Nummer 1 machen: gleich das ganze Wasser dazuschütten. Naja, man lernt nie aus! Auf jeden Fall habe ich beschlossen, kein Mehl mehr zuzufügen, sondern das Brot im heissen gußeisernen Topf zu backen, so konnte es nicht auseinanderfließen. Das Ergebnis war hinreißend. (ist dieses Adjektiv zu geschwollen für einen Laib Brot?…) Auf gehts, ich zeig Dir die Topfmethode (die ich im Buch übrigens vermisst habe, denn das Brot wird auf diese Weise fast so wie ein Brot aus dem Holzofen. Das ist aber auch schon das Einzige, was ich an dem Buch zu meckern hätte!).

für das Haferbrot brauchst Du:

130 g kernige Haferflocken
375 ml Wasser
15 g Hefe
1 TL Rohrzucker
270 ml Wasser
125 ml Milch
500 g glattes Dinkelmehl
1 TL Salz

Gib Haferflocken und die 375 ml Wasser in einen Topf und erhitze alles, bis die Flocken das Wasser aufgesaugt haben.
Löse Hefe und Zucker in der Milch auf. Mische das Mehl und die abgekühlten Haferflocken, Salz, die Hefemilch und die Hälfte des Wassers. Beginne zu kneten, füge bei Bedarf das restliche Wasser hinzu. Bei der Topfmethode kann der Teig ruhig sehr weich sein, sodass man ihn eigentlich gar nicht mehr mit der Hand, sondern nur mehr mit der Küchenmaschine (oder Mixer) kneten kann. Bestreiche die Oberfläche mit etwas Öl und lasse den Teig gehen, bei mir waren es etwa 2 Stunden. Im Originalrezept werden 30 g Hefe verwendet, das verkürzt natürlich die Gehzeit. Ich arbeite jedoch lieber mit weniger Hefe und längeren Gehzeiten, das gibt einen noch besseren Geschmack!
Heize den Backofen vor auf 230 ° C und stelle einen gußeisernen Bräter hinein, mit Deckel! Der Topf muss sehr heiß werden.
Schneide ein quadratisches Stück Backpapier zu, zerknülle es zu einem Ball, streiche es wieder aus und lege es in eine Mixerschüssel, die in etwa die Größe des Bräters hat. Knete den Teig nun mit der Maschine nur mehr ganz kurz zusammen und befördere ihn dann in die Schüssel, auf das Papier. Versuche, mit geölten Händen einen schönen Ball aus der Oberfläche zu formen, und lasse den Teig nochmal gehen, etwa 40 Minuten.

Haferbrot

2. Aufgehen im Backpapier

Öffne nun Herd und Topf, lege den Teigball vorsichtig in den heißen Topf, indem Du an den Ecken des Papiers angreifst, und gib sofort wieder den Deckel drauf. Backe das Brot 25 Minuten bei 230 ° C, entferne dann den Deckel, reduziere die Hitze auf 200 ° C und backe das Brot so noch etwa 20 Minuten fertig. Nimm den Laib mit dem Backpapier aus dem Topf und lasse ihn auf einem Gitter abkühlen.

Haferbrot

Das fertige Haferbrot … das kann man doch fast riechen, oder?

Haferbrot

Haferbrot

Mangoldaufstrich

Für unser tolles Brot brauchen wir nun auch einen Aufstrich, mal was anderes, und da ich noch Mangold im Garten habe, kommt mir die Idee zu einem Mangoldaufstrich gerade recht.

Du brauchst:
250 g Mangoldblätter
1 Zwiebel, geschält
1 Knoblauchzehe, geschält
5 ELOlivenöl
2 EL Butter
60 g Cashewnüsse
Salz, Pfeffer, Limettensaft

Im Originalrezept werden Reismehl und Erdmandelflocken zum Binden verwendet, ich nehme lieber Cashewkerne. Weiche die Cashewnüsse in warmem Wasser ein und lasse sie so etwa eine Stunde stehen.
Wasche den Mangold und schneide ihn klein. Hacke Zwiebel und Knoblauchzehe fein und brate beides im Olivenöl an. Gib den Mangold dazu und dünste ihn, bis er zusammenfällt. Füge die Butter dazu, lasse sie schmelzen, und würze die Masse mit Salz, Pfeffer und Limettensaft.

Haferbrot

Mangold anrösten

Gieße das Wasser von den Nüssen ab und gib sie mit der Mangoldmischung in einen Blender, püriere alles fein, fülle es in ein hübsches Schüsselchen und lasse den Aufstrich im Kühlschrank erkalten. Er wird so cremig und streichfähig.

Haferbrot

Was für eine gesunde Jause, selbstgebackenes Haferbrot mit würzigem Mangoldaufstrich!

Auch das Bauernmischbrot mit Kernen ist sooo gut geworden, ich habe es heute gebacken, und am Abend war nur mehr ein kleines Stück da …

Haferbrot

Bauernmischbrot mit Kernen

Das gefüllte Faltbrot war auch ein großer Erfolg, ich habe keine Kräuterbutter – wie im Rezept angegeben – gemacht, sondern die Teiglagen mit meinem selbstgemachten Pesto gefüllt. Wir haben genascht und genascht, und der Fotoapparat hat nicht gerufen, ich habe einfach vergessen es festzuhalten. Aber vielleicht hast Du ja Lust auf das Brotbuch bekommen, und aufs Backen von Gebäck, dann siehst Du auf Seite 31, wie das Faltbrot aussieht … genau so hat es nämlich auch bei mir ausgesehen, vor der Vernichtung. Wirklich ein gelungenes Werk zum Thema Brot, und Du unterstützt einen heimischen Verlag, keinen chinesischen!