Wildkräuter-Pesto mit Erdnüssen und Erdnussöl

Wildkräuter-Pesto

Heute gibt es endlich das versprochene Wildkräuterpesto bei mir. Die Sammelzeit ist am Höhepunkt, man findet nun wirklich alles schon im Überfluss, und die Kräuter sind noch jung und frisch. Ich habe Dir ja vor kurzem meine liebsten Wildpflanzen vorgestellt, bei meinem Kräuterspaziergang – Post: Ein Wildkräuter – Spaziergang

Wildkräuter-Pesto

Gemischte Wildkräuter

Ich weiss, meine Beiträge sind im Moment sehr GRÜN, aber Kräuter sind halt nicht rosa, der Frühling definiert sich über Grüntöne, und das färbt eben auch auf die Frühlingsküche ab. Keine Sorge, der Farbwechsel kommt bestimmt. Sollte die Arktis uns wieder in höhere Temperaturen entlassen, dann gibt es ja bald Erdbeeren und Rhabarber.

Zutaten für 3 Gläschen Pesto:

ca. 130 Gramm Parmesan, gewürfelt
130 Gramm ungesalzene, ungeröstete Erdnüsse
ca. 140-150 Gramm gemischte Wildkräuter(Brennnessel, Sauerampfer, Spitzwegerich, Giersch, Vogelmiere)
1/2 TL Salz
200 bis 250 ml kalt gepresstes Erdnussöl (Reformhaus), je nachdem wie weich das Pesto sein soll

Wildkräuter-Pesto

Sauerampfer, Spitzwegerich, Brennnessel …

Bei Pesto mit zarten Kräutern gebe ich keinen Knoblauch dazu, er wäre zu stark im Geschmack und würde dem Pesto eine gewisse Schärfe geben, die ich hier nicht haben möchte. Dieses Pesto ist mild und cremig.

Gib die Erdnüsse auf ein Backblech und röste sie im Backofen bei 160 Grad etwa 15 Minuten, bis sie duften. Lasse sie abkühlen. Fülle sie in einen Blender oder einen Blitzhacker, gib den Parmesan dazu und zerhacke alles grob. Nun kommen die Wildkräuter, das Salz und das Öl in das Gefäß und alles wird fein püriert. Wenn Du das Pesto dünnflüssiger möchtest, gib einfach noch etwas Öl dazu.

Wildkräuter-Pesto

Das fertige Pesto

Fülle das Psto in sterile kleine Gläschen, dichte die Oberfläche mit einer Schicht Öl ab und lagere es im Kühlschrank. Ungeöffnet hält es sich so mehrere Monate, aber meist lebt es nicht so lange.

Wildkräuter-Pesto

In Gläschen abfüllen und eine Schicht Öl darübergießen

Ganz toll ist auch eine „asiatische“ Variante dieses Pestos, ja warum denn nicht?  Es spricht nichts dagegen, arabische Couscousgerichte oder chinesische Nudelpfannen sowie Wokgerichte mit der vielseitigen grünen Paste zu krönen.
Den asiatischen Einschlag bekommst Du ganz einfach durch Sesam. Besorge Dir im Reformhaus kaltgepresstes Öl aus gerösteten Sesamsamen (das ist ein recht dunkles Öl) und Sesamkörner. Ersetze nun im Rezept die Hälfte des Erdnussöles durch das Sesamöl, nimm nur 100 Gramm Erdnüsse und füge 3 EL Sesamsamen hinzu. Sehr lecker ist es auch, wenn Du zu den Wildkräutern einige Stengel frisches Korianderkraut gibst, das bekommt man meist beim Türken oder Inder, es ist auch ganz leicht selbst anzubauen und wächst schnell, einfach Samen kaufen, einen tiefen großen Topf mit Erde füllen und aussähen.

Der sehr un-asiatische Parmesan ist allerdings unersetzbar, er gibt die Würze und Konsistenz, schmeckt aber nicht vor!
Pesto ist einfach unschlagbar gut zum experimentieren geeignet, also mache ruhig ein paar Varianten und spiele mit verschiedenen Ölen, die Wildkräuterzeit solltest Du aber auf jeden Fall jetzt nutzen, sie sind im Frühling  frisch und voller Kraft.
Mein Tip: Am liebsten sammle ich meine Wildpflanzen in den Murauen, das gilt natürlich auch für jeden anderen Fluß, der von einer Aulandschaft gesäumt wird. (Donau … ). In einer Au findet man vom Bärlauch bis zu Giersch, Brennnessel, Taubnessel usw. alles auf engstem Raum nebeneinander. So ein Tag in einer Au ist wie ein kleiner Urlaub, er gibt Kraft und Ruhe. Natürlich ist meine liebe Mascha immer mit von der Partie, sie hat sich mittlerweile daran gewöhnt, dass das Frauchen stundenlang am Boden hockerlt und Gott weiss was einsammelt (langweilig), aber nachher gehts immer zum Steckerlwerfen an den Fluß, und das ist die lange Stehzeit wert. Ausserdem kann man ja dazwischen ein paar Fliegen fangen …

Masch in den Murauen

In den Murauen bei der Murecker Schiffsmühle

 

Viel Spass bei der Wildkräuterjagd!

 

 


Alles Brennnessel – KOCHEN UND KÜCHE im April

Brennnessel

cover-2017-04_0Ich habe Dir ja in meinem letzten Post gezeigt, welche Wildkräuter ich bevorzugt sammle, und dass mein Liebling die Brennnessel ist. Sie schmeckt sehr gut, behält immer ihre schöne grüne Farbe, ob getrocknet, in der Suppe oder pürriert im Pesto … und sie ist unglaublich gesund.
Um die Brennnessel ging es auch in meinem April-Beitrag in der Zeitschrift KOCHEN UND KÜCHE, und zwei der Rezepte möcht ich Dir heute vorstellen: Brennnesselspätzle und eine Brennnessel-Eisauce, schon für Ostern zum Schinken.

Ausserdem findest Du in der Zeitschrift alle möglichen Tips rund um die Brennnessel und weiter Rezepte. (Link unten)

Was wächst denn da, was mach ich draus ? Die Brennnessel

Ich zeige Dir nun mal mein Rezept für Brennnesselspätzle, Du kannst natürlich für das Pürree auch verschiedene Wildkräuter verwenden.

 

Brennnesselspätzle (Hauptgericht für 4 Personen, Beilage für 6), Rezept für KOCHEN UND KÜCHE

Brennnessel

Brennnesselspätze



Für das Brennnesselpürree:
150 Gramm frisch gepflückte Brennnesselspitzen
1 Liter Wasser
3 EL Sahne

Für den Spätzleteig:
450 Gramm glattes Mehl
200 Gramm Brennnesselpürree
2 Eier
2 Eidotter
1 TL Salz, Muskatnuss
50 Gramm Sauerrahm

zum Gratinieren:
eine Handvoll fein gehackte Brennnesselspitzen
ca. 30 Gramm Butter
120  Gramm milden Bergkäse, gerieben
3 EL kleine Speckwürfel

 

Zubereitung: (ca. 60 Minuten)

Für das Brennnesselpürree das Wasser aufkochen, die Brennnesseln damit übergießen und etwa eine Minute blanchieren, dann abgießen. (Der Sud kann für das Kochwasser aufgefangen werden!) . Nesseln und Sahne in einem Blender oder mit dem Pürrierstab pürrieren und abkühlen lassen.
Alle Zutaten für den Teig mit den Knethaken des Mixers oder mit einem Kochlöffel verschlagen bis eine glatte, recht  feste Masse entsteht.
Backrohr vorheizen auf 180 Grad Heißluft. In einem 5 Liter Topf mit großem Durchmesser Wasser  mit einem EL Salz aufkochen – hier auch den Brennnesselsud verwenden –und, auf 3 Partien aufgeteilt, den Teig mit einem Spätzlehobel ins kochende Wasser reiben. Nach jedem Kochdurchgang die fertigen Spätzle mit einer Nockerlkelle in eine Auflaufform heben und mit Butterflocken belegen. Abschließend die Butter nochmal gut unter die Spätzle heben, Brennnesseln ,Speck und  Käse mischen, die Spätzle damit bestreuen und 5 Minuten  im Rohr bei 180 Grad überbacken.
Tip: Die Spätzle vor dem Überbacken auf mehrere  kleine Formen aufteilen und gleich portioniert  servieren.

Brennnessel

Brennnesselspätzle

Passend für Ostern habe ich noch eine Eisauce mit rohen Brennnesseln gemacht, so behalten sie natürlich am Besten ihre wertvollen Inhaltstoffe. Wenn Du Brennnessel roh verarbeitest, lege sie auf ein großes Schneidebrett und rolle einige Male fest mit dem Nudelwalker darüber, so brechen die Brennhaare ab und Du kannst sie gefahrlos weiterverarbeiten!

Brennnessel Eiersauce (Rezept für KOCHEN UND KÜCHE April)
 Zutaten für 4 bis 6 Personen:

4 große hartgekochte Eier
40 Gramm frisch geriebener Kren
40 Gramm fein geschnittene Brennnesselblätter (die oberen Spitzen pflücken!)
3 EL Sauerrahm
1 TL Dijonsenf
Salz, Pfeffer
1 EL Limettensaft

Zubereitung (ca. 15 Minuten, ohne die Pflückzeit!)

Eier schälen und fein schneiden  oder im Eierschneider zu kleinen Würfelchen zerteilen.  Brennnessel zu feinen Streifen hacken. Eier, Kren und Brennnessel locker mischen.
Sauerrahm mit Senf, Gewürzen und Limettensaft glatt rühren und vorsichtig unter die Kräutermasse heben, die Sauce soll schön locker bleiben. Abschmecken und bis zum Verzehr kühl stellen.

Die Sauce schmeckt herrlich zur Osterjause, zu gekochtem Rindfleisch oder Roastbeef, aber auch zu gedünstetem Frühlingsgemüse und Spargel.

Brennnessel

Brennnessel-Eisauce

Auch ein Rezept für die Herstellung von Brennesselsalz habe ich im Heft vorgestellt:

Brennnesselsalz Rezept

Brennnessel

Brennnesselsalz

Viel Spass beim Sammeln, und – ein bißchen Brennen gehört dazu!

 

 


Ein Wildkräuter – Spaziergang

Waldmeister

Das erste gesunde Gemüse im Jahr ernten wir nicht im Gemüsegarten, das dauert noch etwas, nein, wir finden es gratis in Wald und Wiese. Ich stürze mich jedes Jahr begeistert auf die ersten Brennnesseln und den Bärlauch, aber da gibt es noch so viele andere Wildkräuter, die Du in Deinen Speiseplan einbauen kannst! Irgendwie hätte ich das vor einigen Jahren noch nicht so zugegeben, dass ich im Frühjahr mit einem Korb und 4 Tupperdosen ausrücke (mit Fotoapparat und Hund, und ohne Handy), um wie so ein schrulliges Kräuterweibl mit der Nase am Boden über die Wiesen zu ziehen. Aber irgendwie scheint das Kräutersammeln wieder in Mode zu kommen, wir sind wohl übersättigt mit den diversen Nahrungsergänzungspillen und Kraftelixieren, und besinnen uns zurück auf das unschlagbare Angebot der Natur, meist verfügbar direkt vor unserer Nase. Ich laufe also nicht Gefahr, am Scheiterhaufen zu landen.

Ich nehme Dich heute mit auf meinen Sammelpfad und zeige Dir, was ich da so alles ernte, um etwas Leckeres daraus zu machen oder es für den Winter zu trocknen. Die meisten dieser Wildpflanzen kennst Du sicher, so wie Sauerampfer, Brennnessel oder Spitzwegerich. Man kann sie ohne Angst ernten, denn da gibt es kaum Verwechslungen. Tolle Pflanzen sind auch Vogelmiere, Giersch oder Gundelrebe, auch wenn sie uns als hartnäckiges „Unkraut“ im Garten oft ärgern. Also, ernten, nicht ausreissen!

Wenn Dich die Materie interessiert, kann ich Dir nur raten, kaufe Dir ein Pflanzenbestimmungsbuch und gehe damit in die Natur, Du wirst einen Garten voller Wunder vorfinden.

Heute gibt es erst mal nur ein paar Fotos, in den nächsten Tagen zeige ich Dir mein Wildkräuterpesto. Es ist das beste Pesto, das ich je hatte!

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Gänseblümchen

Die ersten Frühlingsblümchen begrüßt man immer besonders begeistert, aber die wenigsten wissen, dass man viele der Blüten auch essen kann! Das hübsche Gänseblümchen zum Beispiel garniert Salate, Getränke oder einfach ein Butterbrot, die Blüten lassen sich wie Kapern einlegen, man kann sie trocknen für Tee und zum Pestomachen verwenden. Essbar sind auch Löwenzahnblüten, Veilchen, Taubnesselblüten und Fliederblüten.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Brennnessel

Die Brennnessel ist mein besonderer Liebling, sie hat einen ausgeprägten, frisch-würzigen Eigengeschmack und ist super vielseitig. (Spinat, Sauce, zum Nudelteig, Suppe etc.) Sie eignet sich auch besonders gut zum Trocknen, für Teemischungen oder zermahlen als Streuwürze über verschiedene Gerichte (Nudeln, Reis, Gemüsegerichte). Geerntet werden die obersten Spitzen, die kann man bis in den Hochsommer genießen.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Sauerampfer

Sauerampfer schmeckt frisch-säuerlich und schmeckt roh am besten. Er verliert auch in einem warmen Gericht sofort seine schöne grüne Farbe und wird bräunlich, geht aber natürlich trotzdem für die Frühlingskräutersuppe! Ich verarbeite ihn gerne zu Pesto, das wird unvergleichlich. Die kleinen Blättchen sind in den ersten Frühjahrswochen verwendbar. Meist kommt eine 2. Ernte im Spätsommer, wenn die Wiese dazwischen einmal gemäht wurde.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Klebriges Labkraut

Es hat eine sehr typische, unverwechselbare Erscheinung und klebt an der kKleidung. Schmeckt auch am leckersten roh, z.B. in Buttermischungen.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Waldmeister und Giersch

Hier ernte ich zwei tolle Waldkräuter auf einen Schlag. Den hübsch hellgrünen Waldmeister mit den rund um den Stengel angeordneten Blattrosetten, und den wertvollen Giersch mit den 3-teiligen Blätterbündeln. Waldmeister muss man etwas antrocknen lassen vor der Verwendung, erst dann entwickelt sich sein typisches Aroma. Getrocknet hält er sich ein Jahr.
Giersch ist supergesund und schmeckt roh im Pesto oder dem Smoothie ebenso wie als gedünstetes Blattgemüse oder Suppe. Geerntet werden die frischen kleinen Blätter, die findet man bis in den Spätherbst. Läßt sich auch gut trocknen und gibt mit getrockneter Brennnessel ein tolles Wildkräutersalz.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Vogelmiere

Die Vogelmiere kennen fast alle, die einen Gemüsegarten haben, als nerviges Unkraut. Dabei ist die Pflanze hübsch und zierlich und schmeckt erfrischend. Sie hat sehr mürbe, zarte Blättchen und eignet sich super für Salate.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Taubnessel

Die wunderschöne Taubnesselblüte haben wir wohl alle als Kinder ausgelutscht, der leichte Honiggeschmack passt toll zu Obstsalat und sieht entzückend aus, die Blüten können auch kandiert werden.

Ein Wildkräuter-Spaziergang

Löwenzahn

Ja, der Löwenzahn ist wohl allgemein bekannt, auch wegen seiner wunderschönen dottergelben essbaren Blüten. Er ist bitter, was sich mit seinem Alter steigert. Die Blätter sollte man also gleich im Frühjahr nutzen, da sind sie noch milder. Die Bitterstoffe sind jedoch sehr gesund und helfen gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Sehr lecker ist Löwenzahn im gemischten Blattsalat oder traditionell mit lauwarmen Kartoffeln und gebratenem Speck … mmhhhhh!
Ein weiteres super Wildgemüse ist der Spitzwegerich, den habe ich vergessen zu fotografieren. Ich war einfach überfordert. Spitzwegerich ist würzig und läßt sich auch sehr gut trocknen. Auch hier sind die Blütenstände essbar, man kann sie mit anderem Gemüse mitdünsten, sie schmecken etwas pilzartig.

Also, raus in die Natur, Korb mit leckerem Grün füllen und ab in die Küche!

 

 


Kraftfrühstück: Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

Man kann ja von Modetrends halten was man will, eines steht jedenfalls fest: sie bescheren uns Abwechslung und beleben den Markt immer wieder mal mit interessanten neuen Produkten und Kreationen … das gilt für die Bekleidungsindustrie ebenso wie für unsere Lebensmittel. Und das Schöne daran ist die Tatsache: ich muss es ja nicht mögen, ich muss auch nicht mitmachen, aber ich KANN! Und ich picke mir einfach die Dinge heraus, die ich für mich als gut und bereichernd empfinde, und dazu gehören die so in Mode gekommenen Chiasamen. Ich liebe sie! Alles womit man sie mischt verwandelt sich in Pudding, und gegen Pudding gibt es einfach kein vernünftiges Argument Mische Mangopürree oder pürrierte Bananen mit Chiasamen und lasse es etwas stehen: Pudding! Wirklich, das ist eines meiner liebsten Desserts der letzten Zeit, ich pürriere das Fruchtfleisch einer Mango und einer Banane, rühre etwas Mascarpone darunter (Fett ist ein Geschmacksträger!), zuckere etwas und gebe 2 -3 EL Chiasamen dazu, eine Stunde in den Kühlschrank stellen, fertig. Soooo gesund, sooo lecker, sooo …trendig!
Auch vor meinem griechischen Frühstücks-Joghurtbecher machen die kleinen Samen nicht halt, die machen ihn so richtig dick-cremig.
Du brauchst, für eine Portion:

ein Becher griechisches Naturjoghurt
2 Passionsfrüchte
3-4 Medjool Datteln, entkernt, kleingeschnitten
etwas Honig oder Agavendicksaft
2 EL Chiasamen
eine Handvoll gehackte Walnüsse

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

 

Ja, das ist jetzt ein wirklich kompliziertes Rezept: gib alle Zutaten in eine schöne Müslischale und mische alles, behalte ev. ein paar Nüsse und einige Dattelstreifen zum Garnieren zurück. Bevor Du Dich darauf stürzt, sollte das Powerjoghurt etwa 30 Minuten stehen können, damit es durchzieht und die Chiasamen ihre verdickende Eigenschaft entwickeln können. Und ausserdem machen wir uns ja noch gesunde Frühstückskekse!

Ich sage es gleich: vom Teig her sind das die sonderbarsten Kekse, die ich kenne. Aber sie sind ganz schnell gemacht, schmecken genial und sind zudem ein gesunder Snack. Ich habe das Rezept aus einem älteren toskanischen Kochbuch, und da in der Zutatenliste Olivenöl und Vin Santo ( toskanischer Dessertwein) enthalten sind, hat es etwas gedauert, bis ich mich drübergetraut habe. Aber – sie schmecken wirklich genau so wie die Originale, die man bei einem großen toskanischen Gutshof kaufen konnte. Du darfst nur nicht verzagen, der Teig ist wirklich etwas seltsam in Konsistenz und Verarbeitung.

Zutaten:

250 Gramm glattes Mehl (ich habe glattes Dinkelmehl verwendet)
100 Gramm Staubzucker
1 EL Vanillezucker
50 Gramm Pinienkerne
50 Gramm rohe, ungesalzene Pistazien, grob gehackt
100 Gramm Rosinen, in etwa 3 EL Rum eingelegt (am Besten am Abend vorher)
75 ml gutes Olivenöl
75 ml Vin Santo (oder ein anderer Dessertwein)
1/2 Packung Trockenhefe
eine winzige Prise Salz

Siebe das Mehl mit der Prise Salz in eine große Schüssel und gib zuerst den Dessertwein und dann das Öl hinzu, rühre beides gut mit einem Löffel unter, sodass keine Klumpen entstehen.Gib nun Zucker, Nüsse, Rosinen und Hefe zur Masse und vermische alles solange, bis es sich verbindet und ein glänzender, öliger Teigklumpen wird. Ich habe dafür zuerst den Löffel und dann die Finger genommen, man glaubt zu Beginn die Zutaten würden sich nie vermischen, aber nur Geduld, es geht!

 

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

Zu Beginn ist der Teig etwas störrisch…

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

… aber dann ist es geschafft!

Heize das Backrohr vor auf 160 Grad Heißluft und belege ein Backblech mit Backpapier. Forme mit den Händen kleine Kugeln aus dem Teig und lege sie nebeneinander mit etwas Abstand auf das Blech. (sie gehen nur ein wenig auf).

 

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse
Schiebe das Blech ins heiße Backrohr und backe die Kugeln etwa 20 bis 25 Minuten, sie sollen etwas Farbe bekommen, aber nicht dunkel werden. Brich am Besten am Ende der Backzeit eine Kugel in 2 Hälften und sieh nach, ob sie innen wohl nicht mehr teigig, sondern schön durchgebacken ist.
Lasse die Kekse etwa 5 Minuten abkühlen und bestreue sie dann großzügig  mit Staubzucker!

 

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse
Dies sind sehr typische italienische Kekse, die zum Frühstück ebensogut schmecken wie zum Espresso oder zum Glas Wein am Abend, in einer Keksdose sind sie auch sehr gut eine Woche haltbar.
So, und nun guten Appetit bei Deinem (und meinem)  Kraftfrühstück, wenn Du damit in den Tag startest, hat Frühjahrsmüdigkeit keine Chance!

Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse Chiajoghurt und toskanische Olivenölkekse

 

 

 

 


„KOCHEN UND KÜCHE“, mein März Beitrag: KRESSE

Hühnerfleischbällchen
KOCHEN UND KÜCHE März

KOCHEN UND KÜCHE März

Die März-Ausgabe der Kochzeitschrift KOCHEN UND KÜCHE ist erschienen, und darin mein zweiter veröffentlichter Beitrag. Meine (rosige) Zukunft im Verlagsgeschehen sieht so aus, dass ich nun monatlich einige Seiten zur Verfügung habe, um über ein bestimmtes saisonal aktuelles Kräutel, Obst oder Gemüse zu schreiben und Rezepte zu entwickeln.

Die neue Rubrik steht unter dem Motto: Was wächst denn da, was mach ich daraus? Naja, erste Pläne, meinen Gemüsegarten zu vergrößern, laufen bereits … die Küche nochmal zu vergrößern mute ich meinem Mann jedoch besser nicht zu. Obwohl, wenn die Küchenwand noch 2 Meter weiter vorne wäre, würde direkt unterm Fenster der Gemüsegarten anfangen …(diese Idee wird vorläufig verworfen).
Der März widmet sich ganz der Kresse, und natürlich wurde die sonnigste Fensterbank im Haus gleich zum Kressebeet umfunktioniert. Ich muss ja testen, was ich den Lesern dann erzähle!
Kresse ist ja DAS Kräutel für Ungeduldige, man sät, und eine Woche später wird geerntet. Einfach genial. Und sie ist soooo vielseitig verwendbar!

Im Heft findest Du eine genaue Beschreibung der Kressearten und Tips zum Anpflanzen, sowie folgende Rezepte:

Grüner Vitaminshake
Kressepesto
Hühnerfleischbällchen auf Kresse-Linsen-Salat
Brandteigkrapferln mit Kresse, Lachs und Frischkäse

Ich verrate Dir heute auf meinem Blog den Vitaminshake und die Hühnerfleischbällchen, den Rest und viele weitere tolle Rezepte findest Du in der Zeitschrift sowie im Internet.
http://www.kochenundkueche.com/news/was-waechst-denn-da-was-mach-ich-draus

Brunnenkresse

Brunnenkresse

Gartenkresse

Gartenkresse

Grüner Vitaminshake mit Kresse und Avocado

(Rezept für KOCHEN UND KÜCHE März 2017)

Hier hab ich für Dich einen grünen Smoothie, der vor gesunden Zutaten nur so strotzt, plus Gute Laune Garantie!
Erfrischende Getränke aus einem Joghurt – Wasser Gemisch und diversen Kräutern oder Obst sind in der arabischen Welt und in Indien sehr beliebt. Aus der Türkei  kennt man das Getränk als „Ayran“ und es wird meist mit Minze gemixt. In Indien trinkt man „Lassi“, besonders beliebt ist dort eine Variante mit Mango.

Grüner Smoothie mit Kresse

Grüner Smoothie mit Kresse

Zutaten für etwa 600 ml (2-3 Personen):

eine Avocado, geschält, entkernt
ein Körbchen Kresse (diese im Handel üblichen kleinen Kartons)
Saft einer Limette
eine Prise Salz
frisch gemahlenen Pfeffer
150 ml Naturjoghurt
350 ml kaltes  Wasser

Kresse knapp über den Wurzeln abschneiden. Alle Zutaten in einen Blender geben und gut durchmixen. In Gläser füllen, mit etwas Kresse garnieren und sofort servieren.

Tip:  Wenn Du es lieber fruchtig magst, kannst Du die Avocado durch 2 Kiwis ersetzen.

Hühnerfleischbällchen auf Kresse – Linsensalat

(Rezept für KOCHEN UND KÜCHE März 2017)

Linsen verfügen über einen hohen Eiweiss- und Ballaststoffanteil und sind sehr gesund und vielseitig. Die kleinen Berglinsen eignen sich besonders gut für Linsensalat, weil sie nicht zerfallen und ihren Biss behalten.
Die Zutaten ergeben 4 Portionen.

Zutaten für den Linsensalat:

200 Gramm Berglinsen
Wasser
etwas Bohnenkraut, 2 Lorbeerblätter
1 TL Salz
ein roter Paprika
2 Körbchen Kresse
2 EL Aceto Balsamico
3 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
2 EL Kressepesto (siehe Rezept im Internet : http://www.kochenundkueche.com/rezepte/kressepesto  oder in meinem Beitrag in der März-Ausgabe)

Linsen mit der 2 ½ fachen Menge Wasser auf den Herd stellen, Bohnenkraut und Lorbeerblätter dazugeben, nicht salzen. Kochzeit beträgt etwa 25 bis 30 Minuten, etwa 5 Minuten vor Ende der Garzeit Salz hinzufügen. Die Linsen in eine Salatschüssel füllen und völlig auskühlen lassen. Paprika kleinwürfelig schneiden, Kresse knapp über den Wurzeln abschneiden, beides zu den Linsen geben.
Für das Dressing Aceto, Zitronensaft, Öl und Pesto gut verrühren und den Salat damit abmachen, nochmal abschmecken und durchziehen lassen.

Zutaten für die Fleischbällchen, ergibt ca. 22 Stück

Eine mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
etwas Olivenöl
4 Hendlbrüste, etwa 800 Gramm
ca. 80 Gramm Weissbrot, etwa 3 bis 4 Scheiben
100 ml Milch
1 großes Ei
etwas gehackte Petersilie
1 TL Salz, etwas Pfeffer, Oregano
300 Gramm Butterschmalz zum Frittieren
weiters ein Körbchen Kresse und einige Paprikastreifen zum Anrichten

Fleisch sehr fein hacken oder durch den groben Fleischwolf drehen. Milch aufkochen und das Weissbrot damit übergießen. Zwiebel und Knoblauch in etwas Olivenöl rösten, zum Fleisch geben. Brot fein hacken und mit dem Ei, der Petersilie und den Gewürzen zur Masse geben, mit den Händen gut verkneten. Mit nassen Händen kleine Bällchen formen und in dem heißen Butterschmalz goldbraun frittieren, etwa 5 Minuten pro Seite.
Den Linsensalat auf  Teller verteilen, die heißen  Bällchen darauflegen und mit Kresse und Paprikastreifen garnieren.

Hühnerfleischbällchen

Hühnerfleischbällchen auf Kresse-Linsen-Salat

Hühnerfleischbällchen

 

Vielleicht hast Du nun auch Lust bekommen, Dir Deine eigene Kresse zu züchten, so kannst Du Deinen Speiseplan das ganze Jahr über mit etwas Grün aufpeppen!